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	<title>Kommentare zu: Raus aus der Ideologiefalle</title>
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	<description>So funktioniert Kapitalismus</description>
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	<item>
		<title>Von: Mario Wolff</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1053</link>
		<dc:creator>Mario Wolff</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2006 15:23:19 +0000</pubDate>
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		<description>Sehr geehrter Herr Heusinger,

statt die Mehrwertsteuer zu erhoehen und gleichzeitig den Beitrag fuer die Arbeitslosenversicherung zu senken schlage ich vor, dass der Staat zuallererst seine Aufgaben neu definiert. Als Folge koennten wir auf die Erhoehung der Mehrwertsteuer verzichten. Weiterhin schliessen wir die Bundesagentur fuer Arbeit und lassen jeden Menschen eine private Arbeitslosenversicherung abschliessen. Das bis hierhin gesparte Geld belassen wir bei den Arbeitnehmern sowie in den Unternehmen, die es erwirtschaftet haben. Diese koennen jetzt selbststaendig ueber den Verwendungszweck entscheiden (Investitionen, Konsum). Die weiteren bedeutenden Politikfelder Gesundheit und Altersvorsorge ordnen wir in aehnlicher Art und Weise neu. Zur Armutsbekaempfung uebernehmen wir das Konzept der negativen Einkommensteuer, das Milton Friedman bereits im Jahre 1962 beschrieben hat. Nur wie effektiv ist es, solche Vorschlaege in die politische Debatte einzubringen? Ist es fuer den Einzelnen nicht sinnvoller, sich in unserem System einfach moeglichst oekonomisch zu verhalten oder sich ein anderes zu suchen? Die Rechnung zahlen naturgemaess diejenigen, die sich diese Fragen nicht stellen und keine Lobby haben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Heusinger,</p>
<p>statt die Mehrwertsteuer zu erhoehen und gleichzeitig den Beitrag fuer die Arbeitslosenversicherung zu senken schlage ich vor, dass der Staat zuallererst seine Aufgaben neu definiert. Als Folge koennten wir auf die Erhoehung der Mehrwertsteuer verzichten. Weiterhin schliessen wir die Bundesagentur fuer Arbeit und lassen jeden Menschen eine private Arbeitslosenversicherung abschliessen. Das bis hierhin gesparte Geld belassen wir bei den Arbeitnehmern sowie in den Unternehmen, die es erwirtschaftet haben. Diese koennen jetzt selbststaendig ueber den Verwendungszweck entscheiden (Investitionen, Konsum). Die weiteren bedeutenden Politikfelder Gesundheit und Altersvorsorge ordnen wir in aehnlicher Art und Weise neu. Zur Armutsbekaempfung uebernehmen wir das Konzept der negativen Einkommensteuer, das Milton Friedman bereits im Jahre 1962 beschrieben hat. Nur wie effektiv ist es, solche Vorschlaege in die politische Debatte einzubringen? Ist es fuer den Einzelnen nicht sinnvoller, sich in unserem System einfach moeglichst oekonomisch zu verhalten oder sich ein anderes zu suchen? Die Rechnung zahlen naturgemaess diejenigen, die sich diese Fragen nicht stellen und keine Lobby haben.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: greenjg</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1052</link>
		<dc:creator>greenjg</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Sep 2006 08:32:35 +0000</pubDate>
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		<description>Irgendwie reden alle von Verteilung. Wie waere es soviel Freiheit zu geben, dass man einfach mehr erwirtschaften kann. Ich habe den Einduck, die gesamte Bevoelkerung ist damit beschaeftigt den Kuchen in immer kleine Stueck zu schneiden anstatt ihn groesser zu machen.

Nach dem &quot;tollen&quot; Abschluss des Marburger Bund und Verdi mit den Krankenhaeuser sind bei Einigen Herrschaften die Kuendigung in den Briefkasten geflattert. Was wird das wohl fuer die Loehne der Menschen bedeuten, wenn weniger Aertzte sich um mehr Patienten kuemmern und das bei weniger &quot;Beitraege&quot;? Eine Volkswirtschaft waechst aus Investitionen. Und wenn die meisten Investitionen nicht rentieren, weil der Block &quot;Lohnzusatzkosten&quot; die &quot;es lohnt sich&quot;-Linie unterschreitet, dann passiert nichts! Kraftwerke werden nicht gebaut, Haeuser werden nicht gebaut und und und und ... irgendwann sind die Preise so stark gestiegen, dass die Sache sich doch lohnt. Wenn aber die Summe Sozialleistungen immer steigen und die Beitraege mit ... dann ist das eine ewige Spirale.

Nochmal: Die hohen Rentenversicherungsbeitraege und Steuergeldzahlungen fuer Pensionaere sind nichts anderes als Zinszahlungen fuer einen Kredit, der durch erwirtschaftetem Vermoegen nie aufgebaut wurde! Um es kurz zu fassen: Es fehlen uns rentierende Investitionen, die Gueter liefern, die unsere Herrn Rentner, Arbeitnehmer, Unternehmer usw. konsumieren koennen. Nun .. man koennte meinen, dann koennten wir das tun .. aber nein .. das koennen wir eben halt nicht tun, denn dieser irrsinniger Zins lastet dermassen, dass neue Investitionen sich einfach nicht lohnen bzw. der ausbezahlte Lohn ist zu niedrig um zu &quot;ueberleben&quot;. Wuerde man aber ... fuer alle kuenftigen Einstellungen auf die Erhebung der Beitraege verzichten und man wuerde in den Sozialsystemen &quot;aufraeumen&quot; dann wuerde man auf einmal den Aufbau der Wertschoepfungskette von der Last befreien. Zwar wuerde das fuer eine kurze Zeit einen merkantilistischen Effekt ausloesen, aber sobald die Arbeitslosigkeit zurueckgeht, wuerden die Menschen, die wieder in Arbeit kommen die Fruechte Ihrer Arbeit konsumieren. Wer nun glaubt, dass die Rentner die grossen Verlierer waeren, der taeuscht sich gewaltig. Rentner wuerden ebenfalls gewinnen, denn Rentner zahlen ueber die Preise einen &quot;Abschlag&quot; auf Ihre Rente fuer Ihre Rente bzw. fuer die Arbeitslosen- und Krankenversicherung mit. Wenn weiteres Personal eingestellt wuerde und das zu geringeren &quot;Kosten&quot; dann spiegelt sich das (unter Wettbewerb) in den Preisen und das frei verfuegbare Einkommen steigt, ohne dass das Einkommen zulegt.

