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	<title>Kommentare zu: Ja, wir sind assimiliert</title>
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	<item>
		<title>Von: molinocampo</title>
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		<dc:creator>molinocampo</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:11:17 +0000</pubDate>
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		<description>@ Joachim S.

	Mein Gott Sie schwäbischer Erbesschisser.....


	&quot;Wie immer sind Sie nur halb informiert: das Schwäbische hat die 1. Lautverschiebung mitgemacht, das Alemannische (in der Schweiz, in Südbaden, in Vorarlberg und im südlichen Elsass) nicht.&quot;


	Solche Lautunterschiede im Detail gibts ja innerhalb jeder Dialektfamilie von Region zu Region, selbt von Dorf zu Dorf... das ändert aber nix an ihrer Dialektzugehörigkeit

	z.B. &quot;goscht stäge na&quot;


	oder &quot;goscht stäge nu&quot;

	oder &quot;goscht stäge no&quot;

	weiteres Beispiel wäre der Unterschied zwischen den &quot;k&quot; und &quot;ch&quot; - Lauten (die Grenze hierzu verläuft übrigens schon im Deutschen: im Märkgräflerland)

	also: &quot;kuchi&quot; (Küche) oder &quot;chuchi&quot; (in der Schweiz)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Joachim S.</p>
<p>	Mein Gott Sie schwäbischer Erbesschisser&#8230;..</p>
<p>	&#8220;Wie immer sind Sie nur halb informiert: das Schwäbische hat die 1. Lautverschiebung mitgemacht, das Alemannische (in der Schweiz, in Südbaden, in Vorarlberg und im südlichen Elsass) nicht.&#8221;</p>
<p>	Solche Lautunterschiede im Detail gibts ja innerhalb jeder Dialektfamilie von Region zu Region, selbt von Dorf zu Dorf&#8230; das ändert aber nix an ihrer Dialektzugehörigkeit</p>
<p>	z.B. &#8220;goscht stäge na&#8221;</p>
<p>	oder &#8220;goscht stäge nu&#8221;</p>
<p>	oder &#8220;goscht stäge no&#8221;</p>
<p>	weiteres Beispiel wäre der Unterschied zwischen den &#8220;k&#8221; und &#8220;ch&#8221; &#8211; Lauten (die Grenze hierzu verläuft übrigens schon im Deutschen: im Märkgräflerland)</p>
<p>	also: &#8220;kuchi&#8221; (Küche) oder &#8220;chuchi&#8221; (in der Schweiz)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
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		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 10:05:52 +0000</pubDate>
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		<description>Damit sind Sie in der ZEIT-Redaktion vom Kloputzer zum Hygenic Management Assistant aufgestiegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Damit sind Sie in der ZEIT-Redaktion vom Kloputzer zum Hygenic Management Assistant aufgestiegen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127219</link>
		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 10:04:45 +0000</pubDate>
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		<description>tati, was Sie nicht sagen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>tati, was Sie nicht sagen!</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tati</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127218</link>
		<dc:creator>tati</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 09:35:54 +0000</pubDate>
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		<description>@Joachim S.

	In Bayern wird &quot;Gott&quot; durchaus auch weggelassen bzw. ersetzt.
	Das heißt dann:

	&quot;Griaß Di&quot; oder &quot;Griaß Eana&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Joachim S.</p>
<p>	In Bayern wird &#8220;Gott&#8221; durchaus auch weggelassen bzw. ersetzt.<br />
	Das heißt dann:</p>
<p>	&#8220;Griaß Di&#8221; oder &#8220;Griaß Eana&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127217</link>
		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 06:16:31 +0000</pubDate>
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		<description>Nachtrag:

