So funktioniert Kapitalismus

Kurzfristig sinken die Rohstoffpreise – langfristig aber auch

Von 3. Februar 2012 um 11:19 Uhr

Russlands gefährliche Abhängigkeit von den Rohstoffpreisen

Diese Woche bin ich in Russland, und muss gleich etwas sagen zum Thema Rohstoffpreise, dem ökonomischen Hauptthema hier. Mehr als drei Viertel der russischen Exporte entfallen direkt oder indirekt auf Öl, Gas, Kohle, Metalle, und der Aktienmarkt des Landes wird dominiert von Unternehmen, die in diesen Sektoren tätig sind. Die Rohstoffe sind zugleich Russlands Fluch und Segen.

Zuerst einmal etwas dazu, warum sie ein Segen sind: Wenn ich nur ein Loch in die Erde bohren oder graben muss und dann alles Mögliche herauskommt, was sich gut verkaufen lässt, kann ich es mir gut gehen lassen. Ich brauche kaum zu arbeiten und habe ein anständiges Einkommen, solange die Konkurrenz in anderen Ländern kein Überangebot erzeugt, das mir die Preise verdirbt und damit mein Einkommen mindert. Aber sonst brauche ich mir keine großen Sorgen zu machen.

Da das reale Sozialprodukt der Weltwirtschaft auch in diesem schwierigen Jahr um etwa 2,5 Prozent expandieren wird, dürfte die Nachfrage nach Rohstoffen weiter zunehmen. Entscheidend ist, dass die Schwellenländer weiterhin sehr viel rascher wachsen als die dienstleistungsintensiven Industrieländer. Sie haben einen überdurchschnittlichen Appetit auf Energie und Rohstoffe. Sie befinden sich allesamt in einem rasanten wirtschaftlichen Aufholprozess und benötigen und produzieren vor allem Dinge, die sich anfassen lassen, Autos, Kühlschränke, Fernseher, Häuser, Autobahnen, Handtaschen, Kräne, Bohrmaschinen und so weiter. Der Anteil der Industrie und der Bauwirtschaft am gesamtwirtschaftlichen Output ist bis auf Weiteres deutlich größer als in den reichen Ländern.

Die Produktionsstruktur in den Schwellenländern ist rohstoffintensiv und sorgt dafür, dass es einen stetigen Anstieg der Nachfrage nach dem gibt, was Russland anzubieten hat. Im Jahr 2011 betrug der Handelsbilanzüberschuss vor allem wegen der lukrativen Rohstoffexporte etwa 140 Milliarden Euro, das entspricht zwölf Prozent des BIP. Der Überschuss in der Leistungsbilanz lag bei 65 Milliarden Euro – um diesen Betrag ist also das Nettoauslandsvermögen gestiegen. Russland ist dank der immer noch hohen Rohstoffpreise daher finanziell sehr gesund. Der Rubel hat sich seit Ende September gegenüber dem Euro um knapp zehn Prozent aufgewertet. In Berlin sind Russen, wie mir erzählt wird, die besten Kunden der teuren Läden, in anderen westeuropäischen Städten sind sie es vermutlich auch.

Die Ankündigung der Fed, dass der amerikanische Notenbankzins voraussichtlich bis Ende 2014 auf dem jetzigen Niveau bleiben wird, hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Rohstoffpreise. Das Lagern von Rohstoffen ist damit für drei weitere Jahre nahezu kostenlos – wie schon in den drei Jahren zuvor. Anlagen am Geldmarkt bringen nichts mehr, da können sich Unternehmen genauso gut ihre Rohstofflager aufstocken (üblicherweise in Form von Terminkontrakten). Das stützt die Preise, so dass Herr Bernanke ungewollt auch etwas Gutes für das Einkommen der russischen Bevölkerung getan hat – ihre Rente, also ihr arbeitsloses Einkommen, ist sicher, vielleicht erhöht sie sich sogar.

Jetzt zur Kehrseite: Da die Rohstoffproduktion sehr kapitalintensiv ist, wird ein hohes Einkommen mit sehr wenigen Arbeitskräften erzielt. Die Eigentümer dieser Maschinen, Geräte und Schürf- und Bohrrechte werden immens reich, dem großen Rest aber bleibt nicht viel, wenn es nicht gelingt, die Einkommensverteilung durch steuerliche, regulatorische und sozialpolitische Maßnahmen zu korrigieren, und zwar so, dass sie von der Mehrheit als gerecht angesehen wird. Russland ist weit entfernt davon.

