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	<title>Kommentare für Herdentrieb</title>
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	<description>So funktioniert Kapitalismus. Ein Blog</description>
	<lastBuildDate>Sat, 25 May 2013 19:38:44 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von NicolaiP</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91285</link>
		<dc:creator>NicolaiP</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 19:38:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Also ehrlich, ich lese lieber im Kaffeesatz, schaue mir einen indianischen Regentanz an oder lasse mich von Voodooritualen “verzaubern”, alternativ lasse ich mir die Zukunft aus der Kristallkugel vorhersagen, da steckt in jedem mehr Lebensweisheit als in den “Nachrichten vom Börsenparkett”. Man nimmt die Vergangenheit, bereitet sie grafisch auf, damit’s wissenschaftlich aussieht und beeindruckt – und dann ( ab Datum jetzt in die Zukunft ) fängt die Spökenkiekerei an. Ich habe in der Vergangenheit gerne die Börsengraphen einer ganz bekannten deutschen Tageszeitung aus einer Börsen- und Bankstadt gelesen und mich ob des Comedy-Effektes köstlich amüsiert. Da gab es die Haltepunkte, die Verkaufssignale, die Seitwärtsbewegung und – die Doppelbogenformation. Und was hat das alles für die Zukunft gebracht? Nichts. Die “Experten” können keine halbe Sekunde im Voraus den Börsenkurs vorhersagen, ein Sachverhalt, der zur Nagelprobe jeder ernsthaften Wissenschaft gehört: Auf der Basis des Bekannten ein Ereignis der Zukunft vorhersagen – wenn es dann eintrifft, gilt die Theorie als zumindest für diesen Fall bestätigt. Dass bei einem ( unerwartet ) steilen Anstieg der Kurse die Unkenrufe zunehmen, dass es wieder abwärts gehe – nun, mit der dauer des Anstiegs wird die Zahl der Unken zunehmen, bis dann der Kurs wieder sinkt und “Ich hab’s vorhergesagt!” tönt es dann aus allen Ecken. Also, ich wage mal eine Vorhersage auf einem anderen Gebiet: “Es wird bald wieder regnen!” Und eine zweite Vorhersage: “Auf Regen folgt Sonnenschein!” Bin ich jetzt ein Wetterexperte?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Also ehrlich, ich lese lieber im Kaffeesatz, schaue mir einen indianischen Regentanz an oder lasse mich von Voodooritualen “verzaubern”, alternativ lasse ich mir die Zukunft aus der Kristallkugel vorhersagen, da steckt in jedem mehr Lebensweisheit als in den “Nachrichten vom Börsenparkett”. Man nimmt die Vergangenheit, bereitet sie grafisch auf, damit’s wissenschaftlich aussieht und beeindruckt – und dann ( ab Datum jetzt in die Zukunft ) fängt die Spökenkiekerei an. Ich habe in der Vergangenheit gerne die Börsengraphen einer ganz bekannten deutschen Tageszeitung aus einer Börsen- und Bankstadt gelesen und mich ob des Comedy-Effektes köstlich amüsiert. Da gab es die Haltepunkte, die Verkaufssignale, die Seitwärtsbewegung und – die Doppelbogenformation. Und was hat das alles für die Zukunft gebracht? Nichts. Die “Experten” können keine halbe Sekunde im Voraus den Börsenkurs vorhersagen, ein Sachverhalt, der zur Nagelprobe jeder ernsthaften Wissenschaft gehört: Auf der Basis des Bekannten ein Ereignis der Zukunft vorhersagen – wenn es dann eintrifft, gilt die Theorie als zumindest für diesen Fall bestätigt. Dass bei einem ( unerwartet ) steilen Anstieg der Kurse die Unkenrufe zunehmen, dass es wieder abwärts gehe – nun, mit der dauer des Anstiegs wird die Zahl der Unken zunehmen, bis dann der Kurs wieder sinkt und “Ich hab’s vorhergesagt!” tönt es dann aus allen Ecken. Also, ich wage mal eine Vorhersage auf einem anderen Gebiet: “Es wird bald wieder regnen!” Und eine zweite Vorhersage: “Auf Regen folgt Sonnenschein!” Bin ich jetzt ein Wetterexperte?</p>
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		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von gojko</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91242</link>
		<dc:creator>gojko</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 10:57:50 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@dunnhaupt: &quot;Den Kleininvestor interessiert nur die Aktie, die er gerade besitzt. &quot;

