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	<title>Kommentare zu: Alice im Wunderland</title>
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		<title>Von: Die Zeit - joerglau &#187; Alice Schwarzer hat recht&#8230;</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-3#comment-131348</link>
		<dc:creator>Die Zeit - joerglau &#187; Alice Schwarzer hat recht&#8230;</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 07:43:58 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Von Jörg Lau &#124; 9:43  &#8230; meint Mitblogger Kojak, der mir folgende Stellungnahme zu meiner Kritik an ihrem Birma-Bericht [...]</description>
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		<title>Von: kojak</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131347</link>
		<dc:creator>kojak</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jun 2008 00:01:30 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde es erfrischend, in dieser Pressewelt der vorgestanzten Meinungen zur Abwechslung mal einen eigenständigen Bericht einer Burmareisenden wie Alice Schwarzer zu lesen, der ohne die langweiligen Empörungen der professionellen Meinungsmacher auskommt. Auch wenn ich ihr nicht in allem zustimme (und auch ich Myanmar ganz gewiss eine bessere Regierung wünsche), die selbstgerechte Aufregung der Presse über ihern Artikel finde ich peinlich, zumal viele (Spiegel online, SZ) sich dabei so sehr selbst erhöhen, dass einem schlecht werden könnte. Diese Selbsterhöhung funktioniert auch nur,  indem sie Frau Schwarzer einen Kopf kürzermachen und am liebsten Mundverbot erteilen würden. Keiner dieser Journalisten fand es meines Wissens nach nötig, sich über die von Frankreich und Deutschland angesichts der Naturkatastrophe erwogenen Gedanken &quot;einer Invasion Burmas aus moralischen Gründen&quot; zu empören, obwohl es zugleich einen deutschen Aussenminister gibt, der es mutig findet, den Dalai Lama nicht zu treffen, weil stille Diplomatie in Asien sooo viel mehr bringt als Säbelrasseln...Herr Außenminister, liebe Journalisten, auch Burma liegt in Asien, und ist noch dazu sehr viel mehr abgeschlossen als China heute, und im Gegensatz zu China werden keine Milliarden € an deutschen Steuergeldern nach Burma gepumpt, die auch dort das Leid der Bevölkerung lockern könnte und einen sanften Wandel begünstigen könnten... aber wenn schon kein Geld, so gibt es auch kein diplomatisches Verständnis für ein leidgeprüftes Land wie Burma, schließlich ist der Hauptgrund für die Misere des Landes in den Jahren der kolonialen Aubeutung zu suchen, als die Briten die vielen Volksgruppen des Landes gegeneinander ausspielten, das Land zum brutalsten Kriegsschauplatz des zweiten Weltkriegs in Südostasien machten und unter britischen Oberbefehl der Bürgerkrieg im Lande eröffnet wurde. Zum Abschied schenkten die Engländer Burma die Freiheit und ein vom Krieg zerstörtes und ausgeplündertes Land, in dem vor allem die zukünftigen Bürgerkriegsarmeen gut ausgebildet waren. Darauf einen modernen, demokratischen Staat zu begründen ist nicht einfach. Zu Recht zweifelt deshalb Frau Schwarzer die Redlichkeit der britischen Burma Campaign Gruppen an: Wer wie diese Lonely Planet Burma Bücher in London öffentlich verbrennt, scheint zumindest aus deutscher Sicht selbst ein gestörtes Demokratieverständis zu haben. Dass aber die deutsche Presse ihre Informationen von genau diesen Gruppen ungeprüft übernimmt, zeigt die Teilnahmslosigkeit dieser professionellen Schreiberlinge und macht den Unterschied zu Alice Schwarzers engagiertem Beitrag aus. Doppeltes Maß macht den Großteil der deutschen Presse und der Politik unglaubwürdig. Nach einer brutalen Katastrophe wie diesem Zyklon, bestehende und sehr strenge Sanktionen erneut zu verlängern (wie von George Bush getan), ist genauso menschenverachtend wie Lieferungen von Hilfsgütern zu stoppen, weil man sie nicht selbst verteilen darf (wie es manche Hilfsoranisationen taten) und entspricht der Menschenverachtung der zu Recht angeprangerten Generäle.