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	<description>Das Kunstblog</description>
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		<title></title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 08:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Liebe Leser, der Filter ruht bis auf Weiteres. ZEIT ONLINE bleibe ich als Autorin für Kunstthemen erhalten. Die E-Mail-Adresse filter(at)zeit.de ist weiterhin aktiv und ich freue mich nach wie vor über Anregungen. Ich möchte mich bei allen Impulsgebern, Lesern und Kommentatoren bedanken – ich habe viel entdeckt. Bis bald, Nele Heinevetter]]></description>
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<p><strong>Liebe Leser, der Filter ruht bis auf Weiteres. </strong></p>
<p>ZEIT ONLINE bleibe ich als <a href="http://community.zeit.de/user/nele-heinevetter" target="_blank">Autorin</a> für Kunstthemen erhalten. Die E-Mail-Adresse filter(at)zeit.de ist weiterhin aktiv und ich freue mich nach wie vor über Anregungen.</p>
<p>Ich möchte mich bei allen Impulsgebern, Lesern und Kommentatoren bedanken – ich habe viel entdeckt.</p>
<p>Bis bald, Nele Heinevetter</p>

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		<title>Radical Closure</title>
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		<pubDate>Fri, 20 May 2011 06:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Mitte]]></category>
		<category><![CDATA[Diskussion]]></category>
		<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>

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		<description><![CDATA[Jalal Toufic veranstaltet in der daadgalerie die Seminarreihe Radical Closure. Der libanesische Videokünstler und Autor Jalal Toufic gibt an jeweils drei Samstagen ein öffentliches Seminar zu narrativen Welten, die unabhängig von der sogenannten Realität funktionieren. Radical Closure findet im Rahmen von Toufics aktueller Ausstellung Irruptions of the Real statt. Diese umfasst drei seiner Videoarbeiten, die jeweils den Einbruch des [...]]]></description>
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<div id="attachment_7716" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7716  " title="Jalal Toufic, The Sleep of Reason: This Blood Spilled in My Veins, 2002 (Installationsansicht mit Videostill) © Krzysztof Zielinski Courtesy daad Gallerie " src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Closure.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Jalal Toufic, The Sleep of Reason: This Blood Spilled in My Veins, 2002 (Installationsansicht mit Videostill) © Courtesy daadgalerie &amp; the artist Foto: Krzysztof Zielinski</p></div>
<p><strong>Jalal Toufic</strong><strong> veranstaltet in der </strong><a href="http://www.daadgalerie.de/" target="_blank"><strong>daadgalerie</strong></a><strong> die Seminarreihe </strong><em><strong>Radical Closure.</strong></em></p>
<p>Der libanesische Videokünstler und Autor <a href="http://www.jalaltoufic.com/" target="_blank">Jalal Toufic</a> gibt an jeweils drei Samstagen ein öffentliches Seminar<em> </em>zu narrativen Welten, die unabhängig von der sogenannten Realität funktionieren. <em>Radical Closure</em> findet im Rahmen von Toufics aktueller Ausstellung <em><a href="http://www.daadgalerie.de/de/index_de.php" target="_blank">Irruptions of the Real</a></em> statt. Diese umfasst drei seiner Videoarbeiten, die jeweils den Einbruch des Realen in politische Propaganda, religiöse Tieropfer oder cineastische Narration verhandeln. Toufic dürfte dazu Einiges zu sagen haben.</p>
<p><strong>16-20 Uhr | 21./28. Mai 2011 </strong>| <a href="http://www.daadgalerie.de/" target="_blank">daad Galerie</a> | Zimmerstraße 90/91 | Berlin Mitte</p>

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		<title>Terror im übertragenen Sinne</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/18/mitchell-hau-1-historical-uncann/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2011 10:00:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Berlin Kreuzberg]]></category>
		<category><![CDATA[Vortrag]]></category>

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		<description><![CDATA[Klingt nach einem ungewöhnlichen Vortrag: Der Bildwissenschaftler William J.T. Mitchell referiert am HAU1 über das Konzept des historisch Unheimlichen. Den Mittwochsvortrag des Zentrum für Literatur- und Kulturforschung übernimmt heute William J.T. Mitchell. Der hat das Konzept des historisch Unheimlichen an der Schnittstelle von Literatur und Geschichtsdiskurs untersucht. Er versteht darunter einen Grenzbereich von Realität und Fantasie. [...]]]></description>
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<div id="attachment_7702" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7702" title="William J.T. Mitchell © Foto: Amélie Losier" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Mitchell.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">William J.T. Mitchell © Foto: Amélie Losier</p></div>
<p><strong>Klingt nach einem ungewöhnlichen Vortrag: Der Bildwissenschaftler William J.T. Mitchell referiert am </strong><a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/spielplan_1_hau1.html?HAU=1" target="_blank"><strong>HAU1 </strong></a><strong>über das Konzept des historisch Unheimlichen.</strong></p>
<p>Den Mittwochsvortrag des <a href="http://www.zfl.gwz-berlin.de/" target="_blank">Zentrum für Literatur- und Kulturforschung</a> übernimmt heute William J.T. Mitchell. Der hat das Konzept des historisch Unheimlichen an der Schnittstelle von Literatur und Geschichtsdiskurs untersucht. Er versteht darunter einen Grenzbereich von Realität und Fantasie. In der Literatur hat das historisch Unheimliche seinen festen Platz in Detektivgeschichten und dem fantastischen Roman. Die Geschichte aber bekämpft es – vorzugsweise mit dem Motiv der Wiederholung.<span id="more-7644"></span></p>
