So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog
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Die Heusinger-Wetten

Zehn Wetten für 2010

Von 1. Januar 2010 um 20:06 Uhr

Die Hirten Lucas Zeise, Dieter Wermuth und ich haben zwischen den Jahren wieder getagt und eine neue Prognose erstritten. Von der Tendenz her, die für Deutschland und Europa am besten mit deflationär, wachstumsarm und Bilanzrezession beschrieben werden kann, sind wir uns einig. Nicht aber in der Frage, wie die Weltwirtschaft mit der Krise mittelfristig fertig wird. Dabei gab Dieter den Optimisten und Lucas den Pessimisten, wobei ich selber näher an Lucas Einschätzung bin. Erst jedoch haben wir uns über das brillante Abschneiden unserer Wetten für 2009 gefreut – und uns auf die Schultern geklopft. Dort, wo wir falsch lagen, nämlich bei der Einschätzung der Finanzmärkte, haben wir einfach fast dieselben Wetten für 2010 rausgelegt, weil wir mittelfristig Recht behalten wollen. Weiter…

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Selbstgerechte Bilanz unserer Wetten für 2009

Von 31. Dezember 2009 um 14:23 Uhr

Es ist soweit, das Jahr ist so gut wie rum. Wir können bilanzieren. Zehn Wetten hatten wir Hirten aufgetischt und lagen nicht schlecht, vor allem was die Konjunkturdaten betrifft. Die Finanzmärkte haben wir zu pessimistisch eingeschätzt und die Außenseiterwetten, bei denen wir besonders spekulativ sind, voll verloren. Weiter…

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Es kommt alles viel schlimmer – die Wachstumswette für 2010

Von 22. November 2009 um 18:58 Uhr

Ist der HERDENTRIEB jetzt erwachsen? Wie viele Prä-Internet-Jahre zählt eigentlich ein Jahr online? Fünf? Dann hätten wir es geschafft. Seit vier Jahren ist dieses Blog am Start. Und da alles mit der famosen Wachstumswette für 2006 begann, wird jeder Geburtstag wieder mit einer Wachstumswette aus meiner Feder gefeiert. Soviel Tradition muss sein, auch im schnelllebigen Netz. Aber zunächst mal Dank an Sie und Euch Kommentatoren und Leser! Was wäre der HERDENTRIEB ohne die ökonomischen Debatten, die in Deutschland ihresgleichen suchen.

Aber jetzt zur Wette: Ich bin pessimistisch, habe das verdammte Gefühl, dass zurzeit überall viel zu viel Optimismus herrscht. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Krise sich so einfach in Wohlgefallen auflöst. Dafür ist das System zu sehr krank. Ich rechne noch mal mit einem ordentlichen Rückschlag bei Banken und am Kapitalmarkt. Woher soll das Wachstum in der Realwirtschaft kommen, außer von Konjunkturpaketen, die langsam auslaufen und noch nicht groß erneuert worden sind? Einzige Ausnahme ist wohl die „grande emprunt“ des Monsieur Sarkozy. Sensationell! Vive la France, kann ich da nur sagen.

Aber in Deutschland? Weiter…

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Die ultimative Dax-Wette zum Siebten

Von 18. Januar 2009 um 12:07 Uhr

HERDENTRIEB-Leser der ersten Stunde kennen sie schon: die ultimative Dax-Wette. Anfang des Jahres wetten Marcus Rohwetter und ich, wo der Dax am Jahresende steht. Das tun wir nun schon zum siebten Mal, wenngleich erst zum vierten Mal im Blog (2006, 2007 und 2008).

In 30 Jahren werden Zocker mit der Wette etwas anfangen können, nach dem Motto: Wenn es im Januar schneit und Heusinger pessimistischer ist als Rohwetter, dann fallen die Kurse, oder so ähnlich. Deshalb halten wir die nächsten Jahrzehnte durch, versprochen. Zumal, da sich diese Wette für mich immer besser anfühlt. Erst war sie mein Albtraum, weil die ganze Wirtschaftsredaktion der ZEIT spottete, dass ihr Finanzexperte viermal in Folge unterging. Die beiden letzten Wetten dagegen habe ich gewonnen und mir die Fläschchen Champagner an Sylvester schmecken lassen.

Hier also unsere Wette für 2009: Marcus tippt auf den Jahresendstand von 5200 Punkten beim Dax, ich halte mit 4150 dagegen. Weiter…

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Spott, Übermut und berechtigte Hoffnung: So wird 2009

Von 1. Januar 2009 um 15:37 Uhr

Drei Hirten, ein paar Gläser Bier und eine Prognose. Am vorletzten Tag des alten Jahres haben sich Dieter Wermuth, Lucas Zeise und ich in Frankfurt getroffen und tief in die Glaskugel geschaut, um wie jedes Jahr unsere Wetten für das kommende Jahr zu formulieren.