Meiner Meinung nach sollte ein  &quot;Kleininvestor &quot; gar keine Einzelaktien besitzen. Das Klumpenrisiko ist viel zu groß. Untner einer Million würde ich nur Indexf-ETFs kaufen.

Wer damals im Jahr 2000 sein ganzes Geld in einen soliden Wert wie Kodak gesteckt hat (weil die dick im Fotogeschäft drin waren) sieht in der heutigen digitalen Welt eher alt aus. Aus 80$ wurden 0.14$

Gruß, Gojko.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@dunnhaupt: &#8220;Den Kleininvestor interessiert nur die Aktie, die er gerade besitzt. &#8221;</p>
<p>Meiner Meinung nach sollte ein  &#8220;Kleininvestor &#8221; gar keine Einzelaktien besitzen. Das Klumpenrisiko ist viel zu groß. Untner einer Million würde ich nur Indexf-ETFs kaufen.</p>
<p>Wer damals im Jahr 2000 sein ganzes Geld in einen soliden Wert wie Kodak gesteckt hat (weil die dick im Fotogeschäft drin waren) sieht in der heutigen digitalen Welt eher alt aus. Aus 80$ wurden 0.14$</p>
<p>Gruß, Gojko.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von gojko</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91240</link>
		<dc:creator>gojko</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 10:49:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Vielen Dank für die Analyse. Endlich mal was Praxisbezogenes.

Kritisieren würde ich nur, daß es wieder um den DAX geht. In jedem halbwegs ernstzunehmenden Buch wird das Beschränken auf heimische Märkte(&quot;home bias&quot;) als schwerer Fehler gebrandmarkt (schlechte Diversifizierung). Warum also nicht wenigstens der Stoxx 600?

Gruß, Gojko.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Vielen Dank für die Analyse. Endlich mal was Praxisbezogenes.</p>
<p>Kritisieren würde ich nur, daß es wieder um den DAX geht. In jedem halbwegs ernstzunehmenden Buch wird das Beschränken auf heimische Märkte(&#8220;home bias&#8221;) als schwerer Fehler gebrandmarkt (schlechte Diversifizierung). Warum also nicht wenigstens der Stoxx 600?</p>
<p>Gruß, Gojko.</p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von Alex</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91205</link>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 25 May 2013 06:09:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6115#comment-91205</guid>
		<description><![CDATA[Bei den Aktien bleibe ich bei meiner Vermutung, dass es sich um einen Chickie Run handelt (siehe &quot;Denn Sie wissen nicht was sie tun&quot;). Jeder weiß, dass der Crash kommen wird. Der ist aber noch etwas entfernt, da die Fed und die BOJ weiter Geld in das Finanzwesen pumpen. Damit aber wird&#039;s zur Wette: Wer kurz vor dem Crash den Absprung schafft, der hat alles richtig gemacht. Ist also eine Wette auf&#039;s richtige Timing. Womit wir wieder beim Prinzip des Herdentrieb wären.

Außerdem gibt&#039;s ja auch nicht wirklich viele gute Alternativen zu Aktien derzeit.

