Erik Hauth

FC St. Pauli

Die Flutlichtmasten am Millerntor – ein Abschied

Am Ende der Saison 2013/2014 sollen die beiden Flutlichtmasten, die die Nordkurve einrahmen, abgebaut und zu Altmetall geschmolzen werden. Das macht mich traurig. Wehmütig denke ich an all die Spiele, die diese Masten bestrahlt haben, seit sie am 25. Februar 1989 zu einem Punktspiel gegen den VfL Bochum das erste Mal angeschaltet wurden. Patrick, politischer Blogger aus Hamburg und ebenfalls langjähriger Stadiongänger, erinnert sich noch an das erste Mal. Während des Spiels war es noch zu hell, deshalb wurden die Lichtmasten erst nach dem Spiel, einem 1:0 Sieg, feierlich entzündet. Weiter"Die Flutlichtmasten am Millerntor – ein Abschied"

 
Nico Lumma

Protest

Die Wutbürgerchen und die Urbanität

Ich lebe in Winterhude und tue dies sehr gern. Uns geht es hier so gut, dass die Bürger für den Erhalt von Bushaltestellen an den jetzigen Standorten demonstrieren. Wenn man derzeit über den Mühlenkamp spaziert,  fallen einem sofort Plakate auf, die eindringliche Warnungen formulieren, die an das klassische "Das Ende ist nah"-Plakat erinnern. Das drohende Ende, das über den Mühlenkamp kommen wird, wird verkörpert vom Busbeschleunigungsprogramm des Hamburger Senats in der speziellen Form der Umsetzung für den Mühlenkamp. 300 aufgebrachte Bürger demonstrierten an einem schönen Samstag und die CDU frohlockt, dass sie endlich DAS Thema gefunden hat, um auch mal wieder eine Schlagzeile zu landen.  Weiter"Die Wutbürgerchen und die Urbanität"

 
Daniela Hinrichs

Hamburger Künstler

Ein Tropfen – und alles ist vorbei

Sein Atelier auf Sankt Pauli ist keine 30 Quadratmeter groß. Während an den Seiten Kunstwerke zum Trocknen hängen oder sich  gegen die Wand lehnen, scheint grelles Tageslicht durch die Fensterfront auf eine überdimensional große Leinwand mitten im Raum. Der Künstler Ki Yoon Ko sitzt konzentriert davor und malt. Er malt nicht einfach so. Die Leinwand ist um 90 Grad gedreht, die eigentlich stehenden Protagonisten seines neuen Werkes liegen verdutzt auf der Seite. Weiter"Ein Tropfen – und alles ist vorbei"

 
Annabel Trautwein, Wilhelmsburg Online

Wilhelmsburg

Kunstnomadin in Wilhelmsburg

Annabel Trautwein von Wilhelmsburg Online stellt interessante Kunstprojekte von der Elbinsel vor.

Es ist laut. Am Containerdepot an der Industriestraße laden Kräne ihre schwere Fracht ab und von irgendwoher tönt das Kreischen eine Kreissäge. Inmitten des Lärms hockt Kathrin Milan, umgeben von einem Bauwagen voller Spiele, Glitzerpapier, Werkzeug, Farbresten. Bald kommen die Nachbarn zum Basteln. Die Wilhelmsburger Künstlerin rechnet mit 40 bis 50 Kindern, plus Eltern. Dann gibt es in ihrem Garten Lagerfeuer und Kunstschule für alle, die Kinder bauen ihr Stadtmodell aus bunten Ytong-Häuschen um oder schmücken die Bauwagen. Kunst inmitten von Baustellen und Hafenindustrie – ja, sagt Kathrin Milan, das sei speziell in Wilhelmsburg. Der Lärm sei hier Alltag wie der Gestank der Ölwerke am Kanal. „Aber der Garten hat so eine Kraft, dass man das alles vergisst.“ Weiter"Kunstnomadin in Wilhelmsburg"