Das Fahrrad-Blog

Fahrrad möglichst oben anschließen

Von 31. Juli 2013 um 10:38 Uhr

Rund 350.000 Fahrräder werden jedes Jahr in Deutschland gestohlen. Einen umfassenden Artikel darüber, wie man sein Fahrrad am besten vor Diebstahl schützt, hat jetzt der Pressedienst Fahrrad hier veröffentlicht. Hilfreich finde ich dabei vor allem den Tipp von Torsten Mendel: Er erklärt, dass ein Schloss nicht zu tief hängen darf. Andernfalls sei es für Diebe leicht, es per Bolzenschneider zu knacken. Außerdem rät er, zwei unterschiedliche Schlosstypen zu verwenden, denn viele organisierte Raddiebe hätten sich auf bestimmte Typen spezialisiert.

Was man kauft, hängt vom eigenen Fahrrad ab. Zwar geben die Hersteller als Faustregel an, etwa zehn Prozent des Kaufpreises zu investieren. Doch entscheidender ist die richtige Abschließtechnik: Man sollte sein Velo immer mit dem Schloss an einem festen Gegenstand festmachen sowie den Rahmen und das Vorderrad mitsichern. Dann taugt sicher jedes bessere Bügelschloss als guter Schutz.

Hilfreich bei der Suche nach dem richtigen Schloss fürs eigene Rad sind Konfiguratoren auf den Websites von Herstellern wie Abus oder Trelock.

Bei unseren Rädern haben sich zwei Schlösser bewährt: ein Faltschloss und jetzt auch ein Hiplok, das man sich um die Hüfte schlingt. Dass finde ich sehr praktisch, falls man sein Schloss nicht am Rahmen transportieren möchte.

HIPLOK_LITE_LEGS

Kategorien: Accessoire, Allgemein
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Regel 10% für das Schloss kann aber für ein Pedelec nicht gelten. Wären ja 350€ bei meinem, so ein teures und sicheres Schloss haben beide Hersteller nicht! Die Städte wollen mehr Radfahrer haben, stellen aber keine Möglichkeiten des sicheren anketten für ein Rad zur Verfügung. Da beißt sich die Katze in den Schwanz!

    • 31. Juli 2013 um 16:03 Uhr
    • Pedelecer
  2. 2.

    Hallo Andrea,
    du schreibst: “Man sollte sein Velo immer mit dem Schloss an einem festen Gegenstand festmachen sowie den Rahmen und das Vorderrad mitsichern.”

    Leider ist es bei den meisten Geschäften nicht möglich, sein Rad derartig abzusperren, weil die passenden Fahrradsänder dazu fehlen. Auch wenn oftmals viele 100.000,-€ in die Auto-Parkplätze investiert werden, für die Kunden, die mit dem Rad kommen, bleibt oft nur eine gammelige Reihe “Felgenbrecher” in der Ecke. Dazu gab es in letzter Zeit diverse Blog-Beiträge im Web, u.a. auf meiner Blog-Seite (nuernberg2rad), bei Hamburgfiets und auf Bikeyface:

    >> Auf nuernberg2rad: http://nuernberg2rad.wordpress.com/2013/07/15/abstellen-abschliessen-anschliessen/

    >> Auf Hamburgfiets: http://hamburgfiets.wordpress.com/2013/07/16/fahrrad-anschliesen-der-felgenbrecher/

    >> Auf Bikeyface: http://bikeyface.com/2013/07/28/racking-up-points/

    • 31. Juli 2013 um 22:32 Uhr
    • Quirinus
  3. 3.

    P.S. Das Hiplock ist übrigens eine klasse Sache, wenn auch die Nylonhülle schon nach einigen Monaten deutliche Verschleisserscheinungen hat.

    • 31. Juli 2013 um 22:34 Uhr
    • Quirinus
  4. 4.

    Hiplock – ich weiß nicht …

    Mein Fahrrschloss ist bei täglichem Gebrauch bei jedem Wetter so schmutzig wie mein Fahrrad (dad halt auch nur gelegentlich gesäubert wird). Manchmal kommt das Schloss auch mit der Kette in Berührung. Ich versuche es also maximal mit zwei Fingern zu berühren und weit von der Kleidung entfernt zu halten. Ist das Hiplock also nur wieder so ein Designerartikel für Gelegenheitsschönwetterkurzstreckenfreizeitradler?