Alex]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den Aktien bleibe ich bei meiner Vermutung, dass es sich um einen Chickie Run handelt (siehe &#8220;Denn Sie wissen nicht was sie tun&#8221;). Jeder weiß, dass der Crash kommen wird. Der ist aber noch etwas entfernt, da die Fed und die BOJ weiter Geld in das Finanzwesen pumpen. Damit aber wird&#8217;s zur Wette: Wer kurz vor dem Crash den Absprung schafft, der hat alles richtig gemacht. Ist also eine Wette auf&#8217;s richtige Timing. Womit wir wieder beim Prinzip des Herdentrieb wären.</p>
<p>Außerdem gibt&#8217;s ja auch nicht wirklich viele gute Alternativen zu Aktien derzeit.</p>
<p>Alex</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von dunnhaupt</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91107</link>
		<dc:creator>dunnhaupt</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 18:30:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6115#comment-91107</guid>
		<description><![CDATA[Was schert den Kleininvestor schon der DAX?  Durchschnittswerte sind nur etwas für Ökonomen, die wissen möchten, wie sich die geamten Märkte bewegen.  Den Kleininvestor interessiert nur die Aktie, die er gerade besitzt.  Heute früh zum Beispiel stieg der Dow Jones gerade mal um 0,01%, die Aktie von Procter &amp; Gamble aber stieg um 4,0%, also vierzig mal so viel.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was schert den Kleininvestor schon der DAX?  Durchschnittswerte sind nur etwas für Ökonomen, die wissen möchten, wie sich die geamten Märkte bewegen.  Den Kleininvestor interessiert nur die Aktie, die er gerade besitzt.  Heute früh zum Beispiel stieg der Dow Jones gerade mal um 0,01%, die Aktie von Procter &amp; Gamble aber stieg um 4,0%, also vierzig mal so viel.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Financial Non-Repression von hkeske</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/22/financial-non-repression_6109/comment-page-6#comment-91099</link>
		<dc:creator>hkeske</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 17:12:27 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[@ Henry Kaspar

Strukturelle Probleme und Strukturreformen sind neuerdings häufig verwendete Vokabeln - sind Sie sicher, daß die Diskussionteilnehmer hier alle dieselbe Vorstellung davon haben, was damit gemeint ist? Frau Merkel redet auch öfter von Strukturreformen, sagt aber auch nicht, was das heißen soll.

Unter Struktur versteht man im normalen Sprachgebrauch so etwas wie die Anordnung der Teile eines Ganzen oder auch ein Gefüge von wechselseitig abhängigen Einheiten oder einen inneren Aufbau einer größeren Einheit.

Wenn nun von Strukturreformen in der Wirtschaft die Rede ist, was ist dann gemeint? Sollen die Teile des ganzen neu angeordnet werden (wie und wozu?) Ich nehme einfach mal die Begriffserläuterund eines Wirtschaftslexikons:

&quot;1. Allgemein: Struktur wird als Aufteilung einer ökonomischen Größe in relevante Teilaggregate bezeichnet.

2. Wirtschaftlich: Als ökonomische Größe kommen viele Sachverhalte in Betracht, z.B. Sozialprodukt, Angebot, Nachfrage, Konsum, Investitionen, Beschäftigung, Export, Import, Märkte, Unternehmensgröße etc.

Häufig verwendet werden die Begriffe sektorale und regionale Wirtschaftsstruktur:
(1) Unter sektoraler Wirtschaftsstruktur versteht man etwa die Anteile einzelner Sektoren (wie Verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung, Bergbau, Handel, Land- und Forstwirtschaft, öffentliche Dienstleister) am Sozialprodukt, die Verteilung der Erwerbstätigen auf Sektoren, oder die Aufteilung der Investitionen auf Sektoren. Bezieht sich die Analyse nicht auf den Vergleich zwischen Sektoren, sondern auf Aspekte innerhalb eines bestimmten Sektors, spricht man von intrasektoraler Struktur.
(2) Unter regionaler Wirtschaftsstruktur versteht man die Verteilung der genannten Größen im geografischen Raum einer Volkswirtschaft.&quot;

Und wenn nun von notwendigen strukturellen Reformen die Rede ist, was soll dann geändert werden? Alles? Ist die &quot;strukturelle Reform&quot; nicht völlig sinnfreies Gerede, wenn niemand sagt, was genau denn nun reformiert werden soll und warum? 

