Ulrich Ladurner

Hafencity

Wie das tödliche Abenteuer der Ratte begann

Sie haben sich für Hamburg bislang nicht interessiert? Jetzt sollten Sie, denn es gibt die Kolumne "Hamburger Tatsachen".

Nach dem schrecklichem Tod der Ratte Marco Polo zerrissen sich viele ihrer Artgenossen das Maul über so viel Leichtsinn.

"Wer ein bisschen Verstand hat, der lässt die Hafencity links liegen. Zu gefährlich, tödlich langweilig ist es da draußen!", rief eine Ratte, die sich ihr Leben lang im Keller eines Hauses aufgehalten hatte. Sie war darüber fett und träge geworden. Weiter"Wie das tödliche Abenteuer der Ratte begann"

 
Ulrich Ladurner

Hamburger Tatsachen

Die Ratte aus der Hafencity, Teil 3

Sie haben sich für Hamburg bislang nicht interessiert? Jetzt sollten Sie, denn es gibt die Kolumne “Hamburger Tatsachen”.

Die  Ratte, die in der Hafencity starb, hatte – wie das bei Ratten eben so ist – sehr viele Verwandte.  Von den rund 3,6 Millionen Hamburger Ratten konnte sie 121.431 zu ihren näheren Verwandten zählen und  435.322 zu den ferneren Verwandten. Natürlich kennen sich nicht alle persönlich, auch wenn man nicht unterschätzen darf, wie oft sich Ratten am Tag treffen und dabei die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen. Trotzdem, es kommt sehr oft vor,  dass die miteinander verwandten Ratten, wenn sie sich irgendwo in dem weit verzweigten Kanalsystem Hamburgs über den Weg laufen, ohne Gruß aneinander vorbeihuschen. So beschäftigt sind diese Tiere, immerzu wühlen sie, graben, nagen und  fressen sie. Weiter"Die Ratte aus der Hafencity, Teil 3"

 
Ulrich Ladurner

Hamburger Tatsachen

Die Frau an der Norderstraße

Sie haben sich für Hamburg bislang nicht interessiert? Jetzt sollten Sie, denn nun gibt es die Kolumne “Hamburger Tatsachen”.

Zugreisende aus Berlin kommen, bevor sie im Hamburger Hauptbahnhof einrollen,  an der Norderstraße vorbei, an einem schönen, massiven Haus aus der Gründerzeit. An sonnigen Tagen sitzt in diesem Haus eine rothaarige Dame auf dem Balkon ihrer Wohnung, die im dritten oder vierten Stock liegt; vom Zug aus gesehen ist es schwer zu sagen, doch liegt die Wohnung weit oben, himmelwärts gewissermaßen.

Die Reisenden können für ein paar kurze Augenblicke das völlig entspannte Gesicht der Frau sehen, das in der Hamburger Sonne dunkel glüht. Was für einen warmherzigen Empfang man in Hamburg doch bereitet bekommt, wenn man aus Berlin kommt.

Freilich, was die Frau an Regentagen macht, ist nicht bekannt. Da ist ihr Balkon verlassen.

 
Ulrich Ladurner

Hamburger Tatsachen

Django im Bäckerladen

Auf der Hoheluftchaussee hat sich vor wenigen Tagen Folgendes zugetragen.

Ein Mann mit einem langen Staubmantel, der für die noch kühle Jahreszeit ganz ungeeignet scheint,  geht langsam den Bürgersteig entlang. Auf seiner Nase  eine Sonnenbrille mit dunklem Glas  und weißem Rand, auf seinem Kopf  ein breitkrempiger Hut. Das graue, zurückgekämmte Haar fällt in fettigen Strähnen in den Nacken. Seine Stiefel klacken auf den Asphalt. Ein Cowboy, mitten in Hamburg. Weiter"Django im Bäckerladen"

 
Ulrich Ladurner

Hamburger Tatsachen

Das Schicksal einer Hamburger Ratte

Sie haben sich für Hamburg bislang nicht interessiert? Jetzt sollten sie, denn nun gibt es die Kolumne "Hamburger Tatsachen".

Neulich lief eine Ratte über den Sandtorkai, wo sie gar nicht hätte sein dürfen, ja, wo sie absolut kein Existenzrecht hat, seit die Hafencity zum Schmuckkästchen Hamburgs ausgebaut wurde. Und darum wurde die Ratte auch verfolgt, von einem Mann, der sich gerade für viel Geld in eines der neuen Häuser der Hafencity eingekauft hatte und verständlicherweise wütend war über diese wertmindernde Erscheinung. Weiter"Das Schicksal einer Hamburger Ratte"