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	<title>Kommentare zu: Merkels Regulierung</title>
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	<description>So funktioniert Kapitalismus</description>
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	<item>
		<title>Von: edicius</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9986</link>
		<dc:creator>edicius</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 18:30:54 +0000</pubDate>
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		<description>@HK
&lt;i&gt;Ab einer ewissen Groesse und Komplexitaet werden letztere in einem hierarchisch organisierten Unternehmen nicht mehr kontrollierbar, und von dem Punkt an ist der Austausch ueber Produkt- und Faktormaerkte effizienter.&lt;/i&gt;

Schon recht und wohl auch richtig. Der Punkt ist nur, dass die Größe und Komplexität, also die Reduzierung des Marktes auf wenige Anbieter, die Marktgesetze eben aushebelt. Anders gesagt: ein Monopolist kann so schwer kontrollierbar, komplex und ineffektiv sein wie er will. Es gibt keinen Wettbewerb mehr, der daraus komparative Vorteile ziehen könnte und ihn so dazu zwingen, eine effektivere Größe zu wählen. Zumal er dazu zerlegt werden müsste. Dieses Geschäft wird aber immer von aussen erledigt, und das nach anderen Kriterien. Also von Investoren und ggf. dem Staat.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@HK<br />
<i>Ab einer ewissen Groesse und Komplexitaet werden letztere in einem hierarchisch organisierten Unternehmen nicht mehr kontrollierbar, und von dem Punkt an ist der Austausch ueber Produkt- und Faktormaerkte effizienter.</i></p>
<p>Schon recht und wohl auch richtig. Der Punkt ist nur, dass die Größe und Komplexität, also die Reduzierung des Marktes auf wenige Anbieter, die Marktgesetze eben aushebelt. Anders gesagt: ein Monopolist kann so schwer kontrollierbar, komplex und ineffektiv sein wie er will. Es gibt keinen Wettbewerb mehr, der daraus komparative Vorteile ziehen könnte und ihn so dazu zwingen, eine effektivere Größe zu wählen. Zumal er dazu zerlegt werden müsste. Dieses Geschäft wird aber immer von aussen erledigt, und das nach anderen Kriterien. Also von Investoren und ggf. dem Staat.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Heinrich Kaspar</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9956</link>
		<dc:creator>Heinrich Kaspar</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 13:25:02 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt; Aber solche erzeugt der kapitalistische Markt doch zwangsläufig mit seiner “the winner takes it all” Logik. Also wie sollten solche Größenbeschränkungen wirksam implementiert werden? &lt;/i&gt;

Dies scheint mir so nicht richtig zu sein. In der Standard-&quot;Theorie der Firma&quot; stehen steigende Skalenertraege (so vorhanden) steigenden Organisationskosten (durch kompliziertere Kommunikationswege, den Vertrieb heterogener Produkte, etc.) gegenueber. Ab einer ewissen Groesse und Komplexitaet werden letztere in einem hierarchisch organisierten Unternehmen nicht mehr kontrollierbar, und von dem Punkt an ist der Austausch  ueber Produkt- und Faktormaerkte effizienter.

Wenn es nur um &quot;the bigger the better&quot;ginge haette die Sowjetunion -- die da Erzielen von Skalenertraegen ueber alles setzte -- ja Erfolg haben muessen.

