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W210 Automatik: Rückwärtsgang zickt herum

 Hallo,

habe eine Mercedes E 220 CDI Bj 2000 Modell 210 gekauft. Es war ein ehemaliges Taxi. Kilometerleistung 430 000. ( Automatik )Vor dem Kauf war alles in Ordnung, jetzt will ich aus der Garage fahren geht der Rückwärtsgang nicht rein. Das Display leuchtet auf und es steht:  Tel No Remote. An der Lenkung haben wir Öl aufgefüllt, da war der Schlauch undicht. Warum bekommen wir den Rückwärtsgang nicht rein?

Erbitte Antwort!

Danke

Viele Grüße

Elke Hill

Antwort vom AUTOPAPST:

War beim Kauf wirklich alles in Ordnung? Hast Du bei der Probefahrt den Rückwärtsgang kontrolliert? Bei der genannten Laufleistung ist das erste Getriebe sicher hin…. Es ist allerdings nicht grundsätzlich so, daß das Getriebe immer gleich erneuert werden muß. Ein Check durch eine Automatik-Spezialwerkstadt kann klären, ob nicht doch repariert werden kann. Da Du kaum Details zum Auto gepostet hast, nenne ich dir mal ein paar Punkte,die dir helfen könnten:

– Laß´mal das Getriebesteuergerät auslesen (machen viele auf Mercedes spezialisierte Werkstätten und natürlich auch die Daimler-Vertragsunternehmen).

– Ein Wechsel des Automatiköls wirkt oft Wunder.

– Ist noch genug Öl im System?

– Ist das richtige Automatik-Öl im Getriebe

Generell sind auch Automatik-Getriebe reparabel, das kostet (mit Garantie vom Spezialisten) ca. 2000 Euro.

Vor der nächsten Fahrt muß das Auto aber wohl erst mal aus der Garage geschoben werden…..

 

Cool: Der 260 E (W124)

Lieber Autopapst,

meine Neuanschaffung – ein 260E Bj. 90 mit nur 145.000 km – macht mir 
Sorgen:

Genauer gesagt verunsichert mich die Temperaturanzeige im sog. 
Kombiinstrument. Bei Autobahnfahrten steigt der Zeiger nicht über die 
60/70 Grad Marke – was ich als ungewöhnlich niedrig empfinde und im 
Stadtverkehr geht es dann doch schon mal bis auf 80 Grad hoch.

Mag sein, daß das normal ist. Vielleicht bin ich auch was 
überempfindlich weil der Zeigerauschlag von 60 auf 80 Grad so gross 
ist…
Hab leider keinen Vergleich zu anderen 260ern.

Was diagnostiziert der Autopapst? Können Sie mich beruhigen 😉

Danke und Gruss

Ciro

Antwort vom AUTOPAPST:

Hi Ciro,

der Stern wird „überkühlt“, weil das Thermostat des Kühlsystems zu früh oder zu lange auf geht. Dadurch wird zu viel kühles Wasser durch das System gepumpt, was den Motor nicht auf seine Betriebstemperatur kommen läßt. Im Stadtverkehr mit wenig kühlendem Fahrtwind erwärmt sich der Motor mehr, erreicht aber ebenfalls nicht die normalen 87°C.

Abhilfe schafft ein neues Thermostat, das für etwa 20 Euro im gut sortierten Autozubehör zu bekommen ist. Der Wechsel sollte dann gleich auch mit einem Wechsel des Kühlmittels flankiert werden. Danach dürfte auch die Heizung wieder so funktionieren, daß man selbst bei scharfem Frost in der ärmellosen Doppelripp-Jacke hinter dem Steuer sitzen kann…

Greets vom AUTOPAPST

 

Das Parfum der Herrenfahrer….

Ich habe eine Mercedes A-Klasse aus dem Jahr 1999, Benziner, A 140.
Wenn ich das Auto mal ein bis zwei Tage oder länger nicht fahre, riecht er innen und außen extrem nach Benzin. Was kann die Ursache sein?

MfG, Heike Schich

Antwort vom AUTOPAPST:

So ein Tröpfchen aufs Revers, und die Damen waren hingerissen…. Angeblich wurde das von bestimmten Herren als totsicheres Rezept gehandelt.

