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200 Räder: Auswahl für den Alltag

 
Michael Embacher auf dem Dachboden seines Büros inmitten seiner Fahrradsammlung © Andreas Müller
Michael Embacher auf dem Dachboden seines Büros inmitten seiner Fahrradsammlung © Andreas Müller

Eine Sammlung schöner, seltener und teilweise auch skurriler Räder zeigt zurzeit das Museum für angewandte Kultur (MAK) in Wien. 50 Ausstellungsstücke hängen dort auf Augenhöhe des Betrachters. Sie alle gehören Michael Embacher. Der Architekt sammelt Fahrräder, die ihm gefallen. Dabei ist sein Geschmack ebenso exquisit wie zielsicher. Embacher ist kein schrulliger Sammler, der die Räder als Kunstobjekte aufs Podest stellt. Er fährt sie im Alltag – von den 200 Rädern, die auf seinem Dachboden stehen, jeden Tag ein anderes.

Tur Meccanica Bi Bici, ein seltenes Renntandem mit kurzem Radstand aus Italien ©  Bernhard Angerer
Tur Meccanica Bi Bici, ein seltenes Renntandem mit kurzem Radstand aus Italien © Bernhard Angerer

Die Ausstellung bleibt bis zum 6. Oktober in Wien. Zeitgleich läuft in Portland die Cyclepedia: Iconic Bicycle Design, dort zeigt das Portland Art Museum bis zum 8. September eine Auswahl der Embacher-Kollektion. Portland ist Amerikas Kopenhagen. In keiner anderen amerikanischen Stadt sind so viele Fahrradfahrer unterwegs und ist die Fahrradkultur mit Bike Festivals sowie unterschiedlichen Fahrradausfahrten so lebendig. Neben der Embacher Kollektion stellen jede Woche lokale Designer und Sammler im Museum außergewöhnliche Fahrräder vor. Ergänzt wird die Ausstellung zudem durch verschiedene Workshops.

Ein Koffer? © Bernhard Angerer
Ein Koffer? © Bernhard Angerer
Nein, ein Fahrrad ©  Bernhard Angerer
Nein, ein Fahrrad © Bernhard Angerer

Im November reist die Wiener Ausstellung dann weiter nach Israel ins Holon Design Museum, südlich von Tel Aviv.

Der Katalog zur Ausstellung heißt Cyclopedia. Modernes Fahrrad-Design, herausgegeben von Michael Embacher, mit einem Vorwort von Paul Smith und Fotografien von Bernhard Angerer. Er hat 224 Seiten mit ca. 450 farbigen Abbildungen und kostet 30,90 Euro.

Ein Stück aus Carbon: Das Bianchi C-4 Pista, ein Bahnfahrrad aus Italien ©  Bernhard Angerer
Ein Stück aus Carbon: Das Bianchi C-4 Pista, ein Bahnfahrrad aus Italien © Bernhard Angerer
"Mit dem Capo-Eisrad hatte ich auf dem zugefrorenen Neusiedlersee ein fantastisches Erlebnis: Es war neblig, das Eis und der Himmel waren einheitlich weiß. Weil kein Horizont erkennbar war, hatte ich das Gefühl, ich fahre in die Unendlichkeit", so wird Embacher im MAK/ZINE 1/2013 zitiert. © Reidl
“Mit dem Capo-Eisrad hatte ich auf dem zugefrorenen Neusiedlersee ein fantastisches Erlebnis: Es war neblig, das Eis und der Himmel waren einheitlich weiß. Weil kein Horizont erkennbar war, hatte ich das Gefühl, ich fahre in die Unendlichkeit”, wird Embacher im MAK/ZINE 1/2013 zitiert. © Reidl

 

7 Kommentare

  1.   Quirinus

    Ich habe erst 5 und meine Garage ist schon fast voll und meine Frau motzt jetzt schon herum, dass es zu viele sind…

  2.   vorschnell

    eins auf der strasse angeschlossen , eins in der hofdurchfahrt, eins am s-bahnhof griebnitzsee , zwei verborgt, zwei m keller, vier + aufbauteile in der wohnung

    geht schon


  3. @Quirinus: Mein Tipp: lassen Sie ihr die Luft raus!

  4.   rap

    Ich hab nur eins

    Das hab ich perfekt nach meinen Bedürftnissen gebaut.

    Ein alltagstaugliches Citysportbike.
    Mit eigenem Schaltsystem.

    Bisher gibt es ja noch nicht mal ein alltagsnormalotaugliches Asphaltschaltsystem. Also ein ergonomisches Schaltsystem für ca 90% aller Radler.
    Heißt um die relativ hohe Asphaltgeschwindigkeit herum feine Gangabstufung und nach unten stark ansteigende Gangsprünge. Also andersrum wie bei den so super beworbenen üblichen =% Schaltungen.
    Von geraden, handgelenkkillenden Lenkern und Neuschrottfedergabeln ganz abgesehen…
    Ein Rad muß auch nicht schwarz, weiß, grau oder silbern sein.
    Etc.
    Traurig, echte Innovationen (wie auch Felgenwirbelstromdynamo oder Projekt cw/2 durch wenig transparentes Plastik, hieße zB 30 statt 25 kmh, oder dahinrollen mit 25) Fehlanzeige.

  5.   Hanseat

    Schön ,wenn man den Platz hat,die Räder,die einem gefallen, zu sammeln.
    Ich habs leider nicht.

  6.   Walter G.

    Hat der Herr auch ein Odo Klose Fahrrad ?

  7.   Andrea Reidl

    Das kann ich Ihnen nicht sagen. Aber über die Ebacher Collection können Sie nachfragen. Die Webseite finden Sie hier: http://embacher-collection.com/collection.html und unter Kontakt auch eine E-Mail-Adresse.