<p>Mitchell hat das historisch Unheimliche anhand aktueller Metaphern untersucht wie dem &#8220;Krieg gegen den Terrorismus&#8221;. Der Vortrag <em><a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/kuenstler/kuenstler_20683.html?HAU=1" target="_blank">The historical uncanny. Phantoms, doubles, and repetition in the war on terror</a> </em>illustriert, wie das historische Unheimliche die zentralen Bilder und Diskurse der Ära nach 9/11 prägt.</p>
<p>Das ist doch mal eine interessante Ergänzung zu den derzeit herrschenden Bilddebatten, oder?</p>
<p><strong>19.30 Uhr | 18. Mai 2011</strong> | <a href="http://www.hebbel-am-ufer.de/de/spielplan_1_hau1.html?HAU=1" target="_blank">HAU 1</a> | Stresemannstraße 29 | Berlin Kreuzberg</p>

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		<title>Eine Künstlerin auf Streifzug</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/17/meredyth-sparks-stripped-bare-veneklasen-werner/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 May 2011 16:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Textilkunst einmal anders: Die &#8220;Extractions&#8221; von Meredyth Sparks domestizieren die Moderne. Die New Yorker Künstlerin Meredyth Sparks war bisher bekannt für kühle, geometrische Collagen. Ihre neue Ausstellung Striped Bare bei VeneKlasen Werner beinhaltet plötzlich Textilkunst und viele großformatige Bilder von Heizkörpern. Hat sich Sparks auf einmal der &#8220;Frauenkunst&#8221; gewidmet? Warum sie Textilien als Werkstoff für [...]]]></description>
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<div id="attachment_7583" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7583   " title="Meredyth Sparks, &quot;Stripped Bare&quot; bei VeneKlasen Werner (Installationsansicht) © Courtesy VeneKlasen Werner, Berlin" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Sparks.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Meredyth Sparks, &quot;Striped Bare&quot; bei VeneKlasen Werner (Installationsansicht) © Courtesy VeneKlasen Werner, Berlin</p></div>
<p><strong>Textilkunst einmal anders: Die &#8220;Extractions&#8221; von Meredyth Sparks domestizieren die Moderne.</strong></p>
<p>Die New Yorker Künstlerin Meredyth Sparks war bisher bekannt für kühle, geometrische Collagen. Ihre neue Ausstellung <em><a href="http://www.vwberlin.com/exhibitions/Meredyth%20Sparks%20/dates" target="_blank">Striped Bare</a></em><a href="http://www.vwberlin.com/exhibitions/Meredyth%20Sparks%20/dates" target="_blank"> bei VeneKlasen Werner</a> beinhaltet plötzlich Textilkunst und viele großformatige Bilder von Heizkörpern. Hat sich Sparks auf einmal der &#8220;Frauenkunst&#8221; gewidmet? Warum sie Textilien als Werkstoff für ihre eigenwilligen Werke entdeckt  hat – und vor allem, welche Rolle der Frau in den Arbeiten zukommt,  erzählte Sparks dem <em>Filter</em> im Interview.<span id="more-7579"></span></p>
<div id="attachment_7587" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7587   " title="Sparks2" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Sparks2.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Meredyth Sparks, &quot;Striped Bare&quot; bei VeneKlasen Werner (Installationsansicht) © Courtesy VeneKlasen Werner, Berlin</p></div>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Frau Sparks, was hat es mit den Heizkörpern auf sich?</p>
<p><strong>Meredyth Sparks</strong>: Der Heizkörper ist ein wiederkehrendes Motiv für mich. Ich habe beispielsweise eine Tonarbeit gemacht zu einem rumorenden Heizkörper. Oft taucht er auch im Hintergrund meiner bildbasierten Arbeiten auf. Für mich ist der Heizkörper ein industrielles und häusliches Objekt zugleich. Er gehört in jeden modernen Haushalt, trotzdem versuchen die Leute ihn zu dekorieren oder zu kaschieren. Er funktioniert wie ein Organ, pumpt Wasser durch sein Inneres, stößt Dampf aus. In David Lynchs <em>Eraserhead</em> lebt eine Frau im Heizkörper und für Lynch ist er wie ein Geschlechtsorgan, weil die Frau durch die Heizung mit dem Protagonisten kommuniziert. Es gibt nicht so viele Informationen über Heizungen, aber die finde ich interessant.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Und warum arbeiten Sie plötzlich mit Textil, einem sehr weiblich konnotierten Werkstoff.</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Ich hinterfrage genau diesen Bezug. Denn ich habe überlegt, warum es auch mir weiblich erschien, damit zu arbeiten. Die Näherei neben meinem Atelier in Brooklyn verkleinerte sich vor ein paar Jahren und ich durfte mir Stoffproben aussuchen. Als ich die jetzt wieder herausgeholt habe, schaute ich mir die Formen genauer an. Dann beschäftigte ich mich mit Kasimir Malewitsch, aber vor allem mit den Frauen im Suprematismus, wie Ljubow Popowa und ihren Textildesigns. Diese Recherche ist in der Arbeit enthalten. Ich nähe in einer nicht-dekorativen, utilitaristischen Weise, es ist nur Mittel zum Zweck.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Dennoch wirken die aufwendigen Stoffe und die pastellenen Töne ziemlich &#8220;dekorativ&#8221;.</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Ja, die verschiedenen Textilien sind schick. Aber die Konzentration liegt weniger auf dem Material, als vielmehr auf der Idee, dass ich das gleiche Bild nehme und nur den Stoff darum austausche. Wie auch in meinem vorausgehenden Werkkomplex will ich den Betrachter überfrachten und ihm den Fokus verwehren. Mich interessiert dieser psychologische Raum, wenn es nichts gibt, woran sich der Betrachter festhalten kann. Diese Arbeiten hier haben für mich eine surreale Qualität in der Art, wie sich der Raum verhält. Statt eines Objektes und eines Interieurs stehen sich verschiedene Muster gegenüber – wegen der Streifen der Heizkörper.</p>
