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Mini-Wasserkraftwerke – mehr als ein Spielzeug?

Von 25. Juni 2010 um 14:47 Uhr

Vor einiger Zeit habe ich ja über das wachsende Interesse an Kleinwindrädern für den Garten berichtet (was übrigens auf überraschend großes Interesse stieß). Nun gibt es eine kleine Fortsetzung, diesmal nicht zu Land, sondern zu Wasser. In den USA hat gerade das kleine Dörfchen Eagle in Alaska ein Mini-Wasserkraftwerk in Betrieb genommen, wie Treehugger berichtet und versorgt sich so komplett mit erneuerbarer Energie.

Das Besondere an dem Mini-Kraftwerk ist, dass es auf dem Fluss schwimmt. Es braucht also keinen Damm, der den Fluss aufstaut und aus dem das Wasser abgelassen wird und Turbinen antreibt. Da freut sich die Umwelt, denn gerade der Dammbau für Wasserkraftwerke gilt als extrem schädigend für die Natur (aktuelles Beispiel ist der Bau des Belo Monte-Staudamms in Brasilien). Das Problem ist nur die geringe Leistung: Gerade mal 25 Kilowatt Leistung hat die Turbine – offenbar ausreichend für die 68 Einwohner von Eagle.

Trotzdem reizt die Technologie Investoren und Politik. Der US-Entwickler Free Flow Power hat etwa kürzlich die Erlaubnis bekommen, an 60 Standorten im Mississippi die mögliche Installation dieser schwimmenden Kraftwerke zu überprüfen. Eine direkte Antwort von Lousiana auf die Ölpest vor der Küste und den Drang, auf erneuerbare Energien umzusteigen. Wird es realisiert, dann wären die Turbinen im Mississippi das erste kommerzielle Projekt dieser Art im großen Stil.

Aber genau das ist die Herausforderung. Solange die schwimmenden Wasserkraftwerke nicht leistungsstärker werden, sind sie wohl nur ein schönes Spielzeug für Technologiefreaks und reichen für kleine Käffer wie Eagle. Aber sie sind nicht wirklich eine relevante alternative Energiequelle.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Mag sein, daß es sich hierbei um keine relevante alternative Energiequelle handelt.

    Aber die Tatsache, daß nach relevanten alternativen Energiequellen gesucht wird, macht den Artikel erst recht interessant!!

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    • 25. Juni 2010 um 16:40 Uhr
    • Hräswelger
  2. 2.

    Laut dem Excel sheet der New Energy Corp. wird eine Fließgeschwindigkeit von 3 m/s angenommen. Das ist quasi ein Wildbach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Technik auch bei großen und langsamer fließenden Flüssen funktioniert. Der Rhein erreicht nicht einmal im Winter die 3 m/s.

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    • 25. Juni 2010 um 17:43 Uhr
    • Wolfgang Seemann
  3. 3.

    es gibt in österreich einen mittlerweile seriennahen prototypen für fliessgewässer ab 2m/s mit riesenpotential in deutschen flüssen. http://www.aqualibre.at/

    die abfälligen bemerkungen des autors im letzten absatz des artikels zeugen nur von seinem unwissen über dezentrale erneuerbare energieversorgung, die im falle dieser fliesswasserturbinen sogar sehr stetig und damit grundlastfähig ist. ausserdem gibt es keine beeinträchtigung von fauna und flora oder emmissionen. diese technologie ist an geeigneten standorten sehr gut kaskadierbar und hochwasserfest.

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    • 25. Juni 2010 um 18:02 Uhr
    • hirnlego
  4. 4.

    Ja liebe Marliese,
    leider nur eine 5 in Ökologie. Genau darin liegt die Zukunft der alternativen Energien. Nicht ein Energieträger soll die Lösung sein. sonder der passende am passenden Ort. Haben aber noch die wenigsten verstanden es wird immer noch nach dem grossen Heilsbringer gesucht, der dann nur selber wieder zum Problem wird.

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    • 25. Juni 2010 um 18:24 Uhr
    • Ricardo
    • 25. Juni 2010 um 19:04 Uhr
    • achimvr
  5. 6.

    25. Juni 2010 um 16:40 Uhr
    —Hräswelger

    1.1.
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  6. 7.

    Ein echtes Kraftwerk muss nämlich groß sein und ordentlich Dreck machen.

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    • 25. Juni 2010 um 19:46 Uhr
    • Bernd
  7. 8.

    Schwimmende Mühlen wurden 537 von dem byzantinischen Feldherrn Belisarius während der Belagerung Roms erfunden. In vielen Ländern und auf vielfältige Weise wurde diese Grundidee, die Fließkraft eines Flusses zu nutzen, weiterentwickelt.

    Seit vielen Jahren gibt es eine ganze Reihe von Wassermühlen, die einen Dynamo antreiben. Diese Technik ist so einfach realisierbar, dass man nur selten darüber spricht, obwohl sie sehr preiswert und stetig elektrischen Strom liefert.

    Ist diese Technik wirklich geeignet, um im “großen Stil” realisiert zu werden? Kleine, von Kooperativen betriebene Stromerzeuger haben viele Vorteile.

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    • 25. Juni 2010 um 20:24 Uhr
    • wulewuu
  8. Kommentar zum Thema

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