Neue Bilder von Misshandlungen iranischer Frauen durch die Polizei

Von 21. Mai 2007 um 15:03 Uhr

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Dieses Bild ist am Sonntag in Teheran entstanden, wo der Tugendterror gegen Frauen mit islamisch nicht korrektem Kopftuch offenbar weitergeht. Eine Mutter und ihre Tochter wurden von der Polzei so stark zusammengeschlagen, dass sie am Kopf bluteten. Sie nahmen darauf ihre Kopftücher ab, um die Wunden zu zeigen.
Welche Art von Moral ist das, die sich da austobt? Es ist das freigelassene Ressentiment des (männlichen, aber nicht nur!) Mobs gegen Frauen, die sich nicht in die herrschenden Verhältnisse fügen. Ja, auch bei uns gibt es Gewalt gegen Frauen. Die Frauenhäuser sind voll (mehrheitlich mit muslimischen Migrantinnen übrigens).

Aber es ist doch immerhin nicht der Staat, der prügelt. Der Staat ist bei uns nach langen Kämpfen die Zuflucht für die mißhandelten Frauen. Im “Gottesstaat” aber ist das Tragen eines Polzeiknüppels der Freibrief für gewalttätige Misogynie. Und die Ayatollahs schweigen dazu oder hetzen auch noch mit. Was sagt uns das über den Islam? Oder ist das wieder eine unerlaubte Zuspitzung?
Die ganze Geschichte zu dem Foto hier bei Mideastyouth.com.

Kategorien: Iran, Menschenrechte
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Die Tugendwächter im Iran haben gewaltig Angst davor, das sich das “unkorrekte” Tragen des Kopftuches mehr und mehr verbreitet. Es ist Ausdruck und Mittel eines Protestes gegen die Obrigkeit – in einem Land in dem kaum andere Möglichkeiten des Protestes gegeben sind.
    Ich hatte erst vor einigen Tagen ein Gespräch mit einer persischen Frau, die vor kurzem ihre Familie im Iran besuchte. Sie sagte, es sei sehr auffällig wie viele junge Frauen in den grossen Städten sich kleideten. Abgesehen vom “lässig” getragenen Kopftuch seien sie zudem meist stark geschminkt und sogar eher den Umständen entsprechend “sexy” gekleidet. Interessanterweise gibt es Parallelen in der Jugendszene muslimischer Frauen hierzulande, auch wenn diese nicht Gefahr laufen, von der Sittenpolizei verprügelt zu werden.
    Als Ventil für die rigide Unterdrückung jeglichen Körperbewusstseins bei den jungen Menschen im Iran sucht sich der Protest eben so seinen Weg. Der Schuss der Mullahs geht nach hinten los,
    Zudem werden auch junge Männer, die nicht wie Eseltreiber rumlaufen wollen, drangsaliert.
    Ich hoffe, dass die jungen Menschen im Iran die Kraft haben, diese verklemmten und emotional behinderten alten Männer, die ihnen das antun, in die EWIGE Wüste zu schicken

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    • 21. Mai 2007 um 17:32 Uhr
    • tati
  2. 2.

    @Jörg Lau

    DER WERBE-TRAILER auf der Startseite verhindert, dass man die Kategorien und die Letzten Einträge ANKLICKEN KANN. Dann öffnet sich immer nur der Trailer. SO GEHTS DOCH WIRKLICH NICHT!!!!!

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    • 21. Mai 2007 um 19:17 Uhr
    • tati
  3. 3.

    @ tati: firefox? bei mir geht alles…

    Antworten

  4. 4.

    @ tati

    Nicht scrollen, sondern den blauen Balken (re. am Rand) runter ziehen, dann verschwindet die Werbung.

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    • 21. Mai 2007 um 19:25 Uhr
    • iceman
  5. 5.

    Vorsicht mit solchen Fotos. Nichts, was so blutig aussieht, ist so einfach zu fälschen. Womöglich hat sich eine Gruppe von jungen Leuten in einer ganz anderen Stadt, z.B. Tel Aviv, einen gruselig-lustigen Nachmittag lang die Zeit vertrieben.

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    • 22. Mai 2007 um 14:04 Uhr
    • Fälscher
  6. 6.

    @Fälscher

    Glauben Sie ernsthaft daran, dass das Bild ein Fake ist?
    Denken Sie, die jungen Leute in Tel-Aviv ?!? hätten nichts besseres zu tun.
    Es steht Ihnen frei, Dinge anzuzweifeln, aber dann bitte mit Hintergrundinfos und Quellen.
    So ist es nur tendenziöse Propaganda scheinbar in Ironie verpackt.

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    • 22. Mai 2007 um 15:50 Uhr
    • tati
  7. 7.

    @ tati
    “Es steht Ihnen frei, Dinge anzuzweifeln, aber dann bitte mit Hintergrundinfos und Quellen.”
    Solche Dinge sollte man grundsätzlich mit einer gesunden Portion Skepsis (mit Ironie hat das nichts zu tun) betrachten. Es ist so unglaublich einfach, Bilder beliebigen Inhalts zu basteln oder in einem ganz anderen Kontext (z.B. nach einem Verkehrsunfall) aufzunehmen. Ein entsprechende Textzeile dazu und fertig ist die Propagandameldung. Was würden Sie sagen, wenn eine Antiglobalisierungsgruppe nach den Hausdurchungen von neulich mit einem solchen Bild aufgetaucht wäre und behauptet hätte, es handele sich um ein Polizeiopfer? Zweifel!

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    • 22. Mai 2007 um 16:17 Uhr
    • Fälscher
  8. 8.

    @Fälscher

    Es ist unbestritten, dass Fotos für Propagandazwecke gefälscht werden. Skepsis ist bei solchen Dingen immer angebracht.
    Im Falle des obigen Bildes halte ich eine Manipulation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für ausgeschlossen.
    Die Situation im Iran ist doch hinlänglich bekannt. Dazu brauchen Sie sich doch nur in den ensprechenden blogs zu informieren.
    Denken Sie, Herr Lau würde das Bild hier einstellen und verlinken, wenn er nicht der gleichen Meinung wäre.
    Ich bleibe also dabei, nennen Sie Quellen oder informieren Sie uns, wenn Sie den Verdacht haben, gerade DIESES Bild sei manipuliert. Alles andere ist KALTER KAFFEE.
    Das Problem, das uns hier umtreibt ist die Tatsache, dass solche Vorkommnisse überhaupt passieren (ob mit oder ohne Bild) und was man dagegen tun kann.

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    • 22. Mai 2007 um 16:47 Uhr
    • tati
  9. Kommentar zum Thema

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