Ein Blog über Religion und Politik

Spiel, Satz, Sieg: Obama

Von 27. September 2008 um 22:53 Uhr

ma-00098-clowell-house-harvard-university-cambridge-massachusetts-posters.jpg

Gestern abend war ich auf Einladung der dort wohnenden Studenten im Lowell House, dem schönsten Studentenwohnheim ("dorm") Harvards. Zu etwa 120 sahen wir im überfüllten Junior Commons Room die erste Debatte der beiden Kandidaten. Man sitzt in gemütlichen Ledersesseln in einem holzgetäfelten Raum, der  dem Vorbild des englischen Cambridge nachstrebt. Die Studenten sind eine bunt gemischte Truppe aus all american boys und girls, vielen Asiaten und einer ansehnlichen Zahl Schwarzer.

Cameron Van Peterson, der Tutor im Lowell House, der mich eingeladen hat, ist einer von ihnen.  Die Atmosphäre gleicht einem public viewing bei der Fussball WM. Man isst Pizza und trinkt Ginger Ale dazu (kein Alkohol bei öffentlichen Studentenveranstaltungen).

Nach der Debatte sollte ich eine Einschätzung "aus europäischer Sicht" abgeben. Na ja.

Mir sind folgende Dinge aufgefallen: McCain wirkte sehr unwohl in seiner Haut. Ständig grinste er angespannt, wenn Obama redete. Während Obama den Senator aus Arizona öfter als "John" anredete, kam McCain "Barack" nie über die Lippen. Nicht einmal konnte McCain es über sich bringen, Obama ins Auge zu sehen. Obama wollte sich offenbar als ein Insider darstellen, der mit McCain per Du ist, McCain wollte Obama auf Distanz halten als jemanden, der unerfahren ist, keine Ahnung hat und eigentlich nicht mit ihm auf einem Podium diskutieren sollte.

Immer wieder betonte McCain, Obama "versteht offenbar nicht, dass..." Für sich selbst nahm er lange Erfahrung in Anspruch ("I have a record"). Und zugleich stellte er sich selbst als "Maverick" dar, als Unangepaßten. Das tut man eigentlich nicht. Das Urteil überläßt man dem Zuschauer. "Ich bin ein Unangepaßter" - irgendwie peinlich, sowas.

Obama war recht forsch. Sehr viel aggressiver als gegenüber seiner Rivalin Clinton. Er erntete große Lacher in unserem Saal, als er auf McCains Forderun nach "prudence" (Besonnenheit) konterte: Ja, das sei zweifellos richtig.Aber diese Forderung habe doch einen schrägen Klang, wenn sie von jemandem komme, der Nordkorea mit Auslöschung bedroht und öffentlich ein Lied über die Bombardierung Irans angestimmt habe.

Insgesamt schien mir, daß McCain auf seinem Feld, der Aussenpolitik, nicht den erwarteten Sieg erzielen konnte. Sicher wird er manchen Zuschauer mit seiner Erfahrung beeindruckt haben - er zählte wichtige Entscheidungen auf, an denen er beteiligt war, vo, ersten Golfkrieg über Bosnien, Kosovo und Afghanistan bis zum Irakkrieg.

Aber oft wirkte er eben doch als sehr sehr alter Mann - wenn er etwa Roosevelt über die Invasion in der Normandie zitierte, als wäre er dort auch schon selbst dabei gewesen.

Den Namen des iranischen Präsidenten verhaute er - Ahmadamadinedschad äh Ahmadinedschad. Beim Thema Iran wurde er richtig wach, während er zuvor über die Finanzkrise nur Unfug verbreiten konnte. (Er will die Krise überwinden, indem er die Ausgaben radikal kürzt - für alles ausser das Militär! - und zugleich stimmt er der größten Staatsausgabe aller Zeiten zu, dem 700 Milliarden-Dollar-Paket der Regierung. Die Bush-Regierung, die er selbst als Senator gestützt hat, hat das Land in ein Riesendefizit gewirtschaftet - doch die Finanzkrise an der Wall Street hat mit den Staatsausgaben herzlich wenig zu tun.)

Beim Thema Iran war McCain voll da: Immer wieder beschwor er die Szene herauf, dass Obama sich mit Ahmadinedschad an einen Tisch setzen werde - und damit dessen Position zu Israel aufwerten werde. Obama widersprach - Gespräche ohne Vorausbedingungen seien keine Anerkennung der Gegenposition und "kein Teetrinken". Aber McCain schlug immer wieder in die gleiche Kerbe.