Wenn Vermoegen fehlt ... dann profitiert keiner ... der einzige Weg aus der Krise ist es Vermoegen aus dem Boden zu stampfen und zwar mit Volldampf auf allen Zylindern.

Die Fehlentwicklung, die ich hier anprangere, hat dazu gefuehrt, dass die Verteilung ueber die Preise &quot;entschieden&quot; wurde und nicht ueber die Anpassung der Wirtschaft an die Beduernisse (Investitionen). Wir haben einen Nachholbedarf von etwa 20 Jahren, der die Wirtschaft fuer laenger auf Trab halten muesste.

mfg,

greenjg</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie reden alle von Verteilung. Wie waere es soviel Freiheit zu geben, dass man einfach mehr erwirtschaften kann. Ich habe den Einduck, die gesamte Bevoelkerung ist damit beschaeftigt den Kuchen in immer kleine Stueck zu schneiden anstatt ihn groesser zu machen.</p>
<p>Nach dem &quot;tollen&quot; Abschluss des Marburger Bund und Verdi mit den Krankenhaeuser sind bei Einigen Herrschaften die Kuendigung in den Briefkasten geflattert. Was wird das wohl fuer die Loehne der Menschen bedeuten, wenn weniger Aertzte sich um mehr Patienten kuemmern und das bei weniger &quot;Beitraege&quot;? Eine Volkswirtschaft waechst aus Investitionen. Und wenn die meisten Investitionen nicht rentieren, weil der Block &quot;Lohnzusatzkosten&quot; die &quot;es lohnt sich&quot;-Linie unterschreitet, dann passiert nichts! Kraftwerke werden nicht gebaut, Haeuser werden nicht gebaut und und und und &#8230; irgendwann sind die Preise so stark gestiegen, dass die Sache sich doch lohnt. Wenn aber die Summe Sozialleistungen immer steigen und die Beitraege mit &#8230; dann ist das eine ewige Spirale.</p>
<p>Nochmal: Die hohen Rentenversicherungsbeitraege und Steuergeldzahlungen fuer Pensionaere sind nichts anderes als Zinszahlungen fuer einen Kredit, der durch erwirtschaftetem Vermoegen nie aufgebaut wurde! Um es kurz zu fassen: Es fehlen uns rentierende Investitionen, die Gueter liefern, die unsere Herrn Rentner, Arbeitnehmer, Unternehmer usw. konsumieren koennen. Nun .. man koennte meinen, dann koennten wir das tun .. aber nein .. das koennen wir eben halt nicht tun, denn dieser irrsinniger Zins lastet dermassen, dass neue Investitionen sich einfach nicht lohnen bzw. der ausbezahlte Lohn ist zu niedrig um zu &quot;ueberleben&quot;. Wuerde man aber &#8230; fuer alle kuenftigen Einstellungen auf die Erhebung der Beitraege verzichten und man wuerde in den Sozialsystemen &quot;aufraeumen&quot; dann wuerde man auf einmal den Aufbau der Wertschoepfungskette von der Last befreien. Zwar wuerde das fuer eine kurze Zeit einen merkantilistischen Effekt ausloesen, aber sobald die Arbeitslosigkeit zurueckgeht, wuerden die Menschen, die wieder in Arbeit kommen die Fruechte Ihrer Arbeit konsumieren. Wer nun glaubt, dass die Rentner die grossen Verlierer waeren, der taeuscht sich gewaltig. Rentner wuerden ebenfalls gewinnen, denn Rentner zahlen ueber die Preise einen &quot;Abschlag&quot; auf Ihre Rente fuer Ihre Rente bzw. fuer die Arbeitslosen- und Krankenversicherung mit. Wenn weiteres Personal eingestellt wuerde und das zu geringeren &quot;Kosten&quot; dann spiegelt sich das (unter Wettbewerb) in den Preisen und das frei verfuegbare Einkommen steigt, ohne dass das Einkommen zulegt.</p>
<p>Wenn Vermoegen fehlt &#8230; dann profitiert keiner &#8230; der einzige Weg aus der Krise ist es Vermoegen aus dem Boden zu stampfen und zwar mit Volldampf auf allen Zylindern.</p>
<p>Die Fehlentwicklung, die ich hier anprangere, hat dazu gefuehrt, dass die Verteilung ueber die Preise &quot;entschieden&quot; wurde und nicht ueber die Anpassung der Wirtschaft an die Beduernisse (Investitionen). Wir haben einen Nachholbedarf von etwa 20 Jahren, der die Wirtschaft fuer laenger auf Trab halten muesste.</p>
<p>mfg,</p>
<p>greenjg</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: stefan pauly</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1051</link>
		<dc:creator>stefan pauly</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Sep 2006 15:30:03 +0000</pubDate>
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		<description>zu kurz gesprungen: es muss hin zum daenischen system: dort wird arbeit weniger und verbrauch mehr besteuert.

