Felix Lee über Roten Kapitalismus und chinesische Online-Phänomene
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Netzökonomie

China schottet sein Internet noch mehr ab

Von 2. Februar 2015 um 15:33 Uhr

Facebook ist in China gesperrt. Twitter, Flickr, Instagram und die Website der New York Times ebenso. Selbst wer in China im Internet ein YouTube-Video öffnen will, muss ewig warten. Seit einigen Monaten erschweren die chinesischen Zensurbehörden zudem den Zugang zu den meisten Google-Diensten. An manchen Tagen öffnen sich die Seiten sehr langsam, an einigen überhaupt nicht. Auch hier blockiert Chinas große Firewall, die staatliche Internetsperre, den Abruf.

Abhilfe haben bislang sogenannte Virtual-Private-Network-Verbindungen (VPN) geschaffen. Dabei handelt es sich um meist kostenpflichtige Software aus dem Ausland, über die eine verschlüsselte Verbindung zu einem ausländischen Server hergestellt wird. Die Anfragen an Facebook und Twitter kommen dann nicht mehr über einen chinesischen, also überwachten Server, sondern über einen im Ausland. Nun haben die chinesischen Zensurbehörden jedoch auch diese Verbindungen gekappt. Weiter…

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Ein Paradies für Fälscher?

Von 30. Januar 2015 um 14:31 Uhr

Normalerweise sind Unternehmen in China darum bemüht, es sich mit den Behörden bloß nicht zu verscherzen. Viele Vorschriften sind nur vage formuliert und der einzelne chinesische Beamte verfügt über beträchtlichen Ermessensspielraum, ob er mögliche Vergehen verfolgt oder nicht. Da ist aus Unternehmersicht Vorsicht geboten. Umso bemerkenswerter ist der derzeit öffentlich ausgetragene Schlagabtausch zwischen dem Direktor der Marktaufsicht und Alibaba – dem wertvollsten E-commerce-Unternehmen der Welt. Weiter…

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Die Risiken der Alibaba-Aktie

Von 19. September 2014 um 18:15 Uhr

Um 9.30 Uhr New Yorker Ortszeit war es so weit: Alibaba-Gründer Jack Ma läutete auf die Sekunde genau die Eröffnungsglocke der New York Stock Exchange. Zuvor überreichte er dem Präsidenten der größten Wertpapierbörse noch eine etwa 1,20 Meter große Tao-Puppe, das Maskottchen von Alibabas erfolgreicher Handelsplattform Taobao.

Seitdem wird auf dem Börsenparkett eifrig gehandelt; die New Yorker Börse brauchte sogar mehr als zwei Stunden nach Handelsbeginn, ehe sie den ersten Kurs für die begehrte Aktie des chinesischen Online-Händlers nennen konnte. Der Preis für das Wertpapier kennt am ersten Handelstag nur eine Richtung. Und zwar nach oben. Die Aktien waren zu einem Stückpreis von 68 Dollar ausgegeben worden, doch angesichts der riesigen Nachfrage lag die Erstnotiz am Vormittag bereits bei 92,70 Dollar – ein Sprung von mehr als einem Drittel.

Damit sind tatsächlich die anvisierten 25 Milliarden Dollar Einnahmen für Alibaba zusammengekommen, der wahrlich größte Börsengang aller Zeiten. Mit dem ersten Kurs war Alibaba fast 230 Milliarden Dollar wert, mehr als etwa Coca-Cola. Der Hype verwundert – denn die Alibaba-Aktie ist alles andere als ein sicheres Papier. Weiter…

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Alibaba-Börsengang rettet Yahoo

Von 17. September 2014 um 11:31 Uhr

Yahoo befindet sich bereits seit geraumer Zeit im Niedergang. Das Unternehmen hat seit Jahren keine innovativen neuen Angebote auf den Markt gebracht. Die Fotoplattform Flickr hat erheblich an Bedeutung zugunsten des Konkurrenten Instagram verloren. Und selbst im Heimatland, den USA, gehen die Nutzerzahlen der Suchmaschine stetig zurück.