	Das &quot;Grüß Gott&quot; wird bei manchen älteren Damen gerne zum &quot;Grüß Gottle&quot; (eigentlich Griaß Gottle oder Griß Gottle, denn der Urschwabe kann weder ü noch ö aussprechen), was irgendwie goldig klingt.
	Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein gestrenger evangelischer Religionslehrer in der Grundschule dagegen wetterte: &quot;Es gibt kein Gottle! Und es gibt auch keinen lieben Gott!&quot;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nachtrag:</p>
<p>	Das &#8220;Grüß Gott&#8221; wird bei manchen älteren Damen gerne zum &#8220;Grüß Gottle&#8221; (eigentlich Griaß Gottle oder Griß Gottle, denn der Urschwabe kann weder ü noch ö aussprechen), was irgendwie goldig klingt.<br />
	Ich kann mich noch gut erinnern, wie mein gestrenger evangelischer Religionslehrer in der Grundschule dagegen wetterte: &#8220;Es gibt kein Gottle! Und es gibt auch keinen lieben Gott!&#8221;</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127216</link>
		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 06:10:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104#comment-127216</guid>
		<description>Wie den Berlinern kommt auch den Schwaben ein Gruß nur schwer von den Lippen.

	Nicht selten kommen in meinem Beruf Männer zu mir und halten mir grußlos einen Auftragszettel hin. Sagt man etwas dazu, um die Situation freundlicher zu gestalten, ist das manchen schon zu viel und sie reagieren unwirsch.

	Soweiso das Grüßen: Traditionell sagt man bei uns &quot;Grüß Gott&quot;. Und zwar sollte der/die Jüngere den/die Älteren zuerst grüßen. In meiner Jugend auf dem Dorf wurde das noch streng eingehalten. Bei Nichteinhaltung gab&#039;s Schelte.
	Die Jugend bringt heute allenfalls ein verdruckstes &quot;Hallo&quot; über die Lippen, egal ob es sich um Gleichaltrige oder Bekannte (wo ich es ok finde) oder um deutlich ältere fremde Personen handelt.
	Andererseits irritiert es, wenn Zugewanderte auf ihrem für unsere Ohren missklingenden &quot;Guuten Taaaag&quot; bestehen.

	Außerhalb des Schwabenlandes schämt sich der Schwabe - im Gegensatz zum Bayern - seines Dialekts, den er doch nicht verleugnen kann. Immerhin sagt man auch in Bayern &quot;Grüß Gott&quot;. Anderswo kann es aber passieren, dass darauf mit &quot;wenn ich ihn sehe&quot; geantwortet wird. Als ich das zum ersten Mal hörte, war ich völlig perplex. Wie konnte man eine einfache Floskel wörtlich nehmen? Schließlich sagen auch schwäbische Atheisten &quot;Grüß Gott&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wie den Berlinern kommt auch den Schwaben ein Gruß nur schwer von den Lippen.</p>
<p>	Nicht selten kommen in meinem Beruf Männer zu mir und halten mir grußlos einen Auftragszettel hin. Sagt man etwas dazu, um die Situation freundlicher zu gestalten, ist das manchen schon zu viel und sie reagieren unwirsch.</p>
<p>	Soweiso das Grüßen: Traditionell sagt man bei uns &#8220;Grüß Gott&#8221;. Und zwar sollte der/die Jüngere den/die Älteren zuerst grüßen. In meiner Jugend auf dem Dorf wurde das noch streng eingehalten. Bei Nichteinhaltung gab&#8217;s Schelte.<br />
	Die Jugend bringt heute allenfalls ein verdruckstes &#8220;Hallo&#8221; über die Lippen, egal ob es sich um Gleichaltrige oder Bekannte (wo ich es ok finde) oder um deutlich ältere fremde Personen handelt.<br />
	Andererseits irritiert es, wenn Zugewanderte auf ihrem für unsere Ohren missklingenden &#8220;Guuten Taaaag&#8221; bestehen.</p>
<p>	Außerhalb des Schwabenlandes schämt sich der Schwabe &#8211; im Gegensatz zum Bayern &#8211; seines Dialekts, den er doch nicht verleugnen kann. Immerhin sagt man auch in Bayern &#8220;Grüß Gott&#8221;. Anderswo kann es aber passieren, dass darauf mit &#8220;wenn ich ihn sehe&#8221; geantwortet wird. Als ich das zum ersten Mal hörte, war ich völlig perplex. Wie konnte man eine einfache Floskel wörtlich nehmen? Schließlich sagen auch schwäbische Atheisten &#8220;Grüß Gott&#8221;.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127215</link>
		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 05:58:58 +0000</pubDate>
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		<description>Pardon, 1. (und w.) Lautverschiebung ist Quatsch, das sie Konsonanten betrifft. Gerade bei Tante Gugel gelernt.

