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Theater

„Das letzte Testament“

Männerrollen und Messiasbotschaften: Der Hamburger Autor und Darsteller Niklas Leifert begibt sich auf hochpolitisches Terrain.

Foto: Bo Lahola (Gestaltung: Ulrike Hartmann)

Männerrollen und Messiasbotschaften: Der Hamburger Autor und Darsteller Niklas Leifert begibt sich auf hochpolitisches Terrain.

In unserer Gesellschaft wurde Religion scheinbar vom Glauben an die Wissenschaft und den technologischen Fortschritt abgelöst. Andererseits begegnen wir immer wieder religiösem Fanatismus, der mittelalterlich anmutet. In diesem Spannungsfeld steht das Stück Das letzte Testament. In der circa einstündigen Solo-Performance wartet ein Vater auf die Geburt seines Sohnes. Das Warten entwickelt sich im Laufe des Stücks zu einem Symbol für die ganze Gesellschaft – mit einer Messias-Figur im Mittelpunkt. Gleichzeitig Autor und Schauspieler, wagt sich der in Hamburg geborene Niklas Leifert auf hochpolitisches Terrain. Ernste Themen werden zum Teil auch humorvoll verhandelt: der Wunsch, Vater zu werden, die Suche nach einer zeitgemäßen Männerrolle, aber auch die Frage, wie das nächste Kapitel der Menschheitsgeschichte aussehen könnte.

Text: Natalia Sadovnik