Man konnte hier eine klare Alternative in der Aussenpolitik sehen: McCain glaubt, er könne eine "Liga der Demokratien" zusammenbringen, die ausserhalb der UN (und ohne Russen und Chinesen) die westlichen Politikvorstellungen erzwingen könne. (Das Problem ist nur, dass die Länder, die er dabei im Blick hat - Frankreich, Deutschland, Grossbritannien - dies allesamt für eine Schnapsidee halten.)

Obama hat erkannt, dass die Zeit für solche Hegemonieträume vorbei ist und setzt auf Diplomatie selbst gegenüber Schurken. Der alte Weg, den McCain weitergehen möchte, habe gegenüber Iran nichts gebracht, sagt er. Naiv hat er sich dabei nicht gezeigt. Wenn wir direkten Gesprächen eine Chance geben, sagt Obama, und diese scheitern, sind wir in einer sehr viel besseren Position, harte Sanktionen mit allen beteiligten Mächten durchzudrücken, als heute.

Schlauer Weise beruft Obama sich dabei auf Henry Kissinger, der länger schon eben diesem Strategiewechsel das Wort redet. Obama würde nicht sofort selber mit dem Präsidenten Irans am Tisch sitzen, sondern die Aussenminister zunächgs sprechen lassen. McCain konnte nur wütend zischend behaupten, "mein Freund" Kissinger  sei nicht für Gespräche ohne Vorbedingungen. Stimmt aber nicht. Punkt Obama.

An diesem Punkt dachte ich: Wenn die Aussenpolitik McCains starke Seite ist, dann war das hier ein Desaster.

Obama war sehr stark in puncto Irakkrieg: Während McCain immer wieder betonte, der "surge" wirke und man werde den Krieg gewinnen, konterte Obama, der "surge" sei erst nötig geworden, weil man den Krieg jahrelang falsch geführt habe. Und im übrigensei der Irakkrieg selbst  eine "Ablenkung" von der wahren Front im Kampf gegen den Terrorismus, die in Afghanistan verlaufe. Osama bin Laden ist immer noch auf freiem Fuß, und die Gefahr eines nuklearen Anschlags auf Amerika sei nicht gebannt, weil Pakistan und Afghanistan aus dem Blick geraten seien wegen des unnötigen Kriegs im Iran.

Obama sagte, er werde mehr Truppen (aus Irak) nach Afghanistan schicken, damit dieser vergessene Krieg nicht verloren gehe. Ich halte das für richtig und klug. Und ich weiß, daß unsere Regierung es genau so sieht. Für Merkel wie für Steinmeier, die sich hier absolut einig sind, wäre es großartig, jemanden im Weissen Haus zu haben, der diese Sicht teilt und damit ihre eigene Position zuhause leichter machen würde.

Als ich den Studenten diese europäische Sicht auf das Thema erklärte, fand ich weitgehend Zustimmung. Eine Studentin fragte mich, wie ich mir die Tatsache erkläre, dass Obama in Europa überwältigend vorne liege, während er hier in Amerika immer noch ungefähr gleichauf mit McCain bewertet werde.

Darauf antwortete ich mit einer Episode aus meinem Besuch in Los Angeles vorige Woche, wo ich mit einem sehr netten Republikaner über Obama debattiert hatte. Peter fragte mich, wie ich mir die 200.000 Zuhörer für Obama in Berlin erkläre: "Are they anti-american?" Ich mußte schlucken, denn Peter meinte das ernst. Nein, gab ich zurück: das sind Leute, die sich das gute Amerika zurückwünschen. Leute, die Amerika lieben und es satt haben, immer wieder Dinge verteidigen zu müssen, die man nicht verteidigen kann. Im übrigen, und das war meine Schlussbemerkung, hat schon Winston Churchill gesagt: "The Americans will always do the right thing. After they've exhausted the alternatives." Es gab freundlichen Applaus.

Ja, man wird hier derzeit als Europäer sehr nett behandelt. Es gibt eine neue Nachdenklichkeit über das amerikanische Modell - im Zeichen der Finanzkrise, die eine sehr viel tiefere Krise in sich bereithält. Und im Zeichen des Niedergangs der amerikanischen Macht, deren Zeichen nur einer der Kandidaten zu lesen bereit ist. Was nicht bedeuten muß, dass die Leute ihn darum auch wählen werden.

