Das Fahrrad-Blog

Spartanisch unterwegs

Von 6. Februar 2013 um 08:25 Uhr
 © www.pd-f.de / Frank Stefan Kimmel

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Ob man zwei oder vier Wochen mit dem Rad unterwegs ist, macht für das Packen der Satteltaschen wenig Unterschied. Wer jedoch nur übers Wochenende verreist und möglichst weit und schnell fahren will, wägt sorgfältig ab, was mit darf.

Gerolf Meyer, Volontär beim Pressedienst Fahrrad, hat sein Gepäck optimiert: Er bekommt alles in elf Litern Stauraum unter. Ein Blick in seine Taschen und die äußerst spartanische Ausrüstung lohnt sich.

In der Seatpost Bag, der Tasche für die Sattelstütze, bringt Meyer seine Werkstatt und den Kleiderschrank unter: lange Handschuhe, Armlinge, Beinlinge, Windjacke, eine dreiviertellange Regenhose, sowie für den Abend eine kurze Hose und ein Shirt. An Werkzeug reichen ihm Flickzeug, ein Multitool, Reifenheber, Ersatzschlauch, Ventiladapter, Kettenschloss und Kettenöl.

Küche und Badezimmer sowie die Bank befinden sich in der Lenkertasche. Das heißt: ein Mini-Schloss, ein kleines Erste-Hilfe-Set, ein Mini-Kulturbeutel mit Shampoo- und Seifenproben sowie Sonnencreme, Sitzcreme und Taschentüchern. Als Essbesteck nimmt Meyer einen Göffel, eine Kombination aus Gabel und Löffel. Dazu kommen noch Handy (das auch als Fotoapparat und Navi dient) und Portemonnaie. Dann ist in beiden Taschen noch etwas Platz.

Meyers Seatpost Bag fasst etwa vier Liter, seine Lenkertasche bietet sieben Liter Raum. Modelle für anspruchsvolle Touren gibt es bei vielen Herstellern wie Ortlieb, Carradice, Rose, Revelate Design oder Detour. Dabei lohnt es sich, darauf zu achten, ob sich die Halterung leicht lösen lässt. Viele Taschen verfügen auch über einen Spanngurt, was sich in der Praxis bewährt. Bei Lenkertaschen ist ein wasserdichtes Sichtfenster sehr praktisch, durch das sich auch ein Smartphone bedienen lässt – sofern das für die Tour wichtig ist.

Die Ausrüstung © www.pd-f.de / Frank Stefan Kimmel

Die Ausrüstung © www.pd-f.de / Frank Stefan Kimmel

Kategorien: Fahrradteile
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Hi
    ich habe auch ein Focus Mares AX2.0. Bin für genau solche Wochenendtrips auf der Suche nach geeigneten Sattel-/Lenkertaschen. Welche Modelle wurden an dem oben abgebildeten Rad montiert? Und welche Erfahrungen wurden damit gemacht? Wie wird das Fahrgefühl davon beeinflusst?

    Grüße
    M.O.O.

    • 9. Februar 2013 um 15:33 Uhr
    • M.O.O.
  2. 2.

    Hallo M.O.O.,

    am Rad im Bild sind eine Ortlieb Ultimate6 M Pro sowie eine Ortlieb Seatpost-Bag montiert. Beides sind Vorserienmodelle, daher wurde exakt dieses Setup nur auf kurzen Testrunden probiert. Die Erfahrung mit vergleichbaren (Vorgänger-)Modellen zeigt, dass das Fahrverhalten nur wenig beeinträchtigt wird. Freihändig fahren wird je nach Zuladung und Lenkgeometrie etwas riskanter, die Hecktasche macht sich evtl. im Wiegetritt bemerkbar. Man spürt die leicht veränderte Gewichtsverteilung, stellt sich aber sehr schnell darauf ein. Im Grunde eine Umstellung wie bei klassischen Packtaschen auch, nur weniger deutlich, da leichter. Die Beschränkung auf das Nötigste ist ein großer Vorteil dieser Packweise: Ein sportliches Rad bleibt sportlich zu fahren.

    Grüße

    GM

    • 11. Februar 2013 um 11:05 Uhr
    • GM
  3. 3.

    Wenn das Wetter mitspielt (von Mai-September) schaffe ich das auch mit 500gr. Gepäck:)
    .
    Kredit und Scheckkarte plus Handy, Navi und ein paar Müsliriegeln:)
    .
    Meint
    Sikasuu

    • 16. Februar 2013 um 15:22 Uhr
    • Sikasuu
  4. Kommentar zum Thema

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