wie? &quot;arbeitgeberbeitrag&quot;=verschleierter arbeitslohn durch staatzuschuss ersetzen: folge mit den bisherigen zuschuessen: 25% beitraege auf den lohn und nochmal dasselbe als zuschuss:

folge senkung der arbeitskosten: 1,7 millionen arbeitsplaetze mehr

der unterschied zwischen arbeitskosten im niedriglohnbereich und netto wird stark verringert, folge weniger schwarzarbeit
die 400 euro-jobs werden kompatibel zum bisherigen system.

die nettopreise der deutschen unternehmen sinken und damit die konkurrenzfaehigkeit im In- und Ausland steigen: folge weniger jobverlagerungen

wie finanzieren: einheitliche bemessungsgrenze von 5000 euro fuer alle gesetzlichen versicherungen, mehrwertsteuer 20-10, kerosinsteuer von 30 cent/liter, ditto bei heizoel und erdgas und strom
folge das energiesparen beginnt mit einer konsistenten Energiebesteuerung (dazu gehoert die senkung der benzin- und dieselsteuer um 20 bzw 10 cent um den tanktourismus zu beenden mit 4 milliarden steuerverlust und 5000 arbeitsplaetzen)
(energiesteuerbefreiung fuer effiziente industrieunternehmen)

ende der privilegien der herrschenden beamten- und aktionaersklasse bei der Besteuerung und Altersversorgung

einfach ein nachhaltiges konzept: weniger arbeit und dafuer den verbrauch staerker besteuern.

dies mag die herrschende Ue60 natuerlich garnicht, weil damit ihre Privilegien und Pfruende in Gefahr sind.

der bullshit vom &quot;Ende der Erwerbsarbeit&quot; waere Geschichte.

Daenemark hat uebrigens bei hohen Energiepreisen und Mehrwertsteuer nur eine Arbeitslosenquote von 5% trotz hoechster Loehne im EU-Europa.

schoene Tage noch beim Verteidigen der Pfruende liebe Zeit-Leser der Ue60.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>zu kurz gesprungen: es muss hin zum daenischen system: dort wird arbeit weniger und verbrauch mehr besteuert.</p>
<p>wie? &quot;arbeitgeberbeitrag&quot;=verschleierter arbeitslohn durch staatzuschuss ersetzen: folge mit den bisherigen zuschuessen: 25% beitraege auf den lohn und nochmal dasselbe als zuschuss:</p>
<p>folge senkung der arbeitskosten: 1,7 millionen arbeitsplaetze mehr</p>
<p>der unterschied zwischen arbeitskosten im niedriglohnbereich und netto wird stark verringert, folge weniger schwarzarbeit<br />
die 400 euro-jobs werden kompatibel zum bisherigen system.</p>
<p>die nettopreise der deutschen unternehmen sinken und damit die konkurrenzfaehigkeit im In- und Ausland steigen: folge weniger jobverlagerungen</p>
<p>wie finanzieren: einheitliche bemessungsgrenze von 5000 euro fuer alle gesetzlichen versicherungen, mehrwertsteuer 20-10, kerosinsteuer von 30 cent/liter, ditto bei heizoel und erdgas und strom<br />
folge das energiesparen beginnt mit einer konsistenten Energiebesteuerung (dazu gehoert die senkung der benzin- und dieselsteuer um 20 bzw 10 cent um den tanktourismus zu beenden mit 4 milliarden steuerverlust und 5000 arbeitsplaetzen)<br />
(energiesteuerbefreiung fuer effiziente industrieunternehmen)</p>
<p>ende der privilegien der herrschenden beamten- und aktionaersklasse bei der Besteuerung und Altersversorgung</p>
<p>einfach ein nachhaltiges konzept: weniger arbeit und dafuer den verbrauch staerker besteuern.</p>
<p>dies mag die herrschende Ue60 natuerlich garnicht, weil damit ihre Privilegien und Pfruende in Gefahr sind.</p>
<p>der bullshit vom &quot;Ende der Erwerbsarbeit&quot; waere Geschichte.</p>
<p>Daenemark hat uebrigens bei hohen Energiepreisen und Mehrwertsteuer nur eine Arbeitslosenquote von 5% trotz hoechster Loehne im EU-Europa.</p>
<p>schoene Tage noch beim Verteidigen der Pfruende liebe Zeit-Leser der Ue60.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Herbert Falk</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1050</link>
		<dc:creator>Herbert Falk</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 19:37:27 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Schlauer waere jedoch, die Senkung der Lohnnebenkosten einseitig den Arbeitnehmern zugute kommen zu lassen.&quot;

Ob der Tyrann diesen Vorschlag gnaedig aufnimmt? Vieles spricht dagegen. Fast 60 Jahre scheindomokratischer Sozialstaat wurden innerhalb kuerzester Zeit einfach vom Tisch gewischt.

Ab jetzt geht es wieder darum Abfaelle vom Tisch des Herrn zu ergattern. Sind diese ominoesen zwei Prozentpunkte Abfall den es zu ergattern lohnt? Nein, denn sie werden nicht vom Tisch fallen.

So ist der Gang der Welt. Nur Narren koennen es sich erlauben solche Vorschlaege oeffentlich auszusprechen. Die Knechte des Herrn wuerden bei solch frevelhaften Worten sogleich in den tiefsten Abgrund gestossen.

Das Gejammer wird ungehoert verhallen. Was soll es schon bewirken. Ein muedes, veraechtliches Laecheln. Wer sich so schnell und gruendlich auspluendern laesst verdient es nicht andres.