Und wenn nun die Teile eines Ganzen neu geordnet werden sollen, wer nimmt diese Neuordnung vor? Stellt sie sich als spontane Ordnung durch das Handeln der Marktteilnehmer von selbst her oder ist staatliches Handeln erforderlich? Bei spontaner Ordnung, die ja noch Gläubige hat, brauchte man keine theoretischen Diskussionen, bei staatlicher Neuordnung der Verhältnisse in der Wirtschaft wären wir dann im Bereich der Planwirtschaft. Wer also soll die Neuordnung durchführen?

Starke Zweifel kommen mir auch bei der Abwertung und ihrer Nützlichkeit. Gibt es denn irgendeinen vernünftigen Grund für die Annahme, eine Volkswirtschaft, die bisher preislich überlegen = wettbewerbsfähig produzieren konnte, werde es einfach tatenlos hinnehmen, wenn sie durch staatliche Maßnahmen wie die Abwertung ihre Wettbewerbsfähigkeit verliert? Anders formuliert: Gibt es einen vernünftigen Grund für die Annahme, eine Abwertung führe zu einer nachhaltigen Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit von Konkurrenten?

Schließlich wird in der Diskussion um die Staatsschulden regelmäßig und hartnäckig übersehen, daß die Staatsverschuldung immer darauf beruht, daß der Staat es versäumt hat, die für seine Ausgaben notwendigen Steuern zu erheben. In den weitaus meisten Ländern kann diese Versäumnis durch Nachholung ausgeglichen werden. Es ist genügend Privatvermögen vorhanden. Es gibt also durchaus eine Alternative zu den Perspektiven, die in den Diskussionen angesprochen werden. 