 Heute ist Benzingeruch einfach nur „Gestank“ und vor allem immer auch latent gefährlich (im Sommer natürlich noch gefährlicher als jetzt…). Wenn Sie nach 2 Tagen wieder in den Wagen steigen und den Motor starten, legt zunächst mal die Benzinpumpe los und setzt die Kraftstoffanlage wieder unter Druck (ca. 4-5 bar). Die Leitungen und Leitungsverbinder müssen diesem Druck natürlich standhalten, sind aber nach 8 Jahren teilweise dazu nicht mehr in der Lage. Vereinfacht gesagt ist die Kraftstoffanlage undicht. Die undichten Stellen können die Schlauchschellen an den Benzinleitungen sein, die sich gelöst haben, oder die Schläuche selbst. Letzteres ist sehr häufig der Fall, weil der Kunststoff der Schläuche altert. Dadurch tritt Kraftstoff durch die Wandung des Schlauches an die Oberfläche und verdunstet dort. Wenn diese Kraftstoffdünste dann vom „Frischluft“-Gebläse (das in diesem Fall seinem Namen keine Ehre macht…) angesaugt werden, sind sie sofort recht konzentriert im Innenraum und dort natürlich sehr gut „riechbar“. Zusammenfassend würde ich eine Werkstatt bitten, die Kraftstoffschläuche zu überprüfen und ggf. zu wechseln. Ich hoffe, daß diese Diagnose zutrifft….

Es grüßt

DER AUTOPAPST

 

Volvo 850 Kombi ist etwas vorlaut

Sehr geehrter Herr Keßler,
mein Volvo Kombi (850er Bj 94) hat seit einiger Zeit folgende Macke: Der Leerlauf regelte sich bisher nachdem ich vom Gas ging im Leerlauf leicht verzögert auf ca 800 U/min. Jetzt sinkt er manchmal auf 600 U/min, bei denen er im Kaltbetrieb schon stottert, manchmal bleibt er bei 1.300 U/min hängen. Das ist schon fast peinlich. In Phasen der hohen Drehzahl kann ich sie durch Motorbremsung meist runter ziehen, wobei das nicht immer passt. Die Sache fing parallel mit dem Einbau einer Gasanlage an, hat offensichtlich aber keinen Zusammenhang, da sowohl im Gas-, als auch im Benzinbetrieb die Drehzahl macht was sie will. Es gibt auch immer wieder Zeiten, in denen sie richtig liegen. Ein Tip der Werkstatt Kondensatoren durch abklemmen der Batterie und anschließendes verbinden der +- und –Leitung ohne Batterieanschluss zu entladen hat nicht funktioniert.Einen Regler (elektrisch gesteuerte Luftklappe, zylindrisch, ca. 8 cm lang, 3 cm Durchmesser, Name ist entfallen) habe ich auch schon gegen einen anderen, allerdings gebrauchten, getauscht, ohne Erfolg.Fällt Ihnen was hierzu ein? Ein Tip würde mich sehr freuen, da ich das Fahrzeug gerne noch lange fahre. Gruß
Klaus Kütz

Antwort vom AUTOPAPST:
Hallo Klaus, es gibt zwei Bauteile die direkt oder indirekt für Ihr Problem verantwortlich sein können: Zum einen das Abgasregelventil (AGR) der Abgasrückführung und zum anderen das Leerlaufregelventil, welches gerne durch den Abgasanteil, den das AGR dem Frischgas beimischt, verrußt oder verschmutzt. Welches der beiden schon ausgewechselt wurde, weiß ich nicht. Wechseln Sie das andere auch noch, dann sollte der Leerlauf wieder stabil sein. Es grüßt
DER AUTOPAPST

 

Altersgebrechen beim Volvo 245? Nicht schon nach 19 Jahren…!

Lieber Autopapst,

seit 1988 fahre ich mit großer Freude einen Volvo 245, der jetzt allerdings mit 280 000 km langsam in die Jahre kommt, obwohl er gerade wieder ohne große Probleme durch den TÜV gekommen ist.

Vor kurzem habe ich im Rahmen eines Austauschs einer Benzinpumpe einen Kaltlaufregler einbauen lassen und damit eine grüne Plakette bekommen. Seit diesem Einbau springt der Wagen zwar an, aber dann ruckelt er beim Gasgeben mal mehr mal weniger und es ist für die nachfolgenden Autos kein Genuß hinter mir zu fahren. Nach einer kurzen Fahrzeit ist das Problem nicht mehr da. Ich habe zunächst bei dem Kaltlaufregeler das Problem gesehen, aber inzwischen hört man auch wieder die Benzinpumpe sehr deutlich und es ist kurzfristig so, wie wenn der Sprit unterbrochen wird. Die Werkstatt -keine Volvo-Vertragswerkstatt- hat das Problem trotz mehrerer Versuche bisher nicht lösen können.