Amerika ist durch die Bush-Regierung innen wie aussen unerhört geschwächt worden. Obamas Versprechen ist, diese Situation zu verstehen (statt sie wie McCain zu leugnen) und das ANSEHEN Amerikas wieder herzustellen. Ich habe den Eindruck, er hat seinen Anspruch darauf glaubhaft machen können. John McCain war ein ehrenhafter Mann, bis er vor seiner Partei in die Knie gegangen ist und auf eine unfaßlich zynische Weise die bisher unfähigste Person seit Bestehen der amerikanischen Demokratie für das Vizepräsidentenamt nominiert hat. (Dan Quayle war ein Gigant dagegen!) Und so etwas von einem Mann, der sich etwas auf seine Erfahrung und Urteilskraft zugute hält!

Mein Eindruck ist: Die Sache ist gelaufen. Obama "knocked the ball out of the ballpark", wie man hier sagt. Wenn das mal nicht wieder typisch europäisches Wunschdenken ist.

Leser-Kommentare
  1. 1.

    Ich glaub Average Joe und Jane haben zur Zeit wirklich andere Probleme, als das Ansehen der USA im Ausland.

    Und ob Obamas (richtige) Afghanistan-Strategie ihm, speziell in Deutschland, viele Freunde macht, muss man doch stark bezweifeln.

    Merkel und Steinmeier haben in Sachen Afghanistan bisher kläglich versagt, mich erschreckt immer wieder, wie stark die Ablehnung in der Bevölkerung bei diesem Einsatz ist.

    Lafontaine und seine Leute werden die Bundesregierung hier früher oder später ans Kreuz nageln, bald ist ja Wahlkampf, und dann wird zumindest Steinmeier sich feige in die Büsche schlagen und sich gegen die Amis versuchen zu profilieren, da gehe ich jede Wette.

    • 28. September 2008 um 01:38 Uhr
    • PBUH
  2. 2.

    Alles, wie damals beim Kennedy-Nixon Fernseh-Duell!!

    • 28. September 2008 um 01:46 Uhr
    • docaffi
  3. 3.

    @ PBUH: Isolationsmus ist eine Möglichkeit in einer Krise wie dieser. Aber keiner der Kandidaten bietet dies an. Das Ansehen Amerikas ist sehr wichtig, zum Beispiel in China. China stützt die US-Währung durch seine Dollar-Reserven. Was glauben Sie, wie die Chinesen ein geschwächtes Amerika herannnehmen werden in den kommenden Konflikten?
    Steinmeier wird nie Afghanistan fallen lassen. Versagt hat er auch nicht. Er war es, der die Rede für die Regierung gehalten hat bei der letzten Aussprache im Bundestag. Lesen Sie mal nach.

  4. 4.

    @Jörg Lau

    Täuschen sie sich mal nicht in den Chinesen, die lassen den Dollar ganz schnell fallen wenn die Amis „weich“ werden.

    Auf dem Ticket „unbeliebt aber respektiert“ fahren die Amis shon sehr gut.

    Europa ist ja z.B. im Iran auch „beliebt“, nur wird man eben nicht ernstgenommen.

    Steinmeier und auch Merkel würden im Zweifel Afghanistan über die Klinge springen lassen, daran habe ich keinen Zweifel.

    Der Afghanistaneinsatz ist der Einsatz der Getriebenen, die Bundesregierung hat sich mangels eigener Initiative komplett in die Enge drängen lassen, von eigener Bevölkerung, von den Nato-Verbündeten und nun auch von den Taliban.

    Ich sehe da keinen Ausweg für die Regierung, man ist völlig fremdbestimmt und hat die Kontrolle über den Einsatz verloren.

    • 28. September 2008 um 02:48 Uhr
    • PBUH
  5. 5.

    @Jörg Lau & PBUH
    Der chinesische Renminbi ist an den US-Dollar gekoppelt.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Renminbi
    Das hat für China Vorteile, weswegen die das auch machen.

    • 28. September 2008 um 09:37 Uhr
    • J.S.
  6. 6.

    @Jörg Lau
    „wegen des unnötigen Kriegs im Iran.“
    Doppelfehler? 😉
    Und was der Brite Churchill über die „Kolonien“ gesagt hat, war durchaus keine Nettigkeit.

    • 28. September 2008 um 09:59 Uhr
    • J.S.
  7. 7.

    @Jörg Lau

    Toller Bericht, danke!
    Den Churchill-Spruch kannte ich noch nicht. (@ J.S. Churchill war nie „nett“, aber der Spruch kann durchaus als Anerkennung aufgefasst werden. So brachte er seine Anerkennung für die Demokratie zum Ausdruck:
    „Democracy is the worst form of government except
    all those other forms that have been tried from time
    to time.“)

    Sie stellen fest: „McCain wirkte sehr unwohl in seiner Haut.“
    Kein Wunder:

    http://www.youtube.com/watch?v=QKOUMUGS_6M&feature=related

    http://www.newyorker.com/reporting/2008/09/15/080915fa_fact_levy
    (There is more than one skeleton in that cupboard..)