Es gibt uebrigens ein interessantes Papier von Rajan und Zingales, dass die Ineffizienz vieler finanzwirtschaftlicher Konglomerate nachweist: Diversifikation sollte diese Firmen weniger riskant bei gleichem Ertrag machen und damit zu Hoeherbewertung fuehren; sind sind aber nicht hoher bewertet als weniger diversifizierte Finanzunternehmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i> Aber solche erzeugt der kapitalistische Markt doch zwangsläufig mit seiner “the winner takes it all” Logik. Also wie sollten solche Größenbeschränkungen wirksam implementiert werden? </i></p>
<p>Dies scheint mir so nicht richtig zu sein. In der Standard-&#8221;Theorie der Firma&#8221; stehen steigende Skalenertraege (so vorhanden) steigenden Organisationskosten (durch kompliziertere Kommunikationswege, den Vertrieb heterogener Produkte, etc.) gegenueber. Ab einer ewissen Groesse und Komplexitaet werden letztere in einem hierarchisch organisierten Unternehmen nicht mehr kontrollierbar, und von dem Punkt an ist der Austausch  ueber Produkt- und Faktormaerkte effizienter.</p>
<p>Wenn es nur um &#8220;the bigger the better&#8221;ginge haette die Sowjetunion &#8212; die da Erzielen von Skalenertraegen ueber alles setzte &#8212; ja Erfolg haben muessen.</p>
<p>Es gibt uebrigens ein interessantes Papier von Rajan und Zingales, dass die Ineffizienz vieler finanzwirtschaftlicher Konglomerate nachweist: Diversifikation sollte diese Firmen weniger riskant bei gleichem Ertrag machen und damit zu Hoeherbewertung fuehren; sind sind aber nicht hoher bewertet als weniger diversifizierte Finanzunternehmen.</p>
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	<item>
		<title>Von: rawe64</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9966</link>
		<dc:creator>rawe64</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Sep 2008 05:51:29 +0000</pubDate>
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		<description>@weissgarnix:
&lt;i&gt;&quot;Einen Zins-Floater als “Zockerpapier” zu bezeichnen, halte ich für hysterischen Unsinn allererster Güte ...&quot;&lt;/i&gt;

Genauso unsinnig ist es doch, Geschäfte mit diesen Papiern von vornherein als nicht riskant zu bezeichnen. Es kommt bei der Risikobewertung natürlich auf den Prozeß an (Umfang, Laufzeit, woher kommt die Kohle, ...) , nicht auf das Risiko des einzelnen Papieres. Eine VW-Aktie mag z.B. in gewissem Umfang eine halbwegs sichere Anlage sein, wer auf sein Häuschen Kredite aufnimmt, um dafür VW-Aktien zu ordern ...

Und wenn hier &#8211; wie behauptet wird - mehrstellige Millionenbeträge versenkt wurden, war das Risiko für eine KfW/IKB zu hoch. Warten wir mal ab, was da noch alles an die Oberfläche kommt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@weissgarnix:<br />
<i>&#8220;Einen Zins-Floater als “Zockerpapier” zu bezeichnen, halte ich für hysterischen Unsinn allererster Güte &#8230;&#8221;</i></p>
<p>Genauso unsinnig ist es doch, Geschäfte mit diesen Papiern von vornherein als nicht riskant zu bezeichnen. Es kommt bei der Risikobewertung natürlich auf den Prozeß an (Umfang, Laufzeit, woher kommt die Kohle, &#8230;) , nicht auf das Risiko des einzelnen Papieres. Eine VW-Aktie mag z.B. in gewissem Umfang eine halbwegs sichere Anlage sein, wer auf sein Häuschen Kredite aufnimmt, um dafür VW-Aktien zu ordern &#8230;</p>
<p>Und wenn hier &#8211; wie behauptet wird &#8211; mehrstellige Millionenbeträge versenkt wurden, war das Risiko für eine KfW/IKB zu hoch. Warten wir mal ab, was da noch alles an die Oberfläche kommt.</p>
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	<item>
		<title>Von: edicius</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9967</link>
		<dc:creator>edicius</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 17:52:12 +0000</pubDate>
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		<description>@weissgarnix (#41)
&lt;i&gt;Aber das spricht keineswegs gegen Größenbeschränkungen und bedeutet auch nicht die Abkehr vom Kapitalismus, ganz im Gegenteil, es beflügelt ihn.&lt;/i&gt;
Interessant. Ich finde ja auch, dass - neben anderem - &quot;too big to fail&quot; den Marktmechanismus aushebelt. So wie dieses &quot;too big&quot; in der Regel auch meint, dass man es nicht mehr mit einem Markt, sondern mit einem Oligopol zu tun hat. Aber solche erzeugt der kapitalistische Markt doch zwangsläufig mit seiner &quot;the winner takes it all&quot; Logik. Also wie sollten solche Größenbeschränkungen wirksam implementiert werden? Das scheint mir gegen seine intrinsische Logik zu laufen und von daher aussichtslos.