Die weitaus bedeutsamste &quot;Strukturreform&quot; bestände darin, die Staaten jetzt oder in einem knappen Zeitraum zu entschulden. Danach könnten sie sich dann in Demokratie versuchen, ohne Abhängigkeit von Finanzmärkten.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Henry Kaspar</p>
<p>Strukturelle Probleme und Strukturreformen sind neuerdings häufig verwendete Vokabeln &#8211; sind Sie sicher, daß die Diskussionteilnehmer hier alle dieselbe Vorstellung davon haben, was damit gemeint ist? Frau Merkel redet auch öfter von Strukturreformen, sagt aber auch nicht, was das heißen soll.</p>
<p>Unter Struktur versteht man im normalen Sprachgebrauch so etwas wie die Anordnung der Teile eines Ganzen oder auch ein Gefüge von wechselseitig abhängigen Einheiten oder einen inneren Aufbau einer größeren Einheit.</p>
<p>Wenn nun von Strukturreformen in der Wirtschaft die Rede ist, was ist dann gemeint? Sollen die Teile des ganzen neu angeordnet werden (wie und wozu?) Ich nehme einfach mal die Begriffserläuterund eines Wirtschaftslexikons:</p>
<p>&#8220;1. Allgemein: Struktur wird als Aufteilung einer ökonomischen Größe in relevante Teilaggregate bezeichnet.</p>
<p>2. Wirtschaftlich: Als ökonomische Größe kommen viele Sachverhalte in Betracht, z.B. Sozialprodukt, Angebot, Nachfrage, Konsum, Investitionen, Beschäftigung, Export, Import, Märkte, Unternehmensgröße etc.</p>
<p>Häufig verwendet werden die Begriffe sektorale und regionale Wirtschaftsstruktur:<br />
(1) Unter sektoraler Wirtschaftsstruktur versteht man etwa die Anteile einzelner Sektoren (wie Verarbeitendes Gewerbe, Energie- und Wasserversorgung, Bergbau, Handel, Land- und Forstwirtschaft, öffentliche Dienstleister) am Sozialprodukt, die Verteilung der Erwerbstätigen auf Sektoren, oder die Aufteilung der Investitionen auf Sektoren. Bezieht sich die Analyse nicht auf den Vergleich zwischen Sektoren, sondern auf Aspekte innerhalb eines bestimmten Sektors, spricht man von intrasektoraler Struktur.<br />
(2) Unter regionaler Wirtschaftsstruktur versteht man die Verteilung der genannten Größen im geografischen Raum einer Volkswirtschaft.&#8221;</p>
<p>Und wenn nun von notwendigen strukturellen Reformen die Rede ist, was soll dann geändert werden? Alles? Ist die &#8220;strukturelle Reform&#8221; nicht völlig sinnfreies Gerede, wenn niemand sagt, was genau denn nun reformiert werden soll und warum? </p>
<p>Und wenn nun die Teile eines Ganzen neu geordnet werden sollen, wer nimmt diese Neuordnung vor? Stellt sie sich als spontane Ordnung durch das Handeln der Marktteilnehmer von selbst her oder ist staatliches Handeln erforderlich? Bei spontaner Ordnung, die ja noch Gläubige hat, brauchte man keine theoretischen Diskussionen, bei staatlicher Neuordnung der Verhältnisse in der Wirtschaft wären wir dann im Bereich der Planwirtschaft. Wer also soll die Neuordnung durchführen?</p>
<p>Starke Zweifel kommen mir auch bei der Abwertung und ihrer Nützlichkeit. Gibt es denn irgendeinen vernünftigen Grund für die Annahme, eine Volkswirtschaft, die bisher preislich überlegen = wettbewerbsfähig produzieren konnte, werde es einfach tatenlos hinnehmen, wenn sie durch staatliche Maßnahmen wie die Abwertung ihre Wettbewerbsfähigkeit verliert? Anders formuliert: Gibt es einen vernünftigen Grund für die Annahme, eine Abwertung führe zu einer nachhaltigen Veränderung der Wettbewerbsfähigkeit von Konkurrenten?</p>
<p>Schließlich wird in der Diskussion um die Staatsschulden regelmäßig und hartnäckig übersehen, daß die Staatsverschuldung immer darauf beruht, daß der Staat es versäumt hat, die für seine Ausgaben notwendigen Steuern zu erheben. In den weitaus meisten Ländern kann diese Versäumnis durch Nachholung ausgeglichen werden. Es ist genügend Privatvermögen vorhanden. Es gibt also durchaus eine Alternative zu den Perspektiven, die in den Diskussionen angesprochen werden. </p>
<p>Die weitaus bedeutsamste &#8220;Strukturreform&#8221; bestände darin, die Staaten jetzt oder in einem knappen Zeitraum zu entschulden. Danach könnten sie sich dann in Demokratie versuchen, ohne Abhängigkeit von Finanzmärkten.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von Dietmar Tischer</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91097</link>
		<dc:creator>Dietmar Tischer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:56:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6115#comment-91097</guid>
		<description><![CDATA[@ D. Wermuth

Ein Analyse, die wichtige Aspekte sachlich abwägt und bewertet – gekonnt wie immer.

Fazit 1:

&gt;Unterm Strich bleibt, dass Aktien wegen der starken Kurssteigerungen der Vergangenheit, der trüben Konjunktur und des hohen KGV eher teuer, andererseits wegen der hohen Risikoprämie und der attraktiven Dividendenrendite eher billig sind.&gt;

Fazit 2:

&gt;Für mich überwiegen die negativen Aspekte. Gewinne also mitnehmen!&gt;

Dieses Fazit ziehen Sie OHNE eine einzige Analyse oder Begründung.

Sagen Sie uns doch bitte auch dazu etwas – wie kommen Sie zu dieser Aussage?

