Ayaan Hirsi Ali: Bush ist zu soft mit dem Islam
Während ich Ayaan Hirsi Alis Recht auf Schutz durch den niederländischen Staat – oder meinetwegen durch die EU – verteidige, finde ich ihre Kriegsrhetorik zunehmend bedenklich. Hier das jüngste Beispiel aus einem langen interview mit der libertären Zeitschrift “Reason”:
Reason: Should we acknowledge that organized religion has sometimes sparked precisely the kinds of emancipation movements that could lift Islam into modern times? Slavery in the United States ended in part because of opposition by prominent church members and the communities they galvanized. The Polish Catholic Church helped defeat the Jaruzelski puppet regime. Do you think Islam could bring about similar social and political changes?
Hirsi Ali: Only if Islam is defeated. Because right now, the political side of Islam, the power-hungry expansionist side of Islam, has become superior to the Sufis and the Ismailis and the peace-seeking Muslims.
Reason: Don’t you mean defeating radical Islam?
Hirsi Ali: No. Islam, period. Once it’s defeated, it can mutate into something peaceful. It’s very difficult to even talk about peace now. They’re not interested in peace.
Reason: We have to crush the world’s 1.5 billion Muslims under our boot? In concrete terms, what does that mean, “defeat Islam”?
Hirsi Ali: I think that we are at war with Islam. And there’s no middle ground in wars. Islam can be defeated in many ways. For starters, you stop the spread of the ideology itself; at present, there are native Westerners converting to Islam, and they’re the most fanatical sometimes. There is infiltration of Islam in the schools and universities of the West. You stop that. You stop the symbol burning and the effigy burning, and you look them in the eye and flex your muscles and you say, “This is a warning. We won’t accept this anymore.” There comes a moment when you crush your enemy.
Reason: Militarily?
Hirsi Ali: In all forms, and if you don’t do that, then you have to live with the consequence of being crushed.
Reason: Are we really heading toward anything so ominous?
Hirsi Ali: I think that’s where we’re heading. We’re heading there because the West has been in denial for a long time. It did not respond to the signals that were smaller and easier to take care of. Now we have some choices to make. This is a dilemma: Western civilization is a celebration of life—everybody’s life, even your enemy’s life. So how can you be true to that morality and at the same time defend yourself against a very powerful enemy that seeks to destroy you?
Reason: George Bush, not the most conciliatory person in the world, has said on plenty of occasions that we are not at war with Islam.
Hirsi Ali: If the most powerful man in the West talks like that, then, without intending to, he’s making radical Muslims think they’ve already won. There is no moderate Islam. There are Muslims who are passive, who don’t all follow the rules of Islam, but there’s really only one Islam, defined as submission to the will of God. There’s nothing moderate about it.
@ lebowski: Ist das nicht eigentlich ein ganz gutes Zeichen? Ich finde, dass Ayaan Hirsi Ali in diesem Interview Stuss redet, martialischen Stuss. Ihr Buch aber fand ich toll. Und ich will, dass sie geschützt wird. Und ich finde, die Holländer sollen sich endlich mal wieder berappeln. Die Frau gehört geschützt und kritisiert, nicht überhöht und verehrt und dann verachtet.
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Ich bin überhaupt nicht mit Hirsi Alis Worten und Taten einverstanden – aber jemand, der bedroht wird, muss beschützt werden. Der holländische Staat hat sie benutzt (und umgekehrt), da hat er jetzt auch die Pflicht für ihre Sicherheit zu sorgen.
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@ Faelscher: go home, get lost.
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@ Jörg Lau
Meiner Meinung sind Millionen, lieber Herr Lau. Jeder von ihnen hat bei Wahlen eine Stimme wie Sie selbst. Da beisst die Maus keinen Faden ab. Die gute Frau soll doch mal versuchen, sich den Schutz von ihrem gelobten Land bezahlen zu lassen. Sie weiss schon, warum sie es gar nicht versucht, und ihre Unterstützer in den Medien wissen es auch. Da kommt man dann halt wieder zurückgekrochen zu den europäischen Sozialdeppenstaaten, die man gerade eben noch verhöhnt hat. Ein Spiel zum Kotzen ist das.
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@ Faelscher: Ihre Meinung und die von Millionen in Ehren, aber die “gute Frau” ist nicht nur Bürgerin Hollands, sondern auch noch Parlamentarierin. Verhöhnt hat sie ihr Land keineswegs, sie lobt es auf sehr anrührende Weise: Lesen Sie mal ihr letztes Buch. Zum Kotzen ist es, wenn Leute wie Sie Andersdenkende zum Freiwild erklären.
