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	<title>Grüne Geschäfte</title>
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	<description>Wir können&#039;s besser: Für eine Wirtschaft, die Ressourcen und Klima schont</description>
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		<title>Indien führt weltweite Green Tech-Investments an</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/15/indien-fuhrt-weltweite-green-tech-investments-an/</link>
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		<pubDate>Wed, 15 Feb 2012 13:07:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzen]]></category>
		<category><![CDATA[Innovation]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu: Nach einer Weile können ja Rekordmeldungen à la  &#8220;Der Beste, der Höchste, der Kleinste&#8221; nerven. Trotzdem kann ich mir diese Nachricht nicht verkneifen: Kein anderes Land habe im vergangenen Jahr so stark in grüne Technologien investiert wie Indien. Das vermeldet Bloomberg New Energy Finance. Im Vergleich zum Vorjahr habe Indien die Investitionen [...]]]></description>
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<div id="attachment_3480" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/129217456.jpg"><img class="size-medium wp-image-3480" src="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/129217456-300x227.jpg" alt="30 MW-Solaranlage in Indien, Copyright. Sam Panthaky/AFP/Getty Images" width="300" height="227" /></a><p class="wp-caption-text">30 MW-Solaranlage in Indien, Copyright. Sam Panthaky/AFP/Getty Images</p></div>
<p>Ich gebe zu: Nach einer Weile können ja Rekordmeldungen à la  &#8220;Der Beste, der Höchste, der Kleinste&#8221; nerven. Trotzdem kann ich mir diese Nachricht nicht verkneifen:<br />
Kein anderes Land habe im vergangenen Jahr so stark in grüne Technologien investiert wie Indien. Das vermeldet <a href="http://bnef.com/PressReleases/view/186">Bloomberg New Energy Finance</a>.</p>
<p>Im Vergleich zum Vorjahr habe Indien die Investitionen in Green Tech mehr als verdoppelt: 10,3 Milliarden US-Dollar seien in Ökoprojekte investiert worden – ein Plus von 52 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit würde Indien vier Prozent aller weltweiten Green Investments abgreifen.</p>
<p>Und jetzt raten Sie mal, was der Wachstumstreiber ist? Genau: Solarstrom. Während vor zwei Jahren gerade einmal 600 Millionen US-Dollar in netzgebundene Solarprojekte investiert wurden, habe sich die Zahl 2011 sogar versiebenfacht (auf 4,2 Milliarden US-Dollar). Das liege vor allem an den radikalen Kostensenkungen, die Solarmodule zurzeit verzeichnen, so Bloomberg.</p>
<p>Der Preiseinbruch sorgt also nicht nur für einen Solarboom auf deutschen Dächern, sondern eben auch in Indien. Und der wird zudem noch unterstützt von einem staatlichen Förderprogramm, der Jawaharlal Nehru National Solar Mission (die allerdings<a href="http://www.solarserver.de/solar-magazin/nachrichten/aktuelles/2012/kw05/photovoltaik-und-solarthermische-kraftwerke-in-indien-wissenschafts-und-umweltzentrum-kritisiert-regelverstoesse-bei-der-umsetzung-der-nationalen-solar-mission.html"> in der Kritik</a> steht).</p>
<p>Und mit Wachstumsraten ist das ja so eine Sache. Der Solarboom klingt ja ganz gut, aber entscheidend ist, von welchem Niveau man startet. Bislang ist der Solarstromanteil in Indien noch recht bescheiden. Nach<a href="http://www.solarserver.com/solar-magazine/solar-news/current/2011/kw44/gtm-research-publishes-new-report-on-indias-solar-market-expects-growth-from-54-mw-in-2010-to-more-than-9-gw-by-2016.html"> Informationen der Unternehmensberatung GTM</a> kamen Solaranlagen Ende 2011 auf geschätzte 365 Megawatt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;At year-end 2010, India claimed just 54 MW of installed grid-connected solar. However, recent feed-in tariffs (FIT) allocations from the NSM and the state of Gujarat’s Solar Policy promise to increase that installed capacity six-fold to approximately 365 MW by the end of 2011 and, furthermore, to over 1,100 MW by 2012.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Zum Vergleich: In Deutschland sind zurzeit Anlagen mit einer Kapazität von knapp 25.000 Megawatt installiert.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		</item>
