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Wochenrückblick

Große Emotionen am Gefrierpunkt

 

Nach der Länderspielpause kehrte am Wochenende die Bundesliga wieder zurück – und wie. Für den HSV kam es Sonntag zum Nordderby gegen Werder Bremen. Der FC St. Pauli war am gleichen Tag bei einem für die Fans nicht minder emotionalen Spiel zu Gast – in Leipzig beim großzügig von einem Energydrink-Hersteller unterstützten Verein. Der gewann gegen die Kiezkicker klar mit 4:1. Der HSV war da erfolgreicher: Mit 2:0 konnte er Bremen schlagen und die eigenen Fans glücklich machen.

Bereits am Samstag spielten die Basketballer der Hamburg Towers. Nach dem deutlichen Sieg zuletzt gegen Baunach holten sie sich in Würzburg die zu erwartende Niederlage bei den S.Oliver Baskets ab. Endstand: 74:61. Lange Zeit konnten die Hamburger das Spiel jedoch offen halten und verkauften sich teuer. Kommenden Sonntag ist das Team Ehingen Urspring zu Gast in Wilhelmsburg.

Wer die Tage Sport machte – noch dazu, wenn es in der Halle geschah – wird sicher ins Schwitzen gekommen sein. Für alle anderen stand eher Frieren auf dem Programm. Am Donnerstag und Freitag wurde erstmals in diesem Winter die Null-Grad-Grenze unterschritten. Brrrrr… Gut, dass es ebenfalls seit Donnerstag den ersten Glühwein beim Santa Pauli gibt. Und die anderen großen Weihnachtsmärkte in Hamburg haben ab Montag ebenfalls geöffnet. Hier gibt es unseren Überblick.

Wenn Menschen draußen etwas trinken, dann fällt häufig Pfand an. Statt den wie vorgesehen wieder mitzunehmen und abzugeben, sind viele Menschen zu bequem und entsorgen die leeren Flaschen. Von diesem Verhalten profitieren die vielen Pfandsammler. Die haben es seit einiger Zeit jedoch in Hamburg etwas schwerer, da die modernen Abfalleimer nicht dafür konzipiert sind, dass man in sie hineingreift. Nach langen Diskussionen entstand daher das sogenannte Pfandregal. Und auch obwohl darin oft mehr Müll als Pfand zu finden ist, fordern viele, dass das Konzept ausgebaut werde.

Die SPD-Bürgerschaftsfraktion will nun 50.000 Euro für neue Pfandregale zur Verfügung stellen, wie Hamburg Mittendrin berichtet. Hinz&Kunzt schreibt gar von 100.000 Euro. Selbst die kleinere Zahl macht umgerechnet übrigens 200.000 PET-Flaschen aus, die zunächst einmal gesammelt werden müssen, um den Betrag wieder reinzuholen.

Im Zusammenhang mit den Pfandregalen wird übrigens immer wieder auch das Design kritisiert, das "Schuld" am vielen Müll sei. Das stattdessen bevorzugte Modell, das in Köln zum Einsatz kommt, steht dort jedoch auch schon wieder zur Disposition.

Doch genug von den Pfandringen. Denn nicht nur die, sondern auch das WLAN in der Hamburger Innenstadt soll ausgebaut werden. Mitte der Woche berichteten mehrere Medien von Plänen, wonach bis spätestens 2016 flächendeckend kostenloses WLAN verfügbar sein soll. Dazu will die Stadt kommerziellen Anbietern entgegenkommen. Neben denen, die bereits vertreten sind, plant nun ein kleineres Unternehmen den großen Einstieg. “Ein dauerhaft kostenfreies WLAN für Hamburg ist eine tolle Sache”, zitiert die Welt den Bürgerschaftsabgeordneten Hansjörg Schmidt (SPD).

Doch es gibt auch Kritik. Uns gegenüber verwiesen die Freifunker, die ohne kommerzielle Ausrichtung schon seit Langem an kostenlosem WLAN für Hamburg arbeiten, auf die Schattenseiten: “Man wird mit einer vermeintlichen kostenlosen Leistung gelockt, ist aber selbst das Produkt.” Die Freifunker hoffen, dass nicht nur Unternehmen von der Stadt unterstützt werden, sondern auch sie. Zudem wird gefordert, dass die Politik im Hinblick auf die sogenannte Störerhaftung Änderungen anstrebt.

Man merkt, der Wahlkampf kommt doch noch langsam in Fahrt. Nicht zufällig wählten die Grünen auch Hamburg am Wochenende für ihren Parteitag, auch wenn es dabei nur am Rande um unsere Stadt ging.

Wir wünschen eine gute kommende Woche, an deren Ende bereits der 1. Advent steht.