Beobachtungen rund um die Suchmaschine, deren inoffizelles Motto lautet: "Don’t be evil"
Autoren Archiv von Google Schreiber
Unsere Schüler sind schlechter als anderswo, sagt die Pisa-Studie. Vielleicht liegt das daran, dass die deutschen Lehrer schlechter sind?
In Amerika jedenfalls gibt es Suchmaschinen-Lehrer, ausgebildet von Google. Was denen beigebracht wurde, das könnte auch der eine oder andere deutsche Pädagoge gut gebrauchen.
Google Certified Teachers are:
(…)
* Ambassadors for change who model high expectations, life-long learning, collaboration, equity & inclusion, and innovation.
[Google For Educators via Googlified]
Wenn noch jemand einen Grund gebraucht hat, um nicht allen Hinweisen der großen Maschine zu vertrauen: Es gibt da noch die Wegbeschreibung von Hamburg nach New York bei Google Maps. Im Hafen von Le Havre, so Google, soll man ins Wasser steigen und 5572 Kilometer durch den atlantischen Ozean schwimmen.

Das ist natürlich der völlig falsche Tipp. Es gibt so nette Strände in der Nähe, an denen man eine Schwimmtour nach New York beginnen könnte. Da muss Google in Sachen lokale Kompetenz noch nachbessern.
[Via Google Suggests You Swim Across The Atlantic Ocean - Consumerist]
Google weiß alles. Google weiß sogar, wo sich die Menschen langweilen. Unten eine schöne Statistik von Google Trends darüber, welche Nutzer wo auf der Welt aus purer Verzweiflung “I am bored” in die Maschine eingeben und “Search” drücken – auf Platz eins liegt Großbritannien, dann kommt Irland (dort liegen neben der europäischen Google-Zentrale noch ein paar andere Call-Center). Die USA tauchen in der Liste seltsamerweise nicht auf. Seit einem Langeweile-Maximum zum Jahreswechsel 2005 wird die Welt wieder langsam interessanter. Das Original gibt es hier.

Die Original-Idee ist von einem digger und Inside Google. Die Kollegen haben noch andere Suchbegriffe ausprobiert, aber der google_schreiber glaubt, dass “qwertz” und “asdf” richtige Suchbegriffe sind, und kein Zeichen für Langeweile.
I’ve added three more terms you might type in while bored to illustrate mostly uniform levels of bored-itude over the maximum period of time:
asdf qwerty i am bored kill me
[Via Inside Google: Google Trends For Bored People]
Seit kurzem hat die Maschine auch ein Büro in Österreich! Mit einem Österreicher bestückt, der genau dasselbe leere Zeug erzählt wie alle Google-Vermarkter.
Das muss bedeuten, dass die Grenzen des Wachstums in Österreich noch nicht erreicht sind. Was verwunderlich ist, denn im vergangenen Jahr hat Google in Österreich 18 Millionen Euro Umsatz gemacht und damit 50 Prozent aller Online-Werbeeinnahmen eingestrichen. Wohlgemerkt: ohne einen einzigen Mitarbeiter vor Ort. Mit Mitarbeiter wird der Marktanteil bei der Werbung wohl über 50 Prozent steigen. Irgendwann ist das ein Fall für das Kartellamt.
A propos Google in Nischenmärkten: Google Schweiz trägt den Ländernamen nur auf rätoromanisch und englisch im Logo. Auf Deutsch, Französisch und Italienisch nicht.
Schweiz – Englisch
http://www.google.ch/en
Schweiz – Rätoromanisch
http://www.google.ch/rm
Schweiz – Deutsch, Französisch, Italienisch
http://www.google.ch/de, http://www.google.ch/fr, http://www.google.ch/it
Suchmaschinen kommen nicht überall hin, auch die mächtigste Suchmaschine der Welt nicht. Juwelen wie, sagen wir mal, der Fahrplan des Berliner Nahverkehrs stehen zwar im Netz, aber man muss ein Formular ausfüllen, um zu wissen, wann der Bus kommt. Solche Formulare sind Suchmaschinen-Hindernisse, bislang jedenfalls. Hinter ihnen beginnt das so genannte “deep web” – Daten, so tief, dass man sie als einfache Suchmaschine niemals erreicht.
Es sei denn, man tut so, als wäre man Kunde des Berliner Nahverkehrs, fragt alle möglichen Verbindungen nacheinander ab, und merkt sich die Antworten. Hört sich irre an. Aber genau das plant Google:
Deep web content is surfaced by simulating form submissions, retrieving answer pages, and putting them into the web index.
[Via Geeking with Greg: Google and the deep web ]
Mal schauen, ob sich das alle gefallen lassen. Beim Bücher einlesen hat man ja schon gesehen, wie schlecht Googles Speicherwut bisweilen ankommt.
Die Maschine ist der beliebteste Arbeitgeber in den USA. Das liegt daran, dass man das Firmengelände niemals verlassen muss – Ärzte gibt es dort, Friseure, und, und, und ….
Google provides breast pumps so that nursing moms don’t have to haul the equipment to work.
[Via Forbes: Google is the number one best place to work ]
Wir Gerüchteköche sind um ein Rezept ärmer. Niemand hat vor, eine Mauer zu errichten ein Google-Mobiltelefon herzustellen. Stattdessen, so behauptet die größte Maschine von allen, gibt es einen einfachen Grund für das ganze Gemunkel: Die Tatsache, dass Google an einer Telefon-Software arbeitet.
Wie seltsam. Diese Telefon-Software gibt es doch schon lange zum Herunterladen. Kein Grund für Gerüchte. Da ist noch etwas im Busch. Der google_schreiber würde einfach zu gerne weiterkochen.
Google is indeed working on software for mobile phones, but will not be producing a phone product of its own, senior vice president Alan Eustace told Bloomberg News on Friday.
[Via Google, despite rumors, will not make a Google Phone ]