Andreas Grieß, Elbmelancholie

Unerwartet & Unbemerkt

Betonklötze und E-Scooter

Die Anti-Terror-Barrieren vom Weihnachtsmarkt werden versteigert. Busse nehmen keine E-Scooter mehr mit. Die Kolumne "Unerwartet & Unbemerkt"

Unerwartet

Als kurz vor Weihnachten in Berlin ein Lkw in einen Weihnachtsmarkt raste, schockierte das uns alle, auch in Hamburg. Die Stadt reagierte schnell: Mit mehr Polizei sollte zumindest das Gefühl von Sicherheit wiederhergestellt werden. An Rathausmarkt und Jungfernstieg wurden zudem zahlreiche Betonklötze aufgestellt, die eine Nachahmungstat verhindern sollten.

Während die Betonklötze einigen Besuchern halfen, sorgten sie bei anderen für Beklemmung. Gegen die wollten Unbekannte etwas tun und malten sechs der Klötze bunt an. Zudem hinterließen sie den Schriftzug "Mehr Farbe, weniger Angst". Weiter"Betonklötze und E-Scooter"

 
Andreas Grieß, Elbmelancholie

Droge K2

Grausige Droge, neue U-Bahn

Es gab bereits Frost und Schnee. Genauso überraschend kam die Droge K2 hierher. Währenddessen protestieren Barmbeker gegen die U5. Die Kolumne Unerwartet und Unbemerkt

Unerwartet

"Neue Droge mit grausigen Wirkungen erreicht Hamburg" war unlängst im Abendblatt zu lesen. Und "ist die Zombie-Droge in Hamburg angekommen?" fragte die Mopo Anfang November. Die Rede ist vom synthetischen Marihuana K2, das bislang vor allem in den USA und dort insbesondere in New York aufgefallen ist. In der Stadt musste seit 2015 bereits eine mittlere vierstellige Zahl an Konsumenten in Folge von K2-Konsum ins Krankenhaus.

Acht Drogen-Konsumenten fielen nun in Hamburg in der Nähe des Hauptbahnhofs auf. "Die Betroffenen hatten Ausfallerscheinungen, Krampfanfälle und sind bewusstlos geworden", zitiert das Abendblatt Polizeisprecherin Heike Uhde. Ob es wirklich K2 war, was die Betroffenen geraucht haben, ist nicht bekannt. Der Dealer – alle acht Personen hätten das Rauschmittel beim gleichen Händler erworben – weigert sich zu sagen, was er verkauft hat. Reste der Substanz konnten nicht sichergestellt werden.

Der Vorfall beunruhigt auch die Politik. Die Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator und Birgit Stöver, beide von der CDU, fragten in einer Kleinen Anfrage den Senat: "Wie gefährlich ist die 'Teufelsdroge' für Hamburg?" Genaue Erkenntnisse gibt es bislang jedoch nicht. Auf die Frage, wie die Droge nach Hamburg komme, antwortet der Senat: "Bisher kam es zu keinem Ermittlungsverfahren beziehungsweise zu keiner Sicherstellung von K2 im Zuständigkeitsbereich der speziell für die Verfolgung von Rauschgiftdelikten zuständigen Dienststelle LKA 6 im Landeskriminalamt Hamburg." Weiter"Grausige Droge, neue U-Bahn"

 
Andreas Grieß, Elbmelancholie

Unerwartet & Unbemerkt

Ein strauchelndes Startup und schnellere Züge

Der Website-Anbieter Jimdo entlässt 70 Mitarbeiter. Züge zum Fehmarnbelttunnel dürfen 200 Kilometer pro Stunde fahren. Die Kolumne "Unerwartet und Unbemerkt"

Unerwartet

Die Hamburger Start-up-Szene ist anders als die in London oder Berlin überschaubar. Umso wichtiger sind hier Erfolgsgeschichten für unsere Stadt. Als eine von ihnen galt bis vor Kurzem Jimdo. Das Unternehmen bietet Websites nach dem Baukastenprinzip an. 2007 starteten die drei Gründer Jimdo. Seitdem ging es im Wesentlichen bergauf. Es wurde Risikokapital eingesammelt, aber nur mit Bedacht. Es wurden Mitarbeiter eingestellt. Und nach außen wurde durch Imagefilme eine typische Start-up-Wohlfühlatmosphäre transportiert. Jimdo öffnete sogar Büros im Ausland.

Laut eigenen Angaben wurden mittlerweile mehr als 15 Millionen Websites mit der Software aus Hamburg erstellt. Im Oktober folgte jedoch der Bruch, das Ende der Wohlfühlatmosphäre: Ein Viertel der Mitarbeiter muss sich einen neuen Arbeitgeber suchen. Das sind etwa 70 Personen. Alle Bereiche des Unternehmens werden betroffen sein, einige sollen sogar ganz geschlossen werden, berichtet das Magazin Gründerszene. Weiter"Ein strauchelndes Startup und schnellere Züge"

 
Andreas Grieß, Elbmelancholie

Unerwartet & Unbemerkt

Neue Kosten und neue Schüler

Kaum zu glauben: Ein öffentliches Bauprojekt wird billiger als geplant. Und es gibt so viele Schüler, wie lange nicht: Eine neue Folge der Kolumne "Unerwartet & Unbemerkt"

Unerwartet

Erneut blickt Hamburg auf einen Monat zurück, erneut geschahen unerwartete Dinge und erneut passierten Dinge unbemerkt. Einmal mehr ist es Zeit, diese Dinge zu betrachten. Wenn in Hamburg gebaut wird, dann wird es teurer als zunächst erwartet. Das kennen die Bürger dieser Stadt von der Elbphilharmonie, das kennen sie von der Sanierung des St.-Pauli-Elbtunnels. Es ist ein Grund dafür, weshalb viele Wähler gegen die Bewerbung zu den Olympischen Spielen stimmten. Man traut hier schlichtweg niemandem zu, dass der Kostenrahmen eingehalten wird. Weiter"Neue Kosten und neue Schüler"

 
Andreas Grieß, Elbmelancholie

Unerwartet & Unbemerkt

Verborgene Monster und Gipfel

Woher kommen auf einmal die vielen Pokémon-Verrückten? Wie entwickeln sich die Planungen zum G-20-Treffen? Eine neue Folge der Kolumne "Unerwartet & Unbemerkt"

Unerwartet

Dass Pokémon Go ein Erfolg werden würde, das war abzusehen. Der Hype, der jetzt ausgebrochen ist und deutliche Auswirkungen auf das Bild auf Hamburgs Straßen hat, kam dann aber doch unerwartet. Mit dem Handyspiel Pokémon Go können die Nutzer virtuell Monster jagen und gegeneinander antreten lassen. Um die Pokémon zu finden, muss man sich mit seinem Smartphone ganz real bewegen, denn sie sind mit einer Stadtkarte verknüpft. Zudem gibt es bestimmte Wegmarken, sogenannte Pokéstops, an denen Gegenstände eingesammelt werden können. Beides hat Konsequenzen für das öffentliche Leben.

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