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Essen gehen

Via Toselli

Zu Gast beim ehrlichen Italiener unter den prahlenden Portugiesen – das kuschelige Restaurant ohne Balsamico-Schnörkel ist (noch) ein Geheimtipp.

Zu Gast beim ehrlichen Italiener unter den prahlenden Portugiesen – das kuschelige Restaurant ohne Balsamico-Schnörkel ist (noch) ein Geheimtipp.

Ein typischer Abend auf der Promeniermeile des Portugiesenviertels: Auf den Bürgersteigen treten sich die Menschen gegenseitig in die Hacken, in der Luft liegt der Duft von gegrilltem Fisch, und vor den großen Restaurants wird jeder potenzielle Gast angeschnackt wie vor einer Table-Dance-Bar. Und irgendwo läuft immer ein Kellner mit einem lichterloh brennenden Teller durch die Reihen. Oooh und Aaah machen da die Touristen. Wer sein Essen jedoch ohne viel Tamtam serviert bekommen möchte, für den gibt es seit dem Frühjahr das Via Toselli. Das Brot ist dünn und knusprig, die Tomaten und das Olivenöl sind fruchtig und es gibt keine Balsamico-Schnörkel. Die Pizza mit Garnelen und Zucchini (12,50 Euro) ist größer als der Teller, geizt weder mit Meerestieren noch mit Knoblauch, ein Volltreffer. Auch die Penne all‘ arrabbiata (8,90 Euro) kommen mit genau der richtigen Schärfe auf den Tisch. Ebenfalls üppig. Deshalb muss ein Tiramisu für zwei reichen, und das ist so mjam, dass wir sogar in das allgemeine Oooh und Aaah mit einstimmen.

Text: Wiebke Anabess Kuhn