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		<title>Warum Prestige-Ökocitys nicht Chinas Zukunft sind</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/14/warum-prestige-okocities-nicht-chinas-zukunft-sind/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 09:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung in China beschäftigt, der kommt an den zahlreichen Ökocitys nicht vorbei. Egal, ob Dongtan bei Shanghai oder Huangbaiyu oder Tianjin. Prestige-Ökoprojekte, klimaneutral, energieeffizient, autofrei und  supermodern. Einmal davon abgesehen, dass offenbar wenig in den vergangenen Jahren in den chinesischen Ökocitys passiert ist – es mehren sich die Kritiker solcher millionenschweren [...]]]></description>
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<p>Wer sich mit nachhaltiger Stadtentwicklung in China beschäftigt, der kommt an den zahlreichen Ökocitys nicht vorbei. Egal, ob <a href="http://sustainablecities.dk/en/city-projects/cases/dongtan-the-world-s-first-large-scale-eco-city">Dongtan</a> bei Shanghai oder Huangbaiyu oder <a href="http://openbuildings.com/buildings/tianjin-eco-city-profile-4292">Tianjin</a>. Prestige-Ökoprojekte, klimaneutral, energieeffizient, autofrei und  supermodern.</p>
<div id="attachment_3463" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/dongatn-eco-city.jpg"><img class="size-medium wp-image-3463" src="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/dongatn-eco-city-300x127.jpg" alt="Ökostadt Dongtan, Copyright: 2009 Yale University" width="300" height="127" /></a><p class="wp-caption-text">Ökostadt Dongtan, Copyright: 2009 Yale University</p></div>
<p>Einmal davon abgesehen, dass offenbar wenig in den vergangenen Jahren in den chinesischen Ökocitys passiert ist – es mehren sich die Kritiker solcher millionenschweren Nachhaltigkeitsprojekte. Einen ausführlichen Report dazu präsentiert gerade <a href="http://e360.yale.edu/feature/can_smarter_growth_guide_chinas_urban_building_boom/2494/">yaleenvironment360</a>, welcher der Frage nachgeht, inwiefern sich der Trend zur Urbanisierung in China besser und umweltfreundlicher gestalten lässt.</p>
<p>Mehr als die Hälfte der 1,3 Milliarden Chinesen lebt inzwischen in den Städten. Investoren und die Regierung reagieren auf diese Entwicklung, überall wird massiv in städtischen Wohnraum investiert.</p>
<p>Aber das hat Folgen, denn Bauen ist natürlich alles andere als klimafreundlich. China schafft es auf Platz 1 der weltweiten CO2-Verschmutzer auch wegen seines Baubooms, schließlich ist die <a href="http://www.zeit.de/online/2008/46/China_Konjunkturprogramm">Herstellung von Stahl und Zement immens energieintensiv</a>.</p>
<p>Eine Entwicklung mit dramatischen Folgen. Zwar sind in den vergangenen Jahren einige Prestige-Stadtprojekte entstanden, wo das Bauen umweltfreundlicher passieren sollte – eben die Ecocitys. Aber zugleich müssen in unzähligen Städten ganze Altstadtviertel Platz machen für einen schnell hochgezogenen Wohnblock aus minderwertigem Baumaterial. Schlechte Qualität, die nur wenige Jahre hält. Und am Ende abgerissen werden muss. Ein Städteplaner kommt gar zu der Einschätzung auf <em>Yale Environment</em>, dass der Abriss von Gebäuden inzwischen die größte CO2-Quelle in China sei:</p>
<blockquote><p><em>“Poor urban planning, lack of accountability, weak regulation and absence of legal framework, all together makes buildings in China so vulnerable,” says engineer Ding Jianhua of the <a href="http://www.zg-cjysz.com/en_index.asp">China Urban Construction, Design and Research Institute</a>. “Tearing down buildings is, in my opinion, essentially the most high carbon factor in China at present.”</em></p></blockquote>
<p>Was also tun? Es ist wie in Deutschland: ran an die Vorschriften. Wer strenge Energiespar-Vorschriften für Neubauten macht, der hat einen weitaus größeren Klimaeffekt als eine einzige Ökostadt ihn je haben wird. Das können Vorgaben für Dämmung, den Einsatz von Ökostrom oder Solarwärme sein, an denen China zurzeit arbeitet. Und vielleicht ist das auch der große Unterschied zu Deutschland. Während hierzulande der Baubestand die große Baustelle ist (und die Bundesregierung hier zurzeit effektive Anreize zum Sanieren und Dämmen verpeilt), sind in China strenge Vorgaben für Neubauten wichtig. Denn nichts wäre eine größere Verschwendung von Energie, wenn die jetzt neu gebauten Städte zwar schick, aber energiemäßig auf dem Niveau eines Plattenbaus aus den 1960er Jahren sind.</p>
<p>&nbsp;</p>

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		</item>