    • 28. September 2008 um 12:52 Uhr
    • Miriam
  8. 8.

    @Miriam
    Nein, Churchills Spruch war eine Gemeinheit. Das er die rhetorische Konstruktion auch noch in anderem Zusammenhang benutzte ändert daran nichts.
    Briten und besonders die aus der Oberschicht, haben ein sehr ambivalenten Verhältnis zu den USA. In lockerer Atmosphäre sprechen die Briten nicht mal von USA sondern von „Colonies“.
    Man darf nicht vergessen, das der Untergang des britischen Imperiums mit der Niederlage im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begann.
    Und nicht nur das! Die USA gerieten selbst nach 1945 noch oft in Konflikt mit den Briten. Und wenn mich nicht alles täuscht, stammt der Ausspruch Churchills aus seiner zweiten Amtszeit, als es um Mossadegh und den Iran ging.
    Die Briten kontrollierten damals die Erdölförderung des Iran. Die USA brauchten den Iran als Verbündeten im kalten Krieg. Also unterstützten die USA Mossadegh zu Anfang („exhausted the alternatives.“) gegen britische Öl-Interessen! Erst als er zu weit auf die Kommunisten zu ging, taten die USA in Churchills Augen „the right thing“ und wendeten sich gegen Mossadegh.

    • 28. September 2008 um 13:54 Uhr
    • J.S.
  9. 9.

    Übrigens! Es war Obamas Parteifreund Carter der nichts gegen die Machtergreifung Chomeinis unternommen hat.

    • 28. September 2008 um 14:41 Uhr
    • J.S.
  10. 10.

    @J.S.

    Ich bin kein Churchill-Expertin, aber das folgende Buch scheint Ihre These zu widersprechen:
    http://ebooks.ebookmall.com/ebook/204217-ebook.htm

    • 28. September 2008 um 15:23 Uhr
    • Miriam
  11. 11.

    @ J.S. Sie reimen sich mal wieder was zusammen. Der Coup gegen Mossadegh hat dazu geführt, dass die Amerikaner ihren guten Ruf im Iran verspielten – von der Schutzmacht der Unanbhängigen zur kolonialen Empire. Die ganze Geschichte gescheiterter CIA-Operationen – oder gelungener, die erst später zum Desaster führten – begann hier. Das brutale Regime des Schah entstand, und damit wurde der Grund für Khomeini gelegt. Ein toller Erfolg.
    Ausserdem: Was, bitte, ist der politisch-moralische Boden für die britischen Ansprüche auf das iranischen ÖL? Überlegenheit der weissen Rasse? Legitimität des Empires?

  12. 12.

    Briten und besonders die aus der Oberschicht, haben ein sehr ambivalenten Verhältnis zu den USA. In lockerer Atmosphäre sprechen die Briten nicht mal von USA sondern von “Colonies”.
    Man darf nicht vergessen, das der Untergang des britischen Imperiums mit der Niederlage im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg begann.
    Und nicht nur das! Die USA gerieten selbst nach 1945 noch oft in Konflikt mit den Briten.

    @ J.S.

    Du hast erkennbar keine Ahnung.

    • 28. September 2008 um 19:40 Uhr
    • N. Neumann
  13. 13.

    Ich verstehe nicht so ganz, warum S. Pahlin so super-unfähig sein soll.
    Erstens hat doch Obama selbst nun mal ned soviel Erfahrung.
    Und zweitens war doch die Nominierung Pahlins hilfreich fuer McCain in den Umfragewerten. Als kleines Extra hat sie unfreiwillig freiwillig eine nette Debatte initiiert.

    Der graue Apparatschik, den Obama sich rangeholt hat, interessiert doch die Leute ziemlich wenig.

    „Spengler“ ist (wie meist) auch interessant zu dem Thema:

    „….McCain’s choice was obvious. He picked the available candidate most like himself: a maverick with impeccable reform credentials, a risk-seeking commercial fisherwoman and huntress married to a marathon snowmobile racer who carries a steelworkers union card. The Democratic order of battle was to tie McCain to the Bush administration and attack McCain by attacking Bush. With Palin on the ticket, McCain has re-emerged as the maverick he really is.

