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Rush Hour in Utrecht – wie viele Autos zählen Sie?

Von 30. Mai 2010 um 15:00 Uhr

Seit einigen Tagen wird hier im Blog ja heiß über die Zukunft von Elektroautos diskutiert. An dieser Stelle mal ein ganz anderer Vorschlag. Schauen Sie sich doch einmal die Rush Hour in Utrecht an, der viertgrößten Stadt in den Niederlanden.

Erstaunlich, oder? Und ein Beispiel für eine moderne Verkehrspolitik, die zumindest in der Innenstadt nicht aufs Auto – egal, ob Elektro oder Benziner – setzt, sondern auf´s Fahrrad. Im Netz habe ich eine Präsentation der Stadt Utrecht gefunden (Verkehrspolitik Utrecht)  gefunden. 60 Prozent der Städter fahren danach mit dem Rad in die City, nur neun Prozent nehmen das Auto. Vor allem auf kurzen Strecken ist das Rad beliebt. Der Grund? Konsequent hat die Stadt in den vergangenen Jahren den öffentlichen Nahverkehr und das Radwegenetz ausgebaut. An zahlreichen Kreuzungen haben Fahrradfahrer Vorfahrt, die Ampelschaltungen begünstigen sie im. Und vor allem hat die Stadt immens in bewachte Parkhäuser für Fahrräder investiert. Denn in kaum einer anderen niederländischen Stadt werden inzwischen mehr Räder geklaut als in Utrecht.

PS: Und hier noch ein Fundstück aus der Kategorie “Witzige Aktionen”: Am 19. Juni findet in Niedersachsen, in der Nähe von Quakenbrück, das erste radelnde Musikfestival statt, das Artland Bike Festival:

“Auf den Fahrrädern transportieren wir alle Instrumente und auch die Verstärkeranlage – wir rasten an historischen Plätzen, schönen Parks und romantischen Fluss-Ufern und machen dort Musik, wo wir gerade wollen. Unsere Generator-Fahrräder erzeugen den Strom für die Show, wir brauchen keine Steckdose, denn unser Strom ist die eigene Muskelkraft.”

Leser-Kommentare
  1. 9.

    wir wissen seit Einstein, dass alles relativ ist. So ist aúch diese Aktion zu sehen. Der Mensch nimmt eh Nahrung auf und diese wird produziert unbhängig davon, ob Menschen Fahrrad fahren oder nicht. Die Fahrradgeneratoren sind im Übrigen sehr effizient. So gibt es zum Beispile auch Systeme die Bremsenergie in Strom umwandeln. Diese Bremsenergie wäre sonst als Wärme an die Umwelt abgegeben worden.

    Unterm Strich würde ich deshalb schon sagen, dass diese Systeme sehr effizient arbeiten.

    Die Musiker der Pleasant Revolution Tour sind nicht per Jet zum Veranstaltungsort geflogen …

    Gisbert Wegener

    Antworten

  2. 10.

    Na, das ist ja wohl völliger Quatsch. Von selbst fahrende Fahrzeuge gibt es noch nicht, und wenn welche mit menschlicher Muskelkraft angetrieben werden, dann ist das DEUTLICH besser in JEDER Hinsicht als Autos. Und von wegen gefährlich…da kann man doch nur den Kopf schütteln. Vergleichen Sie einmal die Krankenstatistiken von Holland gegenüber Deutschland. In Holland wird 38% des Verkehrs per Fahrrad abgewickelt – ein Wert, von dem Deutschland noch weit entfernt liegt. Und die Krankenstatistiken geben ein eindeutiges Bild ab. Fahrradfahren ist deshalb so gut, weil man es ohne Probleme mit ein bisschen gutem Willen in den Alltag mit einbinden kann – und nicht nach der Arbeit dann noch wie blöde sinnlos durch die Gegend joggen muss, um seinen Körper halbwegs fit zu halten…

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    • 24. Juni 2010 um 13:50 Uhr
    • Henry
  3. 11.

    Fahrradfahren ist fast so gefährlich wie Motorrad fahren.
    30 tote Fahrradfahrer vs 35 tote Fahrradfahrer pro X Kilometer.
    Und vom Energieverbrauch liegt ein Motorrad bei gleicher Geschwindigkeit sicher besser als jeder Fahrradfahrer.

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    • 25. Juni 2010 um 15:41 Uhr
    • J.S.
  4. 12.

    30 tote Fahrradfahrer vs. 35 tote Motorradfahrer pro X Kilometer ( X weiß ich nicht mehr 10Millionen was.das glaube ich)

    Das Auto liegt bei 5 Toten pro X Kilometer.

    Blut statt Öl???

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    • 25. Juni 2010 um 15:45 Uhr
    • J.S.
  5. 13.

    Ich kenne einen alten Bergsteiger. Über 70 Jahre ist er absolut fit gewesen. Dann ist er mit dem Fahrrad umgekippt. Die alten Knochen waren einfach zu spröde. Hüftknochen gebrochen. Seit dem kann er nur noch Bus fahren.
    Fahrrad fahren ist toll!

    Blut statt Öl!

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    • 25. Juni 2010 um 15:51 Uhr
    • J.S.
  6. 14.

    Egal, ob man letztendlich Energie beim Radfahren spart, oder nicht: der entscheidende Unterschied liegt ja darin, dass Der Treibstoff für Autos & Co fossil ist und endlich begrenzt. Im Gegensatz dazu kann man jeder Zeit Nahrungsmittel für den Mensch produzieren – sie sind sozusagen regenerativ. Außerdem mal ehrlich: Autofahren energiesparender als Fahrradfahren? In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?

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    • 25. Juni 2010 um 18:10 Uhr
    • kamel
  7. Kommentar zum Thema

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