Ist es Ihr Instinkt, Ihre Erfahrung oder haben Sie gewürfelt, um zu diesem Ergebnis zu kommen?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ D. Wermuth</p>
<p>Ein Analyse, die wichtige Aspekte sachlich abwägt und bewertet – gekonnt wie immer.</p>
<p>Fazit 1:</p>
<p>&gt;Unterm Strich bleibt, dass Aktien wegen der starken Kurssteigerungen der Vergangenheit, der trüben Konjunktur und des hohen KGV eher teuer, andererseits wegen der hohen Risikoprämie und der attraktiven Dividendenrendite eher billig sind.&gt;</p>
<p>Fazit 2:</p>
<p>&gt;Für mich überwiegen die negativen Aspekte. Gewinne also mitnehmen!&gt;</p>
<p>Dieses Fazit ziehen Sie OHNE eine einzige Analyse oder Begründung.</p>
<p>Sagen Sie uns doch bitte auch dazu etwas – wie kommen Sie zu dieser Aussage?</p>
<p>Ist es Ihr Instinkt, Ihre Erfahrung oder haben Sie gewürfelt, um zu diesem Ergebnis zu kommen?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Aktien sind nicht mehr billig von Daniel</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/24/aktien-sind-nicht-mehr-billig_6115/comment-page-1#comment-91093</link>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 16:04:47 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6115#comment-91093</guid>
		<description><![CDATA[Schöne Analyse - gefällt mir!]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schöne Analyse &#8211; gefällt mir!</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Financial Non-Repression von Alex</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/22/financial-non-repression_6109/comment-page-6#comment-91074</link>
		<dc:creator>Alex</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 14:19:04 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6109#comment-91074</guid>
		<description><![CDATA[@H. Kaspar

Die Banken Spaniens befinden sich weiter in einem desolaten Zustand: 
http://www.zerohedge.com/news/2013-05-24/rout-spain
Entweder die deutschen Sparer willigen ein diese im Notfall abzusichern oder der Euro ist eh&#039; Geschichte.

Was aber QE angeht, so bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig hier über Japan diskutiert wird. Japan ist der Lackmustest. In der angelsächsischen Sphäre gibt es dazu interessante Kontroversen - so zB zwischen Kyle Bass und Ambrose Evans-Pritchard oder auch Blogeinträge von Paul Krugman.

Die Frage ist: Was passiert wenn Abenomics schiefgeht? Ich behaupte, dann ist der Weg der Erleichterung von Strukturanpassungen via public spending (entweder per Bonds oder per Notenpresse finanziert) für alle Staaten mit hohem Defizit (also fast alle) versperrt. 

Der etwaige Zusammenbruch Japans wäre (ich fürchte: wird) ein finanz- und geldpolitischer Tsunami. Dieser würde nicht nur unmittelbare Folgen haben, sondern auch langfristig die Spielräume für Regierungen UND Notenbanken massiv einschränken. Damit wären die Debatten hier zum Teil nur noch akademischer Natur.

Denn: Nach OMT ist der Fokus der Weltfinanzarchitektur einstweilen auf Japan - dort ist die Stressbelastung des System derzeit am höchsten. Aber fällt Japan, dann wird der Ansatz des QE insgesamt hinterfragt werden. Alleine die Aussicht auf ein Scheitern des Quantative Easing als Ansatz wird Märkte weiter kollabieren lassen. Der Druck auf die Fed wäre enorm. Wird der Euro zur Fluchtwährung? Wohl kaum. Aber die Flucht in Bundesanleihen wäre extrem. Die Ungleichgewichte in der Euro-Zone verstärkt. Von der weltweiten Depression mal ganz zu schweigen.

Die Euro-Zone insgesamt müsste bis dahin die Zeit nutzen und sich auf die ordnungspolitische Linie der Bundesbank zurückziehen, dann hätten die Krisenländer die Chance z. T. von einem Kollaps des Quantitative Easing zu profitieren. Aber das wird ja nicht geschehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann vieles debattieren, der Fall Japan hingegen wird Fakten schaffen - so oder so. So einiges wird dadurch hinfällig werden. So oder so.