    The young Alaskan governor, to be sure, hasn’t any business running for vice president of the United States with her thin resume. McCain and his people know this perfectly well, and that is precisely why they put her on the ticket. If Palin is unqualified to be vice president, all the less so is Obama qualified to be president….““
    http://www.atimes.com/atimes/Front_Page/JI03Aa02.html

    • 28. September 2008 um 20:19 Uhr
    • Sebastian Ryll
  14. 14.

    @Jörg Lau
    Ganz im Gegenteil! Ich fürchte das Sie da auf eine Propagda-Story herein gefallen sind.
    „Das brutale Regime des Schah entstand, und damit wurde der Grund für Khomeini gelegt.“
    Schon Mossadeghs Vorgänger wurde 1951 von den Islamisten also der Partei Khomeinins ermordet!(1)
    Der Coup gegen Mossadegh war erst 1953 und kann somit nicht Ursache der Entstehung der Islamisten gewesen sein.
    —-
    (1).The assassin (…) Kahlil Tahmassebi, a member of the militant Islamic group Fadayan-e Islam, was arrested at the scene.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Ali_Razmara
    Fadayan-e Islam (…) survived as supporters of the Ayatollah Khomeini and the Islamic Revolution of Iran.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Fadayan-e_Islam

    Und ein Desaster war der Sieg im kalten Krieg auch nicht.

    • 28. September 2008 um 22:06 Uhr
    • J.S.
  15. 15.

    @JS
    Also rechtfertigen Sie den CIA-Putsch mit der Ermordung vom Mossadeghs Vorgänger? Für Sie war Mossadegh ein Islamist?

    Fest steht, dass die erste Demokratie in der Region gewaltsam gestürzt wurde!!

    • 28. September 2008 um 22:55 Uhr
    • docaffi
  16. 16.

    @Jörg Lau
    „Was, bitte, ist der politisch-moralische Boden für die britischen Ansprüche auf das iranischen ÖL?“
    Warum fragen Sie mich?
    Das müssen Sie bei Winston Churchill nachlesen. Der war damals britischer Premierminister.
    Die US-Regierung trat für eine Erhöhung des iranischen Gewinnanteils ein und setzte dies auch zusammen mit dem Schah gegen die Briten durch.

    • 28. September 2008 um 23:09 Uhr
    • J.S.
  17. 17.

    @docaffi
    Ich habe höhere Ansprüche an etwas das sich Demokratie nennt.
    Ganz abgesehen davon war Mossadegh ein Verrückter der meinte mit der Freiheit des Westens spielen zu können. Es war im Rahmen des kalten Krieges nötig und richtig ihn zu stürzen.
    Sie wären sicher heute nicht hier wenn der Westen den kalten Krieg verloren hätte, sondern säßen im Iran und zwar nicht in einer Demokratie, sondern entweder unter Kommunisten oder unter Islamisten. Auch Sie profitieren heute von Mossadeghs Sturz.

    • 28. September 2008 um 23:30 Uhr
    • J.S.
  18. 18.

    @ J.S. So vernagelt wie Sie sind meine Kollegen beim CIA nicht. Die lernen aus ihren Fehlern, weil sie die Konsequenzen nicht leugnen. Die USA haben sich von der antikolonialen zur kolonialistischen Macht gewandelt, indem sie mutwillig ein Regime stürzten, das legitim war. (Ja, Mossadegh war allerdings wunderlich, er war kein Held mit weisser Weste. ) Aber sein Anliegen, sein Land nicht nicht von den Briten ausnehmen zu lassen, war richtig und im besten amerikanischen Sinn eine patriotische Sache. No taxation without representation, das hat man hier in Massachussettes einst gerufen und die Briten zum Teufel gejagt.
    und dann hat man angefangen, für den Sieg im Kalten Krieg alle Verbrechen (und schlimmer noch: Dummheiten) zu rechtfertigen. Im Vietnamkrieg ging das dann weiter. Dieses Land hier hat Jahrzehnte gebraucht, um sich davon zu erholen.
    Iran hat sich nie wieder erholt. Ist nicht alles amerikanische Schuld, weiss Gott. Aber Mitschuld.

  19. 19.

    @Jörg Lau
    „sein Anliegen, sein Land nicht nicht von den Briten ausnehmen zu lassen, war richtig“

    Warum hat Mossadegh es denn nicht ebenso wie der Schah gemacht und mit Washington zusammen die Briten zurecht gestutzt?
    Wenn Sie sich eine Weile mit dieser Frage beschäftigen werden Sie merken, das die Version die man Ihnen erzählt hat nicht nur viel zu einfach sondern irreführend ist.