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		<title>AKW-Neubau in den USA: Und wer zahlt?</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/10/akw-neubau-in-den-usa-und-wer-zahlt/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 11:48:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstagabend wurde ja bekannt, dass erstmals seit Jahrzehnten die USA den Neubau eines AKW genehmigt haben. Das war nicht überraschend, schließlich hatte die Regierung Obama 2010  ein milliardenschweres Förderprogramm von mehr als acht Milliarden Dollar zugesagt. Und da genau liegt der Knackpunkt: Wer zahlt am Ende diesen Neubau? Am Ende werden das die amerikanischen [...]]]></description>
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<p>Am Donnerstagabend wurde ja bekannt, dass erstmals seit Jahrzehnten die USA <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-02/akw-neubau-usa">den Neubau eines AKW</a> genehmigt haben. Das war nicht überraschend, schließlich hatte die Regierung Obama 2010 <a href="http://www.zeit.de/politik/ausland/2010-02/obama-kernkraft-kredite"> ein milliardenschweres Förderprogramm von mehr als acht Milliarden Dollar zugesagt</a>. Und da genau liegt der Knackpunkt: Wer zahlt am Ende diesen Neubau? Am Ende werden das die amerikanischen Steuerzahler sein. Die Wall Street hält sich da ja offenbar zurück – oder sind irgendwelche Privatinvestoren bekannt, die sich gerne an dem Atomkraftwerk beteiligen?</p>
<p>Mal ganz abgesehen davon, dass es bislang ja erst einmal nur um die Genehmigung geht. Ich bin jetzt schon gespannt auf die Bauphase  &#8211; und kann mir einen Blick nach Finnland nicht verkneifen. Dort baut der französische Areva-Konzern ja seit 2005 Block 3 des AKW Olkiluoto. Also seit mehr als sechs Jahren. Es ist eine Pannen- und Pleite-Geschichte. Die Kosten laufen aus dem Ruder, <a href="http://www.world-nuclear-news.org/IT_New_date_for_Olkiluoto_3_2112112.html">die Zeitpläne verschieben sich immer wieder</a>. Neuster Fertigstellungstermin: 2014. Eigentlich<a href="http://www.world-nuclear-news.org/IT-Olkiluoto_EPR_on_schedule_for_2012_completion-3011104.html"> war einmal 2009</a> angedacht. Ein Milliardengrab schon jetzt für die Baufirmen.</p>
<p>Na dann, schauen wir einmal, wie es 2017 in Georgia aussieht. Dann will Southern Company sein <a href="http://www.southerncompany.com/nuclearenergy/photos.aspx">AKW Vogtle</a> ans Netz bringen. Ich gehe gerne eine Wette ein, dass der Termin nicht zu schaffen sein wird.</p>

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		<title>Festspiele zur Energieeffizienz: Vorhang auf für die Stromlobby</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/10/festspiele-zur-energieeffizienz-vorhang-auf-fur-die-stromlobby/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Feb 2012 09:13:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>

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		<description><![CDATA[Wunderbar, wie gerade eben selbst der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), also die Lobby der Stromversorger, die beiden Minister Rösler und Röttgen rüffelt und auf eine EU-Regelung zum Energiesparen drängt: &#8220;Große Sorge bereitet der Energiebranche, dass Deutschland bislang keine einheitliche politische Position zum Thema Energieeffizienz gefunden hat und somit bei den Verhandlungen das deutsche [...]]]></description>
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<p>Wunderbar, wie <a href="http://www.bdew.de/internet.nsf/id/5793983928A51CCFC12579A00030C80B?open&amp;WT.mc_id=Pressemeldung-20120210">gerade eben selbst der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft </a>(BDEW), also die Lobby der Stromversorger, die beiden Minister Rösler und Röttgen rüffelt und auf eine EU-Regelung zum Energiesparen drängt:</p>
<blockquote><p><span style="font-family: Arial,Verdana"><em>&#8220;Große Sorge bereitet der Energiebranche, dass Deutschland bislang keine einheitliche politische Position zum Thema Energieeffizienz gefunden hat und somit bei den Verhandlungen das deutsche Interesse nicht vertreten kann. Es geht hier jedoch um einen zentralen Hebel, der zum Gelingen der Energiewende notwendig ist. Deutschland kann es sich bei diesem Thema nicht leisten, sich der Stimme zu enthalten und dadurch zusätzliche Lasten für die Energiewirtschaft zu riskieren&#8221;, erläuterte Müller. (Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung, muk).<br />
</em></span></p></blockquote>
<p><span style="font-family: Arial,Verdana"><em></em>Sicher, der BDEW ist gegen die umstrittene Einsparverpflichtung von 1,5 Prozent &#8211; kaum überraschend. Aber an erster Stelle beklagt er das Nichtstun der Politik. Das sollte der Bundesregierung nun wirklich mal zu Denken geben. Bis kommenden Dienstag haben Rösler und Röttgen noch Zeit, dann treffen sich in Brüssel die Energieminister.<br />