Alex]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@H. Kaspar</p>
<p>Die Banken Spaniens befinden sich weiter in einem desolaten Zustand:<br />
<a href="http://www.zerohedge.com/news/2013-05-24/rout-spain" rel="nofollow">http://www.zerohedge.com/news/2013-05-24/rout-spain</a><br />
Entweder die deutschen Sparer willigen ein diese im Notfall abzusichern oder der Euro ist eh&#8217; Geschichte.</p>
<p>Was aber QE angeht, so bin ich immer wieder erstaunt, wie wenig hier über Japan diskutiert wird. Japan ist der Lackmustest. In der angelsächsischen Sphäre gibt es dazu interessante Kontroversen &#8211; so zB zwischen Kyle Bass und Ambrose Evans-Pritchard oder auch Blogeinträge von Paul Krugman.</p>
<p>Die Frage ist: Was passiert wenn Abenomics schiefgeht? Ich behaupte, dann ist der Weg der Erleichterung von Strukturanpassungen via public spending (entweder per Bonds oder per Notenpresse finanziert) für alle Staaten mit hohem Defizit (also fast alle) versperrt. </p>
<p>Der etwaige Zusammenbruch Japans wäre (ich fürchte: wird) ein finanz- und geldpolitischer Tsunami. Dieser würde nicht nur unmittelbare Folgen haben, sondern auch langfristig die Spielräume für Regierungen UND Notenbanken massiv einschränken. Damit wären die Debatten hier zum Teil nur noch akademischer Natur.</p>
<p>Denn: Nach OMT ist der Fokus der Weltfinanzarchitektur einstweilen auf Japan &#8211; dort ist die Stressbelastung des System derzeit am höchsten. Aber fällt Japan, dann wird der Ansatz des QE insgesamt hinterfragt werden. Alleine die Aussicht auf ein Scheitern des Quantative Easing als Ansatz wird Märkte weiter kollabieren lassen. Der Druck auf die Fed wäre enorm. Wird der Euro zur Fluchtwährung? Wohl kaum. Aber die Flucht in Bundesanleihen wäre extrem. Die Ungleichgewichte in der Euro-Zone verstärkt. Von der weltweiten Depression mal ganz zu schweigen.</p>
<p>Die Euro-Zone insgesamt müsste bis dahin die Zeit nutzen und sich auf die ordnungspolitische Linie der Bundesbank zurückziehen, dann hätten die Krisenländer die Chance z. T. von einem Kollaps des Quantitative Easing zu profitieren. Aber das wird ja nicht geschehen.</p>
<p>Lange Rede, kurzer Sinn: Man kann vieles debattieren, der Fall Japan hingegen wird Fakten schaffen &#8211; so oder so. So einiges wird dadurch hinfällig werden. So oder so.</p>
<p>Alex</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Kommentar zu Financial Non-Repression von Henry Kaspar</title>
		<link>http://blog.zeit.de/herdentrieb/2013/05/22/financial-non-repression_6109/comment-page-5#comment-91071</link>
		<dc:creator>Henry Kaspar</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 May 2013 14:01:01 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/herdentrieb/?p=6109#comment-91071</guid>
		<description><![CDATA[@ Tischer

Ich denke ein Grossteil der griechischen Schulden wird nach und nach abgeschrieben werden. Anders geht es nicht Die Schulden sind jetzt ja fast ausschliesslich in oeffentlicher Hand. Man muss so etwas ja nicht offen machen sondern kann den net-present-value der Schuld anders manipulieren (niedrigere Zinsen, grace periods, Streckung des Rueckzahlungszeitraums).

Gruss,
HK]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Tischer</p>
<p>Ich denke ein Grossteil der griechischen Schulden wird nach und nach abgeschrieben werden. Anders geht es nicht Die Schulden sind jetzt ja fast ausschliesslich in oeffentlicher Hand. Man muss so etwas ja nicht offen machen sondern kann den net-present-value der Schuld anders manipulieren (niedrigere Zinsen, grace periods, Streckung des Rueckzahlungszeitraums).</p>
<p>Gruss,<br />
HK</p>
]]></content:encoded>
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