Bilder, die Geschichten erzählen

Wilmington, Ohio: Gesichter einer Krise

Von 23. Dezember 2008 um 22:07 Uhr

Wilmington, Ohio, steht für viele Städte weltweit, die die Finanzkrise inzwischen mit voller Härte trifft. Bei gerade einmal 12.000 Einwohnern ist Wilmington (Wikipedia (engl.) | Google Maps) von den angekündigten Stellenstreichungen beim Frachtunternehmen ABX Air besonders betroffen – der Hauptauftraggeber DHL, ein Tochterunternehmen der Deutschen Post AG, will sein US-Geschäft radikal umbauen. Für tausende Menschen in Wilmington bedeutet das den Verlust ihres Arbeitsplatzes – die Region steht vor dem wirtschaftlichen Absturz.


Wilmington, Ohio: Gesichter einer Krise

Dottie Neace (r.) und ihr Mann Bill. Dottie, die an Brustkrebs erkrankt ist und derzeit Bestrahlungen erhält, muss damit rechnen, ihre Behandlung nicht weiterführen zu können - die Krankenversicherung ist an den Job ihres Ehemanns gekoppelt. Bill ist beim Expressfrachtunternehmen ABX beschäftigt, das tausende Mitarbeiter entlassen will. © John Moore/Getty


Wilmington

Larry Pendell beim Gottesdienst in der Wilmington Church of God. Die Wirtschaftskrise ist ein Thema selbst im Gottesdienst - Pfarrerin Elizabeth Looney ermutigt ihre Gemeinde im gemeinsamen Gebet, auch in schweren Zeiten ihre Stärke zu bewahren. © John Moore/Getty


Wilmington, Ohio: Gesichter einer Krise

Der achtjährige Charles Sparks und seine sechsjährige Schwester Cheyenne Houston warten auf ein kostenloses Mittagessen in der Suppenküche der Sugartree-Gemeinde von Wilmington. Ihre Mutter hat kürzlich erfahren, dass sie im Januar von DHL entlassen wird. © John Moore/Getty


test..

Bill Edison und seine Familie in einer Obdachlosenunterkunft in Wilmington. Edison hat seinen Job bei ABX in einer der ersten Entlassungswellen verloren - er ist seit fast fünf Monaten ohne Arbeit. © John Moore/Getty


Wilmington-5

Mark Woods (l.) spielt im Garten mit seinen Enkelkindern Football. Er und seine Frau Deborah haben die Pflegschaft für die Kinder übernommen, nachdem ihre Mutter wegen Drogenproblemen die Familie verlassen hatte. Die Massenentlassungen machen das Leben in Wilmington für Familien wie die Woods noch schwerer - für die Kinder fallen die Weihnachtsgeschenke dieses Jahr aus. © John Moore/Getty

Kategorien: Reportage
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Fotos sind berührend . Ja. Es ist ein großes Thema. Auch Ja.
    Aber bitte: das Thema gibt es auch bei Ihnen um die Ecke.
    Ein Fotoblog ist imho nicht dazu da, Agenturbilder – wie hervorragend sie auch sind-
    zusammenzufassen. Das kann nur ein Randthema sein.
    Da will ich doch lieber wissen was daheim passiert. Auch wenns nicht sooo wichtig ist.
    Ist ja ein Tagebuch. Das ist nicht immer voll von ganz großen, ganz fernenDingen.
    Da gibt es auch Kleinigkeiten, die sind interessanter.
    Vielleicht funktioniert das Postingtool nicht.
    Aber falls doch: Null Postings seit Zwei Monaten spricht eine Sprache.

    Antworten

  2. 2.

    Lieber Herr Cremer,

    vorweg – dass hier zwei Monate lang nicht kommentiert wurde, hat einen einfachen Grund: Das Blog wurde erst vor einigen Tagen freigeschaltet. An der Idee für das Blog schrauben wir schon etwas länger. Deswegen gehen hier nun auch Artikel live, die zwar im Dezember angelegt wurden, von außen aber noch nicht zugänglich waren.

    Was Agenturbilder angeht, sehen wir die Sache doch etwas differenzierter. Letztendlich ist die Frage unerheblich, von wem ein Bild gemacht wurde – entscheidend ist seine Qualität…egal, ob der Absender nun Getty ist oder ein freier Reporter oder ein Flickr-User.

    Sicher gibt es das Thema Finanzkrise und soziale Not auch bei uns um die Ecke. Aber deswegen nicht über den Tellerrand schauen? Das leuchtet mir nicht ganz ein.

    Antworten

    • 24. Februar 2009 um 15:50 Uhr
    • Fabian Mohr
  3. 3.

    Sehr geehrter Herr Mohr,

    danke für die ausführliche Antwort.

    Dass Sie das mit den Agenturbildern differenzierter sehen, finde ich gut. Bis jetzt haben Sie ja nur Agenturbilder verwendet.

    Wenn Sie dann auch noch paarmal vom weiten Horizont zurück auf den eigenen Tisch mit den Tellern schauen bin ich gerne Ihr Gast.

    Antworten

  4. 4.

    Freut mich, das so zu lesen. Könnte fast von mir sein.

    Antworten

  5. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)