</span></p>

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		</item>
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		<title>Ein paar Zahlen zur Kältewelle und zum Strombedarf</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/09/ein-paar-zahlen-zur-kaltewelle-und-zum-strombedarf/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 09:24:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Erneuerbare Energien]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das klingt ja dramatisch, was Spiegel Online heute Vormittag als Aufmacher vermeldet. &#8220;Kältewelle: Strom in Deutschland wird knapp.&#8221; Die Netzbetreiber würden Reservekapazitäten im Ausland anknapsen, so schlimm sei schon die Situation. Die Netzengpässe gibt es sicherlich, keine Frage. Aber der Zusammenhang &#8220;Kältewelle &#8211; Strommangel&#8221; stimmt einfach so nicht &#8211; zumindest hat diese Meldung einen falschen [...]]]></description>
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<p>Das klingt ja dramatisch, was <em><a href="http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,814214,00.html">Spiegel Online</a></em> heute Vormittag als Aufmacher vermeldet. &#8220;Kältewelle: Strom in Deutschland wird knapp.&#8221; Die Netzbetreiber würden Reservekapazitäten im Ausland anknapsen, so schlimm sei schon die Situation.</p>
<p>Die Netzengpässe gibt es sicherlich, keine Frage. Aber der Zusammenhang &#8220;Kältewelle &#8211; Strommangel&#8221; stimmt einfach so nicht &#8211; zumindest hat diese Meldung einen falschen Tenor und bringt die Energiewende in Verruf.</p>
<div id="attachment_3435" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/Energie-Markt_2011_S-38.jpg"><img class="size-medium wp-image-3435" src="http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/files/2012/02/Energie-Markt_2011_S-38-300x267.jpg" alt="Beheizungsstruktur im Wohnbestand, Quelle: BDEW" width="300" height="267" /></a><p class="wp-caption-text">Beheizungsstruktur im Wohnbestand, Quelle: BDEW</p></div>
<p>In Deutschland spielt Strom beim Heizen kaum eine Rolle (siehe Grafik), gerade einmal sechs Prozent aller Wohnungseinheiten werden mit Strom geheizt. Nachtspeicheröfen sind inzwischen ja sogar ein Auslaufmodell. Ich habe flott beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft nachgehakt und auch dort bestätigt man: In Kälteperioden steigt die Stromnachfrage nicht besonders stark.<br />
Anders natürlich die Situation in Frankreich. Frankreich ist ein Land der Stromheizungen, die AKW liefern schließlich dort wunderbar billigen Grundlaststrom, der dann in den Nachtspeicheröfen geparkt wird &#8211; so wie früher in Deutschland. Und jetzt kauft eben Frankreich bei uns Strom ein. Es ist ein europäischer Markt, wie es heute auch in der <em><a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:ausnahmesituation-deutschland-zapft-die-kaltreserve-an/60166088.html">Financial Times Deutschland</a></em> heißt:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Auch die Stromexporte nach Frankreich sind eine Folge des kalten Winters. In Frankreich heizen große Teile der Bevölkerung mit Strom. Am Dienstag benötigten die Franzosen 100,5 Gigawatt Stromleistung. Das ist so viel wie nie zuvor und mehr als das Atomland selbst bereitstellen kann. Der Preis für kurzfristige Lieferungen schoss in Frankreich auf rund 360 Euro pro Megawattstunde hoch. Das Normalniveau liegt bei 50 Euro. Auch in Deutschland stieg der Börsenpreis, allerdings nur auf rund 76 Euro.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Ein Knackpunkt ist natürlich die Gasnachfrage: Erdgas kommt im deutschen Wärmemarkt aktuell auf einen Anteil von 49 Prozent. Und klar gibt es regionale Engpässe, wenn &#8211; wie gestern &#8211; die EnBW einen Block vom Gaskraftwerk Karlsruhe wegen Lieferengpässen vom Netz nehmen muss. Aber auch hier betonen die Versorger: alles im Griff. Wie heißt es gestern bei dpa:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Strom- und Gasversorgung in Deutschland ist trotz der anhaltenden Kältewelle gesichert. Stromnetzbetreiber, Gasversorger und die Bundesnetzagentur geben Entwarnung.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Aber das klingt natürlich nicht so knackig wie: &#8220;Kältewelle &#8211; Strom in Deutschland wird knapp.&#8221;</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Zäh, zäh, zäh: Deutschland und das Energiesparen</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/08/zah-zah-zah-deutschland-und-das-energiesparen/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:51:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Energieeffizienz]]></category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>