    • 28. September 2008 um 23:56 Uhr
    • J.S.
  20. 20.

    @JS
    „Sie wären sicher heute nicht hier wenn der Westen den kalten Krieg verloren hätte, sondern säßen im Iran und zwar nicht in einer Demokratie, sondern entweder unter Kommunisten oder unter Islamisten. Auch Sie profitieren heute von Mossadeghs Sturz.“

    Was erzählen Sie mir hier für einen Schmarn?? Im Teheran sitzen doch jetzt die Islamisten, die nachweislich keine Freunde von Mossadegh waren. Schlimmer hätte es nicht kommen können.
    Warum wäre ich jetzt im Iran, wenn der Westen den kalten Krieg verloren hätte??

    • 29. September 2008 um 00:01 Uhr
    • docaffi
  21. 21.

    @JS
    „Warum hat Mossadegh es denn nicht ebenso wie der Schah gemacht und mit Washington zusammen die Briten zurecht gestutzt?“

    Weil er geahnt hatte, was für einen Doppelspiel CIA spielte! Und weil er die iranische Unabhängigkeit von den Großmächten wollte!

    • 29. September 2008 um 00:05 Uhr
    • docaffi
  22. 22.

    @docaffi
    Selbstverständlich waren die Islamisten Freunde von Mossadegh.
    Unter Khomeini wurde aus dem Haus in dem Mossadegh seinen Hausaarest verbringen musste ein Denkmal.

    • 29. September 2008 um 00:09 Uhr
    • J.S.
  23. 23.

    Einzige Ursache der Abhängigkeiten der Ölländer: Selbst keine Ingenieure ausgebildet, konnten sie nicht einen Liter Öl selbst aus dem Boden holen. Unwissenheit bestraft der Markt sofort: Zu Recht!

    Kurz mal was zum Kommunisten Mossadegh:

    Bereits am 30. April 1951, noch vor seiner Bestätigung, ließ Mossadegh vom Parlament das Gesetz zur Verstaatlichung der iranischen Erdölfelder verabschieden. Mossadegh war ein entschiedener Befürworter dieser Maßnahme. Auslöser war der von Großbritannien geführte internationale Ölkonzern Anglo-Iranian Oil Company (kurz AIOC, später umbenannt in BP), der das Ölgeschäft des Landes beherrschte und sich weigerte, die Gewinne aus dem Ölgeschäft in von iranischer Seite gefordertem Umfang zu teilen. Nach dem Abkommen vom 29. April 1933, das eine Laufzeit von 60 Jahren hatte, belief sich der persische Anteil am Gewinn auf 20 %.

    Die Anglo-Iranian Oil Company stimmte nach dem Bekanntwerden dieses Gesetzes zur Verstaatlichung einem Schiedsverfahren vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu. Den Vergleichsvorschlag der Gesellschaft, vom 19. Juni 1951, lehnte Mossadegh ab. Die britische Regierung wandte sich danach an den UN-Sicherheitsrat, der am 1. Oktober 1951 beschloss, die Beschwerde der Briten gegen den Iran aufzunehmen und zu prüfen.

    1952
    Das Urteil des Internationalen Gerichtshofes vom 5. Juli 1952 gab der britischen Gesellschaft teilweise recht, drei Tage später erklärte Mossadegh den Austritt aus diesem Gremium. Die Behandlung des Falles vor dem UN-Sicherheitsrat wurde durch das Veto der UdSSR, am 19. Oktober 1952, auf unbestimmte Zeit verschoben.

    Großbritannien reagierte mit der Ankündigung, fortan keine Ölexporte aus Iran mehr zuzulassen und errichtete mit Kriegsschiffen eine Blockade im Persischen Golf. Die dadurch entfallenden Einnahmen aus dem Ölgeschäft, auch verursacht durch das Fehlen einer ausreichenden Anzahl einheimischer Techniker zum Betrieb der Anlagen, verursachten eine wirtschaftliche Krise in Iran („Abadan-Krise“).

    Angesichts der wirtschaftlichen wie auch politischen Krise, beschloss Mossadegh im Juli 1952, vom Schah weitere Notstandsrechte einzufordern. Insbesondere seine Forderung auch das Kriegsministerium zu übernehmen, stieß beim Schah auf entschiedenen Widerstand, der Schah verweigerte sich, und Mossadegh reichte am nächsten Tag seinen Rücktritt ein.

