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Ausstellung

„Will spray for good!“

In der Galerie Affenfaust hängen die Bilder von Graffiti-Künstler Flying Förtress. Auf einem uriniert eine Sprühdose bunt gegen eine weiße Mauer.

In der Galerie Affenfaust hängen die Bilder von Graffiti-Künstler Flying Förtress. Auf einem uriniert eine Sprühdose bunt gegen eine weiße Mauer.

Selten wurde so deutlich sowohl Loyalität als auch Ablehnung gegenüber der Graffitiszene demonstriert, wie nach dem Tod von Sprayer OZ im September auf den Hamburger S-Bahn-Gleisen. Auch Flying Förtress ist Sprayer aus Leidenschaft. Er veredelte für seine aktuelle Ausstellung Will spray for good keine Fassaden sondern Leinwände. „Mit Pinsel und Acrylfarbe bringt er die Sprühdose auf die Leinwand“, heißt es in der Ankündigung. Und tatsächlich ist hier das Traditionswerkzeug des gemeinen Sprayers das Motiv. Man sieht Sprühdosen, die bunt gegen saubere Wände urinieren. Oder Dosen, die als Großwildjäger gekleidet ihrer Beute nachstellen: Eisenbahnzügen. Flying Förtress spielt mit Street-Art-Klischees – und das schon ziemlich lange. Für die älteren Bilder standen noch ordinäre Industriefarbdosen Modell, mit gezeichneten D-Mark-Etiketten. Die Ausstellung in der Affenfaust ist noch bis zum 29. November zu sehen.

Text: Lena Frommeyer