Durch die Exporterlöse und die feste Währung werden die Einfuhren stimuliert und verdrängen, da sie relativ billig sind, einheimische Produkte, einschließlich vieler Nahrungsmittel. Eine breit gefächerte Industriestruktur kann gar nicht erst entstehen, so dass es tendenziell zu einer Abwanderung von Ingenieuren, IT-Leuten und Naturwissenschaftlern kommt. In kaum einem anderen Land spielen so viele gut ausgebildete junge Leute mit dem Gedanken, ihr Glück im Ausland zu versuchen. Ein anderer Aspekt in diesem Zusammenhang: Warum sollte der Staat viel Geld für die Grundlagenforschung ausgeben, wenn sich die Staatsausgaben leicht durch Steuern und andere Abgaben auf Rohstoffe finanzieren lässt? Forschungsintensive Produktion ist daher aus Sicht der Regierung nicht sehr relevant.

Wenn das Volkseinkommen zu einem großen Teil aus Rohstoffrenten besteht, die in der ersten Runde, bei der Entstehung, nur einer Minderheit zugutekommen, und die Einkommenschancen im Rest der Wirtschaft dürftig sind, werden ehrgeizige Leute, denen es im Beruf vor allem darum geht, möglichst viel Geld zu verdienen, versuchen, in solche Positionen zu gelangen, in denen sie einen Teil der Rohstoffrenten für sich abzweigen können. Ein Unternehmen zu gründen, ist nicht so leicht. Daher sind Jobs im öffentlichen Dienst so außerordentlich beliebt in Russland. Der Kampf um Renten ist der wichtigste Grund, weshalb es in Russland so korrupt zugeht. Diejenigen, die etwas dagegen tun könnten, haben im jetzigen zentralisierten System kein Interesse daran, am Ast zu sägen, auf dem sie sitzen. Die Situation kann nur verbessert werden, wenn die neue und langsam immer wichtigere Mittelschicht Druck macht. Die Demonstrationen an diesem Samstag sind ein hoffnungsvolles Zeichen, dass sich da was tut.

Die Abhängigkeit von Rohstoffen bedeutet zudem, dass Konjunktur und Volkseinkommen Russlands stärker schwanken als in Ländern mit einer breiter gefächerten Produktpallette, so wie die Rohstoffpreise größere Ausschläge aufweisen als Industrieprodukte oder Dienstleistungen: Es kommt immer wieder zu Übertreibungen und darauf folgenden tiefen Abstürzen. Stichwort “Schweinezyklus” – daran haben auch die zahllosen Termin- und Optionsprodukte nichts geändert. Dieses Auf und Ab, der Wechsel von Euphorie zu tiefer Depression, hat wiederum zur Folge, dass nur in Sachanlagen investiert wird, wenn die erwartbaren Erträge außerordentlich hoch sind. Das vermindert die gesamtwirtschaftliche Investitionsquote und das mittelfristige Wachstumspotential – und erklärt, warum das rohstoffarme China so viel rascher expandiert als Russland (neun Prozent gegenüber vier Prozent).

Zum Schluss einige Anmerkungen zu den Aussichten für den Ölpreis: Er liegt auch beim heutigen Niveau deutlich über seinem mittelfristigen Trend und dürfte daher angesichts des schwächeren Wachstums der Weltwirtschaft in diesem Jahr eher nach unten tendieren, aber wegen der überreichlich vorhandenen Liquidität und der niedrigen Zinsen und fehlender attraktiver Anlagealternativen nicht einbrechen. Einen Absturz, vergleichbar mit dem, was 2008 geschah, wird es nicht geben. Damals rauschte der Ölpreis in kaum mehr als einem halben Jahr von fast 150 Dollar auf 32 Dollar. Ich denke aber, dass wir Ende des Jahres bei rund 90 Dollar liegen werden.

