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in velo veritas (2)

 

Was habe ich da gestern geschrieben? Fahrradfahren in Berlin als wahres Berlin-Erlebnis? Wahrscheinlich hatte ich kurz vergessen, wie oft man angeschnauzt wird, wie oft einem vorsätzlich die Vorfahrt genommen wird von rücksichtslosen Autofahrern, wie holprig die Straßen sind, wie selten die Fahrradwege. Dankbarerweise wurde ich heute morgen auf dem Weg zur Arbeit daran erinnert (ganz persönlich auch noch mal hier: Danke. Wirklich: Danke, lieber Fahrer des roten Opels mit Potsdamer Kennzeichen. Nein, Sie haben sich getäuscht: Wenn ich geradeaus fahren will und Sie von gegenüber nach links abbiegen, berechtigt Sie das nicht, mich über den Haufen zu fahren. Seien Sie froh, dass ich neulich meine Bremsen habe reparieren lassen.)
Fahrradfahren in Berlin ist gefährlich. Nach einigem Fluchen habe ich aber festgestellt: Das ist Berlin ja auch. In mancher Hinsicht zumindest. Also Fahrradfahren doch ein wahres Berlin-Erlebnis? Nach diesem kurzen Gedankensalto werde ich gleich zumindest einigermaßen versöhnt den Heimweg antreten. Bis zum nächsten roten Opel.

Falko Müller

1 Kommentar

  1.   Loquilla

    Ha! Wem sagst Du das? Bin absoluter BVG-Muffel und frage mich im Frühjahr immer, woher plötzlich all diese Leute kommen, die dann mit mir auf den sonst so leeren Radwegen fahren. Ich gebe zu, fast stören sie, aber nach drei Tagen Sonnenschein hat man sich an sie gewöhnt; schließlich habe ich auch mmer noch die Hoffnung, daß Masse auch von den von Dir beschriebenen Autofahrern besser wahhrgenommen wird… Manchmal gruselt es mich wirklich, wenn mich mal wieder nur meine guten Bremsen vor so ein Depp retten. Aber es gibt auch die Netten, Rücksichtsvollen – und hiermit möchte ich all denen, die auf uns Radfahrer achten, ein herzliches Dankeschön aussprechen!!

 

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