gruss, edicius</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@weissgarnix (#41)<br />
<i>Aber das spricht keineswegs gegen Größenbeschränkungen und bedeutet auch nicht die Abkehr vom Kapitalismus, ganz im Gegenteil, es beflügelt ihn.</i><br />
Interessant. Ich finde ja auch, dass &#8211; neben anderem &#8211; &#8220;too big to fail&#8221; den Marktmechanismus aushebelt. So wie dieses &#8220;too big&#8221; in der Regel auch meint, dass man es nicht mehr mit einem Markt, sondern mit einem Oligopol zu tun hat. Aber solche erzeugt der kapitalistische Markt doch zwangsläufig mit seiner &#8220;the winner takes it all&#8221; Logik. Also wie sollten solche Größenbeschränkungen wirksam implementiert werden? Das scheint mir gegen seine intrinsische Logik zu laufen und von daher aussichtslos.</p>
<p>gruss, edicius</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9958</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 12:25:15 +0000</pubDate>
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		<description>Kleine Korrektur zu #43: es muss heissen &quot;und man von fallenden Zinsen ausgeht&quot;, nicht von Kursen, sorry ...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kleine Korrektur zu #43: es muss heissen &#8220;und man von fallenden Zinsen ausgeht&#8221;, nicht von Kursen, sorry &#8230;</p>
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		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9951</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:30:14 +0000</pubDate>
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		<description>@rawe64, #39


Einen Zins-Floater als &quot;Zockerpapier&quot; zu bezeichnen, halte ich für hysterischen Unsinn allererster Güte, wie ihn wirklich nur das Monitor-Magazin zuwege bringen kann.

Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Anleihe, deren Koupon über die Laufzeit nicht fixiert ist, sondern in periodischen Abständen (meist 18 bis 36 Monate) den dann herrschenden Kapitalmarktzinsen angepaßt wird. Warum macht man sowas und wann? Wenn der Zinszyklus am Hoch steht und man von zukünftig fallenden Kursen ausgeht. Was ist das Risiko dabei? Dass die Zinsen entgegen der Erwartungen weiter steigen, und man sich am Ende eines Zinsfestschreibungszeitraums nicht mehr so günstig finanzieren kann, wie am Anfang.

Das ist ungefähr genauso &quot;zockerhaft&quot;, wie wenn ich statt einer langlaufenden Anleihe über 10 oder 20 Jahre von vornherein nur 2-3 Jährige Schuldverschreibungen begäbe.

Wenn man das als &quot;Zockerei&quot; bezeichnet, dann zockt ausnahmslos jeder, insbesondere auch Staat und Kommunen, die sich derlei Instrumente auch bedienen.

Der zitierte Herr Professor scheint mir ein gutmütiges wenn auch etwas einfältiges Männlein zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@rawe64, #39</p>
<p>Einen Zins-Floater als &#8220;Zockerpapier&#8221; zu bezeichnen, halte ich für hysterischen Unsinn allererster Güte, wie ihn wirklich nur das Monitor-Magazin zuwege bringen kann.</p>
<p>Dabei handelt es sich um nichts anderes als eine Anleihe, deren Koupon über die Laufzeit nicht fixiert ist, sondern in periodischen Abständen (meist 18 bis 36 Monate) den dann herrschenden Kapitalmarktzinsen angepaßt wird. Warum macht man sowas und wann? Wenn der Zinszyklus am Hoch steht und man von zukünftig fallenden Kursen ausgeht. Was ist das Risiko dabei? Dass die Zinsen entgegen der Erwartungen weiter steigen, und man sich am Ende eines Zinsfestschreibungszeitraums nicht mehr so günstig finanzieren kann, wie am Anfang.</p>
<p>Das ist ungefähr genauso &#8220;zockerhaft&#8221;, wie wenn ich statt einer langlaufenden Anleihe über 10 oder 20 Jahre von vornherein nur 2-3 Jährige Schuldverschreibungen begäbe.</p>
<p>Wenn man das als &#8220;Zockerei&#8221; bezeichnet, dann zockt ausnahmslos jeder, insbesondere auch Staat und Kommunen, die sich derlei Instrumente auch bedienen.</p>
<p>Der zitierte Herr Professor scheint mir ein gutmütiges wenn auch etwas einfältiges Männlein zu sein.</p>
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	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9953</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:19:59 +0000</pubDate>
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		<description>@Bernhard aus FFM, #11

&gt;Meinten Sie (hilfsweise) auf nationaler deutscher oder (besser) vielmehr auf Eurozonenebene?