<div id="attachment_7591" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7591" title="MEREDYTH SPARKS EXTRACTION (PAINTED BLUE WALL / RADIATOR), 2011 (ALTERED) © Courtesy VeneKlasen Werner" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/SparksDetail.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Meredyth Sparks, Extraction (Painted Blue Wall / Radiotor), 2011 (Detail) © Courtesy VeneKlasen Werner</p></div>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Apropos Heizkörper, für Ihre letzten Arbeiten montierten sie noch Ikonen der siebziger Jahre zu kühlen, geometrischen Collagen. Was bringt sie von Porträtfotografien zu Interieurs, vom Relief zum Bild und von Vinyl, Glitzer und Aluminium zum Stoff?</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Das ist natürlich eine große Veränderung. Bei meinen vorherigen Arbeiten ging ich von sehr vertrauten Bildern aus, zu denen der Betrachter vielleicht sogar einen emotionalen Bezug hat. Die habe ich dann formal ausgelotet, ihnen den Konstruktivismus gegenübergestellt. Aber nach wie vor sind meine Arbeiten Collagen, in denen zwei Ideologien aufeinander treffen. Außerdem deuten die Muster der Textilien eine Unendlichkeit an, während die den Digitalprints zugrunde liegenden Fotografien immer beschnitten sind. Ich kombiniere auch diese beiden Aspekte, aber verknüpfe sie nur lose. Sie versuchen zueinander zu finden, aber die Spannung zieht sie auseinander, Rahmen und Wand kommen als zusätzliche Informationen hinter dem Gemälde zum Vorschein.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Also sind es für Sie Gemälde?</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Das fotografische Quellmaterial wurde mit Photoshop bearbeitet. Auch wenn es in Photoshop geschieht, ist es für mich malen – vielleicht in Referenz zum Minimalismus.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Dennoch arbeiten Sie nicht einfach mit einer Leinwand, sondern setzen die Bilder aus bedruckten Leinwand-Fragmenten zusammen.</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Das passiert ganz spielerisch in meinem Atelier. Ich starte mit einer Idee und probiere alle sich daraus ergebenden Möglichkeiten aus. Jede Arbeit hat für mich daher eine andere Logik, wurde anders gemacht. Hier zum Beispiel hatte ich das Bild, aber wollte das Motiv weiterführen. Also musste ich eine Partie hinzufügen. Und darauf kommt es mir an: das Nähen, den Farbübergang vom Photo zur gemalten Fläche.</p>
<div id="attachment_7586" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7586   " title="Sparksss" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Sparksss.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Meredyth Sparks, &quot;Striped Bare&quot; bei VeneKlasen Werner (Installationsansicht) © Courtesy VeneKlasen Werner, Berlin</p></div>
<p><strong>ZEIT ONLIN</strong>E: Nicolas Bourriaud schreibt über Ihre Arbeit, dass die spezifische Geste im Ausschneiden besteht, sei es des Materials, der verwendeten Fotovorlage oder des Ausstellungsraumes. Aber was liegt den schwarz-weißen Arbeiten zugrunde, die sie nur aus bedruckten Leinwänden zusammengesetzt haben? Woraus schneiden Sie hier aus?</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Hier kommt das Feuer der Triangle Shirtwaist Factory ins Spiel. Denn bei diesen Arbeiten handelt es sich um Textbilder, die wiederum auf Scans eines Buches über besagte Brandkatastrophe basieren. Daher das Piktogramm. Ich habe den Text der Seiten gelöscht und mich auf das Design des Buches konzentriert. Eigentlich habe ich ihn nicht wirklich gelöscht, sondern in Photoshop überstempelt mit einem weißen Bereich auf der jeweiligen Seite. Im Grunde ist also alles noch vorhanden. Die Pixel in den dunklen Flächen rühren daher, dass ich keinen schwarzen Bereich hatte, aus dem der Stempel hätte schöpfen können. Ich habe die Idee des Palimpsests aufgegriffen und die Seiten als Notizzettel für etwas Anderes genutzt. Die ganze Information aus dem Buch ist in den Werken enthalten. Und dieses Prinzip habe ich wiederum auf die Textilbilder angewandt. Die Nähte der Textbilder und der Textilbilder sind identisch.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>: Demnach funktionieren die Textarbeiten wiederum wie Bild-Notizen, auf denen die Textilarbeiten basieren. Ein Grund mehr noch einmal auf das Feuer in der Textilfabrik zurückzukommen. Wie spielt das Unglück in die Ausstellung <em>Striped Bare?</em></p>
<p><strong>Sparks</strong>: Ich bin mir nicht sicher, ob die Leute den politischen Bezug überhaupt sehen können. Der funktioniert eher implizit: Aber diesen März jährte sich das verheerende Brandunglück in der Triangle Shirtwaist Factory im Jahr 1911. Das Feuer war damals eine große Sensation. Das Gebäude befand sich am Washington Square Park. An besagtem Samstagnachmittag spazierten die Leute umher, als plötzlich diese im Gebäude eingeschlossenen Näherinnen aus den Fenstern sprangen, weil die Leitern der Feuerwehr die oberen Etagen nicht erreichten. Das war ein einschneidender Moment. Der Vorfall schärfte das Bewusstsein für Arbeitnehmerrechte aber vor allem die Situation von Frauen. Die hatten gerade begonnen, den Arbeitsmarkt zu betreten und führten ein öffentliches Leben.</p>
