Das Fahrrad-Blog

Pedal mit Grip

Von 7. Dezember 2012 um 10:40 Uhr

© Moto Bicycles

Ein schönes und überaus praktisches Pedal aus Holz hat in diesem Jahr Ali Reza Barjesteh von Moto Bicycles auf den Markt gebracht. Laut Hersteller ist es rutsch- und wasserfest. Was es von anderen seiner Art unterscheidet, ist der Grip, seine geringe Höhe und die große Auflagefläche. Sein Preis macht es allerdings eher zu einem Accessoire für Liebhaber.

Pedale werden im Alltag wenig beachtet – jedenfalls an Stadträdern – und das völlig zu Unrecht. Schließlich bilden sie eine der drei Kontaktstellen zum Fahrrad. Fast jeder Fahrer hat sich schon mal geärgert, wenn er mit Pumps oder lederbesohlten Schuhen von den Pedalen abgerutscht ist. Mit dem neuen Moto Urban Pedal soll das nicht mehr passieren.

Der ehemalige BMX-Meister Barjesteh hat mit einem Ingenieurteam aus der Luft- und Raumfahrt ein durchgängiges Plattformpedal aus Holz entwickelt. Vier Jahre haben sie daran gearbeitet.  Herausgekommen ist ein gerade anderthalb Zentimeter hohes Pedal, das eine größere Auflagefläche hat als andere handelsübliche Modelle. Durch die große Fläche werde der Druck besser verteilt und die Kraft effizienter übertragen, erklärt Barjesteh. Das Griptape verhindere ein Abrutschen. Das Fahrgefühl sei sehr direkt, sagt Barjesteh, ähnlich wie bei Klickpedalen.

© Moto Bicycles

Laut Barjesteh lässt der Grip nach etwa einem halben Jahr um etwa 20 Prozent nach. Dazu muss es allerdings täglich mehrere Stunden im sportlichen Dauereinsatz sein. Bei Alltagsfahrer halte es wesentlich länger. Das Griptape – das ein wenig aussieht wie Schmirgelpapier – kann man austauschen, ein Satz kostet 5 Euro.

Das Moto Urban Pedal gibt es in unterschiedlichen Designs, ein Paar kostet 155 Euro. Barjesteh gewann dafür in diesem Jahr den ISPO Brandnew Award in der Kategorie Komponenten.

© Moto Bicyles

Kategorien: Fahrradteile
Leser-Kommentare
  1. 9.

    Sehr schöne Idee, ich bin täglich mit dem Rad unterwegs, da ich leidenschaftlich Rad fahre, und habe bis jetzt immer Probleme mit den Pedalen gehabt falls ich mal mit Schuhen unterwegs war die eine zu dünne oder zu harte Sohle hatten. Das Positionieren des Fußes war ein weiteres Thema, die sich mit diesem Pedal erübrigen dürfte. Super sache!

    • 12. Dezember 2012 um 01:03 Uhr
    • Thomas
  2. 10.

    Endlich! Nun kein langes Überlegen mehr, welche Schuhe ich heute anziehe, denn jetzt fährt man in jeden bequem!!!

    • 14. Dezember 2012 um 19:25 Uhr
    • isabelle
  3. 11.

    Endlich Pedale für Highheels. Großartig! :)

    • 27. Januar 2013 um 21:20 Uhr
    • jenni
  4. 12.

    Gückwunsch zu der Auszeichnung.

    Ich fahre die Pedale seit ca 1/2 Jahr (bisher etwa 1000km). Hier mein feedback:

    - Fahrgefühl ist sehr gut, Fläche angenehm groß, Griptape auf einem Pedal ist (in der Stadt und auf Touren) perfekt
    - Aussehen: finde ich super und hab auch einige Komplimente für die Pedale bekommen.
    - keine Reflektoren. Nicht so schlimm, würde (StVO-konform) auch fürchterlich aussehen und mit ordentlichen Reflektoren wäre das Pedal noch mal 20 Euro teurer.
    - Technik/Lager: Die Pedale saßen anfangs sehr straff, unterdessen haben sie viel Spiel. Gegen Gleitlager wäre nichts einzuwenden, allerdings ist die Achse bei den Moto-Pedalen gar nicht (!) gelagert. Und das ist auch mein größter Kritikpunkt, da die Achse auf kurz oder lang den Pedalkörper durchschleifen wird. Das finde ich einfach unprofessionel. Aber vielleicht wurde zu Gunsten der flachen Bauweise oder zusätzlicher Kosten auf die Lager verzichtet. Wer weiss..

    Der Preis ist recht hoch, allerdings nachvollziehbar, man bedenke:
    - Werkzeugkosten
    - Fräsen/Schleifen/Lackieren des Holzrahmens
    - Griptape
    - Sicherlich nicht der billigste Kunststoff
    - aufwendige Montage
    - Material und Bearbeitung der Achse
    - Verpackung
    Laut Herstelleraussage wird es in Dt gefertigt.

    Ach ja, und dann noch vier Jahresgehälter für Ingeniere/Designer :P

    Dann ist es eine Frage der Kalkulation, nach wie viel Stück man diese Kosten amortisieren will. Wenn man wie Moto ein Newcomer ist und nicht auf ein breites Vertriebsnetz bauen kann, ist es naheliegend zunächst mit kleineren Stückzahlen und daher höheren Verkaufspreisen zu kalkulieren.

    Jeder der hier leichtfertig Kritik an dem Produkt äußert, sollte erst mal selbst fragen, ob er das Risiko einer Produktentwicklung und v.a. Umsetzung auf sich nehmen würde.

    Auch wenn das Pedal sicherlich nicht perfekt ist, verdient diese Risikobereitschaft und Liebe zum Produkt meiner Meinung nach höchten Respekt.

    • 6. April 2013 um 09:21 Uhr
    • 67_uk14b
  5. 13.

    Ich fahre die Moto pedale seit 3 Monaten.. Ich bin sehr zufrieden! Und dank der sehr schmal o dünn ausfallenden Korpus, hab ich bei scharfen und engen schnellen Manövern kein bodenkontakt. (…)
    Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf überzogene Polemik und üben Sie Kritik in sachlichem und respektvollem Tonfall. Andrea Reidl

    • 2. Juni 2013 um 11:16 Uhr
    • manulito
  6. 14.

    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben sie sachlich.
    Andrea Reidl

    • 17. Juni 2013 um 09:42 Uhr
    • stvzo
  7. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)