Idealerweise weltweit, aber da mich unser eigenes System natürlich am meisten interessiert, vorzugsweise im Euroraum.

&gt;So weit ich verstehe, meinen Sie eine Unterwerfung unter und Regulierung durch die US-Bankenaufsicht. Und dafür dass die Hedgefonds und Konsorten den Bankstatus bekommen, können sich dann bei der Zentralbank mit Liquidität versorgen. Im Baghotschen Sinne: Keine faulen Einer hinterlegen als Sicherheit bei Beleihungen? Und Kredite erhalten zu einem ordentlichen Zinssatz für spezielle Kredite? Mir ist Walter Baghot nicht so vertraut, könnten Sie vielleicht hier für mich unbedarften Leser das ein klein wenig erläutern.

Ja, genau das ist damit gemeint. Wobei es mancherlei Transaktionen bzw. &quot;Finanzinnovationen&quot; halt einfach nicht mehr gibt, ergo muß man keine Angst haben, sich den allergrößten Müll aufzuhalsen.

&gt;Mein Gedanke: Ist eine adequate Risikobewertung möglich, sollte auch eine angepasste Mindestreservenquote für entsprechende Bankprodukte etabliert werden. Eine Mindestreservensteuerung durch (meinetwegen) die zuständige Bankenaufsicht könnte spekulative Überhitzungen als passives Steuerelement bei aktiver Regulierung dämpfen.

Fine by me, aber vergessen wir nicht, ich fordere sowieso eine viel höhere capital-to-assets-ratio von rund 5% (heute zwischen 1 und 2%).

&gt;Da bin ich mir sicher, steht jedoch die starke nationale Bankenlobby vor. Jede Transaktion bedeutet Geschäft und Gier macht bekanntlich blöd. Warum soll eine Lobbygruppe hiervon verschont sein?

Da ich - anders als Herr Steinbrück - davon ausgehe, dass die allesamt demnächst um Hilfe betteln werden, haben sie als Lobbygruppe eigentlich keine Verhandlungsmacht mehr. Wenn das die aktuellen Politiker nicht kapieren, muß man sich eben neue wählen. Falls das nicht passiert, sollten sich die Deutschen nicht mehr aufregen, weil dann sind sie an ihrem Schicksal einmal mehr selber schuld.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Bernhard aus FFM, #11</p>
<p>&gt;Meinten Sie (hilfsweise) auf nationaler deutscher oder (besser) vielmehr auf Eurozonenebene?</p>
<p>Idealerweise weltweit, aber da mich unser eigenes System natürlich am meisten interessiert, vorzugsweise im Euroraum.</p>
<p>&gt;So weit ich verstehe, meinen Sie eine Unterwerfung unter und Regulierung durch die US-Bankenaufsicht. Und dafür dass die Hedgefonds und Konsorten den Bankstatus bekommen, können sich dann bei der Zentralbank mit Liquidität versorgen. Im Baghotschen Sinne: Keine faulen Einer hinterlegen als Sicherheit bei Beleihungen? Und Kredite erhalten zu einem ordentlichen Zinssatz für spezielle Kredite? Mir ist Walter Baghot nicht so vertraut, könnten Sie vielleicht hier für mich unbedarften Leser das ein klein wenig erläutern.</p>
<p>Ja, genau das ist damit gemeint. Wobei es mancherlei Transaktionen bzw. &#8220;Finanzinnovationen&#8221; halt einfach nicht mehr gibt, ergo muß man keine Angst haben, sich den allergrößten Müll aufzuhalsen.</p>
<p>&gt;Mein Gedanke: Ist eine adequate Risikobewertung möglich, sollte auch eine angepasste Mindestreservenquote für entsprechende Bankprodukte etabliert werden. Eine Mindestreservensteuerung durch (meinetwegen) die zuständige Bankenaufsicht könnte spekulative Überhitzungen als passives Steuerelement bei aktiver Regulierung dämpfen.</p>
<p>Fine by me, aber vergessen wir nicht, ich fordere sowieso eine viel höhere capital-to-assets-ratio von rund 5% (heute zwischen 1 und 2%).</p>
<p>&gt;Da bin ich mir sicher, steht jedoch die starke nationale Bankenlobby vor. Jede Transaktion bedeutet Geschäft und Gier macht bekanntlich blöd. Warum soll eine Lobbygruppe hiervon verschont sein?</p>
<p>Da ich &#8211; anders als Herr Steinbrück &#8211; davon ausgehe, dass die allesamt demnächst um Hilfe betteln werden, haben sie als Lobbygruppe eigentlich keine Verhandlungsmacht mehr. Wenn das die aktuellen Politiker nicht kapieren, muß man sich eben neue wählen. Falls das nicht passiert, sollten sich die Deutschen nicht mehr aufregen, weil dann sind sie an ihrem Schicksal einmal mehr selber schuld.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: weissgarnix</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-6#comment-9955</link>
		<dc:creator>weissgarnix</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 10:12:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Frankie Bernankie, #9