So laufen ein paar Narren weiter durch die Gassen und singen der verarmenden Masse das suesse Lied der Hoffnung.

Ein Lied ist nirgends zu hoeren. Es ist verloren gegangen im verlogenen Rauschen der Medien.

Das Widerstandslied.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&quot;Schlauer waere jedoch, die Senkung der Lohnnebenkosten einseitig den Arbeitnehmern zugute kommen zu lassen.&quot;</p>
<p>Ob der Tyrann diesen Vorschlag gnaedig aufnimmt? Vieles spricht dagegen. Fast 60 Jahre scheindomokratischer Sozialstaat wurden innerhalb kuerzester Zeit einfach vom Tisch gewischt.</p>
<p>Ab jetzt geht es wieder darum Abfaelle vom Tisch des Herrn zu ergattern. Sind diese ominoesen zwei Prozentpunkte Abfall den es zu ergattern lohnt? Nein, denn sie werden nicht vom Tisch fallen.</p>
<p>So ist der Gang der Welt. Nur Narren koennen es sich erlauben solche Vorschlaege oeffentlich auszusprechen. Die Knechte des Herrn wuerden bei solch frevelhaften Worten sogleich in den tiefsten Abgrund gestossen.</p>
<p>Das Gejammer wird ungehoert verhallen. Was soll es schon bewirken. Ein muedes, veraechtliches Laecheln. Wer sich so schnell und gruendlich auspluendern laesst verdient es nicht andres.</p>
<p>So laufen ein paar Narren weiter durch die Gassen und singen der verarmenden Masse das suesse Lied der Hoffnung.</p>
<p>Ein Lied ist nirgends zu hoeren. Es ist verloren gegangen im verlogenen Rauschen der Medien.</p>
<p>Das Widerstandslied.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Jan Peters</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1049</link>
		<dc:creator>Jan Peters</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 17:04:59 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1049</guid>
		<description>Sehr geehrter Herr Heusinger,

ist nicht auch Ihr Vorschlag lediglich eine leichte Verschiebung innerhalb der bestehenden &quot;Welt&quot;. Setzt Ihr Vorschlag wirklich an den Ursachen an und fuehrt zu einer nachhaltigen Veraenderung dieser? Wie sieht denn die Realitaet aus? Wir leben heute in dem freiesten und  dereguliertesten Wirtschaftssystem, welches in Deutschland je angewendet wurde. Eine Entwicklung, die durch EU-Erweiterung und den Fall des Eisernen Vorhangs in weiten Teilen der entwicklten Welt gleichermassen eingesetzt hat.
Diese Entwicklung hat fuer alle Marktteilnehmer eine Fuelle an neuen Moeglichkeiten gebracht. Produktionsverlagerungen nach Asien, weltweite Kapitalanlagemoeglichkeiten, neue Produkte fuer die Konsumenten usw.. Hinzu kommt der rasante technische Fortschritt, insbesondere auch durch das Internet (die Technologie, die die Welt zu einem Dorf gemacht hat und damit ueberhaupt erst Standortverlagerungen moeglich macht).

Da nun alle Wirtschaftssubjekte nach Nutzenmaximierung streben (Gewinn bei den Unternehmen, Konsum bei der Konsumenten und Rendite bei den Kapitalgebern) strebt der &quot;ganze Laden&quot; auf einen hocheffizienten Zustand zu.

Was heisst das nun fuer die Unternehmen und die Loehne? Die Unternehmen werden die Loehne moderat halten wollen/muessen, weil sonst andere Anbieter guenstiger produzieren und dann die beiden anderen Marktteilnehmer - Kapitalgeber und Konsumenten  - zum naechsten Anbieter abwandern, da die Produkte hier guenstiger sind oder die Rendite eben hoeher (Stichwort Nutzenmaximierung). Mit den Geldgebern sind hier natuerlich auch Fondsmanager gemeint, die oft gescholten werden, jedoch unter dem gleichen Marktdruck stehen, die Rendite ihrer Kunden zu maximieren, da diese sonst morgen zur naechsten (vermeindlich besseren) Fondsgesellschaft wechseln.

Was folgt also aus dieser globalen Betriebsamkeit, in der JEDER ein Kapitalist geworden ist? Die derzeitigen politischen und unternehmerischen Handlungen sind eine Folge eines Prozesses und eines rationalen Verhaltens: Jeder versucht seinen (kurzfristigen) Nutzen zu maximieren.  Dies koennte man nun natuerlich aendern, indem die Anleger ihr Geld in Unternehmen investieren, die langfristig Arbeitsplaetze in Deutschland schaffen oder wir Produkte kaufen, die von Unternehmen mit Tarifvertraegen stammen, aber eben teurer sind, oder eben beim Sparbuch nicht den besten Zins bei einer Direktbank suchen sondern beim Sparkassenberater um die Ecke. Natuerlich ist das irgendwo ein Gefangendilemma, aber ein Ansatz, der weitreichender Folgen haette, als ein paar Prozente hier und ein paar Euro da.