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es erfrischend, in dieser Pressewelt der vorgestanzten Meinungen zur Abwechslung mal einen eigenständigen Bericht einer Burmareisenden wie Alice Schwarzer zu lesen, der ohne die langweiligen Empörungen der professionellen Meinungsmacher auskommt. Auch wenn ich ihr nicht in allem zustimme (und auch ich Myanmar ganz gewiss eine bessere Regierung wünsche), die selbstgerechte Aufregung der Presse über ihern Artikel finde ich peinlich, zumal viele (Spiegel online, SZ) sich dabei so sehr selbst erhöhen, dass einem schlecht werden könnte. Diese Selbsterhöhung funktioniert auch nur,  indem sie Frau Schwarzer einen Kopf kürzermachen und am liebsten Mundverbot erteilen würden. Keiner dieser Journalisten fand es meines Wissens nach nötig, sich über die von Frankreich und Deutschland angesichts der Naturkatastrophe erwogenen Gedanken &#8220;einer Invasion Burmas aus moralischen Gründen&#8221; zu empören, obwohl es zugleich einen deutschen Aussenminister gibt, der es mutig findet, den Dalai Lama nicht zu treffen, weil stille Diplomatie in Asien sooo viel mehr bringt als Säbelrasseln&#8230;Herr Außenminister, liebe Journalisten, auch Burma liegt in Asien, und ist noch dazu sehr viel mehr abgeschlossen als China heute, und im Gegensatz zu China werden keine Milliarden € an deutschen Steuergeldern nach Burma gepumpt, die auch dort das Leid der Bevölkerung lockern könnte und einen sanften Wandel begünstigen könnten&#8230; aber wenn schon kein Geld, so gibt es auch kein diplomatisches Verständnis für ein leidgeprüftes Land wie Burma, schließlich ist der Hauptgrund für die Misere des Landes in den Jahren der kolonialen Aubeutung zu suchen, als die Briten die vielen Volksgruppen des Landes gegeneinander ausspielten, das Land zum brutalsten Kriegsschauplatz des zweiten Weltkriegs in Südostasien machten und unter britischen Oberbefehl der Bürgerkrieg im Lande eröffnet wurde. Zum Abschied schenkten die Engländer Burma die Freiheit und ein vom Krieg zerstörtes und ausgeplündertes Land, in dem vor allem die zukünftigen Bürgerkriegsarmeen gut ausgebildet waren. Darauf einen modernen, demokratischen Staat zu begründen ist nicht einfach. Zu Recht zweifelt deshalb Frau Schwarzer die Redlichkeit der britischen Burma Campaign Gruppen an: Wer wie diese Lonely Planet Burma Bücher in London öffentlich verbrennt, scheint zumindest aus deutscher Sicht selbst ein gestörtes Demokratieverständis zu haben. Dass aber die deutsche Presse ihre Informationen von genau diesen Gruppen ungeprüft übernimmt, zeigt die Teilnahmslosigkeit dieser professionellen Schreiberlinge und macht den Unterschied zu Alice Schwarzers engagiertem Beitrag aus. Doppeltes Maß macht den Großteil der deutschen Presse und der Politik unglaubwürdig. Nach einer brutalen Katastrophe wie diesem Zyklon, bestehende und sehr strenge Sanktionen erneut zu verlängern (wie von George Bush getan), ist genauso menschenverachtend wie Lieferungen von Hilfsgütern zu stoppen, weil man sie nicht selbst verteilen darf (wie es manche Hilfsoranisationen taten) und entspricht der Menschenverachtung der zu Recht angeprangerten Generäle.</p>
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		<title>Von: J.S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131346</link>
		<dc:creator>J.S.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 23:41:09 +0000</pubDate>
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		<description>@tati
	Der Notarzt wird unter anderem von mir bezahlt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@tati<br />
	Der Notarzt wird unter anderem von mir bezahlt.</p>
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		<title>Von: tati</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131345</link>
		<dc:creator>tati</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 22:57:32 +0000</pubDate>
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		<description>Terror-trainigslager dort betrafen uns. Irak betrifft uns, Iran betrifft uns, aber Burma?