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		<description><![CDATA[Nun gut, es ist nicht das erste Mal, dass Wort und Tat bei dieser Bundesregierung auseinanderklappen. Aber diesmal ist es doch wirklich eklatant. Da hat sich Bundeskanzlerin Merkel 2007 richtig ins Zeug geschmissen für eine ambitionierte Klimapolitik der EU und damals die berühmten 20 Prozent-Ziele eingetütet: 20 Prozent Anteil Erneuerbare Energien in 2020, eine Reduktion [...]]]></description>
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<p>Nun gut, es ist nicht das erste Mal, dass Wort und Tat bei dieser Bundesregierung auseinanderklappen. Aber diesmal ist es doch wirklich eklatant. Da hat sich Bundeskanzlerin Merkel 2007 richtig ins Zeug geschmissen für eine ambitionierte Klimapolitik der EU und damals die berühmten 20 Prozent-Ziele eingetütet: 20 Prozent Anteil Erneuerbare Energien in 2020, eine Reduktion der Treibhausgase um 20 Prozent und eine Steigerung der Energieeffizienz um 20 Prozent.</p>
<p>Und wo stehen wir heute? Für den Ökostrom-Anteil und die CO2-Reduktion gibt es in der EU verbindliche Vorgaben. Nur beim Energiesparen fehlt es bislang an verbindlichen Regeln. <a href="http://ec.europa.eu/energy/efficiency/index_en.htm">Das will die EU-Kommission nun mit ihrem Vorschlag zur Energieeffizienz-Richtlinie ändern.</a></p>
<p><a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-02/energieeffizienz-appell-antwort-hintze">Und wer blockiert? Deutschland. </a>Wobei &#8211; blockieren ist wohl viel zu aktiv ausgedrückt: Die deutsche Bundesregierung hat offenbar noch nicht einmal eine Position, mit der sie in Brüssel auftritt. Und das macht es für alle Beteiligten nicht gerade einfach, sich bis zum Sommer auf einen Vorschlag zu einigen.</p>
<p>Umstritten ist immer noch der berühmte Artikel 6, der vorsieht, das Unternehmen jedes Jahr 1,5 Prozent ihres Energieabsatzes im Vergleich zum Vorjahr einsparen müssen. Einen Markt für´s Energiesparen will Brüssel so schaffen.</p>
<p>Und hat gute Argumente für sich: Mit jedem Euro, der in neue Fenster und eine bessere Heizung investiert werde, würden am Ende neun Euro Kosten für Energie eingespart.<a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2012-01/energiewende-eu-effizienz"> Von 400.000 neuen Arbeitsplätzen geht die EU-Kommission aus. </a></p>
<p>Kommende Woche treffen sich die europäischen Energieminister in Brüssel zu dem Thema. Mit welchen Alternativvorschlägen Deutschland dort auftritt, ist noch völlig unklar, seit Monaten, ach: Jahren, rangeln ja Bundeswirtschaftsministerium und Bundesumweltministerium bei dem Thema miteinander.</p>
<p>Es ist ein gefährliches Spiel, was die Bundesregierung da veranstaltet. Irgendwie scheint es fast Parallelen zu <a href="http://www.ftd.de/politik/europa/:euro-krise-schaeuble-verzoegert-hilfe-fuer-griechenland/60165599.html">Deutschlands jüngstem Auftreten im Griechenland-Poker</a> zu geben. Schwarz-Gelb lähmt gerade einen Markt mit Milliardeninvestitionen und sorgt für Verunsicherung. Warum bloß?</p>
<p>PS: Noch ein paar Beispiele der Energieexperten von <a href="http://www.raponline.org/">RAP</a>, was in anderen Ländern passiert ist, die Energieeffizienz-Vorgaben gemacht haben. Allein in Frankreich wurden zwischen 2006 und 2009  jedes Jahr rund 950.000 Dächer gedämmt. Und die Briten haben zwischen 2005 und 2008 jedes Jahr rund 1,25 Millionen effizientere Kühlgeräte angeschafft.</p>

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		</item>
		<item>
		<title>Klimaschutz: Schwarz-Gelb streicht CO2-Kompensation für Dienstreisen</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/06/klimaschutz-schwarz-gelb-streicht-co2-kompensation-fur-dienstreisen/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Feb 2012 13:55:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[CO₂-Diät]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit diesem Jahr nun ist es offiziell: Eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz hält die Bundesregierung offenbar für nicht mehr notwendig. In 2012 stellt Schwarz-Gelb keine Mittel mehr für die &#8220;Maßnahmen zur Klimaneutralisierung von Dienstreisen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages&#8221; zur Verfügung.  Das hatte der Haushaltsausschuss der Bundesregierung im vergangenen Herbst beschlossen. Im vergangenen Jahr [...]]]></description>