	Die enormen Unterschiede bleiben dennoch.

	Einst saßen in einem Bahnabteil ein Hannoveraner, ein Schweizer und ein Schwabe.
	Fragte der Schweizer den Hannoveraner: &quot;Sind Sie z Züri gsi?&quot; (Waren Sie in Zürich?)
	Der Hannoveraner versteht nur Bahnhof.
	Übersetzt der Schwabe: &quot;gwä.&quot; (schwäbisch für &quot;gsi&quot; - gewesen)

	Ein Beispiel für die Maulfaulheit vieler Schwaben, besonders der männlichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Pardon, 1. (und w.) Lautverschiebung ist Quatsch, das sie Konsonanten betrifft. Gerade bei Tante Gugel gelernt.</p>
<p>	Die enormen Unterschiede bleiben dennoch.</p>
<p>	Einst saßen in einem Bahnabteil ein Hannoveraner, ein Schweizer und ein Schwabe.<br />
	Fragte der Schweizer den Hannoveraner: &#8220;Sind Sie z Züri gsi?&#8221; (Waren Sie in Zürich?)<br />
	Der Hannoveraner versteht nur Bahnhof.<br />
	Übersetzt der Schwabe: &#8220;gwä.&#8221; (schwäbisch für &#8220;gsi&#8221; &#8211; gewesen)</p>
<p>	Ein Beispiel für die Maulfaulheit vieler Schwaben, besonders der männlichen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Joachim S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-8#comment-127214</link>
		<dc:creator>Joachim S.</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 00:13:15 +0000</pubDate>
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		<description>@ Molinocampo

	&quot;Die “Trennung” von Alemannisch und Schwäbisch wird gerne von verschnupften Südbadenern behauptet...&quot;

	Wie immer sind Sie nur halb informiert: das Schwäbische hat die 1. Lautverschiebung mitgemacht, das Alemannische (in der Schweiz, in Südbaden, in Vorarlberg und im südlichen Elsass) nicht.

	z.B.: alemannisch &quot;Wiißwii&quot; = schwäbisch &quot;Weißwei&quot; (Weißwein); alemannisch &quot;Huus&quot; = schwäbisch &quot;Haus&quot;; alemannisch &quot;Zieschdig&quot; = schwäbisch &quot;Daischdig&quot; (Dienstag).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Molinocampo</p>
<p>	&#8220;Die “Trennung” von Alemannisch und Schwäbisch wird gerne von verschnupften Südbadenern behauptet&#8230;&#8221;</p>
<p>	Wie immer sind Sie nur halb informiert: das Schwäbische hat die 1. Lautverschiebung mitgemacht, das Alemannische (in der Schweiz, in Südbaden, in Vorarlberg und im südlichen Elsass) nicht.</p>
<p>	z.B.: alemannisch &#8220;Wiißwii&#8221; = schwäbisch &#8220;Weißwei&#8221; (Weißwein); alemannisch &#8220;Huus&#8221; = schwäbisch &#8220;Haus&#8221;; alemannisch &#8220;Zieschdig&#8221; = schwäbisch &#8220;Daischdig&#8221; (Dienstag).</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: freigeist</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-7#comment-127213</link>
		<dc:creator>freigeist</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 17:15:02 +0000</pubDate>
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		<description>hallo herr lau.
	frau ates hat wohl auch sie gemeint, als sie auf die untenstehende peinliche weise giordano feierte (quelle: ksta):