	Kommentar von J.S.

	Das können Sie so sehen J.S., dann dürfen Sie in letzter Konsequenz aber auch nicht traurig sein, wenn Sie verunglücken und der Notarzt nicht kommt, weil er sich sagt, was geht mich denn der J.S. an........</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Terror-trainigslager dort betrafen uns. Irak betrifft uns, Iran betrifft uns, aber Burma?</p>
<p>	Kommentar von J.S.</p>
<p>	Das können Sie so sehen J.S., dann dürfen Sie in letzter Konsequenz aber auch nicht traurig sein, wenn Sie verunglücken und der Notarzt nicht kommt, weil er sich sagt, was geht mich denn der J.S. an&#8230;&#8230;..</p>
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		<title>Von: J.S.</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131344</link>
		<dc:creator>J.S.</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 22:46:34 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Wie kann der Westen nach dem Ende seiner Dominanz noch für seine Werte eintreten&quot;
	Ganz einfach! Abschottung! Als Vorbild kann man durchaus unnahbar sein.
	Was geht uns denn Burma an?
	Mit Afghanistan ist das was anderes, die Terror-trainigslager dort betrafen uns. Irak betrifft uns, Iran betrifft uns, aber Burma?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Wie kann der Westen nach dem Ende seiner Dominanz noch für seine Werte eintreten&#8221;<br />
	Ganz einfach! Abschottung! Als Vorbild kann man durchaus unnahbar sein.<br />
	Was geht uns denn Burma an?<br />
	Mit Afghanistan ist das was anderes, die Terror-trainigslager dort betrafen uns. Irak betrifft uns, Iran betrifft uns, aber Burma?</p>
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	</item>
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		<title>Von: tati</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131343</link>
		<dc:creator>tati</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 22:01:46 +0000</pubDate>
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		<description>Was wollen sie, Birma militärisch unterwerfen damit man “helfen” kann ?

	Kommentar von PBUH

	Nicht Birma unterwerfen, sondern das durch und durch kriminelle Regime beseitigen, welches seit Jahrzehnten die eigene Bevölkerung unterdrückt und nach der Naturkatastrophe den Tod Hunderttausender in Kauf nimmt.
	Mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die schon fast 20 Jahre unter Hausarrest steht, stünde die Option des Staatsoberhauptes ebenfalls fest. Sie wäre bei freien Wahlen gewählt worden.
	Die Weltgemeinschaft hat eine riesige Chance vertan, sie hat sich von einer Bande Krimineller ins Boxhorn jagen lassen.
	Es ist schlimm genug, daß der Fatalismus auf der Welt viele Unrechtssysteme aus Profitgründen nährt, wie lebowski treffend schreibt - wenn wir aber den Glauben daran aufgeben, dass es Menschen gibt die aus reiner Nächstenliebe HELFEN wollen, dann können wir alle einpacken.
	Dann verkümmert jedes humanistische Bekenntnis zur billigen Rhetorik.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was wollen sie, Birma militärisch unterwerfen damit man “helfen” kann ?</p>
<p>	Kommentar von PBUH</p>
<p>	Nicht Birma unterwerfen, sondern das durch und durch kriminelle Regime beseitigen, welches seit Jahrzehnten die eigene Bevölkerung unterdrückt und nach der Naturkatastrophe den Tod Hunderttausender in Kauf nimmt.<br />
	Mit der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi, die schon fast 20 Jahre unter Hausarrest steht, stünde die Option des Staatsoberhauptes ebenfalls fest. Sie wäre bei freien Wahlen gewählt worden.<br />
	Die Weltgemeinschaft hat eine riesige Chance vertan, sie hat sich von einer Bande Krimineller ins Boxhorn jagen lassen.<br />
	Es ist schlimm genug, daß der Fatalismus auf der Welt viele Unrechtssysteme aus Profitgründen nährt, wie lebowski treffend schreibt &#8211; wenn wir aber den Glauben daran aufgeben, dass es Menschen gibt die aus reiner Nächstenliebe HELFEN wollen, dann können wir alle einpacken.<br />
	Dann verkümmert jedes humanistische Bekenntnis zur billigen Rhetorik.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: PBUH</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131342</link>
		<dc:creator>PBUH</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 21:15:15 +0000</pubDate>
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		<description>@tati

	Was wollen sie, Birma militärisch unterwerfen damit man &quot;helfen&quot; kann ?


	@lebowski

	Guter Link</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@tati</p>
<p>	Was wollen sie, Birma militärisch unterwerfen damit man &#8220;helfen&#8221; kann ?</p>
<p>	@lebowski</p>
<p>	Guter Link</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: lebowski</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131341</link>
		<dc:creator>lebowski</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 20:46:28 +0000</pubDate>
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		<description>Die Kehrseite, der sogenannten &quot;Entwicklungshilfe&quot; wird heute auf SPON beschrieben:
	http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,551508,00.html
	(Mich persönlich würde mal ein Gesamtbilanz der Hilfe nach der Tsunami-Katastrophe interessieren. Wo wurde wirklich geholfen, wo hat man nur die ohnehin schon existierende Korruption gefördert. Aber ich glaube nicht, dass jemals ein ehrliche Selbstkritik der Katastrophenhilfe zustande kommt. Die ganze Sache ist schon viel zu stark ideologisiert.)