Vielen Dank für Ihre Bemühungen!

Ulrich Buchsteiner

Antwort vom AUTOPAPST:

Hallo Herr Buchsteiner,

ich beneide Sie fast! 19 Jahre mit einem 200er Volvo durch dick und dünn, da kann eigentlich nichts nach kommen….

Der Kaltlaufregler an sich dürfte keine Auswirkungen auf den Motorlauf haben, weil er lediglich im Kaltlauf (daher der Name…) die Motordrehzahl etwas länger anhebt als die Serienkaltlaufregelung, damit der KAT schneller auf Betriebstemperatur kommt, also eher “da” ist. Natürlich kann sich an den Schnittstellen irgendwo eine Undichtigkeit eingeschlichen haben, durch die der Motor jetzt Falschluft zieht und dadurch ruckelt (Magerruckeln). Was das im Einzelnen ist, kann man leider wirklich nur am Fahrzeug ergründen. Wenn Sie die Benzinpumpe hören, läuft das gute Stück immerhin noch (das ist das wesentliche!). Die Geräusche übertragen sich über die Karosse, weil das Pumpenpacket irgendwo kontakt zum Blech hat (Schönheitsfehler…).

Meine Vermutung ist neben potentiellen Undichtigkeiten ein zugesetzter Kraftstoff-Filter, der den Spritnachschub behindert. Das ist aber bei Ruckeleien recht selten, wesentlich öfter ist etwas im Ansaugtrakt undicht oder die Komponenten der Zündanlage sind überaltert (Sie kennen die 3-K-Lösung?).

Viel Erfolg bei der Problemlösung wünscht

DER AUTOPAPST

 

M-Klasse läuft nur noch im Notlauf

Hallo,
mein Mercedes, M-Klasse W163, hat folgendes Problem, welches nur ab und zu auftritt. Plötzlich zieht der Wagen nicht mehr und fährt nur noch höchstens 30 kmh. Er schaltetin den sogenannten Notlauf!? Wahrscheinlich arbeiten dann auch nicht mehr alle Zylinder, so hört es sich jedenfalls an. Ich fahre rechts ran und schalte die Zündung aus und starte den Wagen neu und er läuft, als wenn nichts gewesen wär. Irgendwann nach Tagen oder Wochen tritt das Problem wieder auf. Die Ursache könnte in der Elektronik liegen, oder was meinen Sie als „Papst“ dazu?

Mit freundlichen Grüßen,
Ulrich Bornschein

Antwort vom Autopapst:
Hallo Ulrich, ich stimme Ihnen zu! Das dürfte tatsächlich eine elektronische Ursache haben, weil das Problem nach dem „Re-Set“ des Steuergerätes wieder verschwunden ist. Ob es nur der so oft defekte Luftmassenmesser ist oder z. B. ein Problem mit Ladedruck, kann leider nur ein Auslesen des Fehlerspeichers eingrenzen. Und dabei kann aus der Ferne leider auch der Autopapst nicht helfen, der ja auch nicht gesagt bekommen hat, was für ein Motor unter der Haube wohnt…..

 

Das Pfeifen, der Pfiff, die Pfiffe: Pfiffig!

Hallo,

Ich höre seit einigen Tagen ein pfeifendes Geräusch. Abhängig von der Drehzahl, aber nicht unbedingt synchron. Nehme ich bspw. dem Fuß vom Gas, lässt das Pfeifen nicht im gleichen Maße nach wie die Drehzahl sinkt, sondern etwas später. In diesen Momenten ist es dadurch besonders gut zu hören. Mir fällt da spontan der Turbolader ein, was recht teuer wäre. Oder kommen noch andere Ursachen in Frage ? Klimaanlage bspw. ist abgeschaltet, das war auch so eine meiner Gedanken.
MfG A. Schmidt

Antwort vom AUTOPAPST:

Hallo Herr Schmidt,
pfeifende Geräusche kann ein Auto haben wie der Hund Flöhe. Nach Ihrer Schilderung habe ich spontan an einen Unterdruckschlauch gedacht, der undicht ist und durch ein kleines Leck Luft einsaugt. Dieser Schlauch muß aber im Innenraum des Autos liegen, sonst könnten Sie das Geräusch während der Fahrt wohl kaum hören. In Frage kommt z. B. ein Unterdruckschlauch, der an die Verbrauchsanzeige oder den Bordcomputer angeschlossen ist. Was fahren Sie denn für ein Auto? Diese Information könnte die Ferndiagnose etwas erleichtern..
Es grüßt
DER AUTOPAPST

 

Nissan Sunny schwächelt beim starten….

