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Wie das mal wieder zusammenpasst

 

ver.di kündigt Streiks an, massive Streiks. Bei der BVG geht ab morgen früh um 3 fast nichts mehr. Und pünktlich fängt es heute an zu schneien; das Fahrrad fällt also auch aus. Na super. Hier ist der Notfallfahrplan

8 Kommentare

  1.   Tobias

    Ich finde es reicht langsam mit dem Gestreike.


  2. Um ganz offen zu sein: ich auch 🙂

  3.   Florian

    Wenn ab Montag die (S-)Bahn streikt, es weiter schneit und die BSR (Stadtreinigung/Straßendienst) streikt, was passiert eigentlich dann? Es kann doch eigentlich nicht angehen, dass aufgrund von Einzelinteressen – ob sie berechtigt sind, ist hier nicht die Frage – eine ganze Metropolenregion ins komplette Chaos gestürzt wird?
    Der Senatssprecher zieht die Augenbrauen hoch, wackelt evtl. noch mit dem Finger, schürzt die Lippen, schaut möglichst besorgt – und „distanziert sich vom Streik“. Junge, Junge – das ist ja konsequent, entschlossen, beweist Härte und kündet von Verantwortungsbewusstsein gegenüber den Wählern.

  4.   Ludwig

    Arbeitskampf hin oder her, das geht wirklich zu weit. Wer es ausbaden darf, sind dann nämlich die Kollegen, die nicht nach Tarif bezahlt werden und sich keine Gewerkschaft leisten können. Das hat also auch nichts mit Solidarität zu tun, da können nur mal wieder einige den Hals nicht vollkriegen. Außerdem fällt der ganze Spaß auf die Fahrgäste zurück, die sich dann wieder auf die nächste Preiserhöhung freuen dürfen. Jeder ist sich selbst der Nächste. Und nach uns die Sintflut, denn die Verträge neuer BVGler werden bekanntlich schon jetzt deutlich weniger privilegiert ausgestaltet.


  5. 10 tage streiken finde ich auch langsam einfach nur noch abartig.

  6.   Löwensenf

    Auch auf die Gefahr hin, jetzt Prügel zu beziehen – ich finde es völlig ok. Nicht zuletzt wird uns auf diese Weise mal unter die Nase gehalten, wie abhängig wir eigentlich von dieser urbanen Organisation sind.
    Und außerdem, Paris steht auch noch. Und die kennen das seit Jahrzehnten nicht anders.

  7.   Ludwig

    Na prima, Löwensenf, schonmal weitergedacht? Was folgt daraus? Zu Fuß laufen, mit dem Rad fahren, ein Auto kaufen? Oder aufs Land ziehen und sich selbst versorgen? Das ist doch, mit Verlaub, völliger Mumpitz. Eine Stadt hat nun mal die Infrastruktur, die sie braucht, und da ist es nicht zuviel verlangt, wenn man sie auch zuverlässig benutzen kann. Gerade weil wir hier nicht in Paris sind, wo das aller drei Tage passiert, und weil an den meisten Orten immer noch Wert auf Pünktlichkeit gelegt wird.

  8.   Löwensenf

    Ich habe tatsächlich schon mal weitergedacht und ich natürlich kann ich die Argumente beider Seiten nachvollziehen. Aber mal ehrlich, von den „Warnstreiks“, wie wir sie bisher hatten, fühlt sich doch keiner ernsthaft gewarnt, am besten finden die auch noch bein schönem Wetter statt, wo sich die Leute noch freuen, mit dem Rad fahren zu können. Wenn Streik überhaupt was bringen soll, dann muss er doch so durchgeführt werden wie jetzt. Natürlich besteht auch so die Gefahr, dass die Herren Vorstände, die in schwarzen Limousinen zur Arbeit gefahren werden, herzlich wenig berührt werden von dem, was auf der Straße vor sich geht, aber sollte man deshalb provisorisch klein beigeben? Ich finde nicht. Und ich bin mir sicher, die allermeisten Arbeitgeber in Berlin sehen es dieser Tage nicht so eng mit der Pünktlichkeit.
    Der Streik wird ja nun auch irgendwann wieder vorbei sein, und bis dahin kann man genauso gut versuchen, dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. Für die einen sind es neu entdeckte Verbindungen zwischen Kollegen beispielsweise durch Fahrgemeinschaften (siehe nächster Eintrag von Herrn Reinicke), und für andere ist es eben ein Anstoß, sich hochtrabende Gedanken über unser aller Abhängigkeit von der urbanen Organisation zu machen.

 

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