Was die lange Frist angeht, sind die Analysten nahezu einhellig der Meinung, dass Öl nur teurer werden kann. Ich teile diese Meinung nicht. Ich glaube zum Beispiel nicht daran, dass es in den nächsten zwei Generationen zu dem befürchteten „peak oil“ kommen wird. Es ist alles eine Frage des Preises und der Preise der anderen Energiequellen, also der marktwirtschaftlichen Kräfte. Es ist genug Öl da, und die Förderung wird Jahr für Jahr steigen, vermutlich länger als die meisten von uns leben werden. Gerade werden vor allem in Brasilien und Nordamerika durch neue Verfahren Reserven erschlossen, die bislang nicht zugänglich sind. Aus den USA, dem größten Nettoimporteur der Welt, dürfte in zehn Jahren ein Nettoexporteur geworden sein.

Hinzu kommt die dramatische Steigerung der Gasförderung, die zu einem Kollaps der Gaspreise am freien Markt geführt hat. Durch die Verflüssigung von Gas ist es jetzt immer mehr möglich, es mit Schiffen zu transportieren, wie das Öl. Niemand wird in zehn Jahren noch unbedingt Pipelines brauchen, wenn er Gas beziehen möchte. Für Westeuropa bedeutet das eine geringere Abhängigkeit von russischen Lieferungen.

Gas ist neben der Kohle das wichtigste Substitut für Erdöl. Die Preise pro Energieeinheit von Öl und Gas liegen so weit auseinander wie seit Menschengedenken nicht mehr, wobei die Gaspreise eindeutig eine fallende Tendenz haben. Es ist für einen Ökonomen wie mich eine ausgemachte Sache, dass sich die Ölpreise dem Trend anschließen werden, wenn vermutlich auch nicht eins zu eins. Die Preisspanne zwischen dem texanischen Öl WTI und Brentöl aus der Nordsee ist ein Beleg dafür (im Augenblick 97 zu 112 Dollar), wie sinkende Gaspreise die Erdölpreise mit sich ziehen. Früher war WTI immer um einige Dollar teurer als Brent – seit es in Texas einen scharfen Wettbewerb mit Gas gibt, auf den europäischen Märkten aber nicht, hat sich das Verhältnis gedreht.

Mit anderen Worten, auch die russische Regierung sollte sich nicht darauf verlassen, dass die Preise für Energie immer nur steigen werden. Die technologischen Fortschritte zusammen mit dem hohen Preisniveau sorgen dafür, dass Öl erschwinglich bleibt. Es beunruhigt, dass der russische Staatshaushalt nur dann ausgeglichen ist, wenn der Ölpreis bei 100 Dollar liegt. Die Ausgaben sind in den vergangenen drei Jahren zügig im Gleichschritt mit der Erholung des Ölpreises gesteigert worden. Was geschieht, wenn er einst auf 50 Dollar sinken sollte? Ein gewaltiges Defizit ist dann unvermeidlich. Die politischen Folgen lassen sich leicht ausmalen. Die russische Regierung sollte die Gunst der Stunde nutzen und darangehen, die Wirtschaft auf eine breitere Basis zu stellen. So richtig erkennbar ist das noch nicht.

Leser-Kommentare
  1. 33.

    @ Tobmat #28

    “Der technsiche Fortschritt) stößt vielelicht an physikalische Grenzen, aber die geografischen Grenzen sind bei weitem nicht ausgereizt. So sind die Potentiale für Effizienzsteigerungen in den Schwellenländern noch enorm hoch.”

    Dies mag für die uralten Kraftwerke etc. gelten, die in China, Indien oder Ruissland immer noch herumstehen. Doch die Autos, die dort herumkurven, sind fast alle auf westlicehm Stndard. Da werden alle Einsparungen beim Spritverbrauch durch das rapide Anwachsen der KFZ-Flotten mehr als wett gemacht.

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    • 6. Februar 2012 um 16:54 Uhr
    • Wirtschaftssachverständiger
  2. 34.

    @ Joerg Buschbeck (#25)

    Damit es weiter Effizienzsteigerungen gibt, darf Energie in der Tat nicht immer billiger werden. Schon aus Umweltgründen sollte Energie so stark – und immer stärker – besteuert werden, dass die Preise nicht einbrechen. Das sehen wir doch, oder? DW

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    • 6. Februar 2012 um 17:01 Uhr
    • Dieter Wermuth
  3. 35.