<p><strong>ZEIT ONLINE</strong>:  Demnach setzt sich Ihr Werkkomplex also nicht nur formal mit den Zehner Jahren auseinander.</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Genau. Damals hatte nicht nur Modernismus begonnen, auch wenn die Leute noch nicht wussten, was daraus entwickeln würde. Vielmehr fallen die Zehner auch mit dem Erscheinen der modernen Frau zusammen. Die Eisskulptur im Vorderraum ist übrigens der Dada-Poetin und Bildhauerin Baroness Elsa von Freytag-Loringhove gewidmet.</p>
<p><strong>ZEIT ONLIN</strong>E: Eine letzte Frage, inwiefern spielt der Ausstellungstitel <em>Striped Bare</em> auf Duchamps sogenanntes <em>Großes Glas</em> an?</p>
<p><strong>Sparks</strong>: Der Titel bezieht sich zwar auf die Arbeit <em>The Bride Stripped Bare by Her Bachelors, Even</em>. (1915-1923) Aber eigentlich hat er mehr mit dem Entblößen als mit Duchamp zu tun. Schließlich mache ich die Materialität der Arbeiten sichtbar, lege den Rahmen der Leinwand frei und die Wand der Galerie. Hinzu kommt das gestreifte Textil.</p>
<p><strong>noch bis zum 18. Juni 2011</strong> | <a href="http://www.vwberlin.com/" target="_blank">VeneKlasen Werner</a> | Rudi-Dutschke-Straße 26 | Berlin Mitte</p>

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		<title>Kleine Irritation</title>
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		<pubDate>Sun, 15 May 2011 10:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Kreuzberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Jens Nordmann hat das Kunstschaufenster Sox auf der Oranienstraße verbarrikadiert; Glasperlen funkeln in den Astlöchern des Holzes. Die Arbeit 0123456789 verwandelt die Vitrine in privaten Raum und lässt irritierte Passanten außen vor. Eine nette Unterbrechung im hektischen Treiben. noch bis zum 26. Juni 2011 &#124; Sox &#124; Oranienstraße 175  &#124;  Berlin Kreuzberg]]></description>
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<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong></p>
<div id="attachment_7575" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7575" title="Jens Nordmann, 0123456789, 2011 © NH/Filter " src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/nordmann.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Jens Nordmann, 0123456789, 2011 © NH/Filter </p></div>
<p></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: normal;">Jens Nordmann hat das Kunstschaufenster </span></strong><a href="http://www.sox-berlin.com/" target="_blank">Sox</a> auf der Oranienstraße verbarrikadiert; Glasperlen funkeln in den Astlöchern des Holzes. Die Arbeit <em><a href="http://www.sox-berlin.com/current.php" target="_blank">0123456789</a> </em>verwandelt die Vitrine in privaten Raum und lässt irritierte Passanten außen vor. Eine nette Unterbrechung im hektischen Treiben.</p>
<p><strong>noch bis zum 26. Juni 2011</strong> | <a href="http://www.sox-berlin.com/" target="_blank">Sox</a> | Oranienstraße 175  |  Berlin Kreuzberg</p>

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		<title>Kunst im Benzindunst</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/13/mercedes-benz-museum-daimler-kunstsammlung-art-stars-cars/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 16:00:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/filter/?p=7429</guid>
		<description><![CDATA[Die Daimler Kunst Sammlung bespielt das Mercedes-Benz Museum. Aber gegen die Autos kommt die Kunst nicht an. Art &#38; Stars &#38; Cars, der Ausstellungstitel klingt nach Glamour und Opulenz – und dem passenden Grund für einen Kunst-Roadtrip nach Stuttgart. Dort feiert das Mercedes-Benz Museum 125 Jahre Automobil und hat zu diesem Anlass die hauseigene Kunstsammlung eingeladen. Vom [...]]]></description>
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<div id="attachment_7511" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7511 " title="Michael Sailstorfer, C111, 2011 (Installationsansicht Mercedes-Benz Museum) © NH/Filter VG Bild-Kunst, Bonn 2011" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Sailstorfer.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Michael Sailstorfer, C111, 2011 (Installationsansicht Mercedes-Benz Museum) © NH/Filter VG Bild-Kunst, Bonn 2011 </p></div>
<p><strong>Die Daimler Kunst Sammlung bespielt das Mercedes-Benz Museum. Aber gegen die Autos kommt die Kunst nicht an.</strong></p>
<p><em><a href="http://www.sammlung.daimler.com/contemporary/11_05_mbmuseum/mbmuseum_index_g.htm" target="_blank">Art &amp; Stars &amp; Cars</a></em><em>, </em>der Ausstellungstitel<em> </em>klingt nach Glamour und Opulenz – und dem passenden Grund für einen Kunst-Roadtrip nach Stuttgart. Dort feiert das <a href="http://www.mercedes-benz-classic.com/content/classic/mpc/mpc_classic_website/en/mpc_home/mbc/home/museum/overview_museum.html" target="_blank">Mercedes-Benz Museum</a> 125 Jahre Automobil und hat zu diesem Anlass die hauseigene Kunstsammlung eingeladen. Vom Gastgeber hätte man sich gewünscht, dass er der Kunst mehr Autorität zugesteht. Denn das Zusammenspiel klappte dort am Besten, wo die Kuratoren in den bestehenden Ausstellungskontext eingreifen konnten. Zumal wir hier nicht einfach von einem Automobilmuseum sprechen, sondern dem Museumstempel einer Marke.<span id="more-7429"></span></p>
<p>Normalerweise arbeiten sich die Besucher im Inneren der kolossalen Konstruktion aus Beton, Stahl und Glas auf zwei um ein zentrales Atrium gewundenen Spiralen von oben nach unten durch rund 1500 Ausstellungsstücke, vornehmlich perfekt ausgeleuchtete Karosserien sowie Mercedes-Benz-Devotionalien und ein bisschen was zum Spielen. Auf dem Abstieg von der Motorkutsche zum aktuellen SLK bleibt nichts dem Zufall überlassen. In den Mythos- und Kollektionsräumen sind sogar Hintergrundmusik und an manchen Stellen der Geruch (Diesel und qualmende Reifen) auf die Autos abgestimmt. Seit der Eröffnung 2006 blieb das perfekt orchestrierte Arrangement nahezu unangetastet. Jetzt stellt die Daimler Kunst Sammlung hier mit 250 Kunstwerken zwar so viele Arbeiten aus wie noch nie. Leider bleibt der Kunst nur die Nebenrolle beschieden. Dabei hätte sie alle Aufmerksamkeit verdient.</p>