    Als sein Nachfolger wurde am 16. Juli 1952 Ahmed Qavam neuer Ministerpräsident, der sofort seine Absicht bekannt gab, Verhandlungen mit Großbritannien aufnehmen zu wollen, um den Boykott zu beenden. Diese Umkehr der zuvor verfolgten Politik weckte auch in der iranischen Öffentlichkeit Widerspruch und führte zu massiven Protesten von Anhängern verschiedenster Strömungen; von Kommunisten ebenso wie von den, von Ayatollah Kashani geführten Klerikern.

    Die Unruhen vom 20/22. Juli 1952 in Teheran, auch aufgrund der Angriffe Ayatollah Kashanis gegen den aktuellen Premierminister Qavam, führten zum Eingreifen der Armee, die wahllos in die Menge schoss. Ahmed Qavam erklärte daraufhin am 21. Juli 1952 seinen Rücktritt.

    Am 22. Juli 1952 beschloss das Parlament mit 61 zu 3 Gegenstimmen die Wiedereinsetzung Mossadeghs, der Schah musste nachgeben und Mossadegh bekam nicht nur die ihm verweigerte Vollmacht über die Armee, sondern auch eine auf sechs Monate ausgestellte unbeschränkte Vollmacht. Ayatollah Kashani wurde zum Parlamentspräsidenten ernannt, und seine Anhänger sowie die kommunistische Tudeh-Partei wurden nun, obwohl das Verhältnis nicht reibungsfrei war, zu seinen wichtigsten Verbündeten.

    Die katastrophale Lage durch den Boykott, die Hälfte der Staatseinnahmen des Iran kamen aus dem Erdöl, führte im Oktober 1952 zu den ersten Unruhen.

    1953
    Trotz der angespannten Lage wurde Mossadegh bei den Wahlen am 24. Januar 1953 in seinem Amt bestätigt. Sich seiner Popularität im Land bewusst, ließ Mossadegh sich vom Parlament nun weitergehende Rechte einräumen.

    Nachdem am 2. August 1953 Mossadegh die Kontrolle über die königlichen Paläste übernommen hatte, wurde der Schah praktisch ein Gefangener. Dem Herrscher wird nicht mehr gestattet, ohne vorherige Erlaubnis des Ministerpräsidenten Besucher zu empfangen. [3]

    Ein am 3. August 1953 abgehaltenes Referendum zur Auflösung des Parlaments, brachte Mossadegh eine überwältigende Mehrheit. Der Schah verließ daraufhin am 11. August 1953 Teheran in Richtung Ramsar am kaspischen Meer – angeblich eine geplante Urlaubsreise; am 16. August 1953 flog er zu einem Zwischenaufenthalt nach Bagdad, am 18. August 1953 nach Rom, am 22. August – nach dem Putsch vom 19. August – zurück.

    Der Putsch 1953
    In seiner Regierungszeit versuchte Mossadegh eine Reihe sozialistisch orientierter Reformen umzusetzen; darunter eine Landreform, die das Jahrhunderte alte Feudalsystem beendete und durch kollektive Landwirtschaftsbetriebe und staatlichen Grundbesitz ersetzte.

    Die Veränderungen im Iran zogen nun die Aufmerksamkeit der US-Regierung auf das Land. Die Vereinigten Staaten sahen durch die Gefahr einer Einflussnahme der Sowjetunion über die Tudeh-Partei, wie auch durch die Verstaatlichungen, ihre Interessen gefährdet.

    Also: Russenherrschaft (wie im Irak bis 2003) oder Schahherrschaft mit westlicher Technik: Lieber das als ein durchgeknallter Größenwahnsinniger wie Mossadegh, der die „sozialistische“ Misswirtschaft bringt.

    Danke nein, habe im Osten „Sozialismus“ genossen, zum Glück ist das Geschichte.

    Jörg Lau: Der größte Schlächter des 20. JH war NICHT Hitler, sondern MAO!
    Soviel historische Korrekheit muss sein!

    Und meine ehemals nordvietnamesichen Freunde sind doch alle auf dem Kapitalistentripp und fahren am liebsten nach USA. Nachtragend sind sie NICHT!

    • 29. September 2008 um 00:13 Uhr
    • Oda Dridi-Dörffel
  24. 24.

    Die USA werden ihre Fehler im Iran hoffentlich bald wieder gutmachen.

    • 29. September 2008 um 00:13 Uhr
    • PBUH
  25. 25.

    @docaffi
    „weil er die iranische Unabhängigkeit von den Großmächten wollte!“
    Das wäre im kalten Krieg doch gar nicht gegangen. Und schon gar nicht bei der geostrategischen Bedeutung des Irans.
    Wir reden doch nicht über die Schweiz!