Beste Gruesse

Peters</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr geehrter Herr Heusinger,</p>
<p>ist nicht auch Ihr Vorschlag lediglich eine leichte Verschiebung innerhalb der bestehenden &quot;Welt&quot;. Setzt Ihr Vorschlag wirklich an den Ursachen an und fuehrt zu einer nachhaltigen Veraenderung dieser? Wie sieht denn die Realitaet aus? Wir leben heute in dem freiesten und  dereguliertesten Wirtschaftssystem, welches in Deutschland je angewendet wurde. Eine Entwicklung, die durch EU-Erweiterung und den Fall des Eisernen Vorhangs in weiten Teilen der entwicklten Welt gleichermassen eingesetzt hat.<br />
Diese Entwicklung hat fuer alle Marktteilnehmer eine Fuelle an neuen Moeglichkeiten gebracht. Produktionsverlagerungen nach Asien, weltweite Kapitalanlagemoeglichkeiten, neue Produkte fuer die Konsumenten usw.. Hinzu kommt der rasante technische Fortschritt, insbesondere auch durch das Internet (die Technologie, die die Welt zu einem Dorf gemacht hat und damit ueberhaupt erst Standortverlagerungen moeglich macht).</p>
<p>Da nun alle Wirtschaftssubjekte nach Nutzenmaximierung streben (Gewinn bei den Unternehmen, Konsum bei der Konsumenten und Rendite bei den Kapitalgebern) strebt der &quot;ganze Laden&quot; auf einen hocheffizienten Zustand zu.</p>
<p>Was heisst das nun fuer die Unternehmen und die Loehne? Die Unternehmen werden die Loehne moderat halten wollen/muessen, weil sonst andere Anbieter guenstiger produzieren und dann die beiden anderen Marktteilnehmer &#8211; Kapitalgeber und Konsumenten  &#8211; zum naechsten Anbieter abwandern, da die Produkte hier guenstiger sind oder die Rendite eben hoeher (Stichwort Nutzenmaximierung). Mit den Geldgebern sind hier natuerlich auch Fondsmanager gemeint, die oft gescholten werden, jedoch unter dem gleichen Marktdruck stehen, die Rendite ihrer Kunden zu maximieren, da diese sonst morgen zur naechsten (vermeindlich besseren) Fondsgesellschaft wechseln.</p>
<p>Was folgt also aus dieser globalen Betriebsamkeit, in der JEDER ein Kapitalist geworden ist? Die derzeitigen politischen und unternehmerischen Handlungen sind eine Folge eines Prozesses und eines rationalen Verhaltens: Jeder versucht seinen (kurzfristigen) Nutzen zu maximieren.  Dies koennte man nun natuerlich aendern, indem die Anleger ihr Geld in Unternehmen investieren, die langfristig Arbeitsplaetze in Deutschland schaffen oder wir Produkte kaufen, die von Unternehmen mit Tarifvertraegen stammen, aber eben teurer sind, oder eben beim Sparbuch nicht den besten Zins bei einer Direktbank suchen sondern beim Sparkassenberater um die Ecke. Natuerlich ist das irgendwo ein Gefangendilemma, aber ein Ansatz, der weitreichender Folgen haette, als ein paar Prozente hier und ein paar Euro da.</p>
<p>Beste Gruesse</p>
<p>Peters</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Kramladen</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1048</link>
		<dc:creator>Kramladen</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 13:36:27 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1048</guid>
		<description>@ Gerry

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Aber hier sei es noch mal gesagt. Wenn Sie von Konkurrenzfaehigkeit sprechen (oekonomisch sowieso schon mal ein komisches Konzept), und das auf die Loehne beziehen, dann muessen Sie immer (wie es auch die Europaeische Zentralbank tut) Loehne und Produktivitaet in Bezug zueinander setzen.

Steigt die Produktitvitaet, koennen auch die Loehne steigen, ohne dass es zur Inflation kommt. Steigen die Loehne staerker als die Produktivitaet, kommt es zur Inflation.

Gab es im Vergleich zu anderen Laendern in den letzten vierzig Jahren hohe Inflationszahlen in Deutschland? Nein. Das waere aber der Fall gewesen, wenn die Loehne &quot;zu stark&quot; gestiegen waeren.

Wenn man dann den Wecheselkurseffekt nimmt (also wie teuer deutsche Waren im Ausland sind), spielt wiederum das Verhaeltnis von Loehnen zur Produktivitaet eine wichtige Rolle: Steigt der Lohn mehr als die Produktivitaet, kommt es zur realen Aufwertung (Waren werden teurer), komt es zu geringeren Lohn- als Produktivitaetssteigerungen, folgt eine reale Abwertung (Waren werden billiger). Das genau ist seit 1998 geschehen.

Selbst die bestimmt nicht keynesianisch eingstellte Europaeische Zentralbank nimmt die Lohnstueckkosten und leitet daraus ab, das Deutschland in der Eurozone das wettbewerbsfaehigste (!) Land ist.

Bitte, bitte, kommen Sie dann nicht mehr mit dem merkwuerdig verbreiteten und schlicht falschen Argument, Deutschland sei nicht wettbewerbsfaehig.