<div id="attachment_7506" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7506" title="Installationsansicht &quot;Art &amp; Stars &amp; Cars&quot; im Mercedes-Benz Museum © Foto: Filter" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Daimler2.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Installationsansicht &quot;Art &amp; Stars &amp; Cars&quot; im Mercedes-Benz Museum © Foto: Filter</p></div>
<p><em>Art &amp; Stars &amp; Cars</em> beginnt spektakulär. Noch im Eingangsbereich empfängt den Besucher ein räudig aussehender Sportwagen, unlackiert und mit Schweißnähten. <em>C111</em> (2011) ist eine Auftragsarbeit des Berliner Bildhauers Michael Sailstorfer. Der hat einen Mercedes-Benz 190 (W 201) demontiert und daraus einen buchstäblichen Traumwagen collagiert, den nie seriell produzierten C111. Das Beste: Er fährt.</p>
<p>Die Vorfreude wächst mit der Fahrt in den futuristischen Aufzügen. An der gegenüberliegenden Wand vollzieht die Animation <em>Street Gym</em> (2004) des südafrikanischen Künstlers Robin Rhode den Fahrtverlauf nach. Kurze Ernüchterung als sich oben die Türen öffnen: Dort erwartet den Besucher ein klassischer Dialog aus Motorkutschen und Werken des Stuttgarter Hölzel-Kreises sowie den Silkscreenprints aus Warhols <em>Cars-</em>Serie<em> (1986)</em>, dem ersten Auftragswerk der 1977 gegründeten Sammlung.</p>
<div id="attachment_7546" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7546   " title="Nic Hess, Silberpfeile - reversed and extended, 2011 (Installation im Mythosraum 7 Silberpfeile - Rennen und Rekorde © MCourtesy Daimler Kunstsammlung Foto: Brigida González, Stuttgart" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Heesss.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Nic Hess, Silberpfeile - reversed and extended, 2011 (Installation im Mythosraum 7 Silberpfeile - Rennen und Rekorde) © Courtesy: Daimler Kunst Sammlung, Foto: Brigida González</p></div>
<p>Zwar funktioniert das Dialogprinzip im weiteren Ausstellungsverlauf nicht immer. Dafür entschädigen aber teilweise raffinierte Lösungen, wenn beispielsweise die Ready-Made-Suchskultpur <em>Don&#8217;t do it! (Readymades of the 20th Century) </em>(1997/2000) von John M. Armleder im Inneren eines Lieferwagens präsentiert wird. Ein Ausstellungsstück haben die Kuratoren der Daimler Kunst Sammlung gleich ganz ersetzt – durch einen identischen, aber mit Acrylfarbe bedeckten Mercedes-Benz 190 von Bertrand Lavier.</p>
<p>Etwas zu dicht geraten ist die Extra-Ausstellung zu den Sammlungsschwerpunkten &#8220;abstrakte Avantgarden&#8221; und &#8220;internationale Medienkunst&#8221;, wo sich die fantastischen Arbeiten manchmal gegenseitig erdrücken. Aber auf dem Weg zum Ausgang wartet als umso großzügigerer Höhepunkt die Auftragsarbeit <em>Silberpfeile &#8211; reversed and extended (2011)</em>. Hierfür hat der Schweizer Künstler Nic Hess die Galerie der Silberpfeile und Rennsportwagen buchstäblich in eine riesige Installation verstrickt sowie um eine Wandzeichnung aus Klebebändern ergänzt. Soviel Ironie hätte man im Mercedes-Benz Museum gar nicht mehr erwartet.</p>
<p>Egal wie gut die Kunstsammlung ist oder wie interessant die Autokollektion, am Ende des Abstiegs freut man sich vor allem, die visuelle Herausforderung einer Ausstellung in einer Ausstellung gemeistert zu haben. Ein abschließender Blick in den Katalog zeigt, wie viele Kunstwerke der Besucher dabei übersehen hat. Aber der Star ist hier nun einmal der Mercedes-Benz. Einer muss ja schließlich das Geld für die Kunst nach Hause bringen.</p>
<p><strong>noch bis zum 25. September 2011 </strong>| <a href="http://www.mercedes-benz-classic.com/content/classic/mpc/mpc_classic_website/en/mpc_home/mbc/home/museum/overview_museum.html" target="_blank">Mercedes-Benz Museum</a> | Mercedesstraße 100 | Stuttgart</p>

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		<title>Pathologische Einsichten</title>
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		<pubDate>Fri, 13 May 2011 07:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof eröffnet ihre neue Ausstellungsreihe mit der Show secret universe: Horst Ademeit. Der Hamburger Bahnhof ergänzt sein Programm um sperrige Positionen. Im Ostflügel soll die Serie secret universe von nun an Künstler vorstellen, die innerhalb des Kunstbetriebes eigene Wege beschritten haben und sich dem kanonischen Kunstdiskurs entziehen. Gemeinsam haben sie jeweils [...]]]></description>
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<div id="attachment_7476" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7476" title="Horst Ademeit, 5805/ ohne Titel © Courtesy Galerie Susanne Zander, Köln" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Ademeit2.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Horst Ademeit, 5805/ ohne Titel © Courtesy Galerie Susanne Zander, Köln</p></div>
<p><strong>Die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof eröffnet ihre neue Ausstellungsreihe mit der Show </strong><a href="http://www.hamburgerbahnhof.de/exhibition.php?id=32228&amp;lang=de" target="_blank"><em><strong>secret universe: </strong></em></a><a href="http://www.hamburgerbahnhof.de/exhibition.php?id=32228&amp;lang=de" target="_blank"><em><strong>Horst Ademeit</strong></em></a><strong>.</strong></p>