Hallo Autopapst! 

Ich besitze einen Nissan Sunny N14. Er hatte vor kurzem die Macke, dass er erst nach mehrmaligem Starten anspring (Batterie ist ok und Anlasser hörte man auch). Jetzt ist er nach mehrmaligem Starten nicht mehr angesprungen, den Anlasser hörte man. Er wollte auch mal kurz, ging aber nicht an. Nun ist die Batterie leer. Drei Tage lang spring er noch an (mit Macken beim Starten) und lief noch gut, daher schließe ich die Benzinpumpe aus.

Kann es die Verteilerkappe sein? Was sagen Sie dazu?

Liebe Grüße Andreas

 

Antwort vom AUTOPAPST:

Hallo Namensvetter,

bei einem mindestens 12 Jahre alten Auto kann man einen gewissen „Wartungsstau“ nicht ausschließen. Wenn der Motor also nur schwer anspringt, und dieses Problem mit den ersten kalten und feuchten Nächten besonders deutlich zu Tage tritt, würde ich immer zuerst auf die Zündanlage tippen. Der N14 hat ja schon keine Zündkontakte mehr (hier findet der Zündfunke elektronisch gesteuert den Weg zu den Zündkerzen…), daher empfehle ich die 3-K-Lösung (neue Kerzen, neue Zündkabel, neue Verteilerkappe). Wenn das nichts bringt, muß der Verteiler (Hallgeber?) oder das Zündschaltgerät gecheckt werden. Das macht am besten ein Auto-Elektriker. Generell sind die Sunnys echte Dauerläufer, in Einzelfällen allerdings recht rostige…. Gute Fahrt!

 

W124: Warmlaufprobs

Hallo, Herr Keßler!
Bei meinem W124, 230TE, Baujahr 1989, hab‘ ich folgendes Problem: Start des Motors und der erste Kilometer der Fahrt ist alles in Ordnung.
Ab einer Temperatur von ca. 40°C fängt der Motor an zu ruckeln, Gaspedal wird sehr widerwillig bis gar nicht mehr angenommen und das Fahrzeug wird langsamer ( kann bis zum Stillstand gehen) oder das Fahrzeug /Motor fährt ruckelnd und schüttelnd weiter. Steigt die Temperatur über den zweiten unbeschrifteten Balken (50°C?) an der Temperaturanzeige,ist wieder alles ok und das ganze Szenario tritt während der Fahrt nicht wieder auf. Es wiederholt sich erst nach Neustart; will heißen, manchmal ist es nur ein schwaches Ruckeln, manchmal bleibt der Wagen stehen. Und manchmal tritt der Effekt gar nicht auf (Vorführeffekt!!!).
Folgende Arbeiten hab‘ ich schon durchgeführt:

Zündkerzen gewechselt,
Zündkabel ersetzt,
Zündverteilerkappe ersetzt,
Benzinfilter neu,
Relais für Benzinpumpe und Zündsteuerung von einem funktionierendem W124 ausgetauscht, ebenso die Zündsteuerung,
Kaltlaufregler (TwinTec) deaktiviert (Bypaß abgeklemmt).

Ich hoffe, Ihnen kommt dieser Fehler bekannt vor und Sie können mir helfen.
Mit freundlichen Grüßen!
KFetzer

Antwort vom AUTOPAPST:

Lieber Herr Fetzer,
ich tippe auf einen defekten Warmlaufregler der KE-Jetronic. Das ist ein relativ einfach aufgebautes Teil der mechanischen Einspritzanlage in Ihrem 230TE, der durch eine Verringerung des Gegendrucks die Beweglichkeit des Steuerkolbens im Mengenteiler der Einspritzung einschränkt. Normalerweise wird dadurch das Gemisch verändert, der Motor läuft im kalten Zustand fetter. Wenn der Warmlaufregler spinnt, klappt das nicht mehr perfekt (Wirkung hält zu kurz oder zu lange an oder setzt aus), so wie in Ihrem Fall. Der Warmlaufregler ist neu noch zu kriegen, kostet allerdings recht viel. Vielleicht bekommen Sie etwas gebrauchtes. Alles klar??