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Unsere Jungs vom Bahnhof Zoo

 
© Basis-Film Verleih

Die Jungs vom Bahnhof Zoo (2011) erzählt die Lebensgeschichte von fünf Berliner Strichern.

In seiner neuen Dokumentation betrachtet der Regisseur und Schwulenaktivist Rosa von Praunheim die Schicksale männlicher Prostitutierter. Die Hauptfigur ist Daniel, der seit seinem siebzehnten Lebensjahr am Bahnhof Zoo arbeitet. An ihm illustriert von Praunheim, welche sozialen Faktoren zum Einstieg in die Stricherszene führen. Außerdem zeigt er die Lebensumstände des drogensüchtigen Nazif, des Familienvaters Romica sowie des Missbrauchopfers Daniel-René. Seinem Protagonisten Lionel folgt von Praunheim gar auf eine Reise ins bettelarme rumänische Heimatdorf.

Der Regisseur begleitet die Stricher bei ihrer Arbeit in einschlägigen Bars und Pornokinos. Er spricht mit den Besitzern, den Freiern aber auch mit Straßensozialarbeitern. Aber vor allem kommen die Stricher selber zu Wort. Denn von Praunheim will mit der diffusen Vorstellung aufräumen, die die Gesellschaft noch immer von männlicher Prostitution hat.

Diejenigen, die sich noch nicht um Karten bemüht haben, sollten ihr Glück bei der Freitagsvorstellung versuchen.

17 Uhr | 15. Februar 2011 | Cinestar 7 | Potsdamer Straße 4 | Berlin Mitte

2 Kommentare

  1.   Franco

    Ein mutiges Projekt, dass unbeding mehr aufmerksamkeit kriegen sollte. Selbst habe ich als Prostituierter auf Abruf gearbeitet und bin dem Millieu nur schwer entkommen.

  2.   Nike

    Liebe Nele, danke für diesen Tipp. Ein mutiges Thema, das noch immer taburisert wird. Männer als Stricher existieren in den Köpfen vieler Menschen entweder gar nicht, oder nur in so weit, dass sich die Bilder leicht verdrängen lassen.
    Schade nur, dass eben jene, die die Augen vor derartigen Themen verschließen, sicher auch nicht an der Berlinale interessiert sind und von solchen Projekten nichts mitbekommen.

    thisisjanewayne.com