<p>Der Hamburger Bahnhof ergänzt sein Programm um sperrige Positionen. Im Ostflügel soll die Serie <em>secret universe</em> von nun an Künstler vorstellen, die innerhalb des Kunstbetriebes eigene Wege beschritten haben und sich dem kanonischen Kunstdiskurs entziehen. Gemeinsam haben sie jeweils die obsessive Beschäftigung mit ihrem Gegenstand und einen gelinde gesagt eigenwilligen Blick auf die Welt. Den Auftakt machen 2.500 Fotoarbeiten von Horst Ademeit (1937-2010).<span id="more-7466"></span></p>
<p>In über zwei Jahrzehnten hat Ademeit Tausende von Bildern gemacht und seinen Alltag in winziger Handschrift festgehalten. Die Kuratoren unterscheiden Observationsbilder und Tagesbilder: Der Künstler hat einerseits ausgehend von seinem Körper banale Alltagsbegebenheiten festgehalten, wie verdächtig lang geparkte Autos. Andererseits hat er eingebildete Kältestrahlen oder besser deren Wirkung dokumentiert. Vierzehn Jahre lang fotografierte er das immergleiche Arrangement von Messgeräten und Kompass auf einer Tageszeitung. Die Polaroids sind annotiert, etwa mit Fußballergebnissen.</p>
<p>Da Ademeits Werk nun im Hamburger Bahnhof zu sehen ist, handelt es sich bei den ausgestellten Arbeiten offensichtlich um museumsreife Kunst. Eine ziemlich steile Karriere für einen Sonderling, dessen Tagewerk erst kurz vor seinem Tode von einer Galerie entdeckt wurde. Aber genau um diese selbstkritische Frage geht es dem Museum mit der Reihe: Warum schaffen es Positionen in den offiziellen Diskurs und wer darf diesen Diskurs eigentlich führen.</p>
<p><strong>noch bis zum zum 25. September 2011</strong> | <a href="http://www.hamburgerbahnhof.de/text.php?id=94&amp;lang=de" target="_blank">Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof</a> | Invalidenstraße 50/51 | Berlin Mitte</p>

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		<title>Beliebige Kunst unter anthroposophischem Deckmantel</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/11/rudolf-steiner-kunstmuseum-stuttgart/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 May 2011 10:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert Rudolf Steiner aus einer eigenwilligen Perspektive. Bei einem Trip in die ästhetische Provinz – aber dazu später mehr – stand unter anderem ein Ausflug ins Kunstmusem Stuttgart auf dem Programm. Die Erkenntnis aus der Schau Kosmos Rudolf Steiner: Die Farbexplosionen von Katharina Grosse passen verdammt gut in die Ausstellung über Steiners anthroposophische [...]]]></description>
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<div id="attachment_7376" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7376" title="Rudolf Steiner, Wandtafelzeichnung &quot;Je weiter sich der Mensch von der Erde entfernt&quot;, 1923 © Rudolf Steiner Archiv Dornach" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Steiner.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Rudolf Steiner, Wandtafelzeichnung &quot;Je weiter sich der Mensch von der Erde entfernt&quot;, 1923 © Rudolf Steiner Archiv Dornach</p></div>
<p><strong>Das Kunstmuseum Stuttgart präsentiert Rudolf Steiner aus einer eigenwilligen Perspektive.</strong></p>
<p>Bei einem Trip in die ästhetische Provinz – aber dazu später mehr – stand unter anderem ein Ausflug ins <a href="http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/index.php?site=Home" target="_blank">Kunstmusem Stuttgart</a> auf dem Programm. Die Erkenntnis aus der Schau <em><a href="http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/index.php?site=Ausstellungen;Aktuell&amp;id=44&amp;bereich=Kosmos_Rudolf_Steiner" target="_blank">Kosmos Rudolf Steiner:</a></em> Die<em> </em><a href="http://www.katharinagrosse.com/work.php?id=1493" target="_blank">Farbexplosionen von Katharina Grosse </a> passen verdammt gut in die Ausstellung über Steiners anthroposophische Vision. Ob das jetzt für Rudolf Steiners ganzheitliche Lehre oder gegen die Werke der Berliner Künstlerin spricht, konnte die Ausstellung leider nicht klären.<br />
<span id="more-7370"></span></p>
<p><em>Kosmos Rudolf Steiner</em> ist ein Gemeinschaftsprojekt der Kunstmuseen Stuttgart und Wolfsburg sowie des Vitra Design Museum. Gemeinsam haben die Kuratoren Ulrike Groos, Simone Schimpf und Mateo Kries satte 500 Exponate zusammengetragen, um ein Schlaglicht auf das gestalterische Werk Steiners zu werfen. Leider ist das Ergebnis so anschaulich, wie platt. Und die Organisation der Ausstellung betont auch noch den fehlenden Bezug zu den Kunstwerken. Der &#8220;Kosmos&#8221; setzt sich nämlich zusammen aus der kulturhistorischen Retrospektive <em>Rudolf Steiner &#8211; Die Alchemie des Alltags</em> in den oberen Geschossen des Museums sowie der übers Haus versprengten Gruppenausstellung <em>Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart.</em></p>
<div id="attachment_7426" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7426" title="Westfassade des zweiten Goetheanums © Vitra Design Museum (Foto: Deidi von Schaewen)" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Goethe.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Westfassade des zweiten Goetheanums © Vitra Design Museum (Foto: Deidi von Schaewen)</p></div>
<p>Die von Mattheo Kries kuratierte Retrospektive zeigt vor allem, wie sich <a href="http://www.zeit.de/2011/08/C-Waldorfschule-Steiner?page=1" target="_blank">Steiners esoterische Geisteslehre</a> in Kunst, Design und Architektur konkretisiert. Sie umfasst Originalzeichnungen und Skulpturen, Möbel und Modelle von ihm, seinen Zeitgenossen aber auch Nachfolgern. Dazu kommen zahlreiche Dokumente, wie Briefwechsel mit Franz Kafka oder Original-Plakate. Aus Kries designtheoretischer Perspektive tritt Steiner als ästhetischer Visionär auf, der im Kontext von Jugendstil, Kubismus und Expressionismus eigenwillige Möbel entwirft und im skulpturalen Betonkoloss des <em>Goetheanums</em> (1928) seine organische Architektursprache verewigt. Zur Illustration stellt Kries ihm beispielsweise den Möbeldesigner Konstantin Grcic gegenüber, den Architekten Richard Neutra oder den Künstler Piet Mondrian. Und ja, diese Begegnungen sind spannend, informativ und gut gemacht.</p>
