Franzosen, boykottiert Burma!

Von 30. September 2007 um 00:13 Uhr

Der französische Präsident macht Druck auf die Deutschen, sie sollen EU-Sanktionen gegen Iran beschließen – ausserhalb des UN-Sicherheitsrates, wenn nötig.

Doch nicht nur im Iran sind Frankreichs große Unternehmen weiterhin tätig, auch in der anderen Diktatur, die gerade Schlagzeilen macht:

The French government and France’s largest company, Total, were struggling yesterday to contain growing criticism of the oil company’s record in Burma.

Total and the French government have rejected pleas from Burmese opposition and French trades unions and human rights group for the oil giant to suspend its activities in the Yadana gas field in southern Burma.

Critics point out Total is the largest economic operator in Burma and a significant conduit of cash to the military regime. Several human rights groups have accused Total of making use of forced or child labour – something the oil company angrily rejects. (Mehr im Independent)

Bevor sich Frankreich zur moralischen Vormacht in Europa aufwirft, die andere forsch zu Sanktionen animiert, wäre es vielleicht angezeigt, erst einmal zu checken, wo es selbst überall mitmischt.

Kategorien: Außenpolitik
Leser-Kommentare
  1. 1.

    sarkozy wird sich mit seinem ego trip a la vive la grande nation
    als wären sie noch die koloniale supermacht überheben und frankreich schwer schaden.

    aber die franzose haben ihn ja gewählt und brauchen wohl diese immer wieder aufkommenden groß-artigkeits phantasien,
    um danach wie in der vergangenheit demütig auf den Boden der tatsachen zu landen. ein teil der franzosen hat ihn aber auch nur gewählt weil eine sozialistische frau ihnen zu exotisch war als die bekannte kurzgewachsene aber energische napoleon gestalt, die in ihrem idealistischen größen wahn “potenz” suggeriert.
    aber die franzosen haben wohl nichts aus der geschichte gelernt und können wohl bis heute nicht verstehen das eine napoleon gestalt von anfang an zum scheitern verurteilt ist, so wird die geschichte es ihnen wohl wieder lehren müssen.

    armes frankreich

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    • 30. September 2007 um 01:04 Uhr
    • milko
  2. 2.

    Naja, wenn die französische Regierung das ernst meint, ist das doch gut. Und hilft Druck auf das Regime in Birma auszuüben. Irgendwo muss der Anfang gemacht werden. Nebenbei: Es sind auch deutsche Firmen in Birma aktiv, beispielsweise die Bahn-Tochter Schenker.

    Weil viele europäische Länder Geschäfte mit nicht/halb-demokratischen Regimen machen können sie ja trotzdem (wenn auch spät) ihr Gewissen entdecken und in diesem Fall handeln.

    Im I-Net und auf vielen Blogs läuft für den 4. Oktober eine FREE BURMA Aktion. Mehr Infos gibt es hier: http://freeburma.stots.de/doku.php?id=official_wiki

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    • 30. September 2007 um 11:34 Uhr
    • Martin
  3. 3.

    Frankreich geht es wohl ersteinmal darum D-Land wirtschaftlich zu schaden und Merkels China Coup zu kontern. Sarko ist hier ja ziemlich unter Druck geraten.

    Zur Erinnerung, im Irak konnte Frankreich wunderbar von den “Sanktionen” profitieren.

    D-Land sollte die Amis lieber politisch unterstützen den Iran endlich militärisch zur Rechenschaft zu ziehen. Das führt dann in direkter Folge zu einer erhöhten Investitionstätigkeit im Iran und in den USA wovon auch die deutsche Wirtschaft profitiert.

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    • 30. September 2007 um 14:16 Uhr
    • Tuotrams
  4. 4.

    “Bevor sich Frankreich zur moralischen Vormacht in Europa aufwirft.”
    Zunächst mal ist es die Regierung Sarkozy, die sich zur Vormacht aufwerfen will. Ganz ähnlich wie sich die Regierung Merkel (mit weniger durchschaubaren bzw. einsehbaren Motiven) zur Klimavormacht aufwerfen will.
    “Das führt dann in direkter Folge zu einer erhöhten Investitionstätigkeit im Iran und in den USA wovon auch die deutsche Wirtschaft profitiert.”
    Vorsicht, solche Rechnungen sind nicht nur moralisch bedenklich, sondern können auch unmoralisch betrachtet böse ins Auge gehen. Die Staaten der Irakkoalition wartet bis heute auf den wirtschaftlichen Benefit, den aber einige “befreundete” Firmen zweifellos eingesteckt haben, auf Kosten ihrer heimischen Steuerzahler wohlgemerkt.

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    • 30. September 2007 um 21:41 Uhr
    • AM
  5. Kommentar zum Thema

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