Viele Gruesse,

Kramladen</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Gerry</p>
<p>Man kann es nicht oft genug wiederholen: Aber hier sei es noch mal gesagt. Wenn Sie von Konkurrenzfaehigkeit sprechen (oekonomisch sowieso schon mal ein komisches Konzept), und das auf die Loehne beziehen, dann muessen Sie immer (wie es auch die Europaeische Zentralbank tut) Loehne und Produktivitaet in Bezug zueinander setzen.</p>
<p>Steigt die Produktitvitaet, koennen auch die Loehne steigen, ohne dass es zur Inflation kommt. Steigen die Loehne staerker als die Produktivitaet, kommt es zur Inflation.</p>
<p>Gab es im Vergleich zu anderen Laendern in den letzten vierzig Jahren hohe Inflationszahlen in Deutschland? Nein. Das waere aber der Fall gewesen, wenn die Loehne &quot;zu stark&quot; gestiegen waeren.</p>
<p>Wenn man dann den Wecheselkurseffekt nimmt (also wie teuer deutsche Waren im Ausland sind), spielt wiederum das Verhaeltnis von Loehnen zur Produktivitaet eine wichtige Rolle: Steigt der Lohn mehr als die Produktivitaet, kommt es zur realen Aufwertung (Waren werden teurer), komt es zu geringeren Lohn- als Produktivitaetssteigerungen, folgt eine reale Abwertung (Waren werden billiger). Das genau ist seit 1998 geschehen.</p>
<p>Selbst die bestimmt nicht keynesianisch eingstellte Europaeische Zentralbank nimmt die Lohnstueckkosten und leitet daraus ab, das Deutschland in der Eurozone das wettbewerbsfaehigste (!) Land ist.</p>
<p>Bitte, bitte, kommen Sie dann nicht mehr mit dem merkwuerdig verbreiteten und schlicht falschen Argument, Deutschland sei nicht wettbewerbsfaehig.</p>
<p>Viele Gruesse,</p>
<p>Kramladen</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Juergen T.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-2#comment-1047</link>
		<dc:creator>Juergen T.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 13:26:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1047</guid>
		<description>Lieber Gerry,
schoen, dass sich zu diesem Thema auch die Maerchenerzaehler zu Worte melden.
Dass in Deutschland die Kostenstruktur, so z.B. auch die Lohnstueckkosten, der Unternehmen nicht wettbewerbsfaehig sind, wird zwar immer wieder behauptet, um dem Gejammer der Unternehmer ueber die Wettbewerbsnachteile des Standortes Deutschland Glaubwuerdigkeit zu verleihen.
Die Tatsachen sehen aber anders aus: Exporterloese und Gewinne bewegen sich in schwindelnde Hoehen und spiegeln eine andere Wirklichkeit wider als die &quot;ideologisch gebastelte Welt&quot;
der Unternehmer.
Die Interessenvertreter der Gewinnmaximierer vetreten ihre Interessen weiter nach dem Motto: &quot;Don&#039;t bother me with facts, I&#039;ve already made up my mind!&quot;
Fatal dabei ist nur, dass selbst die SPD und die Gewerkschaften nicht im Interesse ihrer Klientel (naemlich alle erwerbsabhaengigen Buerger) die Luegenmaerchen bekaempfen, sondern in den Chor der Unternehmen einstimmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Gerry,<br />
schoen, dass sich zu diesem Thema auch die Maerchenerzaehler zu Worte melden.<br />
Dass in Deutschland die Kostenstruktur, so z.B. auch die Lohnstueckkosten, der Unternehmen nicht wettbewerbsfaehig sind, wird zwar immer wieder behauptet, um dem Gejammer der Unternehmer ueber die Wettbewerbsnachteile des Standortes Deutschland Glaubwuerdigkeit zu verleihen.<br />
Die Tatsachen sehen aber anders aus: Exporterloese und Gewinne bewegen sich in schwindelnde Hoehen und spiegeln eine andere Wirklichkeit wider als die &quot;ideologisch gebastelte Welt&quot;<br />
der Unternehmer.<br />
Die Interessenvertreter der Gewinnmaximierer vetreten ihre Interessen weiter nach dem Motto: &quot;Don&#8217;t bother me with facts, I&#8217;ve already made up my mind!&quot;<br />
Fatal dabei ist nur, dass selbst die SPD und die Gewerkschaften nicht im Interesse ihrer Klientel (naemlich alle erwerbsabhaengigen Buerger) die Luegenmaerchen bekaempfen, sondern in den Chor der Unternehmen einstimmen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: LeBon</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-1#comment-1046</link>
		<dc:creator>LeBon</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 13:12:12 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1046</guid>
		<description>Wirre Diskussionen von Wirtschaftwachstum, Konsumsteigerung, ... Hier, und das muss ich zugeben, schreiben Leute mit geistigen Potential und einer gewissen Portion Idealismus.
Vorab
Nein, ich will nicht wieder wieder in den Busch zurueck, mich an offenen Feuer waermen und Beeren sammeln

Ein Beispiel um zu verdeutlichen auf welcher Ebene hier Probleme diskutiert werden.

Wie hiess unser letzter jugendlicher Amoklaeufer? Spielt eigentlich auch keine Rolle.
Es gab zig Argumentationen warum jemand zu solchen Taten getrieben wird und eines dieser Argumente waren Gewaltspiele am PC als der Feind unserer Gesellschaft. Und sonstige Probleme wie Haenseleien, Sonderling, Ungeliebt und und und. Doch die eigentliche Ursache fuer diese Reaktion liegt nicht an der Oberflaeche sondern sind nur eine Verkettung die, wenn man genau hinschaut ihren Ursprung in der Wurzel unser Gesellschaft und Denkweise liegen.
Zurueck zum Thema
Kontinuierliches Wirtsachaftwachstum und Konsumsteigerung als Loesung unserer Probleme zu sehen sind voellig daneben.
Warum?
Das sollte mittlerweile jeder Begriffen haben: Wir leben in einem geschlossenem System mit begrenzten Ressourcen. Und jeder der auch nur einen funken Verstand im Kopf kann sich dann zusammenrechnen das dies nicht funktioniert.
Ich weiss auch nicht wohin dieser Groessenwahn fuehren soll und welche Erziehungsmuster und Wahrnehmungen eine so gestoerte fruehkindliche Auspraegung schaffen das man glaubt wir sollten alle irgendwann mal im Honig ersticken und dabei gluecklich sein. Hat natuerlich auch den Nachteil das man dann sein bemitleidendes Ego nicht aufgrund von materiellen Dingen vom Rest abgrenzen kann.
Worauf ich hinaus will. Kann man im Humor von David Sedaris seinem Buch &quot;Holiday on Ice&quot; feststellen am besten gelesen von Harry Rohwolt anhoeren.
Als zweiten Buchtipp gebe ich Erich Fromm mit Haben oder Sein.
Ist waermstens zu empfehlen fuer alle die im glauben des heiligen Wirtsachftskreislaufs leben, Der in meinen Augen auf der Basis eines Perpetuum Mobile basiert, und voellig an den Haaren herbei gezogen ist. Aber der Mensch scheint im ganzen immer das unlogische zu bevorzugen.
Und jemand der die Schafe nicht vortrefflischer beschreiben konnte ist Gustav Le Bon.
Le Bon wurde mit seinem beruehmtesten Buch Psychologie der Massen (La psychologie des foules, 1895) zum Begruender der Massenpsychologie und fuer die Soziologie bedeutsam. Er vertritt die Auffassung, dass der einzelne, auch der Angehoerige einer Hochkultur, in der &quot;Masse&quot; seine Kritikfaehigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhaelt. In der Massensituation ist der Einzelne leichtglaeubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Fuehrern leicht zu lenken.