<p>Was als Designausstellung funktioniert, misslingt jedoch bei der Kunst: Für den Komplex <em>Rudolf Steiner und die Kunst der Gegenwart </em>setzen die Kuratoren eine Steiner-Rezeption voraus und machen sie an vierzehn Künstlern fest. Dass auch Olafur Eliasson oder Carsten Nicolai naturwissenschaftliche Phänomene und ästhetische Anschauung verbinden, leuchtet ein. Fantastisch ist, wie die Videoarbeit <em>Stehtanz</em> von Kalin Lindena den Themenkomplex der Eurythmie aufgreift. Aber eine schwangere Wand von Anish Kapoor mit dem Motiv der geistigen Befruchtung zu deuten, wirkt beliebig. Überhaupt sind die anthroposophischen Werkdeutungen schmerzhaft banal.</p>
<div id="attachment_7427" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7427" title="Katharina Grosse, ohne Titel, 2010 (Installationsansicht) © VG Bild-Kunst, Bonn 2011" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Grosse.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Katharina Grosse, ohne Titel, 2010 (Installationsansicht) © VG Bild-Kunst, Bonn 2011</p></div>
<p>Wer Katharina Grosses monumentalen Seidenmalerei-Skulpturen etwas abgewinnen kann, kommt dennoch auf seine Kosten. Ansonsten sollte diese Oberflächlichkeit wohl hippe Großstädter ansprechen. Immerhin schätzen die nicht nur zeitgenössisches Design und interessieren sich für Kunst, sondern entdecken auch seit geraumer Zeit ihre alternative Seite. Weil die Anschaulichkeit dieser modischen Auseinandersetzung mit Rudolf Steiner zu Kosten der im Grunde spannenden Substanz geht, bleibt es im Ganzen nur eine &#8220;interessante&#8221; Ausstellung.</p>
<p><strong>noch bis zum 22. Juni 2011</strong> | <a href="http://www.kunstmuseum-stuttgart.de/index.php?site=Home" target="_blank">Kunstmuseum Stuttgart</a> | Kleiner Schlossplatz 13 | Stuttgart</p>

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		<title>Großes Kino in der Bibliothek</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/08/maix-mayer-raumbuch-eigenart/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 07:00:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Mitte]]></category>

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		<description><![CDATA[Bei der Galerie EIGEN + ART erfindet Maix Mayer die Vision zur Architektur. Für die Arbeiten in Raumbuch hat der Leipziger Künstler Maix Mayer einen Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek durch seine verschiedenen Bauphasen begleitet. Prints, Filme und Grafiken verbinden befremdliche Ansichten: Die Videoarbeiten inszenieren die Räume als eine Mischung aus Architektur-Animation und Science-Fiction-Kulisse. Der schwindelerregende Film Telelift (2011) vollzieht den [...]]]></description>
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<div id="attachment_7345" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7345" title="Maix Mayer, rb_057, 2011 © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/mmayer.jpg" alt="Maix Mayer, rb_057, 2011 © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Maix Mayer, rb_057, 2011 © Courtesy Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin</p></div>
<p><strong>Bei der Galerie <a href="http://cgi.eigen-art.com/user-cgi-bin/index.php?article_id=1" target="_blank">EIGEN + ART</a> erfindet Maix Mayer die Vision zur Architektur.</strong></p>
<p>Für die Arbeiten in <em>Raumbuch</em> hat der Leipziger Künstler Maix Mayer einen Erweiterungsbau der Deutschen Nationalbibliothek durch seine verschiedenen Bauphasen begleitet. Prints, Filme und Grafiken verbinden befremdliche Ansichten: Die Videoarbeiten inszenieren die Räume als eine Mischung aus Architektur-Animation und Science-Fiction-Kulisse. Der schwindelerregende Film <em>Telelift (2011)</em> vollzieht den automatisierten Weg eines Buches vom Depot bis zum Leser nach. Und die Fototapete übersetzt die Bildinformationen von 7000 (!) Fotografien in eine abstrakte Grafik. Zwar sind alle Arbeiten schön und gut. Dazu interessant sind aber vor allem die kleinen Formate, wenn Mayer ganze Fotoserien qua Algorithmus in ornamentale Strukturen überträgt.</p>
<p><strong>noch bis 18.06.2011</strong> | <a href="http://cgi.eigen-art.com/user-cgi-bin/index.php?article_id=1" target="_blank">Galerie EIGEN + ART</a> | Auguststraße 26 | Berlin-Mitte</p>

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		<title>Guter Skulpturbrei</title>
		<link>http://blog.zeit.de/filter/2011/05/07/skulpturaler-dokumentarbrei/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 09:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nele Heinevetter</dc:creator>
		<category>Filter</category>
		<category><![CDATA[Ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin Kreuzberg]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Bildhauer Manfred Pernice verwandelt den Kunstraum MD 72 in eine Ausstellungsinstallation. Weil Kitty Kraus beim Ausstellungsbesuch in der Galerie Neu gerade nicht unter Strom stand, war es viel spannender den Mitarbeitern beim Auftürmen der Sockel von Manfred Pernice zuzuschauen. Die Objekte aus oft in ausgewaschenen Farben bemaltem Holz sieht man derzeit ziemlich häufig in Ausstellungen [...]]]></description>