    @ energyturnaround (#27)

    Wenn die arabischen Länder ihre Ölförderung drosseln, bedeutet das doch nichts Anderes, als dass sie das Angebot vermindern. Sagen Sie mir einen Fall, in dem sich der Ölpreis nicht durch Veränderungen von Angebot und Nachfrage ändert!

    Ich glaube auch nicht, dass der Energieverbrauch der Welt immer nur steigen wird. Ist eine Frage des Einkommens und der Preise. Die steigenden Einkommen (Wachstum des globalen BIP) bewirken einen steigenden Energieverbrauch, die steigenden relativen Preise einen sinkenden. Irgendwann erreichen wir unter Garantie einen Punkt, von dem an der zweite Faktor stärker ist als der erste. Der Energieverbrauch steigt ohnehin schon langsamer als das globale Einkommen.

    DW

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    • 6. Februar 2012 um 17:08 Uhr
    • Dieter Wermuth
  4. 36.

    @ Wirtschaftssachverständiger #4

    Ich bin der Meinung, dass der heutige Spot-Preis für WTI, als auch für Brent nicht das wirkliche Verhältnis von Angebot und Nachfrage widerspiegelt.
    Heutzutage ist der Preis nach oben verzerrt, durch allerlei Investmentvehikel (z.B. ETF ; 100und1Zertifikat…), die es mittlerweile nicht nur großen Fonds, sondern auch Privatanlegern erlauben auf Preissteigerungen zu spekulieren. Sicherlich gibt es auch Short Kontrakte – aber Fakt ist, dass der Preis für Öl durch diese “Pseudo-Nachfrage” verunreinigt ist. Um wieviel Prozent müsste man den Preis bereinigen, damit der nachfrageinduzierte Preis zum Vorschein kommt ?

    Viele Grüße
    Peter

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    • 8. Februar 2012 um 16:07 Uhr
    • Peter
  5. 37.

    Hallo Herr Wermuth,
    danke für Ihre weitere Argumentation.

    Den von Ihnen genannten Effizienzsteigerungen steht ein Wachstum gegenüber, dass diese meist Überkompensiert, beim Flugverkehr hat es sich erfreulicherweise die Waage gehalten. Allerdings gilt es zu beachten, dass bessere Wirkungsgrade auch die Schmerzgrenze für den Preis nach oben verschieben. Damit können dann die ebenfalls von Ihnen genannten unkonventionellen Energien auch sinnvoller genutzt werden, aber vermutlich zu eher hohen Preisen.
    Es läuft bei den unkonventionellen Energien auch darauf hinaus wie teuer die Förderung sein darf bis wir es uns schlicht nicht mehr leisten können das Produkt zu verbrennen. Durch einen guten Umgang damit kann diese Grenze wohl noch verschoben werden.

    Im Übrigen liegen wir mit unseren Preiserwartungen nicht weit außeinander wenn man bedenkt welche Ölpreise es schon gegeben hat.

    Gruß,
    himbim

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    • 8. Februar 2012 um 21:24 Uhr
    • himbim
  6. 38.

    Herr Wermuth, interessanter Artikel; beim Öl allerdings nicht konsistent.
    Beim “klassischen Öl” ist der peak einige Jahre vorbei, sagt die IEA.

    Tiefsee ist teuer, Ölsand ist sauteuer (irgendwann merken die normalen Menschen, was da geschieht, dann muss man zumindest den Anschein von Renaturierungsmaßnahmen erwecken),und verbraucht selbst sehr viel Energie.
    Auf diesen Punkt sind sie nicht eingegangen; dabei hört man Zahlen von 1 zu 3, das heißt, man kann von den gefundenen Reserven im tiefen Sand gleich ein Drittel wieder abziehen.
    Und das treibt wiederum den Preis für Ölsandprojekte, rüchgekoppelt mit steigendem Ölpreis.

    Nach unten gibt es da mittelfristig also deutliche Schranken. Natürlich kann der Preis auch mal wieder kurzfristig deutlich sinken, oder durch verschiedene EInflüsse auch mittelfristig; aber dann gibt es eben weniger Ölsand- und auch Tiefsee-Projekte, also keineswegs einen immer weiteren Förderanstieg für Jahrzehnte, welchen sie mit ihrer Peak-Aussage prognostiziert haben.