Dennoch steigt der Aktienkurs von Yahoo seit einigen Wochen stetig. Der Grund: Yahoo ist zweitgrößter Anteilseigner von Alibaba. Das chinesische Unternehmen plant an diesem Freitag in New York seinen Börsengang. Analysten gehen vom bislang größten Börsengang der Geschichte aus. Und das treibt auch den Aktienkurs von Yahoo in die Höhe. Weiter…

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China ist Weltmeister im Online-Shoppen

Von 27. Mai 2014 um 16:52 Uhr

Wer sich in China noch nicht bei einem der beiden großen Online-Bezahldienste Alipay oder Tenpay registriert hat, ist im Alltag inzwischen sehr häufig aufgeschmissen. Tickets für Chinas Hochgeschwindigkeitszüge etwa lassen sich online ohne dem Bezahldienst von Alibaba nicht kaufen. Und in Peking finden sich auf der Straße immer seltener freie Taxis, die einen mitnehmen. Die meisten Pekinger bestellen Taxis inzwischen über spezielle Taxi-Apps. Auch dafür wird Alipay oder Tenpay benötigt.

Wie in kaum einem anderen Land der Welt hat sich der Onlinehandel so rasant ausgebreitet wie in China. Um jährlich 70 Prozent und mehr sind die Umsätze im e-Commerce gestiegen. Allein im vergangenen Jahr erwarben chinesische Konsumenten nach Angaben der China Daily Waren im Wert von 1,8 Billionen Yuan online, das sind umgerechnet rund 288 Milliarden Dollar. Damit hat die Volksrepublik die USA als größtes Land im Onlinehandel abgelöst. Fast zehn Prozent des Einzelhandelsumsatzes findet inzwischen im Internet statt. Weiter…

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Alibaba ist überbewertet

Von 8. Mai 2014 um 11:08 Uhr

Die Wall Street hat der Ankündigung seit Monaten entgegen gefiebert. Nur ist es klar: Der chinesische Internetkonzern Alibaba wird noch in diesem Jahr in New York an die Börse gehen. Die Anleger sind elektrisiert. Aber ist die Euphorie gerechtfertigt? Weiter…

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China nimmt “The Big Bang Theory” aus dem Netz

Von 29. April 2014 um 15:17 Uhr

Die Empörung der Internetnutzer in China ist groß: Über 25.000 Blog-Einträge beschäftigen sich mit dem plötzlichen Verbot der amerikanischen Fernsehserie The Big Bang Theory. Mehrere Millionen Nutzer haben die Einträge kommentiert. Fast alle sind verärgert, bei den meisten herrscht Unverständnis: Warum trifft es ausgerechnet die Nerd-Serie? Warum Supergehirn Sheldon? Weiter…

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Alibaba erobert die Wall Street

Von 18. März 2014 um 12:45 Uhr

Kundige Anleger warten auf diesen Moment seit Monaten: Chinas größtes Internet-Unternehmen Alibaba hat angekündigt, einen Börsengang vorzubereiten. Noch in diesem Jahr könnte das Unternehmen die ersten Aktien ausgeben.

Analysten schätzen den Wert des Unternehmens auf 120 bis 180 Milliarden Dollar. Als Facebook im Mai 2012 sein Aktiendebüt feierte, nahm das Unternehmen mehr als 15 Milliarden Dollar ein. Alibaba könnte um ein Vielfaches darüber liegen. Es wäre nicht nur der bislang größte Börsengang eines chinesischen Unternehmens, sondern das eines Internet-Unternehmens überhaupt. Weiter…

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Wie WhatsApp – nur erfolgreicher

Von 21. Februar 2014 um 08:21 Uhr

Für sage und schreibe 19 Milliarden US-Dollar kauft Facebook seinen bisherigen Konkurrenten, den Kurznachrichtendienst WhatsApp. 1,2 Milliarden Mitglieder zählt Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf der von ihm gegründeten Plattform bereits. WhatsApp nutzen weltweit 450 Millionen. Das ist der bislang größte Zusammenschluss, den es im Marktsegment der Sozialen Netzwerke gegeben hat, und dürftige die bisherige Dominanz von Facebook festigen - vorerst. Denn Zuckerberg hat nicht die Rechnung mit einem chinesischen Anbieter gemacht.

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Apples iPhone gilt in China als altbacken

Von 6. Dezember 2013 um 10:58 Uhr

Der wertvollste Technikkonzern der Welt braucht in China einen starken Verbündeten, um nicht von seinen kleinen Konkurrenten überrannt zu werden. Derzeit wirbt Apple heftig um die Gunst von China Mobile. Mit fast 800 Millionen Vertragskunden ist das der größte Mobilfunkanbieter der Welt. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben sich beide Konzerne nach jahrelangen Verhandlungen darauf geeinigt, dass der staatliche Telekom-Koloss ab kommenden Jahr das iPhone in sein Angebot aufnimmt. Weiter…

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