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<div id="attachment_7307" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7307   " title="Manfred Pernice, Ohne Titel (Strehla), 2010 (Detail) © NH/Filter" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Pernice31.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Manfred Pernice, Ohne Titel (Strehla), 2010 (Detail) © NH/Filter</p></div>
<p><strong>Der Bildhauer Manfred Pernice verwandelt den Kunstraum <a href="http://www.mehringdamm72.de/" target="_blank">MD 72</a> in eine Ausstellungsinstallation.<br />
</strong></p>
<p>Weil Kitty Kraus beim Ausstellungsbesuch in der <a href="http://www.galerieneu.net/" target="_blank">Galerie Neu</a> gerade nicht unter Strom stand, war es viel spannender den Mitarbeitern beim Auftürmen der Sockel von Manfred Pernice zuzuschauen. Die Objekte aus oft in ausgewaschenen Farben bemaltem Holz sieht man derzeit ziemlich häufig in Ausstellungen und auf Messen. Interessant daran ist, wie sie im Werk des Berliner Bildhauers funktionieren, etwa wenn sie eine tragende Rolle spielen. So zu sehen bei <a href="http://www.mehringdamm72.de/" target="_blank">MD 72 in der Einzelausstellung </a><em><a href="http://www.mehringdamm72.de/" target="_blank">Liquidation 2.2</a>; </em>Pernice hat den repräsentativen Altbau in eine Mischung aus Heimatmuseum und Trödelladen verwandelt.<span id="more-7249"></span></p>
<div id="attachment_7302" class="wp-caption alignnone" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7302 " title="Manfred Pernice, Ohne Titel (Badonviller), 2010 (Detail) © NH" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Pernice1.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Manfred Pernice, Ohne Titel (Badonviller), 2010 (Detail) © NH/Filter</p></div>
<p>Im Grunde ist die Ausstellung eine einzige Installation. Basierend auf geographischen und historischen Koordinaten hat Pernice die Exponate in ein Netz aus wilden Assoziationen verstrickt.  Auf seinen Skulpturen – sie funktionieren mal als Podest, mal als Tisch – drängt sich eine wirre Mischung an Geschirr, darunter viel plumpe Keramik aus der ehemaligen DDR und hässliches Kristallglas aus Lothringen. Collagen neben den Sockel-Tischen informieren dabei wie Schautafeln über den Ursprung der Artefakte und in den umgebenden Wandvitrinen präsentiert Pernice neben weiteren Fundstücken vermeintliches Dokumentationsmaterial. Gruppiert sind die Skulpturen, Collagen und Reliefs nach den Herkunftsorten der Keramik. Die Teller, Vasen, Gläser, Aschenbecher und dergleichen mehr stammen nämlich allesamt aus Badonviller, Baccarat, Weimar sowie Strehla.</p>
<div id="attachment_7298" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7298 " title="Manfred Pernice, Ohne Titel (Weimar), 2010 (Detail) © NH/Filter" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/PerniceWeimar.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Manfred Pernice, Ohne Titel (Weimar), 2010 (Detail) © NH/Filter</p></div>
<p>Lässt man sich auf die trashige Heimatkunde ein, offenbart die pseudodokumentarische Ausstellung ihr subversives Gesicht. Denn unter den historischen Zeugnissen befinden sich hanebüchene Touristenführer, Aufkleber oder Postkarten mit Einladungsverabredungen; Kataloge lehnen neben der Vogue. Zwischen dem zum kulturellen Erbe stilisierten Geschirr stehen leere Aufsteller, alte Honiggläser und Einkaufstüten. Wann immer der Blick durch den Raum streift, stoppt ihn irgendeine Unstimmigkeit. Bei <em>Ohne Titel (Weimar)</em> (2010) drapiert Pernice das Service liebevoll auf Auslegeware, ein weiteres Stück davon platziert er auf dem Boden daneben. Abscheuliche Teppichfliesen auf dem Parkett, Autoreifen und eine Stehlampe runden eine Komposition ab, die die vertraute Ausstellungssituation in all ihren Komponenten unterläuft.</p>
<div id="attachment_7299" class="wp-caption alignleft" style="width: 550px"><img class="size-full wp-image-7299 " title="Manfred Pernice, Ohne Titel (Baccarat), 2010 (Detail) © NH" src="http://blog.zeit.de/filter/files/2011/05/Pernice4.jpg" alt="" width="540" height="304" /><p class="wp-caption-text">Manfred Pernice, Ohne Titel (Baccarat), 2010 (Detail) © NH/Filter</p></div>
<p>Dass Pernices ironischer Gestus bei MD72 eher geschwätzig wirkt – der Bildhauer nennt das &#8220;Erzähl-Qualität mit <em>AusBREItungspotential</em>&#8221; –, liegt am fehlenden Rahmen von <em>Liquidation 2.2. </em>Produziert hatte Pernice die Arbeiten speziell für seine Ausstellung in Straßburg, die <em><a href="http://www.ceaac.org/curator/liquidation-tischwelten2/index_en.php" target="_blank">liquidation-tischwelten 2</a></em><a href="http://www.ceaac.org/curator/liquidation-tischwelten2/index_en.php" target="_blank"> am CEAAC</a>. Als er sie Anfang des Jahres im Zusammenhang seiner <em><a href="http://www.secession.at/art/2010_pernice_d.html" target="_blank">sculpturama</a></em><a href="http://www.secession.at/art/2010_pernice_d.html" target="_blank"> Ausstellung</a> zeigte – funktionierten sie als Teil eines größeren und raumbezogeneren Ganzen. (<a href="http://frieze-magazin.de/archiv/kritik/manfred-pernice" target="_blank">Hier</a> die <em>Frieze</em>-Kritik).</p>
<p>Reizvoll bleibt der Kontrast dennoch aus der architektonischen Qualität der skulpturalen Kompositionen einerseits und der eigenwilligen Systematisierung durch narrative Referenzen und Materialbezüge andererseits. Aber der Besuch der Pernice-Ausstellung lohnt sich erst richtig, wenn man Zeit zum Nachvollziehen der Unsinnszusammenhänge mitbringt und die geschichtlichen Zusammenhänge entdeckt.</p>
<p><strong>noch bis 18. Juni 2011 </strong>| <a href="http://www.mehringdamm72.de/" target="_blank">MD72</a> | Mehringdamm 72 | Berlin Kreuzberg</p>

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