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Und das Stromnetz kann doch noch mehr

 

Das Folgende läuft unter der Kategorie „Na, geht doch“. In Schleswig-Holstein hat E.on Netz Anfang August ein Pilotprojekt gestartet. Es erhöht die Übertragungskapazität der 110 kv-Leitungen um bis zu 50 Prozent. Das ist jetzt, wo allenorts über den Netzausbau gestritten wird und Bürger sich gegen neue Stromleitungen in ihrer direkten Umgebung aussprechen, ein wirklich spannendes Projekt. Und vor allem wichtig für Schleswig-Holstein, wo die Windenergie an Land ja noch radikal ausgebaut werden soll und der Netzausbau nicht hinterkommt.

Das so genannte Auslastungsmanagement auf zwei Pilotstrecken klingt zuerst einmal widersprüchlich: E.on Netz schaltet Windräder vom Netz ab. Aber, und das ist der Unterschied zur bisherigen Praxis, das passiert nur noch bei einem Störfall. Bislang war es so, dass Techniker in der Schaltzentrale von E.on einzelne Windräder manuell und in Stufen abgeschaltet haben, wenn das Netz komplett ausgelastet war (Einspeisemanagement). Der Windparkbetreiber findet das natürlich nicht prickelnd, weil er seinen Ökostrom nicht mehr vergütet bekommt. Aber die Netzbetreiber müssen ihm eine Ausgleichsvergütung zahlen.

Jetzt probiert E.on auf den Pilottrassen (ingesamt betrifft das rund 200 Windräder mit einer Kapazität von 400 Megawatt) ein automatisiertes Verfahren. Die Windräder werden per Computer sofort komplett abgeschaltet. Das passiert aber nur noch im wirklichen Ernst-, sprich im Störfall. Und das ist dann weitaus seltener als sonst. So nutzt E.on Reservekapazitäten im Netz aus. Die Folge: Es kann zwar sein, dass Windräder abgeschaltet werden, trotzdem landet aber mehr Ökostrom im Netz. Drei Millionen Euro hat E.on in die Technik investiert.

Im Netz geht also noch was. Erst recht, wenn man sich anschaut, dass E.on in Schleswig-Holstein auch noch Freileitungsmonitoring betreibt. Die Idee ist simpel: Der Wind kühlt Stromleitungen. Und wenn´s dann draußen auch noch schön knackig kalt ist,  erhöht das die Übertragungskapazitäten des Stromnetzes auch noch einmal um bis zu 5o Prozent.

Dass so viel Musik noch im Netz drin ist, hätte E.on wohl selbst vor ein paar Jahren nicht gedacht.

4 Kommentare


  1. Ich habe ein anderes Horoskop gelesen, da steht auch sehr Ähnliches drin, aber in ganz anderen Worten.

    Aber weil Physik und E-Technik sowieso keine Bedeutung bei dem Thema haben, wie ist es denn wettertechnisch in Schleswig-Holstein, bei welchen Minusgarden weht den der Wind am verlässlichsten, oder am augibigsten.

    Das muß man im Rest der Republik ja wissen, damit man dann auch waschen und kochen kann.
    Apropos, ich hbe Heute schon gedanen darüber gemacht was pasiert denn wenn die verflixten Kochsendungen im Fernsehen eingestellt werden würden, würde dann die Glühbirne noch ein Chance bekommen, oder sollte das private kochen nicht besser ganz abgeschafft werden ?

    Wenn ich als Fachmann da mal Messungen unternehmen würde, die paar Wättchen wegen Stand-by oder wegen den paar Lampen, die würde ein ganz andere Dimensionierung erfahren, eine realistische.

    Aber eigentlich würde es mir reichen Glühbirnen benutzen zu dürfen, wenn ich dafür auf erhitztes Essen verzichten würde, und, ich komme auch immer ganz,ganz pünklich irgendwo hin wo wegen mit gekocht wird, um auch nicht ein Sekunde wegen mir was warmhalten zu müssen, denn das sind ja in der Hochrechnung auch noch mal ein paar Kraftwerke zusätzlich die nicht mal wirklich wegen völlig falscher Kochökonomie betrieben werden müssen, sondern nur so.


  2. Liebe M. Uken,…

    …passen Sie, bitte, auf, dass sie eines Tages uns die bekannte Geschichte von einer Stromleitung über den Berg nicht erzählen, wie schwer es den Elektronen nach oben geht und wie sie dann auf der anderen Seite nach unten rennen… Ihnen werden Anekdoten an die Ohren aufgehengt und Sie tragen diese weiter! Sie wollen es nicht wahrnehmen, aber wir Elektriker wissen sofort, mit wem wir zu tun haben… Was Sie da zusammengekratzt haben, das ist ein unwahrscheinlicher Blödsinn, das ist alles, was ich sagen kann…

    Beste Grüße…


  3. Hallo Egon Dirks
    na, da wäre es doch ganz sinnvoll, wenn Sie mal ein wenig konkreter werden würden.
    Viele Grüße
    Marlies Uken


  4. Na, gut,…
    …eine Frage: Wissen Sie, wer in der Elektroenergetik gefährlicher ist, als ein Elektrotrottel? Ein Elektrotrottel mit Initiative! Und das sind die EE-Komödianten aus S.-H.! Mal bauen Bürger neue Netze, mal haben sie 45% Windstrom und wollen ihn hach Süden transportieren, mal stehen die WKA und der wertvoller Windstrom geht verloren, jetzt dieser Schmarren mit den Leitungen 110 kV. Ich habe mit Projektierung und Betrieb von Leitungen bis 220 kV mein Berufsleben zu tun gehabt, das mit 50% und Wind und Frost, das ist zum Kotzen dumm und Sie tragen das weiter, Sie fragen nicht mal, wie kann man Stromerzeuger vom Netz abschalten und mehr Strom im Netz haben, Ihnen scheint es klar zu sein, aber mir nicht ganz.
    Jetzt, das Hauptproblem: Die WKA werden abgeschaltet, der wertvolle Strom geht verloren.
    Es gibt keinen „überschüssigen“ Strom, das ist für die EE-Depperei, die WKA stehen, weil kein Verbrauch HIER in S.-H. da ist! Man soll Leitungen bauen, -JA, aber hier in S.-H., nicht nach Bayern, sie (S.-H.) sitzen mit 73% auf Atom- und fossilem Strom und so weiter und so fort…
    Ich kann ein Artikel schreiben mit dutzend Varianten, wie man die Übertragungskapazität der Leitungen erhöhen kann…
    Sie können ruhig weiter machen, aber, ich sag’s ehrlich, solch EE-Publikationen, die haben irgendwelchen so einen ekeligen Beigeschmack…

    Beste Grüße…