	Gerade was Afrika angeht, würde mich weiterhin sehr interessieren, wieso die bis heute praktizierte Form der Entwicklungshilfe, die offensichtlich fast nur geschadet hat, fast ohne Abstriche weitergeführt wird.

	Es handelt sich wohl um eine Form der Kollusion -psychologisch gesehen-: der Westen braucht  Afrika, um sein schlechtes Gewissen loszuwerden, und die afrikanischen Herrscher erteilen ihm die Absolution, indem sie Kleptokratien aufbauen, in denen das Geld auf Nimmerwiedersehen verschwindet.
	Das ist der psychologische Aspekt.
	Den wirtschaftlichen hat Bulut schon ganz richtig beschrieben.
	Korrupte Herrscher kann man gut steuern, da sie für ihre Vetternwirtschaft das westliche Geld brauchen.
	Wäre ja zu blöd, wenn es in Ländern wie den Kongo eine starke Regierung gäbe, die sich um das Volk kümmert. Dann würden blöderweise die Preise fürs Coltan steigen und damit auch die der Handys, um nur mal ein Beispiel zu nennen.

	Schwarzer hat sich tief in die Niederungen des Boulevards begeben, um als Talkshow-Adabei mal ein bisschen Popularität abzukriegen.
	Aber mit diesem Beitrag hat sie Mut bewiesen. Das ist eine diskussion, die geführt werden muss, auch wenn sie weh tut.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Kehrseite, der sogenannten &#8220;Entwicklungshilfe&#8221; wird heute auf SPON beschrieben:<br />
	<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,551508,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,551508,00.html</a><br />
	(Mich persönlich würde mal ein Gesamtbilanz der Hilfe nach der Tsunami-Katastrophe interessieren. Wo wurde wirklich geholfen, wo hat man nur die ohnehin schon existierende Korruption gefördert. Aber ich glaube nicht, dass jemals ein ehrliche Selbstkritik der Katastrophenhilfe zustande kommt. Die ganze Sache ist schon viel zu stark ideologisiert.)</p>
<p>	Gerade was Afrika angeht, würde mich weiterhin sehr interessieren, wieso die bis heute praktizierte Form der Entwicklungshilfe, die offensichtlich fast nur geschadet hat, fast ohne Abstriche weitergeführt wird.</p>
<p>	Es handelt sich wohl um eine Form der Kollusion -psychologisch gesehen-: der Westen braucht  Afrika, um sein schlechtes Gewissen loszuwerden, und die afrikanischen Herrscher erteilen ihm die Absolution, indem sie Kleptokratien aufbauen, in denen das Geld auf Nimmerwiedersehen verschwindet.<br />
	Das ist der psychologische Aspekt.<br />
	Den wirtschaftlichen hat Bulut schon ganz richtig beschrieben.<br />
	Korrupte Herrscher kann man gut steuern, da sie für ihre Vetternwirtschaft das westliche Geld brauchen.<br />
	Wäre ja zu blöd, wenn es in Ländern wie den Kongo eine starke Regierung gäbe, die sich um das Volk kümmert. Dann würden blöderweise die Preise fürs Coltan steigen und damit auch die der Handys, um nur mal ein Beispiel zu nennen.</p>
<p>	Schwarzer hat sich tief in die Niederungen des Boulevards begeben, um als Talkshow-Adabei mal ein bisschen Popularität abzukriegen.<br />
	Aber mit diesem Beitrag hat sie Mut bewiesen. Das ist eine diskussion, die geführt werden muss, auch wenn sie weh tut.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Alice in Burma &#171; Birma news united</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-2#comment-131340</link>
		<dc:creator>Alice in Burma &#171; Birma news united</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 20:44:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Joerg Lau bringt die Kritik auf den Punkt: Zeit, 05.06.:&#8221;Alice im Wunderland&#8221; Zusammenhänge Possibly related posts: (automatically [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Joerg Lau bringt die Kritik auf den Punkt: Zeit, 05.06.:&#8221;Alice im Wunderland&#8221; Zusammenhänge Possibly related posts: (automatically [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: tati</title>
		<link>http://blog.zeit.de/joerglau/2008/06/04/alice-im-wunderland_1191/comment-page-1#comment-131339</link>
		<dc:creator>tati</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2008 20:08:07 +0000</pubDate>
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		<description>@Joerg Lau