	&quot;Die türkischstämmige Berliner Juristin verteidigte Giordano auch gegen den Vorwurf mangelnder Integrität. Einige „Intellektuelle“ seien nicht bereit, Giordanos Argumente sachlich zu betrachten. „Wahrscheinlich würden diese Leute es gerne sehen, wenn Sie den Ruhestand, in dem Sie sich seit 1988 befinden, praktizieren würden. Dann müssten diese bedauernswerten, komplexbeladenen Menschen nicht ständig erleben, wie erbärmlich ihr eigenes primitives Leben und ihr einfacher politischer Verstand ist.“&quot;

	persönliche beleidigungen sind ja immer ein zeichen dafür, dass die argumente nicht mehr ausreichen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>hallo herr lau.<br />
	frau ates hat wohl auch sie gemeint, als sie auf die untenstehende peinliche weise giordano feierte (quelle: ksta):</p>
<p>	&#8220;Die türkischstämmige Berliner Juristin verteidigte Giordano auch gegen den Vorwurf mangelnder Integrität. Einige „Intellektuelle“ seien nicht bereit, Giordanos Argumente sachlich zu betrachten. „Wahrscheinlich würden diese Leute es gerne sehen, wenn Sie den Ruhestand, in dem Sie sich seit 1988 befinden, praktizieren würden. Dann müssten diese bedauernswerten, komplexbeladenen Menschen nicht ständig erleben, wie erbärmlich ihr eigenes primitives Leben und ihr einfacher politischer Verstand ist.“&#8221;</p>
<p>	persönliche beleidigungen sind ja immer ein zeichen dafür, dass die argumente nicht mehr ausreichen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: N. Neumann</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104/comment-page-7#comment-127212</link>
		<dc:creator>N. Neumann</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Mar 2008 15:41:09 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://blog.zeit.de/joerglau/2008/03/18/ja-wir-sind-assimiliert_1104#comment-127212</guid>
		<description>@ Rafael

	Es ist ja originell, die in Unzufriedenheit gründende deutsche Miesepetrigkeit funktionalistisch, als ökoomisches Antriebsmoment zu deuten.

	Der deutsch-türkische Unternemer Vural Öger hat einmal (so oder so ähnlich) gesagt, &quot;Die Deutschen können 98% erreicht haben, sie werden sich bitter über die restlichen 2% beklagen&quot;.

	Da ist einerseits was dran. Andererseits kann Unzufriedenheit auch lähmen. Politischer Ausdruck davon ist z.B. das weitverbreitete Genöle über die Agenda 2010. Man könnte ja die Erfolge derselben würdigen ohne etwa das Problem stagnierender Realeinkommen zu leugnen. Aber nein, die zum Teil auch aufgrund der Agendapolitik gesunkene Arbeitslosigkeit möchte kaum jemand überhaupt sehen, stattdessen wird der Eindruck vermittelt, dass die Deutschen verarmen.

	---

	Aber hier spricht nur der deutsche Ehrlichkeitsfimmel:

	&lt;i&gt;Oberflächlich sind die Niederländer sehr tolerant und total freundlich. Es ist allerdings auch ziemlich schwer, tiefere persönliche Freundschaften aufzubauen.&lt;/i&gt;

	Manche Deutsche sind eben irritiert, wenn sie andernorts im Alltag mit einem vergleichsweise höheren Maß an Toleranz und Freundlichkeit konfrontiert werden, dann aber festellen müssen, dass dort der Aufbau stabiler persönlicher Beziehungen genauso lange dauert wie in Deutschland.

