‹ Alle Einträge
Hamburger SV

Jetzt nicht vom Weg abkommen

 

Geht es nach vielen Fans und Journalisten, steckt der HSV schon nach zwei Spieltagen wieder in der Krise. Den Pessimisten das Feld zu überlassen wäre aber fatal.

War doch mal Euphorie in der Stadt, oder? War. Ist schon wieder vorbei. Nach zwei Spieltagen in der Fußballbundesliga hat der HSV nur einen Punkt und steht auf Rang 15. Am Wochenende kommt Aufsteiger Leipzig. Auch nicht gerade einfach.

Die Fans sind frustriert. Die Journalisten fragen schon, ob sich Sportchef Dietmar Beiersdorfer verzockt habe, weil er keinen defensiven Mittelfeldspieler verpflichtet hat, und wettern, dass die Schonfrist nun endgültig vorbei sei. Zu allem Überfluss zählt auch noch Mäzen Klaus-Michael Kühne den Trainer an: »Abwarten, ob Labbadia das Team in Form bringen kann«, sagte er der Ostsee-Zeitung.

Fußball: Bundesliga, Bayer Leverkusen - Hamburger SV, 2. Spieltag am 10.09.2016 in BayArena, Leverkusen (Nordrhein-Westfalen). Hamburgs Trainer Bruno Labbadia an der Seitenlinie. Das Spiel endete 3:1. Foto: Maja Hitij/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien während des Spiels auf insgesamt fünfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
HSV-Trainer Bruno Labbadia beim Spiel gegen Bayer 04 Leverkusen. (c) dpa

Alles wieder furchtbar im HSV-Land, könnte man meinen. Stimmt aber nicht. Furchtbar ist vielmehr, dass fast alle rund um den Verein nach einem unglücklichen Saisonstart zu vergessen scheinen, dass eine Bundesligamannschaft nur langfristig aufgebaut werden kann. Selbst wenn das bedeutet, dass kurzfristig noch ein paar weitere langweilige bis elende Monate überstanden werden müssen.

Der HSV hat im Sommer viel Geld für neue Spieler ausgegeben. Heißt das, dass die Mannschaft in der laufenden Saison bedeutend besser wird? Nein! Denn die Spieler, die verpflichtet wurden, sind allesamt Talente, die perspektivisch aufgebaut werden sollen. Das ist das Konzept von Dietmar Beiersdorfer. Und es ist der einzig richtige Weg.

Natürlich nervt es, dass es immer noch nicht richtig aufwärts geht. Natürlich darf sich jeder Fan fragen: Wie lange soll man sich das noch antun mit diesem Club? Aber die Erkenntnis ist wichtig: Dieser Verein wird sicherlich nicht dadurch besser, dass sinnvolle Ziele nach zwei schlechten Saisonspielen gleich wieder von allen Seiten infrage gestellt werden.

2 Kommentare

  1.   S. Blomwick

    Der alte Seuchenverein ist wieder da.

    Nach Führung den Ausgleich in der 79. Minute kassiert und dann, wie in alten Zeiten:

    In der 91. Minute den letzten Punkt wegschenken, um dann dem Gegner in 94. Minute den Sack zubinden zu lassen.

    Wann war das doch gleich Standard?

    Ach ja; kurz bevor Labbadia das letzte Mal vom Hof gejagt wurde, 3 Spiele vorm Saisonende.

  2.   Wolfgang_K.

    Ach, man muss die Nerven nicht verlieren, und alle, die etwas von Fußball verstehen, tun das auch nicht. Hätte der HSV in beiden Spielen ein zweites Tor nach gelegt, würden jetzt 6 Punkte auf der Habenseite stehen. Noch landen zu viele Pässe vor dem gegnerischen Tor, ohne einen Abnehmer zu finden. Selbst Profis und Talente brauchen länger als 180 min, um sich an die Laufwege ihrer Mitspieler zu gewöhnen. Aber das kommt, und dann wird es ständig im gegnerischen Tor klingeln!