	Vielen Dank, einer der besten Artikel von Ihnen, den ich hier im blog gelesen habe.
	Die Naturkatastrophe in Birma hat gezeigt, wie ohnmächtig die UNO und auch einzelne Staaten sind, wenn es darum geht Hilfe zu leisten, zu deren Umsetzung militärische Gewalt erforderlich ist.
	Die internationale Staatengemeinschaft ist zerstritten und ausschliesslich an der Sicherung ihrer jeweiligen Pfründe interessiert, da spielen 100 oder 200 Tausend Tote keine Rolle.
	Man begnügt sich mit Verbalattacken gegen das unselige Regime, währen die Opfer vom Hunger- und Seuchentod dahingerafft werden.
	Die westlichen Länder leiden nach ihren unterm Strich wenig erfolgreichen Interventionseinsätzen in der muslimischen Welt unter einem &quot;burn-out&quot; Syndrom.
	Das Bedürfnis nach &quot;Beglückung&quot; der Welt hat stark nachgelassen, und wie man unschwer erkennt, kann sogar ein im wesentlichen vormodernes Militär wie jenes in Birma beim kleinsten Katzenbuckel abschreckend genug sein, um lieber &quot;zuhause&quot; zu bleiben.
	Wir begnügen uns dann damit, mit unserer Wasseraufbereitungs-Artillerie an der thailändischen Grenze zu drohen.
	Irgendwie habe ich den Eindruck - mehr und mehr Leute haben einfach keine Lust mehr, den vollen Preis zu bezahlen, der eben fällig ist, wenn man eine Situation grundlegend ändern will.
	Und Alice Schwarzer - sie ist alt - sie hat auch keine Lust mehr - und deshalb reagiert sie so verbittert auf diejenigen, die noch Lust auf Veränderung haben.
	Wie auch Sie, Herr Lau bemerken, ist das eine der Varianten, die Frau Schwarzer zur Verfügung stehen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Joerg Lau</p>
<p>	Vielen Dank, einer der besten Artikel von Ihnen, den ich hier im blog gelesen habe.<br />
	Die Naturkatastrophe in Birma hat gezeigt, wie ohnmächtig die UNO und auch einzelne Staaten sind, wenn es darum geht Hilfe zu leisten, zu deren Umsetzung militärische Gewalt erforderlich ist.<br />
	Die internationale Staatengemeinschaft ist zerstritten und ausschliesslich an der Sicherung ihrer jeweiligen Pfründe interessiert, da spielen 100 oder 200 Tausend Tote keine Rolle.<br />
	Man begnügt sich mit Verbalattacken gegen das unselige Regime, währen die Opfer vom Hunger- und Seuchentod dahingerafft werden.<br />
	Die westlichen Länder leiden nach ihren unterm Strich wenig erfolgreichen Interventionseinsätzen in der muslimischen Welt unter einem &#8220;burn-out&#8221; Syndrom.<br />
	Das Bedürfnis nach &#8220;Beglückung&#8221; der Welt hat stark nachgelassen, und wie man unschwer erkennt, kann sogar ein im wesentlichen vormodernes Militär wie jenes in Birma beim kleinsten Katzenbuckel abschreckend genug sein, um lieber &#8220;zuhause&#8221; zu bleiben.<br />
	Wir begnügen uns dann damit, mit unserer Wasseraufbereitungs-Artillerie an der thailändischen Grenze zu drohen.<br />
	Irgendwie habe ich den Eindruck &#8211; mehr und mehr Leute haben einfach keine Lust mehr, den vollen Preis zu bezahlen, der eben fällig ist, wenn man eine Situation grundlegend ändern will.<br />
	Und Alice Schwarzer &#8211; sie ist alt &#8211; sie hat auch keine Lust mehr &#8211; und deshalb reagiert sie so verbittert auf diejenigen, die noch Lust auf Veränderung haben.<br />
	Wie auch Sie, Herr Lau bemerken, ist das eine der Varianten, die Frau Schwarzer zur Verfügung stehen.</p>
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