	Ähnliche Probleme haben innerhalb Deutschlands - ich will die Unterschiede der Binnenmentalität nicht zu hoch hängen - manche Nordlichter (etwa im Unterschied zu ähnlich direkten und redseligen Bayern) manchmal mit Rheinländern. Weil erstere häufig länger brauchen bis sie auftauen, sind sie irritiert darüber, dass sie schneller ins Gespräch kommen und können es entsprechend schwer deuten, ob letztere einfach nur freundlich sind oder ob ihnen sozusagen eine besondere Ehre widerfährt.

	Ich denke, dass sind alles kleinere Mentalitätsunterschiede, über die man sich nicht beklagen sollte, sondern einfach zu deuten wissen muss. Wenn mich ein Urberliner anmeckert, weiß ich, dass ich es sehr wahrscheinlich nicht persönlich nehmen muss. Und sofern ich irgendwo in Norddeutschland in eine Gastronomie einkehren würde, wüsste ich, dass es wahrscheinlich länger dauert, bis ich dort ins Gespräch komme und prinzipiell wahrscheinlich nicht unwillkommen bin, wenn mir nicht schnell jemand auf die Schulter klopft.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ Rafael</p>
<p>	Es ist ja originell, die in Unzufriedenheit gründende deutsche Miesepetrigkeit funktionalistisch, als ökoomisches Antriebsmoment zu deuten.</p>
<p>	Der deutsch-türkische Unternemer Vural Öger hat einmal (so oder so ähnlich) gesagt, &#8220;Die Deutschen können 98% erreicht haben, sie werden sich bitter über die restlichen 2% beklagen&#8221;.</p>
<p>	Da ist einerseits was dran. Andererseits kann Unzufriedenheit auch lähmen. Politischer Ausdruck davon ist z.B. das weitverbreitete Genöle über die Agenda 2010. Man könnte ja die Erfolge derselben würdigen ohne etwa das Problem stagnierender Realeinkommen zu leugnen. Aber nein, die zum Teil auch aufgrund der Agendapolitik gesunkene Arbeitslosigkeit möchte kaum jemand überhaupt sehen, stattdessen wird der Eindruck vermittelt, dass die Deutschen verarmen.</p>
<p>	&#8212;</p>
<p>	Aber hier spricht nur der deutsche Ehrlichkeitsfimmel:</p>
<p>	<i>Oberflächlich sind die Niederländer sehr tolerant und total freundlich. Es ist allerdings auch ziemlich schwer, tiefere persönliche Freundschaften aufzubauen.</i></p>
<p>	Manche Deutsche sind eben irritiert, wenn sie andernorts im Alltag mit einem vergleichsweise höheren Maß an Toleranz und Freundlichkeit konfrontiert werden, dann aber festellen müssen, dass dort der Aufbau stabiler persönlicher Beziehungen genauso lange dauert wie in Deutschland.</p>
<p>	Ähnliche Probleme haben innerhalb Deutschlands &#8211; ich will die Unterschiede der Binnenmentalität nicht zu hoch hängen &#8211; manche Nordlichter (etwa im Unterschied zu ähnlich direkten und redseligen Bayern) manchmal mit Rheinländern. Weil erstere häufig länger brauchen bis sie auftauen, sind sie irritiert darüber, dass sie schneller ins Gespräch kommen und können es entsprechend schwer deuten, ob letztere einfach nur freundlich sind oder ob ihnen sozusagen eine besondere Ehre widerfährt.</p>
<p>	Ich denke, dass sind alles kleinere Mentalitätsunterschiede, über die man sich nicht beklagen sollte, sondern einfach zu deuten wissen muss. Wenn mich ein Urberliner anmeckert, weiß ich, dass ich es sehr wahrscheinlich nicht persönlich nehmen muss. Und sofern ich irgendwo in Norddeutschland in eine Gastronomie einkehren würde, wüsste ich, dass es wahrscheinlich länger dauert, bis ich dort ins Gespräch komme und prinzipiell wahrscheinlich nicht unwillkommen bin, wenn mir nicht schnell jemand auf die Schulter klopft.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
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