Nur Spott hatten wir für den großen Professor Zimmermann vom DIW übrig, der am liebsten von Prognosen für 2009 absehen möchte, weil ja alles so ungewiss sei. Die Wahrheit ist doch: Bei Prognosen geht es auch darum, wie weit man in der Lage ist, das System zu verstehen, ob man dem richtigen Paradigma anhängt, oder eben dem falschen. Und wenn man daneben liegt, muss man eben seine Annahmen korrigieren, Fehler einräumen. Und unsere Wetten für 2008 waren nicht schlecht, wie wir wie immer selbstgerecht freudig festgestellt haben. Dieter und ich stritten uns vor einem Jahr um die Abkopplungsthese. Er hing ihr noch an, ich nicht mehr, weshalb bei den drei Wetten, die mit meinem Einspruch versehen waren, der Einspruch besser lag. Weiter…

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Eiszeit in Deutschland

Von 27. November 2008 um 00:12 Uhr

In diesen Tagen ist der HERDENTRIEB drei Jahre alt geworden. Und da im November 2005 alles mit der famosen Wachstumswette für das Jahr 2006 begann, wird der Geburtstag stets mit einer neuen Wachstumswette gefeiert. So schwer wie heute ist mir die Wette allerdings noch nie gefallen. Denn zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust! Die eine, die schwärmerische, sagt mir, Deutschland hat die besten Vorraussetzungen die Krise glimpflich zu bestehen. Die andere, die realistische, zeichnet ein fürchterlich düsteres Bild. Da der Journalist nun mal der Wahrheit verpflichtet ist, siegt die realistische Seele. Solange es kein Konjunkturprogramm in Deutschland gibt, das den Namen verdient hat, solange Merkel und Steinbrück den Eichel machen, solange gilt die Wette: Das Brutto-Inlandsprodukt schrumpft nächstes Jahr um mindestens 1,5 Prozent. Damit bin ich deutlich pessimistischer als Sachverständigenrat und Herbstgutachter, die eine Stagnation erwarten.
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Auf dem Weg zur Basarökonomie?

Von 17. Mai 2008 um 17:28 Uhr

Die Wachstumszahl fürs erste Quartal war ein ganz schöner Hammer. Mit aufs Jahr hochgerechneten sechs Prozent war es der kräftigste Wachstumsschub in einem Quartal seit 1996! Nicht nur, dass meine Wachstumswette nun recht pessimistisch ausschaut. Viel schlimmer: Es scheint, als könne man sich immer weniger auf die deutschen Quartalsdaten verlassen. Klar zumindest ist, dass das erste Quartal ein Ausreißer nach oben ist – und damit leider die Selbstgefälligkeit der europäischen Politik und Notenbank, abzuwarten bis die Krise sichtbar wird, um weitere drei Monate unterstützt. Warum man sich immer weniger auf die deutschen Quartalsdaten verlassen kann?
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Hochmut kommt vor dem Fall

Von 10. April 2008 um 21:07 Uhr

Ich habe meine jüngste Wette verloren. Die Europäische Zentralbank hat weder am Devisenmarkt interveniert, noch die Zinsen gesenkt. Genau darauf hatte ich gewettet, weil der Stress im Finanzsystem kaum auszuhalten ist. Glücklicherweise hat niemand mit Wein oder ähnlichem dagegen gehalten. So gehe ich nun kurz in Sack und Asche und bekenne Hochmut kommt vor dem Fall. Doch schon gleich hole ich zum Gegenschlag aus.
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Wo bleibt die EZB?

Von 16. März 2008 um 22:52 Uhr

Ich habe noch nie einen solchen Stress im Finanzsystem erlebt. Es ist grauselig. Noch grauseliger ist nur die unverantwortliche Position der Europäischen Zentralbank. Sie tut gerade so, als ginge sie die Finanzkrise nichts an. War sie im August vergangenen Jahres auf der Höhe der Zeit, vielleicht sogar ein bisschen ahead the curve, so ist sie inzwischen richtig fett behind the curve. Sie sorgt sich um Inflation, treibt die Zinssenkungserwartungen immer weiter ins Jahr hinein. Schlimmer geht’s nimmer. Immerhin versucht sie seit vergangener Woche verbal gegen den horrend festen Euro zu intervenieren. Aber am Markt lachen sie sich kaputt. Die Wirkung der warnenden Worte von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sind gleich null.
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Die ultimative Dax-Wette zum Sechsten

Von 13. Januar 2008 um 22:29 Uhr

HERDENTRIEB-Leser der ersten Stunde kennen sie schon: die ultimative Dax-Wette. Anfang des Jahres wetten Marcus Rohwetter und ich, wo der Dax am Jahresende steht. Das tun wir nun schon zum sechsten Mal, wenngleich erst zum dritten Mal im Blog.

Und ich muss sagen, dass ich zwar noch nicht erhobenen Hauptes diese Zeilen schreibe, jedoch recht gelassen. Denn – tara-tara – die Pechsträhne scheint beendet! Viermal in Folge hat der Einzelhandelsfachmann der ZEIT den Kapitalmarktexperten geschlagen, im vergangenen Jahr habe ich gewonnen! Jetzt bin ich zwar nicht mehr offiziell Kapitalmarktexperte, sondern kümmere mich auch um stinkenden Fisch, genmanipulierte Kartoffeln und anderes, aber doch nur – wie für Chefs üblich – recht oberflächlich. Dafür hat die Rundschau natürlich auch ihren Experten – und was für einen!

Anyway lasst uns zur Wette kommen: Marcus sagt den Jahresendstand im Dax von sage und schreibe 8.250 Punkten voraus. Ich halte mit 7.200 dagegen. Ja, Sie haben richtig gelesen: Dieses Jahr geht’s bergab. Das erste Mal seit 2003, dass ich fallende Kurse erwarte. What goes up, must come down. Und dieses Jahr ist es soweit.
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