&gt;Kapitalismus ist nicht anderes als die Möglichkeit, Kapital zu akkumulieren, was anderes bietet er uns nicht. Und Ihr Vorschlag bedeutet die die Abschaffung des Kapitalismus, das ist schon klar, oder??

Keineswegs. Dass der Kapitalismus eine rein monetäre Akkumulationsveranstaltung ist, haben wenige Leutchen so verinnerlicht wie ich, das können Sie mir gerne glauben. Aber das spricht keineswegs gegen Größenbeschränkungen und bedeutet auch nicht die Abkehr vom Kapitalismus, ganz im Gegenteil, es beflügelt ihn.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Frankie Bernankie, #9</p>
<p>&gt;Kapitalismus ist nicht anderes als die Möglichkeit, Kapital zu akkumulieren, was anderes bietet er uns nicht. Und Ihr Vorschlag bedeutet die die Abschaffung des Kapitalismus, das ist schon klar, oder??</p>
<p>Keineswegs. Dass der Kapitalismus eine rein monetäre Akkumulationsveranstaltung ist, haben wenige Leutchen so verinnerlicht wie ich, das können Sie mir gerne glauben. Aber das spricht keineswegs gegen Größenbeschränkungen und bedeutet auch nicht die Abkehr vom Kapitalismus, ganz im Gegenteil, es beflügelt ihn.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: rawe64</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-5#comment-9952</link>
		<dc:creator>rawe64</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 05:58:14 +0000</pubDate>
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		<description>@f.lübberding:

Noch ein Dokument aus der Hans-Böckler-Stiftung zum Thema.
&lt;a href=&quot;http://www.boeckler.de/pdf/mbf_finanzinvestoren_ikd.pdf&quot; style=&quot;text-decoration:underline;&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;boeckler.de/pdf/mbf_finanzinvestoren_ikd.pdf&lt;/a&gt;

Die IKB hat danach am ganz großen Rad gedreht und zwar systematisch und strategisch:S.12 und ff.
Fazit u.a. S. 34: Menschliches Versagen auf mehreren Ebenen hat die IKB in die Krise geführt

Ihre Behauptung (&quot;Verschwörunstheorie&quot;), die Deutsche Bank hätte die IKB über den Tisch gezogen, ist absurd. Hätte auch so von Lafontaine/Gysi/Wagenknecht kommen können.