    Ein hochwertiges Falt- oder Seilschloss mit Rahmenhalterung hat sich in München bisher bewährt. Ist immer dabei, stört nicht und halbwegs sicher. Ein zweites Schloss müsste dann schon in die Tasche und und nervt, ist aber für nächtliches öffentliches Parken sicher zu empfehlen. Am besten dann ein stabiles Bügelschloss, das man am üblichen Stellplatz zurück lassen kann.

    • 2. August 2013 um 08:40 Uhr
    • Andreas
  5. 5.

    Was an der angeblichen Faustregel macht Sinn? Ich halte sie für einen der cleversten Marketing-Tricks der Branche, auf den alle reinfallen. Man verteuere die eigenen Produkte schleichend auf ein Niveau mit satter Gewinnmarge und finde einen passenden Spruch, der den “wer-billig-kauft,-kauft-doppelt”-Kauftrieb stimuliert. Rechnen Sie mal durch: Für eine doch eher simple und vergleichsweise günstig herzustellende Komponente ein Zehntel des gesamten Fahrradpreises, der deutlich mehr und wichtigere Komponenten, Montage, aufwendigeren Vertrieb, Support etc. beinhaltet! Aber die Cleverness des 10%-Spruches ist noch viel größer: Verteuern sich die Fahrräder oder werden sie aufwendiger (Pedelecs) — schwupps kann man mit fast demselben Aufwand für minimal modifizierte Produkte noch mehr Geld verlangen. Hauptsache, der Käufer hat das gute Gefühl, dass er alles richtig gemacht und 10 % Steuer auf sein Rad an den Schlosshersteller abgeführt hat. Und wenn das Rad doch weg ist, lag’s sicher an was anderem — schreibt jemand, dessen Rad dann doch weg war.

    PS. Und morgen: “Für ein Einfamilienhaus sollte man beim Haustürschloss mindestens 10 % des Hauspreises ansetzen.”

    • 5. August 2013 um 20:18 Uhr
    • Gast
  6. 6.

    Münster stellt mitten in der Stadt und auch am Bahnhof einen guten Service zur Verfügung um Räder anzuschließen.

    Am Bahnhof direkt gibt es die Radstation:
    http://www.muenster.de/stadt/radstation/

    mitten in der Stadt gibt es ein extra Fahrradparkhaus – leider nur mit einem Automaten – dort kann man für 50 Cent am Tag sein Fahrrad sicher abstellen. Hier wird mit einem Hochregellager gearbeitet und klauen ist unmöglich.

    Ansonsten ist in Münster immer zu empfehlen -> Fahrrad in die Wohnung mitnehmen oder mindestens 2 Schlösser zu benutzen. Gerade wurde erst einem Münsteraner ein 5000 Euro Rennrad aus dem Hinterhof geklaut ;-(

    • 10. August 2013 um 18:57 Uhr
    • Jens Schwoon
  7. 7.

    Bügelschlösser schneiden bei den meisten Schlosstests am besten ab. Was leider dabei vergessen wird: Wie transportiert man das Ding klapperfrei (!) am Rad? Leider ist das eigentlich unmöglich, also so gut wie unbrauchbar…

    Kette + Schloss (wie das Hiplock aus dem Artikel) wird dreckig, also kann es realistischerweise nicht um die Hüfte getragen werden. Befestigt man es am Rad scheuert irgendwo.

    Deshalb nehme ich ein Faltschloss (bekanntester Vertreter: Abus Bordo), das kann man gut transportieren UND es bietet einen akzeptablen Diebstahlschutz.

    Am Bahnhof selbstverständlich nur bewachtes parken oder Bahnhofsschlampe (das rostige, abgewrackte Zweitrad), doof nur wenn man außerhalb wohnt und gerne schnell & bequem zum Bahnhof fahren würde…

    • 11. August 2013 um 18:29 Uhr
    • Max Schneider
  8. 8.

    Bei Supermärkten mit Fahrradständern des Modells “Felgenbieger ” schließe ich mein bestes Stück immer am Einkaufswagenkäfig an, der ist nämlich 1a einbetoniert. Oder gnadenlos am Werbeschildchen mit dem Werbeflyer der Woche.

    • 11. August 2013 um 18:33 Uhr
    • Max Schneider
  9. Kommentar zum Thema

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