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Steht die Solarbranche vor einem Handelskrieg?

Von 2. Dezember 2011 um 13:00 Uhr

Der Vorwurf ist bekannt: Die chinesische Regierung würde die heimische Solarindustrie derart “pampern”, dass diese ihre Solarmodule weltweit zu ungeahnt spotbilligen Preisen anbieten könne. Vor allem deutsche Unternehmen zählen sich zu den Opfern.

In den USA klagt der Bonner Solarworld-Konzern in Washington gegen diese seiner Ansicht nach verzerrte Wettbewerbspolitik. In seinem Umfeld haben sich Solarkonzerne zur Coalition for American Solar Manufacturing zusammengetan. Sie kritisieren vor allem die zinsgünstigen Kredite, die chinesischen Banken den Solarherstellern gewähren. Ihr Ziel: die Einführung von Strafzöllen.

Seit dieser Woche nun geht es ans Eingemachte, denn natürlich lassen chinesische Solarfirmen die Vorwürfe nicht auf sich sitzen. Die chinesische Handelskammer CCCME, welche die Unternehmen vertritt, warnt vor der Einführung solcher Zölle. Die USA würden sich ins eigene Fleisch schneiden. Am Ende trage der US-Verbraucher den Schaden. Chinesische Unternehmen wie Yingli und Suntech Power erklärten zudem, dass sie Kostenvorteile hätten, weil sie im größeren Stil, effizienter und mit moderneren Anlagen produzieren würden, so das staatliche Blatt China Daily.

Aus China gibt es bereits die Revanche: Das Handelsministerium hat laut China Daily eine Untersuchung eingeleitet, wie die US-Regierung die heimische Erneuerbare-Energien-Branche subventioniere.

 

Leser-Kommentare
  1. 1.

    [...] Sonnenenergie: Steht die Solarbranche vor einem Handelskrieg? Das konnte Sie auch [...]

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  2. 2.

    Ehrlich gesagt, würde es mich nicht überraschen, wenn China die eigenen Solarzellen tatsächlich massiv subventioniert.

    Schließlich machen bei der Herstellung von Solarzellen die Personalkosten weniger als 5% aus, daher lässt sich nicht erklären, warum die chinesischen Module derart günstig sind.

    Die Solarzellenherstellung ist inzwischen hochautomatisiert. Und sie ist zweifelsohne eine Branche mit Zukunft, sobald Netzparität (und es ist in ein bis 2 Jahren soweit) hergestellt wird, ergeben sich (ohne Subventionen) ganz neue Geschäftsmodelle in zig Ländern der Welt.

    Nicht verwundern würde es mich da, wenn die Chinesen alles tun, um da die Nase vorn zu haben.

    mfg henry

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    • 2. Dezember 2011 um 18:17 Uhr
    • henry06
  3. 3.

    Ich bezweifle, dass ein Handelskrieg gegen China fü Deutschland von Vorteil ist. Wir schneiden uns ins eigene Fleisch. Man denke nur an die vielen Autos, die Deutschland in China verkauft.

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  4. 4.

    besser kann es doch nicht laufen! wir wollen doch alle das die Branche sich etabliert bzw. vergrößert! oder nicht? ;-)

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    • 2. Dezember 2011 um 18:51 Uhr
    • Hans
  5. 5.

    und Deutschland subventioniert die Solarbranche etwa nicht?
    Deutsche Solarproduzenten haben auch die Produktionskosten deutlich gesenkt, aber anstatt diese weiter zu geben, hat man lieber weiter hohe Renditen verteilt. Jetzt kommen die Chinesen und da fängt das gehuele an.

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    • 2. Dezember 2011 um 19:05 Uhr
    • Daishi
  6. 6.

    Wenn Strafzölle die Strategie der deutschen Solarindustrie gegen Chinas Solarprodukte sind dann kann ich nur sagen macht eure Läden dicht. Wenn ihr nicht profitabel produzieren könnt und die Preise für dem Umstieg auf Solarenergie hoch halten wollt dann habt ihr am Markt nichts mehr zu suchen.

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    • 2. Dezember 2011 um 19:47 Uhr
    • Robert Wahr
  7. 7.

    mit subventionierten chinesischen Solarmodulen bekommt man in Deutschland auch eine Förderung.

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    • 2. Dezember 2011 um 19:52 Uhr
    • Bikila
  8. 8.

    Achtung, der Klassenfeind bedroht unsere hoch subventionierten Kohle- und Atomstromlieferanten, ich meine natürlich die Solarbranche. Anstatt die Subventionen umzuleiten sollten natürlich die Zölle erhöht werden, weil wir auf keinen Fall mit günstiger Solarenergie auskommen wollen.

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  9. Kommentar zum Thema

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