Die DB hat so wie viele andere Banken auch an die IKB verkauft, und dabei 20-30 Mio. verdient:
&lt;a href=&quot;http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_249294&quot; style=&quot;text-decoration:underline;&quot; target=&quot;_blank&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_249294&lt;/a&gt;

Der Vorteil für den Steuerzahler war, dass die DB die IKB dadurch frühzeitig auf dem Radar hatte. Der Rest ist bekannt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@f.lübberding:</p>
<p>Noch ein Dokument aus der Hans-Böckler-Stiftung zum Thema.<br />
<a href="http://www.boeckler.de/pdf/mbf_finanzinvestoren_ikd.pdf" style="text-decoration:underline;" target="_blank" rel="nofollow">boeckler.de/pdf/mbf_finanzinvestoren_ikd.pdf</a></p>
<p>Die IKB hat danach am ganz großen Rad gedreht und zwar systematisch und strategisch:S.12 und ff.<br />
Fazit u.a. S. 34: Menschliches Versagen auf mehreren Ebenen hat die IKB in die Krise geführt</p>
<p>Ihre Behauptung (&#8220;Verschwörunstheorie&#8221;), die Deutsche Bank hätte die IKB über den Tisch gezogen, ist absurd. Hätte auch so von Lafontaine/Gysi/Wagenknecht kommen können.</p>
<p>Die DB hat so wie viele andere Banken auch an die IKB verkauft, und dabei 20-30 Mio. verdient:<br />
<a href="http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_249294" style="text-decoration:underline;" target="_blank" rel="nofollow">boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_249294</a></p>
<p>Der Vorteil für den Steuerzahler war, dass die DB die IKB dadurch frühzeitig auf dem Radar hatte. Der Rest ist bekannt.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: rawe64</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364/comment-page-5#comment-9983</link>
		<dc:creator>rawe64</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 19:33:55 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/2008/09/24/merkels-regulierung_364#comment-9983</guid>
		<description>@f.lübberding:

Vielleicht haben Sie es ja überlesen:
&lt;i&gt;
Wörtlich wirft der Rechnungshof der KfW vor:
Zitat: &quot;Sie hat das Handeln (…) geduldet und ihre Einflussmöglichkeiten nicht ausgeübt (…)&quot;
Zitat: &quot;Ihrer besonderen Verantwortung als Förderbank des Bundes ist sie damit nicht gerecht geworden.&quot;

&quot;In Börsen-Daten Banken finden wir Belege. Die Wertpapiernummern, von denen der anonyme Schreiber berichtet, gibt es wirklich. Und: die Papiere stammen tatsächlich von der KfW. Es sind so genannte Floater, einer Art Wette, die auf künftige Zinsentwicklungen spekuliert.&quot;

&quot;Und die IKB soll mit den KfW-Papieren erhebliche Millionenverluste erlitten haben, so der anonyme Schreiber. Millionenverluste durch Zockerpapiere, die der eigene Hauptaktionär herausgegeben hat? Dumm gelaufen? Die IKB antwortet schriftlich:

Zitat: &quot;Grundsätzlich nehmen wir zu möglichen Einzelpositionen unserer Bilanz keine Stellung.&quot;
&lt;/i&gt;

Zins-Floater=Pfandbrief?
Sie sind mir ja einer!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@f.lübberding:</p>
<p>Vielleicht haben Sie es ja überlesen:<br />
<i><br />
Wörtlich wirft der Rechnungshof der KfW vor:<br />
Zitat: &#8220;Sie hat das Handeln (…) geduldet und ihre Einflussmöglichkeiten nicht ausgeübt (…)&#8221;<br />
Zitat: &#8220;Ihrer besonderen Verantwortung als Förderbank des Bundes ist sie damit nicht gerecht geworden.&#8221;</p>
<p>&#8220;In Börsen-Daten Banken finden wir Belege. Die Wertpapiernummern, von denen der anonyme Schreiber berichtet, gibt es wirklich. Und: die Papiere stammen tatsächlich von der KfW. Es sind so genannte Floater, einer Art Wette, die auf künftige Zinsentwicklungen spekuliert.&#8221;</p>
<p>&#8220;Und die IKB soll mit den KfW-Papieren erhebliche Millionenverluste erlitten haben, so der anonyme Schreiber. Millionenverluste durch Zockerpapiere, die der eigene Hauptaktionär herausgegeben hat? Dumm gelaufen? Die IKB antwortet schriftlich:</p>
<p>Zitat: &#8220;Grundsätzlich nehmen wir zu möglichen Einzelpositionen unserer Bilanz keine Stellung.&#8221;<br />
</i></p>
<p>Zins-Floater=Pfandbrief?<br />
Sie sind mir ja einer!</p>
]]></content:encoded>
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