Die einzige Chance (wenn er sie den verdient hat) die der Mensch hat ist nach einer Alternative fuer den Muell der Vergangeheit zu suchen.
Es mag sein das die Motzerei ueber alles leicht ist doch an der Oberflaeche rum zu kratzen und zu labern hat den gleichen Naehrwert. Die Wurzel ist das Uebel, sieht man ja bei Unkraut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wirre Diskussionen von Wirtschaftwachstum, Konsumsteigerung, &#8230; Hier, und das muss ich zugeben, schreiben Leute mit geistigen Potential und einer gewissen Portion Idealismus.<br />
Vorab<br />
Nein, ich will nicht wieder wieder in den Busch zurueck, mich an offenen Feuer waermen und Beeren sammeln</p>
<p>Ein Beispiel um zu verdeutlichen auf welcher Ebene hier Probleme diskutiert werden.</p>
<p>Wie hiess unser letzter jugendlicher Amoklaeufer? Spielt eigentlich auch keine Rolle.<br />
Es gab zig Argumentationen warum jemand zu solchen Taten getrieben wird und eines dieser Argumente waren Gewaltspiele am PC als der Feind unserer Gesellschaft. Und sonstige Probleme wie Haenseleien, Sonderling, Ungeliebt und und und. Doch die eigentliche Ursache fuer diese Reaktion liegt nicht an der Oberflaeche sondern sind nur eine Verkettung die, wenn man genau hinschaut ihren Ursprung in der Wurzel unser Gesellschaft und Denkweise liegen.<br />
Zurueck zum Thema<br />
Kontinuierliches Wirtsachaftwachstum und Konsumsteigerung als Loesung unserer Probleme zu sehen sind voellig daneben.<br />
Warum?<br />
Das sollte mittlerweile jeder Begriffen haben: Wir leben in einem geschlossenem System mit begrenzten Ressourcen. Und jeder der auch nur einen funken Verstand im Kopf kann sich dann zusammenrechnen das dies nicht funktioniert.<br />
Ich weiss auch nicht wohin dieser Groessenwahn fuehren soll und welche Erziehungsmuster und Wahrnehmungen eine so gestoerte fruehkindliche Auspraegung schaffen das man glaubt wir sollten alle irgendwann mal im Honig ersticken und dabei gluecklich sein. Hat natuerlich auch den Nachteil das man dann sein bemitleidendes Ego nicht aufgrund von materiellen Dingen vom Rest abgrenzen kann.<br />
Worauf ich hinaus will. Kann man im Humor von David Sedaris seinem Buch &quot;Holiday on Ice&quot; feststellen am besten gelesen von Harry Rohwolt anhoeren.<br />
Als zweiten Buchtipp gebe ich Erich Fromm mit Haben oder Sein.<br />
Ist waermstens zu empfehlen fuer alle die im glauben des heiligen Wirtsachftskreislaufs leben, Der in meinen Augen auf der Basis eines Perpetuum Mobile basiert, und voellig an den Haaren herbei gezogen ist. Aber der Mensch scheint im ganzen immer das unlogische zu bevorzugen.<br />
Und jemand der die Schafe nicht vortrefflischer beschreiben konnte ist Gustav Le Bon.<br />
Le Bon wurde mit seinem beruehmtesten Buch Psychologie der Massen (La psychologie des foules, 1895) zum Begruender der Massenpsychologie und fuer die Soziologie bedeutsam. Er vertritt die Auffassung, dass der einzelne, auch der Angehoerige einer Hochkultur, in der &quot;Masse&quot; seine Kritikfaehigkeit verliert und sich affektiv, zum Teil primitiv-barbarisch, verhaelt. In der Massensituation ist der Einzelne leichtglaeubiger und unterliegt der psychischen Ansteckung. Somit ist die Masse von Fuehrern leicht zu lenken.</p>
<p>Die einzige Chance (wenn er sie den verdient hat) die der Mensch hat ist nach einer Alternative fuer den Muell der Vergangeheit zu suchen.<br />
Es mag sein das die Motzerei ueber alles leicht ist doch an der Oberflaeche rum zu kratzen und zu labern hat den gleichen Naehrwert. Die Wurzel ist das Uebel, sieht man ja bei Unkraut.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: gerry</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-1#comment-1045</link>
		<dc:creator>gerry</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 11:46:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1045</guid>
		<description>Lieber Herr von Heusinger,
Ihr Vorschlag ist richtig und wohldurchdacht, und kann in einem Durchschnittsland mit normaler Lohnstruktur sofort Anwendung finden.  Nur kann Deutschlands heutige Lohnstruktur leider nicht mit einem Land wie, sagen wir Slowenien, konkurrieren.  Nach weiterer Verbesserung unserer Lohnstruktur sind wir dann der Konkurrenz des Auslands noch weniger gewachsen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Herr von Heusinger,<br />
Ihr Vorschlag ist richtig und wohldurchdacht, und kann in einem Durchschnittsland mit normaler Lohnstruktur sofort Anwendung finden.  Nur kann Deutschlands heutige Lohnstruktur leider nicht mit einem Land wie, sagen wir Slowenien, konkurrieren.  Nach weiterer Verbesserung unserer Lohnstruktur sind wir dann der Konkurrenz des Auslands noch weniger gewachsen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Juergen Tichy</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2006/08/30/raus-aus-der-ideologiefalle_70/comment-page-1#comment-1044</link>
		<dc:creator>Juergen Tichy</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Aug 2006 08:57:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=70#comment-1044</guid>
		<description>Hallo Herr von Heusinger,
Ihr Vorschlag, den einen Prozentpunkt aus der Mehrwertsteuererhoehung nur zur Entlastung des Arbeitnehmeranteils der Arbeitslosenversicherung einzusetzen, zielt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug.
Denn bei den Rekordgewinnen vieler Grossunternehmen ist es m.E. nur folgerichtig, wenn die Unternehmen nach dem Verursachungsprinzip allein und ausschliesslich die gesamten Kosten der Arbeitslosenversicherung tragen (was im uebrigen in einigen europaeischen Laendern praktiziert wird).
Eine derartige Kostenverteilung beendet eine weitere Umverteilung des Kapitals von unten nach oben, denn die Gewinne der Unternehmen resultieren nicht nur aus enormen Produktivitaetssteigerungen, sondern auch aus der Tatsache, dass die Arbeitnehmer daran nicht entsprechend durch Lohnerhoehungen partizipieren.
Da ist es nur gerecht, dass die entlassenden Unternehmen fuer die Kosten der Arbeitslosigkeit zahlen.
Leider ist ein derartiger Vorschlag mit den regierenden Parteien, die einseitig und scheuklappenbedingt den neoliberalen Angebotsirrlehren anhaengen, nicht umsetzbar.
Und solange es sog.Wirtschaftsexperten gibt, die das Jammern der Unternehmen ueber zu hohe Lohnnebenkosten entgegen allen empirischen Belegen gebetsmuehlenartig nachplappern, solange wird sich hier in unserem Lande auch nichts aendern.
Es wird Zeit, dass der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und nicht gegen die Arbeitslosen gefuehrt wird, und dieser Kampf wird nur gegen die Grossunternehmen gefuehrt werden koennen, denn deren Zielsetzung besteht nicht darin, Arbeitnehmer einzustellen, sondern ihren Gewinn zu maximieren.
Es geht letztenendes darum, dass zukuenftig nicht nur die Verluste der Unternehmen &quot;sozialisiert&quot; werden, indem diese zumindest teilweise gewinnsteuermindernd eingesetzt werden koennen, es geht jetzt auch darum, dass die rasant anwachsenden Gewinne gerechter verteilt werden.