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<p>Seit diesem Jahr nun ist es offiziell: Eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz hält die Bundesregierung offenbar für nicht mehr notwendig. In 2012 stellt Schwarz-Gelb <a href="http://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/Dienstreisen-Bundesregierung/dienstreisen-bundesregierung_node.html">keine Mittel mehr für die &#8220;Maßnahmen zur Klimaneutralisierung von Dienstreisen der Bundesregierung und des Deutschen Bundestages&#8221; zur Verfügung</a>.  Das hatte der Haushaltsausschuss der Bundesregierung im vergangenen Herbst beschlossen. Im vergangenen Jahr standen bereits nur noch 2,15 Millionen Euro zur Verfügung, das war schon eine Halbierung.</p>
<p>Ein Haushaltsausschuss-Mitglied betont, dass das Verfahren sehr verwaltungsaufwändig gewesen sei, die Auswahl der Projekte &#8220;nach nicht immer durchsichtigen Kriterien&#8221; erfolgt sei und dass die Kompensation keine Lenkungsfunktion gehabt habe.</p>
<p>Das klang vor einigen Jahren noch ganz anders. <a href="http://www.bmu.de/klimaschutz/downloads/doc/42583.php">Unter Schwarz-Rot wurde das Programm sogar noch ausgeweitet</a>:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Die Bundesregierung hat beschlossen, die Treibhausgasemissionen im eigenen Geschäftsbereich im Zeitraum von 2008 bis 2012 um 30 % im Vergleich zum Basisjahr 1990 zu reduzieren. In diesem Zusammenhang hat das Bundeskabinett am 28. Februar 2007 auf Vorschlag von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel beschlossen, die Dienstreisen der Mitglieder und Beschäftigten der Bundesregierung &#8220;klimaneutral&#8221; zu stellen. Das bedeutet, dass die bei unvermeidbaren Dienstflügen und Dienstfahrten mit dem Pkw produzierten Treibhausgase an anderer Stelle eingespart werden, indem in Klimaschutzprojekte investiert wird.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Damit ist nun also Schluss. Einen Rüffel gab es dafür bereits <a href="http://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/Dienstreisen-Bundesregierung/dienstreisen-bundesregierung_node.html">vom Umweltbundesamt</a>:</p>
<blockquote><p>&#8220;<em>Aus Sicht des Umweltbundesamtes ist das vorzeitige Ende der Kompensation der Dienstreisen der Bundesregierung bedauerlich. Wir halten die freiwillige Kompensation von Treibhausgasemissionen &#8211; richtig eingesetzt &#8211; für ein sinnvolles Instrument des Klimaschutzes. Eine Vorbildwirkung der Bundesregierung könnte hier ein wichtiges klimapolitisches Zeichen setzen.&#8221;</em></p></blockquote>
<p>Nun ist die Frage: Was hat das Programm tatsächlich gebracht? Das lässt sich tatsächlich nur schwer recherchieren. <a href="http://www.dehst.de/DE/Klimaschutzprojekte/Freiwillige-Kompensation/Dienstreisen-Bundesregierung/Loeschung.html;jsessionid=5758DCC8AD3B00FC86F0C0590FD1B831.2_cid030">Die Deutsche Emissionshandelsstelle teilt mit, dass das Kompensationsvolumen jährlich bei 168.421 Tonnen CO2 für die Jahre 2007 bis 2009 betrug. </a>Wenig aussagekräftig.</p>
<p>Am sinnvollsten wäre es natürlich, wenn die Emissionen erst gar nicht entstehen, wenn die Ministerien also etwa ihre Mitarbeiter anhalten: &#8220;Fahrt Bahn, innerdeutsche Flüge sind tabu.&#8221;</p>
<p>Das ist in der Praxis allerdings kaum umzusetzen. Was also tun? Ich würde sagen: Na, dann eben kompensieren, und zwar nach den höchsten Standards, die es dafür auf dem Markt gibt.</p>
<p>Oder was meinen Sie, liebe Leser? Wo sind die Grenzen der Kompensation? Ganz spannend in diesem Zusammenhang ist ja, dass <a href="https://www.atmosfair.de/home/">Atmosfair</a> &#8211; also einer der führenden Anbieter von Kompensationsprojekten &#8211; <a href="http://www.taz.de/Flugabgabe/!86383/">aktuell in einem <em>taz</em>-Interview</a> auch von den Grenzen der Kompensation spricht:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;taz: Alle Welt gibt sich heutzutage klimaneutral: Der Vatikanstaat, die Leuphana Universität Lüneburg, der Reiseveranstalter Studiosus, die Stadtwerke Soest. Verkommt die Kompensation zum reinen PR-Instrument?</em></p>
<p><em>Dietrich Brockhagen/Atmosfair: Es geht leider in diese Richtung. Ich mache dies vor allem an den Produkten fest, die kompensiert werden. Wir arbeiten zurzeit an einer Studie zu den Grenzen von Kompensation.&#8221;</em></p></blockquote>