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Tja, Herr Lau,
da haben sich die vernünftigeren Leute großenteils verabschiedet, und nun sehen Sie, was übrigbleibt:
die bigbertas, Faelschers (schon der Name ist Programm) und verwirrten Robert Peters-Gehrke.
Übrigens zum Hirsli Interview:
je mehr ich von ihr lese, desto beeindruckender finde ich ihre Analyse über den Westen. Diese Frau hat wirklich etwas grundlegendes verstanden.
Intellektuell tütet sie noch allemal alle ihre “Kritiker” ein.
Ich wüsste wahrhaftig nicht, was an ihren Ansichten in irgendeiner Form “extremst” sein soll – das Recht auf Selbstverteidigung der westlichen Lebensform?
Was für ein Crook muß man sein, um so etwas zu sagen.
Hier noch zur weiteren Unterhaltung ein Ausschnitt aus einem durchaus bemerkenswerten Artikel aus SPON heute:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,510699,00.html
scheint so, als würde der Dschihad-Romantismus unter westlichen Journalisten langsam abzuflauen:
FREIWILLIGER IM IRAK
Von einem der auszog, den Unsinn des Dschihad zu begreifen
Von Ulrike Putz, Beirut
Nadim hat eine klassische libanesische Dorfjugend hinter sich gebracht. So schnell wie möglich von der Schule, ein Job als Friseur, Abende mit Wasserpfeife, Freunden und Cousins auf dem Dorfplatz. Die Gespräche kreisten endlos um Mädchen und Autos. Religion und Politik waren kein Thema.
Das änderte sich, als der Irak-Krieg heraufzog, erzählt Nadim. Im Stundentakt seien auf saudischen, syrischen, jordanischen Sendern Clips gelaufen, mit denen die Jugend für den Heiligen Krieg begeistert werden sollte. “Geht in den Irak, kämpft den Dschihad, hieß es immer wieder”, erinnert sich Nadim.
Planlos ins Kriegsgebiet
Eine elektrisierende Botschaft: “Für einen Araber reicht allein das Wort Dschihad, und dein Leben gerät aus den Fugen.” Als der Krieg in der Nacht vom 19. auf den 20. März 2003 begann, war für Nadim und seine Freunde der Siedepunkt erreicht . “Vier Tage haben wir zugesehen, wie die Amerikaner den Irak bombardierten”, sagt er. Am fünften verkaufte er für 65 Dollar sein Handy, verabredete sich mit drei Cousins und zog in den Krieg, heimlich. “Wir konnten unseren Eltern nicht auf Wiedersehen sagen, sie hätten uns nicht gehen lassen.”
Aha:
“Für einen Araber reicht allein das Wort Dschihad, und dein Leben gerät aus den Fugen.”
Hat aber natürlich nichts mit dem Islam und dem Arabersein zu tun, klar doch, wissen wir, wir habens doch lange genug im Wald gepfiffen, weil sonst…. wenn es anders wäre, nicht auszudenken, dann müsste uns ja die Muffe gehen, vor allem den ganzen Schaumschlägern in Presse Funk und Fernsehen, und den hier hauptsächlich postenden Superleuchten sowieso…..
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“JL: @ Faelscher, bigberta: Dass der Staat nur hinter dem steht, der hinter dem Staat steht, ist Quatsch. Beziehunsgweise es gilt nur im Totalitarismus.”
Ja, wobei es dann mehr ist als Quatsch.
Und es zeigt einmal mehr, dass die nicht-muslimischen HasserInnen Ayaan Hirsi Alis ihren Ultrafans von PI in Sachen Giftverströmen ernste Konkurrenz machen. Dabei ist lediglich die Vorgehensweise etwas subtiler.
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Irrtum, Herr Lau,
die Punkte gehen an Frau Hirsli:
was sie über die “aktiven” und die “passiven” Muslime sagt, trifft die Sache genau – so genannte “moderate” Muslime sind nach den Kriterien des Islam selbst “schlechte”, im Extremfall sogar gar keine Muslime mehr: wie ja selbst ganzen Gruppen wie den Alewiten, den Drusen ect. vom Mehrheitsislam das Muslimsein abgesprochen wird.
“To look them in the eyes and say: stop that! This is a warning!”
Das ist in der Tat die einzige Sprache der Islam versteht – denn Tapferkeit, Standhaftigkeit (gerade auch körperlich) ist ein ABSOLUTER WERT im Islam – deshalb werden auch alle Appeaser nicht ernst genommen.
Ein Bush (ich bin selbst wahrhaftig kein Bush-Fan) mag im vorderen Orient verhasst sein – aber er wird doch auch geachtet – weil er “stark” ist. Für europäische Looser hat man nur ein Lächeln…..
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