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Ölkonzerne und andere Klimaschänder: Aktionäre in Haftung nehmen

Von 21. Januar 2013 um 11:50 Uhr

Was hindert eigentlich Unternehmen daran, sich nachhaltiger auszurichten? Glaubt man dem Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung und dem Juristen Jerome Dangerman, dann fehlt es eigentlich nur an einer klaren Zuordnung von Verantwortung. Wenn Aktionäre für die Schäden von Unternehmen haften müssen, dann würden sich Firmen über kurz oder lang umwelt- und klimafreundlicher verhalten, glauben sie.

In einem Aufsatz für das Fachmagazin Proceedings of the National Academy argumentieren sie, dass ein Grundproblem sei, die Aktionäre nicht zur Haftung ziehen zu können. Ein Unternehmen lasse sich zwar verklagen, nicht aber der einzelne Anteilseigner.

Das Thema ist vor allem für den Energiesektor relevant. Denn gerade hier würden Firmen an erprobten, aber klima- und umweltschädlichen Technologien festhalten, so Dangermann auf Science Daily. Er erklärt, warum die Erneuerbaren selbst nach Jahrzehnten noch immer ein Nischendasein fristeten und Kohle, Gas und Atomstrom noch immer den Hauptanteil in der Energieerzeugung ausmachten:

Heavy investments in fossil fuels have led to big profits for shareholders, which in turn leads to greater investments in technologies that have proven to be profitable. While, in parallel, the chances of success for sustainable alternatives diminish. “It’s called Success to the Successful,” says Dangerman.

Der Vorschlag ist alles andere als irrelevant. Dangermann verweist etwa auf das Deep Water-Bohrinselunglück im Golf von Mexiko. Könnte man die Aktionäre  zur Verantwortung ziehen, dann würden sie sich vielleicht vorher mehr Gedanken über Investments machen, glaubt er.

Leider ist das Thema “Haftungsfragen” aber noch recht abstrakt. Denn wie Michael Bauchmüller richtig in der Süddeutschen Zeitung schreibt: Wie organisiert man die Aktionärshaftung so, dass am Ende nicht Investitionen zum Erliegen kommen, weil sich niemand mehr traut, Aktien zu kaufen? Und wie lassen sich Schäden tatsächlich einem Unternehmen zuordnen und bewerten? Klar ist: In dem Thema steckt noch viel Musik.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Umweltschutz? Arbeitsplätze?

    Im Dezember hat das stat. Bundesamt die neuen Zahlen veröffentlicht.
    Nachzulesen unter http://www.destatis.de – Zahlen und Fakten – Energie – Erzeugung – Erlöse.
    2011 wurden 508 Milliarden Kilowattstunden (Twh) konventionell erzeugt und
    473 davon entweder verkauft oder exportiert. Ca. 10% betragen als langjähriger Erfahrungswert
    die Verluste durch Umspannungen und Transport.
    Es verbleibt ein Saldo von 16 Twh, der durch die erneuerbaren Energien gedeckt wurde.
    Insgesamt wurden 102 Twh erneuerbare Energien erzeugt. Die Wasserkraft, die wir seit
    1891 haben, bleibt dabei außen vor, denn sie wird vom EEG nicht erfasst.
    Dabei kommt die Frage auf, was denn aus den anderen, immerhin 86 Twh erneuerbaren
    Energien geworden ist. Antwort: diese Energie musste vernichtet werden um das Netz im
    Gleichgewicht zu halten und weitflächige Stromausfälle zu verhindern.
    Beispiel Windkraft: Im ersten Halbjahr 2012 waren 29,2 Gigawatt Leistung aufgestellt.
    An 90 von 182 Tagen wurden weniger als 5 Gw Leistung erbracht. Da mussten die konventionellen Kraftwerke unter voller Last arbeiten. Während der andern 92 Tage konnte nur selten ein
    Kohlekraftwerk heruntergefahren werden weil die Windvorhersage so unzuverlässig ist.
    Strom aus Photovoltaik konnte besser verwertet werden, weil die Sonnenstunden-Vorhersage weit zuverlässiger ist als die Windvorhersage.
    Die geldwerten Zahlen sehen so aus: 2011 wurden Subventionen von 17,1 Mrd für erneuerbare Energien gezahlt. Dafür wurden 102 Twh Strom erzeugt, von denen 86 Twh wieder vernichtet werden mussten. In Euro: 14,4 Milliarden Euro wurden vernichtet.

    • 21. Januar 2013 um 13:32 Uhr
    • Gerin
  2. 2.

    PIK hier zu zitieren wird langsam mutig.
    PIK-Aussagen und – Prognosen in Summe alle falsch.
    Schellnhuber mit seiner “großen Transformation” – wird langsam Zeit dass sich der Staatsschutz dieses “obskure” Institut vornimmt.
    Die LINKE und die NPD vom Verfassungschutz beobachten lassen und die 5.Kolonne der Ökofa….n in Deutschland unbehindert machen lassen.
    Das ist schon heftig.
    Nochmal, seit 15 jahren keine Erwärmung des Weltklimas trotz (oder wegen?) eines rapiden CO2-Anstiegs.
    Nochmal, kein Mensch (auch die Klimapropagandisten des PIK) konnte bisher den menschgemachten Klimawandel beweisen.
    Nochmal, das Klima ändert sich laufend weil eben Klima die Summe bzw. der Durchschnitt von Wetter ist.
    Ein wütender deutscher Bürger!

