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Wie vor 70 Jahren Fahrräder gebaut wurden

 

Fahrradlackieren rustikal: Eine behandschuhte Hand packt einen rohen Stahlrahmen, taucht ihn mit rascher Bewegung in ein schwarzes Becken, um ihn dann zum Abtropfen aufzuhängen. Fertig ist das klassische Schwarz eines Raleigh-Fahrrades von 1945.

Vor 70 Jahren wurden sämtliche Einzelteile eines Fahrrads noch in einer Fabrik gefertigt. Wie der Prozess in seinen Einzelheiten vonstatten geht, zeigt der British Council, eine gemeinnützige Einrichtung zur Förderung der Beziehungen zwischen Briten und Bürger anderer Staaten, in einem gut 17-minütigen Video von 1945. Drehort war die britische Fahrradfabrik Raleigh im englischen Nottingham.

Der Raleigh-Konstrukteur erklärt Vater und Sohn, wie das Fahrrad hergestellt wird: angefangen vom Rohstahl, der in der riesigen Fabrik erst zu Rohren und dann zu Fahrradrahmen verarbeitet wurde. Fast jedes Teil entsteht aus rohem Metall und wird durch Pressen, Ziehen, Stanzen in Form gebracht – dabei ist viel Feuer zu sehen. Eine amüsante Zeitreise in die Welt der Produktion vor über einem halben Jahrhundert.

2 Kommentare

  1.   Jörg Lau

    Ich besitze ein Raleigh Team Record (aus Reynolds 531er Stahl) aus dem Jahr 1979, gebaut in Nottingham. Ich liebe dieses Rad, seit ich es einem Ahnungslosen abgekauft habe, der nicht wußte, was er da hat. Steel is real. Alles kann man selber reparieren. Das komplette Tretlager habe ich zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder zusammengesetzt, Kugel um Kugel. Was Qualität und Eleganz angeht, geht nichts über die Stahlräder der 70er.

  2.   Gnarly

    „Eine behandschuhte Hand packt einen rohen Stahlrahmen“
    Da ist kein Handschuh an der Hand. Arbeitsschutz wurde 1945 noch nicht sonderlich groß geschrieben. Aber vermutlich läuft das in den fernöstlichen Fabriken heute auch nicht viel anders.