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Militärische Wende im Irak

Von 17. Juni 2008 um 11:38 Uhr

Endlich: Bei einer Kongressanhörung bestätigt sich die Sicht der Bush-Regierung, dass im Irak grosse Fortschritte erzielt wurden.

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Kategorien: Außenpolitik, Curiosa, Irak
Leser-Kommentare
  1. 1.

    ^^

    • 17. Juni 2008 um 12:42 Uhr
    • Zagreus
  2. 2.

    Die militärischen Fortschritte im Irak sind allerdings real und schon seit über einem Jahr erkennbar. Die jüngste Kritik am Kern der Al-Qaida durch prominente Vordenker des militanten Islamismus kam übrigens parallel zum Scheitern der “Al-Qaida im Zweistromland” auf. Um es etwas provokativ zu sagen: Die Lage im Irak hat einen entradikalisierenden Effekt auf Sympathisanten der Al-Qaida, die im Irak in einem Sumpf steckt, aus dem sie offenbar nicht mehr heil herauskommen wird. Für die Demokraten ist das äussert peinlich, denn diese waren gegen die Maßnahmen, welche die Fortschritte ermöglichten. Wäre es nach den Demokraten gegangen, hätten die USA sich schon 2005 zurückgezogen, und Al-Qaida würde jetzt angesichts dieses Sieges auf einer Welle der Sympathie reiten.

    • 17. Juni 2008 um 14:46 Uhr
    • Wachtmeister
  3. 3.

    @ Wachtmeister: point taken. Ich hoffe, daraus wird ein Trend. Bald fährt Obama in den Irak. Bin gespannt, was er dort sagt. Seine Abzugspläne sind sehr wolkig. Ich könnte mir vorstellen, dass er sie mit so vielen Kautelen versieht, dass sie am Ende nichts anderes bedeuten als “Irakisierung” , also eine Beschleunigung der jetzigen Strategie.

  4. 4.

    Und was machen wir mit den Sadristen?

    • 17. Juni 2008 um 15:28 Uhr
    • emcee
  5. 5.

    Ich könnte mir vorstellen, dass er sie mit so vielen Kautelen versieht, dass sie am Ende nichts anderes bedeuten als “Irakisierung” , also eine Beschleunigung der jetzigen Strategie.

    @ Jörg Lau

    Wollen wir es hoffen.

    Grund für diese Hoffnung gibt sein Satz im Rahmen seiner Nominierungsrede (auf Deutsch sinngemäß): “Wir dürfen nicht so kopflos aus dem Irak rausgehen wie wir reingegangen sind.”

    Wobei er mit den besagten Kautelen seinem Konkurrenten John McCain einen Elfmeter auflegen könnte.

    • 17. Juni 2008 um 15:42 Uhr
    • N. Neumann
  6. 6.

    @emcee:
    In Basra und Baghdad hat al-Sadr militärisch verloren. Sein jüngst erklärter Wahlboykott könnte durchaus dadurch motiviert sein, dass er nicht erwartet, bei den Wahlen im Herbst gut abzuschneiden. Al-Sadr scheint gegenwärtig schwächer zu sein als vor Anfang der Auseinandersetzungen Anfang März. Die iranische Regierung wird vermutlich zudem vorsichtig sein, al-Sadr in einer voreiligen Konfrontation zu verheizen und damit ein zentrales Mittel zur Abschreckung einer amerikanischen Intervention aus der Hand zu geben. Ich vermute daher, dass al-Sadr mittelfristig zumindest kein größeres Problem darstellen wird, als er es gegenwärtig schon tut.

    • 17. Juni 2008 um 15:45 Uhr
    • Wachtmeister
  7. 7.

    Und was machen wir mit den Sadristen?

    Berechtigte Frage.

    Die irakische Regierung sollte so gestärkt werden, dass sie die zumindest eindämmen kann.

    Das besorgniserregende an den Sadristen bzw. “Sadristen” ist nicht zuletzt, dass allem Anschein nach Sadr selber insegsamt lediglich eingeschränkte Autorität über sie hat.

    Es spricht jedenfalls einiges dafür, Mahdi-Miliz im Plural Mahdi-Milizen zu schreiben.

    • 17. Juni 2008 um 15:50 Uhr
    • N. Neumann
  8. 8.

    In Basra und Baghdad hat al-Sadr militärisch verloren.

    Wäre mir zumindest neu.

    Sein jüngst erklärter Wahlboykott könnte durchaus dadurch motiviert sein, dass er nicht erwartet, bei den Wahlen im Herbst gut abzuschneiden.

    Das kann als wahrscheinlich gelten. Hier könnte es einen, wenn auch nicht gleichen, so doch ähnlichen Effekt geben wie bei den Sunniten und den al Kaidaisten: Wer auch die eigene Klientel schlecht behandelt, verliert an Unterstützung.

    Ich will allerdings dazu sagen, dass ich nicht mehr ganz auf dem Laufenden bin.

    • 17. Juni 2008 um 15:58 Uhr
    • N. Neumann
  9. Kommentar zum Thema

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