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		</item>
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		<title>Bayer und die Kinderarbeit</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/03/bayer-und-die-kinderarbeit/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 10:18:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Wochenende ein Lesetipp in der heutigen Financial Times Deutschland: &#8220;Der Feldversuch&#8221; von Jarka Kubsova (leider kann ich ihn mobil nicht verlinken, ich freu mich, wenn ein Leser das in den Kommentaren machen koennte, Danke!) Bayer Cropscience wurde 2004 wegen Kinderarbeit auf den indischen Baumwollplantagen angefeindet. &#8220;Was tut ein Konzern, in dem Kinderarbeit auffliegt? Aussitzen? [...]]]></description>
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<p>Zum Wochenende ein Lesetipp in der heutigen Financial Times Deutschland: &#8220;Der Feldversuch&#8221; von Jarka Kubsova (leider kann ich ihn mobil nicht verlinken, ich freu mich, wenn ein Leser das in den Kommentaren machen koennte, Danke!)<br />
Bayer Cropscience wurde 2004 wegen Kinderarbeit auf den indischen Baumwollplantagen angefeindet.<br />
&#8220;Was tut ein Konzern, in dem Kinderarbeit auffliegt? Aussitzen? Vertuschen? Die Ausbeuterbude schliessen? Der Chemieriese waehlt den muehsameren Weg: Er behebt das Problem. Selbst Erzfeinde sind ueberzeugt.&#8221;</p>
<p>Und ja: Selbst die Bayer- kritische NGO &#8220;Coordination gegen Bayer-Gefahren&#8221; lobt das Projekt. </p>

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		<title>Fracking in zwei Jahren ohne Gift &#8211; na, mal schauen&#8230;</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/02/01/fracking-in-zwei-jahren-ohne-gift-na-mal-schauen/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 22:46:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Fossile]]></category>
		<category><![CDATA[Naturschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vorstandsvorsitzende von ExxonMobil Central Europe, Gernot Kalkoffen, hat am Dienstag der Neuen Osnabrücker Zeitung ein bemerkenswertes Interview gegeben. Dabei geht es um das die Förderung von Schiefergas per Fracking. Fracking ist ja eine umstrittenen Fördermethode, bei der unter hohem Druck Wasser, Sand und Chemikalien ins Erdreich gepresst werden, um Erdgas zu fördern. Gerade in [...]]]></description>
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<p>Der Vorstandsvorsitzende von ExxonMobil Central Europe, Gernot Kalkoffen, hat am Dienstag der <a href="http://www.noz.de/deutschland-und-welt/wirtschaft/60481362/exxonmobil-chef-kalkoffen-fuer-besseres-fracking-verfahren-wir-wollen-auf-giftige-chemie-verzichten"><em>Neuen Osnabrücker Zeitung</em> ein bemerkenswertes Interview</a> gegeben. Dabei geht es um das die Förderung von Schiefergas per Fracking. Fracking ist ja eine umstrittenen Fördermethode, bei der unter hohem Druck Wasser, Sand und Chemikalien ins Erdreich gepresst werden, um Erdgas zu fördern. Gerade in Niedersachsen und NRW wird dieses Verfahren unter heftigen Bürgerprotesten angewandt. Die Menschen vor Ort fürchten vor allem um ihr sauberes Trinkwasser.</p>
<p>Kalkoffen sagt nun in dem Interview Folgendes:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;Wir haben in den letzten zwei Jahren trotzdem die giftigen Komponenten, die wir gegebenenfalls einsetzen, von sieben auf vier reduziert. Unser Ziel ist, in spätestens zwei Jahren auf alle giftigen Chemikalien zu verzichten. Dafür prüfen wir zum Beispiel den Einsatz von UV-Licht. Schon jetzt versuchen wir, die einzelnen Mengen so gering wie möglich zu halten.</em>&#8220;</p></blockquote>
<p>Erstaunlich, dass gerade ein Vorstand so frei von &#8220;giftigen Chemikalien&#8221; spricht, die da im Einsatz sind, oder? Die Grünen sind natürlich prompt darauf eingestiegen und fordern entsprechend <a href="http://oliver-krischer.eu/detail/nachricht/deutschland-braucht-ein-moratorium-fuer-fracking.html">ein zweijähriges Fracking-Moratorium</a> für Deutschland, bis eine giftfreie Förderung möglich sei. Das wird Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der ja für die (un)konventionellen Energien zuständig ist,  sicherlich begeistern: noch ein wunderbares Konfliktthema mit seinem Kabinettskollegen, Bundesumweltminister Norbert Röttgen.</p>