    Substituierung durch Gas wird kommen, wenn der Ölpreis steigt,oder Gas dauerhaft billig bleibt (und da muss manja nicht von weitgehender Substituierung sprechen, schon 5 Prozent des Öls ersetzt durch Gas ergäbe einen großen Effekt).
    Aber beim Fracking gibt es zunehmend Widerstand, bei sinkenden Preisen lohnt sich die Brechung desselben immer weniger. Und ewig reicht Gas ebenfalls nicht.

    Auch Kohleverflüssigung gab es schon in Großanlagen und könnte bei entsprechenden Preisen jederzeit wieder kommen.

    Auch Substitution durch Strom wird zunehmen, mit Zuwachs an Erneuerbaren. Wind (onshore) in guter Lage dürfte derzeit die niedrigsten Gestehungskosten überhaupt haben. Die anderen sindnoch über den konventionellen Kraftwerken, teils deutlich; allerdings wird die Stromerzeugung trotzdem massiv zunehmen, da für den Verbaucher der Netzpreis entscheidend ist, für den Großverbaucher (Kommune, WOhnungsbaugenossenschaft) der Preis, den er von den Monopolisten kriegt. Damit wird schon die noch teuerste PV in den nächsten Jahren an immer mehr Orten ohne große Subventionen beteibbar sein, dies wird einen großen Schub an kleinteiliger Speichertechnologie auslösen.

    Also, Öl- Substitute sind da bzw. nah; der Preis wird also nicht ins unermessliche steigen.
    Die Substitute sind jedoch auch nicht ganz billig und nur teilweise perfekt, außerdem steigen die Förderkosten beim unkonventionellem Öl stark an, also der Preis kann auch nicht wirklich fallen.

    Sollte es nochmal zu einer weltweiten Konjunkturhochphase kommen, wird es kurzfristig dramatischen Anstieg des Ölpreises auf neue Rekorde geben (die Goldmänner werden uns zeigen, wie man mit fast zinsfreien Gazillionen ganze Tankerflotten aufkauft), bei einer weltweiten Rezession vice versa.

    Für die nächsten Jahre sind Prognosen schwer; wer weiß schon, wieweit sich die “deutsche Sprache” in der Welt durch-, oder doch Sachverstand einsetzt, der die weltweite Austerität zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit ggü. dem Mars beendet. :roll:

    Allerdings könnten wir bald sehen, was das Getue der Saudies “wir können jederzeit die Fördermengen drastisch erhöhen” wert ist, wenn das EMbargo greifen sollte.

    Antworten

    • 10. Februar 2012 um 11:05 Uhr
    • Thomas Pittner
  7. 39.

    Zu nr 38.

    Ich bin mit allem einverstanden. Allerdings fehlt ein Szenario. Was ist, wenn es Unruhen gibt in Saudi Arabien? Ich sehe dies nicht als unmöglich an, gerade in den Fördergebieten. Dann sehe ich einen ölpreis úber 200.- US$ mit Spitzen von 400.- US$

    Saldos Pedro

    Antworten

    • 13. Februar 2012 um 20:07 Uhr
    • Pedro Brunhart
  8. 40.

    Unruhen in Saudi-Arabien?
    Aber Herr Brunhart, da herrschen doch so lupenreine Demkokraten, dass wir Panzer und ganze “Kleinwaffen”Fabriken (G36) liefern; man kann ja nicht wollen, dass der hofierte der Hort der Stabilität mit veralteten Waffen die Demokratiebewegung in Bahrein niederschlägt.
    Und die Amerikaner dürften nicht lange zögern, Truppen zum Schutz des Menschenrechts auf preiswertes Öl in Gang zu setzen.

    Selbst Libyen produziert schon wieder ordentlich Öl, eine wirkliche Vernichtung der Ölinfrastruktur braucht schon eine sehr spezielle Motivlage, die meisten denkbaren Aufständigen wollen doch die ANlagen einfach übernehmen; aber natürlich, so ein Einbruch wie in Libyen in Saudi-Arabien, und der Ölpreis hebt ab.

    Antworten

    • 13. Februar 2012 um 23:53 Uhr
    • Thomas Pittner
  9. Kommentar zum Thema

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