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Gut hörbar unterwegs

 

Oft sind es die kleinen Dinge, die das Radfahren in der Stadt ein bisschen schöner machen. Eine gute Fahrradklingel gehört eindeutig dazu. Viele der Modelle taugen nicht für das, wofür sie eigentlich gemacht sind. Denn eine Klingel soll gut zu bedienen sein und vor allem einen gut hörbaren Klang mit ordentlichem Nachhall haben.

Spurcycle aus San Francisco hat, finanziert über Crowdfunding, eine viel versprechende Fahrradglocke aus Edelstahl entwickelt. Sie klingt schön und sieht dabei auch noch gut aus.

Der Preis, den Spurcycle angibt, ist mit 39 US-Dollar (49 US-Dollar für die Glocke mit schwarzer Kohlenstoffbeschichtung) zugegebenermaßen recht hoch für eine Fahrradklingel. In Deutschland bekommt man die günstigere silberne Glocke bei Schindelhauer. Allerdings kostet sie dann 55 Euro.

Für den Preis hält sie hoffentlich dann auch ein Leben lang.

10 Kommentare

  1.   Ingo

    Alle diese Klingeln haben den Nachteil, dass sie nicht laut genug sind um in einem KFZ gehört zu werden. Selbst zu Fuß Gehende hören diese Klingeln oft nicht – der Straßenlärm oder Kopfhörer auf den Ohren lassen grüßen. Alte Menschen können die vorschriftsmässig „hell tönende“ Glocke oft nicht mehr hören, weil ihr Hörvermögen in den hohen Klanglagen stark nachlässt. Und wenn die Glocke nass ist (Regen!) kommt da gar kein vernehmbarer Ton mehr.

    Fazit: Ja, man benötigt so ein Teil gemäß Vorschrift. Der Nutzen ist aber eher gering. Wenn man sich Gehör verschaffen möchte verwendet man lieber seine eigene Stimme oder eine mit Druckluft betriebene „Klingel“. Auch eine Radlaufglocke würde eine ausreichend große Geräuschkulisse verursachen. Leider sind beide nicht zugelassen. 55€ für ein zwar schönes aber nutzloses Gimmick? Wer’s übrig hat….

  2.   Daniel

    Jo, ist wirklich gut. Und sieht auch schick aus!

    Hier mein Test:
    http://itstartedwithafight.de/2014/06/13/test-ringer/

  3.   Rod

    Meine Empfehlung: CATEYE PB-200. Sehr gut zu hören und preiswert.

  4.   HH1960

    Schick und anscheinend sehr gut verarbeitet. Die Preisgestaltung in D ist gelinde gesagt merkwürdig. Selbst bei den aktuellen Umrechnungskursen komme ich nur auf 31€. Der Unterschied von 24€ ist weder mit Zoll noch mit Transportkosten zu erklären.

    Für den Preis muss die Glocke leider im Laden bleiben.

  5.   R. Rat

    Ich finde den Klang solcher Fahrradklingeln zu schrill, einfach nicht schön. Zweiton-Glocken klingen da wesentlich freundlicher und werden von anderen Verkehrsteilnehmern nicht schlechter wahrgenommen.

  6.   figurenwerk-berlin

    Für mein elitäres Designer-Fahrrad wäre diese, mit so viel Liebe von Opa Bob klanglich abgestimmte und von anderen echten Amerikanern so gediegen gefertigte Manufakturklingel eigentlich ein angemessenes Accessoire, das optisch gut mit der gebürsteten Rückseite meines Smartphones korrespondiert.
    Allerdings ist es mir wichtiger, die Linienführung meines Lenkers nicht mit einem Zubehörteil zu brechen, das das Gewicht meines Bikes auf uncoole Werte nach oben treibt.

  7.   Tunichtgut

    @1: Dass Fahrradglocken von KFZ-Lenkern aufgrund der „verbesserten“ Schallschutzes nicht wahrgenommen werden, kann ich bestätigen. Hier würde nur eine Änderung der Zulassungsgenehmigung helfen, die die Schalldämmung des Fahrzeuginneren gegenüber der Umwelt beschränkt.

    Daneben gibt es natürlich die Hamburger Kampfkraftfahrer, denen es einfach egal ist wer von wo klingelt. Wenn festgestellt wird, dass der akustische Warnhinweis von einem Radfahrenden stammt, wird der Radfahrende erst recht bedrängt.

    Dass man dabei selbst auf einer „Fahrradstraße“ nicht vor PS-Nazis sicher ist, zeigen diese Artikel bzw. Kommentare:

    http://hamburgize.blogspot.de/2014/12/dooringunfall-auf-der-fahrradstrae.html

    http://hamburgize.blogspot.de/2014/12/fehlplanung-veloroute-radler-am.html

  8.   St-Pedali

    Na ja, ich weiß nicht. Muss heute eigentlich alles und jedes durch eine Crowdfunding-Aktion finanziert werden? Mich nervt die Start-Up-Bettelei. Wenn die Klingel so gut ist, wie behauptet, können die Macher auch das unternehmerische Risiko eingehen, vorfinanzieren und sie in Serie produzieren. Nur weil sie eine andere Form und Betätigung hat, muss sie nicht besser sein als beispielsweise eine klassische Rennklingel. Für Fahrradglocken gibt es übrigens die DIN 33946, in der auch steht, wie laut die Dinger mindestens sein müssen.
    Für eine stylische Klingel habe ich mal 40 Euro beim Kult-Fahrradladen Sögreni in Kopenhagen bezahlt. Den Kauf bereue ich noch heute. Denn außer gut aussehen, kann die Glocke nichts.
    http://st-pedali.blogspot.de/

  9.   klingeling

    habe die Klingel am Rad und möchte keine andere