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Publizistik-Preis für von Heusinger und Schieritz

Von 30. Januar 2012 um 15:45 Uhr

Wer hätte das gedacht? Gleich zwei Hirten des HERDENTRIEBs erhalten heute Abend in Berlin einen Publizistikpreis. Nein, keinen von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, wo das Wort Herdentrieb gar nicht bekannt sein dürfte. Und auch nicht den Klassiker der deutschen Ordnungspolitik, den Ludwig-Erhard-Preis. Sondern den mit 1000 Euro dotierten Preis für Publizistik der Keynes-Gesellschaft!

Die Keynes-Gesellschaft, die das wissenschaftliche Erbe des großen britischen Ökonomen in Ehren und im aktuellen wirtschaftspolitischen Diskurs lebendig halten möchte, vergibt den Keynes-Preis erstmals und er geht für das Jahr 2010 an Robert von Heusinger und das Jahr 2011 an Mark Schieritz. Zur Begründung heißt es dann auch, dass die Preisträger “in zahlreichen Artikeln die Grundeinsicht von Keynes von der Bedeutung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage dort, wo sie relevant war, in ihre Überlegungen ernsthaft einbezogen [haben].”

Da bleibt uns nur noch zu sagen: Endlich ist es raus! In diesem Blog schreiben Keynesianer!

Herzlichen Glückwunsch den zwei Hirten und auf eine schöne Feier.

Kategorien: In eigener Sache
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Herzlichen Glückwunsch für den Preis und den Mut, ihn zu verkünden. Der Unrat, der über Sie in den Kommentaren geschüttet (werden) wird, ist als Keynesianer hierzulande oft schwer auszuhalten. Es gibt halt eine großartige Streitkultur in wirtschaftswissenschaftlichen Fragen hierzulande … !
    Neben den Nachdenkseiten ist der Herdentrieb einer der wenigen Lichtblicke im Feld der Blogs zur Wirtschaftspolitik, die sonst vom ‘schneidigen’ Ordoliberalismus Deutschlands geprägt sind (mit dem wir nun gerade mal wieder dabei sind, die Welt zu erobern … zumindest bei Griechenland und bald Portugal sind wir ja schon kurz davor).
    Herzlichen Dank also auch an Sie und Ihre Kollegen hier!

    • 30. Januar 2012 um 18:11 Uhr
    • oakeshott
  2. 2.

    Schön, dass sich doch ‘mal wieder Intelligenz vor Opportunismus durchsetzt: Herzlichen Glückwunsch.

    • 30. Januar 2012 um 18:47 Uhr
    • M. Flöger
  3. 3.

    Herzlichen Glückwunsch, die beiden haben’s verdient !!!

  4. 4.

    Wo einmal eine ultimative Lobhudelei angebracht wäre, nimmt sich die oben auszugsweise zitierte Begründung doch recht nüchtern aus. Schade!

    Beste Glückwünsche! Und: Party on!

  5. 5.

    Herzlichen Glückwunsch!

    Bleibt nur noch zu hoffen, dass das Blog noch mehr Leser bekommt und dass die Einsichten bei den Entscheidungsträgern auch Früchte tragen.

    Bravo!

    • 30. Januar 2012 um 20:56 Uhr
    • reichl
  6. 6.

    Ich könnte die vielen Keynesianer in den diversen Publikationen und im Kommentariat wesentlich stärker respektieren, wenn nur wenigstens einer oder zwei von ihnen nachweisbar (link) genau so vehement Ausgabenkürzungen zu Zeiten starker Konjunktur gefordert hätte, wie immer schuldenfinanzierte Ausgabenerhöhungen zu Rezessionszeiten gefordert werden.

    Kann mir da jemand weiterhelfen? Ich spreche von einem Zeitraum von 60 Jahren, in dem (meines Wissens) kein einziger Haushaltsübeschuss aufgetreten ist, allen schuldenfinanzierten “Investitionen” (haha) zum Trotz.

    Um den erwarteten Vorschlägen nach Steuererhöhungen gleich vorzubeugen:

    Die öffentlichen Haushalte sind (meines Wissens) seit 60 Jahren immer um mehr als die Infaltionsrate gestiegen. Das ist für mich ein Indiz, dass Defizite nicht durch mangelnde Einnahmen verursacht werden. Ich würde mich gern eines anderen belehren lassen, Belege (links) erwünscht.

    • 30. Januar 2012 um 21:27 Uhr
    • Mithra
  7. 7.

    Herzlichen Glückwunsch auch von mir (einem interessierten und regelmäßigen Leser)!

  8. 8.

    >Sondern den mit 1000 Euro dotierten Preis für Publizistik der Keynes-Gesellschaft!

    LOL, ist wahrscheinlich sowas wie die “Goldene Himbeere” der Filmbranche.

    Die Kohle wird sicher heute Abend noch verjubelt.

    • 30. Januar 2012 um 22:32 Uhr
    • PBUH
  9. Kommentar zum Thema

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