<p>Einmal ganz davon abgesehen, wie viele Bürgerinitiativen sich inzwischen in Deutschland gegen Fracking aussprechen: Auch international sorgt das Thema bei Umweltschützern für Proteste. In den USA machte ja 2010 der für den Oskar nominierte Film <a href="http://www.gaslandthemovie.com/"><em>Gasland</em></a> das Thema publik. Filmemacher Josh Fox zeigt darin die Umweltfolgen des Fracking-Hypes in den USA. Höhepunkt ist die Szene, in der ein Mann seinen Wasserhahn in der Küche aufdreht, ein Feuerzeug daran hält und eine riesige Flamme sich entzündet.</p>
<p><iframe frameborder="0" height="325" src="http://www.youtube.com/embed/dZe1AeH0Qz8" width="540"></iframe></p>
<p>Die jüngsten Entwicklungen in den USA zeigen, wie viel Konfliktpotenzial in dem Thema Fracking noch steckt. <a href="http://www.reuters.com/article/2012/02/01/us-epa-shalegas-hearing-idUSTRE81025Y20120201">Am Mittwoch wurde Filmregisseur Fox  verhaftet</a>, als er im Kongress eine Anhörung  filmen wollte. Dort präsentierte die Umweltbehörde EPA den Entwurf eines Reports, der ausführlich die <a href="http://www.epa.gov/hfstudy/index.html">Gefahren des Fracking für das Trinkwasser analysiert</a>.</p>
<p>Mal schauen, wie es in Deutschland weitergeht. Was aus der Ankündigung von Herrn Kalkoffen wird – ich lege mir das einmal auf Wiedervorlage in 2014. Auf jeden Fall bedarf es, wie schon bei der Energiewende, einer besseren Beteiligung und Aufklärung der Bürger. Das stellt sogar <a href="http://www.euractiv.de/energie-und-klimaschutz/artikel/oettinger-gas-fracking-kann-weitergehen-005914">eine Studie fest</a>, welche die  EU-Kommission vergangenen Freitag in  Brüssel präsentierte:</p>
<blockquote><p><em>&#8220;An important aspect is public participation, since the exploration of shale gas raises</em><em> significant concerns, especially in the field of environment. Our main finding is that public</em><em> participation is rather limited.&#8221;</em> (S. 98, <em>Final Report on Unconventional Gas in Europe</em>)</p></blockquote>

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		</item>
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		<title>Neuer UN-Report: Die Erde am Anschlag</title>
		<link>http://blog.zeit.de/gruenegeschaefte/2012/01/30/neuer-un-report-die-erde-am-anschlag/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 11:47:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marlies Uken</dc:creator>
		<category>Grüne Geschäfte</category>
		<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Klima]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>

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		<description><![CDATA[Globale Nachhaltigkeit &#8211; und schwupps: Wieder haben ein paar Leser weggeklickt. Ich ahne, Nachhaltigkeit wird wohl bald das Unwort des Jahres. Trotzdem enthält der Nachhaltigkeitsreport, den heute eine UN-Kommission zur &#8220;Globalen Nachhaltigkeit&#8221; vorlegte, einige ganz interessante Schätzungen: As the global population grows from 7 billion to almost 9 billion by 2040, and the number of [...]]]></description>
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<p>Globale Nachhaltigkeit &#8211; und schwupps: Wieder haben ein paar Leser weggeklickt. Ich ahne, <em>Nachhaltigkeit</em> wird wohl bald das Unwort des Jahres. Trotzdem enthält der Nachhaltigkeitsreport, den heute eine UN-Kommission zur &#8220;<a href="http://www.un.org/gsp/report">Globalen Nachhaltigkeit</a>&#8221; vorlegte, einige ganz interessante Schätzungen:</p>
<blockquote><p><em>As the global population grows from 7 billion to almost 9 billion by 2040, and the number of middle-class consumers increases by 3 billion over the next 20 years, the demand for resources will rise exponentially.<br />
</em></p>
<p><em>By 2030, the world will need at least 50 per cent more food, 45 per cent more energy and 30 per cent more water — all at a time when environmental boundaries are throwing up new limits to supply.</em></p></blockquote>
<p>Mehr als ein Jahr hat eine 22-köpfige Kommission, darunter Minister und vor allem Ex-Minister, viele sinnvolle Forderungen zusammengetragen, unter anderem, dass Güterpreise auch soziale und ökologische Folgekosten widerspiegeln sollen. Oder dass wir mehr Geld zur Armutsbekämpfung benötigen (nun gut, das lässt sich auch hinterfragen). Oder dass Frauen das Sagen über Ressourcen und Bildung haben sollten.</p>
<p>Das liest sich alles wunderbar. Aber ich befürchte, große Folgen werden diese großen Worte kaum haben. Viel zu vage, viel zu unkonkret. Und vor allem ohne konkreten Zeitplan.</p>

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