Mit freundlichen Gruessen
J.Tichy</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Herr von Heusinger,<br />
Ihr Vorschlag, den einen Prozentpunkt aus der Mehrwertsteuererhoehung nur zur Entlastung des Arbeitnehmeranteils der Arbeitslosenversicherung einzusetzen, zielt in die richtige Richtung, geht aber nicht weit genug.<br />
Denn bei den Rekordgewinnen vieler Grossunternehmen ist es m.E. nur folgerichtig, wenn die Unternehmen nach dem Verursachungsprinzip allein und ausschliesslich die gesamten Kosten der Arbeitslosenversicherung tragen (was im uebrigen in einigen europaeischen Laendern praktiziert wird).<br />
Eine derartige Kostenverteilung beendet eine weitere Umverteilung des Kapitals von unten nach oben, denn die Gewinne der Unternehmen resultieren nicht nur aus enormen Produktivitaetssteigerungen, sondern auch aus der Tatsache, dass die Arbeitnehmer daran nicht entsprechend durch Lohnerhoehungen partizipieren.<br />
Da ist es nur gerecht, dass die entlassenden Unternehmen fuer die Kosten der Arbeitslosigkeit zahlen.<br />
Leider ist ein derartiger Vorschlag mit den regierenden Parteien, die einseitig und scheuklappenbedingt den neoliberalen Angebotsirrlehren anhaengen, nicht umsetzbar.<br />
Und solange es sog.Wirtschaftsexperten gibt, die das Jammern der Unternehmen ueber zu hohe Lohnnebenkosten entgegen allen empirischen Belegen gebetsmuehlenartig nachplappern, solange wird sich hier in unserem Lande auch nichts aendern.<br />
Es wird Zeit, dass der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit und nicht gegen die Arbeitslosen gefuehrt wird, und dieser Kampf wird nur gegen die Grossunternehmen gefuehrt werden koennen, denn deren Zielsetzung besteht nicht darin, Arbeitnehmer einzustellen, sondern ihren Gewinn zu maximieren.<br />
Es geht letztenendes darum, dass zukuenftig nicht nur die Verluste der Unternehmen &quot;sozialisiert&quot; werden, indem diese zumindest teilweise gewinnsteuermindernd eingesetzt werden koennen, es geht jetzt auch darum, dass die rasant anwachsenden Gewinne gerechter verteilt werden.</p>
<p>Mit freundlichen Gruessen<br />
J.Tichy</p>
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