    • 21. Januar 2013 um 14:54 Uhr
    • blaufisch
  3. 3.

    Frau Uken, schämen Sie sich.
    Da Sie die Überschrift Ihrer Einlassung wohl selbst generiert haben und mit dem Wort “Kllimaschänder” ganz offensichtlich implizieren wollen, dass ein “Klimaschänder” auf einer Stufe stehe mit einem “Kinder- oder Frauenschänder” haben Sie sich für mich als üble Propagandistin geoutet und damit ist Ihr Blog in zukunft suspekt.
    Seien Sie froh, dass ich Sie nicht anzeige.

    • 21. Januar 2013 um 15:07 Uhr
    • blaufisch
  4. 4.

    Nochmal! Es muss nicht das Klima geschützt werden, sondern die deutsche Gesellschaft von solchen Artikeln.
    Der auf marktwirtschaftlicher Basis generierte technische Fortschritt ist der beste Umweltschutz!
    Die sog. erneuerbaren Energien sind weder marktkonform (hängen am staatlichen EEG-Subventionstropf) noch sind diese Energieerzeuger, wegen ihrer geringen Energiedichte, Umwelt und Naturschonend. Es werden beim Aufbau eines Erneuerbaren Energiesystems Unmengen an giftigen Stoffen benötigt. Vom Flächenverbrauch und der Abhängigkeit so einer Energieerzeugungsinfrastruktur mal ganz abgesehen.
    CO2 ist und bleibt ein lebenswichtiges Gas für uns Erdenbürger! Ohne CO2 kein Pflanzenwachstum und ohne Pflanzenwachstum kein Sauerstoff und ohne Sauerstoff kein Leben. Weiterhin wird CO2 für den Atmungsmechanismus des menschlichen Korpus zwingend benötigt. Das wird ihnen jeder Mediziner bestätigen. Wer also CO2 Einsparung will, der muss auch sagen, dass er die Menschheit reduzieren will!

    • 21. Januar 2013 um 16:36 Uhr
    • HofmannM
  5. 5.

    Es würde mich interessieren, was denn der Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung und Jurist Jerome Dangerman davon halten würde, wenn man die “Experten” für ihre Prognosen haftbar machen würde.

    In Deutschland läuft zurzeit ein gigantisches Experiment dass die Frage beantworten soll, wie lange man eine Volkswirtschaft mit grün-ideologischen Gängeleien strangulieren kann, bis diese schließlich zusammenbricht. Und das alles auch aufgrund von Computerszenarien des PIK, welche mehr die Erwartung ihrer Erschaffer als die Realität widerspiegeln.

    Wenn man für den dadurch entstandenen und weiter entstehenden Schaden die Untergangspropheten mithaftbar machen würde, würde uns sicher das eine oder andere Katastrophenszenario erspart bleiben. Und damit der enorme volkswirtschaftliche Schaden, den die daraus abgeleiteten politischen Entscheidungen verursachen.

    • 21. Januar 2013 um 16:55 Uhr
    • Rudolf Kipp
  6. 6.

    Das ehemalige Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” ähh, “die Zeit”.
    Hier kann sich wirklich jeder zu Wort melden. Egal welches Milieu.
    Letztens hat ein Prof. von einer Uni wieder die Todesstrafe gefordert, und zwar für Klimaschänder. Ich vermute der ist heute noch im Amt.
    Ich vermute, der sitzt immer noch im Amt. Er hat jedenfalls noch nach einem Aufschrei weiter an seinem Artikel rumgedoktort. So weit sind wir schon im deutschsprachigen Raum.

    • 21. Januar 2013 um 17:16 Uhr
    • netseal
  7. 7.

    Aber blaufisch, Sie wissen doch in welchem Propagandablog Sie sich befinden.
    Da können Sie doch keinen investigativen Journalismus erwarten !

    Außerdem können Sie schnell in die Gender-Falle tappen.

    Also, Kopf hoch und das Biotop hier nicht mit Wissen verschmutzen.

    • 21. Januar 2013 um 20:08 Uhr
    • Sonnenanbeter
  8. 8.

    Sehr geehrte Frau Uken,
    Sie outen sich als Journalistin, bei denen das PIK wohl eines der Dauerabos zur sicheren, unkritischen Publizierung hat.
    Ihnen sind die vielen Ungereimtheiten in Herrn Schellnhubers antropogenem Klimawahn sicher noch nicht aufgefallen. Muss ja nicht, denn nach Ihrer Lesart scheinen Sie voller Stolz Dogmengläubig zu sein. Aber deshalb verbitte ich es mir, pauschal alle, die nicht Ihrer gläubigen Meinung sind, so zu diffamieren.

    Immer, wenn in der Geschichte die Rettung der Welt vor dem drohenden Untergang von messianisch veranlagte Personen oder Gruppen durch wenige kurze, gut zu merkende Begriffe erklärt wurde, stellte sich dies als falsch heraus. Manchmal dauerte dies jahrhunderte, machmal war der Zeitraum erheblich kürzer. So einfach ist die Welt und bestimmt auch das Klima noch nie gewesen.

    Deshalb gibt es zum Glück Personen, die noch zu unterscheiden versuchen zwischen Maßnahmen zum vernünftigem Umgang mit Umwelt und Ressourcen und teuersten Klima-Wahnvorstellungen. Sie gehören allerdings sicher nicht dazu.

    • 23. Januar 2013 um 00:46 Uhr
    • Kunz
  9. Kommentar zum Thema

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