    • 29. September 2008 um 00:24 Uhr
    • J.S.
  26. 26.

    @ Oda D-D: Alles klar, der Vietnamese ist nicht nachtragend, also war Agent Orange in Ordnung. Wo gehobelt wird, fallen eben Späne. Der Witz ist doch wohl eher, wie ich auch in meiner Vietnam-Reportage hier geschrieben habe: Die Vietnamesen tendieren von selbst zum Kapitalismus, auch unter der KP-Herrschaft: Wie absurd läßt dies das Morden und das Flächenbombardement jetzt aussehen!
    „Sozialistische“ Reformen im Iran: Weil Mossadegh den Leuten Land geben wollte, war es gerechtfertigt, das Land dem Schah zu überlassen? Der Feudalismus mußte überwudnen werden.
    Mossadegh war ein Feuerkopf und Spinner, aber die Iraner hätten eine Chance verdient gehabt, ihn selber los zu werden.
    Die britische Blockade Irans, weil die Ölinteressen verletzt worden waren – das ist natürlich völlig in Ordnung! Aber wenn die Russen sich wegen der Pipelines über Georgien hermachen, dann jaulen wir auf.
    So läuft es nicht mehr in der Welt.
    Habe ich übrigens irgendetwas über Mao vs Hitler gesagt? Selbst wenn unter Mao noch mehr Menschen starben, was lernt uns das über Hitler? Nichts. Kommunismus ist nicht zu verharmlosen. Aber mit dem Kampf gegen den Kommunismus sind auch allzuviele Dummheiten gerechtfertigt worden.

  27. 27.

    Es geht um etwas ganz anderes!
    Der Iran ist das einzige Land gewesen mit einer Grenze zum Ost-Block und Häfen im Süden.
    Genau deswegen bekam der Iran im 2.WK auch den Spitznamen „Bridge to Victory“. Ein weiteres Stichwort ist „Persian Corridor“.
    Die Transportroute nach Russland über den Iran war Kriegsentscheidend im 2.WK.
    Und das wäre sie auch im kalten Krieg gewesen. Der Schah hat garantiert das diese Verbindung geschlossen bleibt und genau deswegen ist er zum Feind der Moskautreuen Linken geworden.

    • 29. September 2008 um 00:40 Uhr
    • J.S.
  28. 28.

    @Jörg Lau
    „also war Agent Orange in Ordnung“
    Das ist wieder zu einfach!
    Agent Orange war ein Entlaubungsmittel und als solches völlig in Ordnung!
    Das Problem waren Verunreinigungen mit TCDD (Dioxin). Die USA wussten gar nicht das diese Verunreinigungen vorhanden waren und was noch verrückter ist, die USA haben das verunreinigte Entlaubungsmittel in der sozialistischen Tschechoslovakei (Firma Spolana) gekauft!
    Es waren also Sozialisten die aus Gewinnsucht die Vietnamesen vergiftet haben.
    Seltsam das niemand die Tschechoslovakei anklagt! Nicht wahr!

    • 29. September 2008 um 00:51 Uhr
    • J.S.
  29. 29.

    Oder war es ein Boomerang? Die Tschechosslovakischen Kommunisten wollten den USA verseuchtes Entlaubungsmittel andrehen und haben nicht damit gerechnet das dies in Vietnam landen würde?
    Aber Vorsicht!
    Vietnam hat auch ein gewaltiges (natürliches) Problem mit Arsen im Grundwasser!

    • 29. September 2008 um 01:02 Uhr
    • J.S.
  30. 30.

    „Weil Mossadegh den Leuten Land geben wollte…“
    Unter „Weiße Revolution“ steht bei Wikipedia was anderes.
    „Unter Mohammad Mossadegh kam die Landverteilung kurzzeitig zum Stillstand.“

    • 29. September 2008 um 01:19 Uhr
    • J.S.
  31. 31.

    #31 – J.S.
    Zustimmung.

    JL, Sie sind ist ein klassischer Vertreter der Ideologieausbildung der 68-er Unis, weniger Analytiker, die den Vietman-Krieg als US-Hassprojekt bis heute nicht verdaut haben, im Gegensatz eben zu den Vietnamesen selbst z.B.

    Die machen nicht so eine „Ewig-Opfer“-Rolle daraus wie die Iraner, die immer noch über einen Putsch vor über 50 Jahren reden. In der islamischen Welt eine Endlosleier. Sie sind zu sehr beeinflußt von Ihrer Iranfamilie.
    Bei meiner arabischen Sippe verbitte ich mir diese personalisierte, einseitige und unlogische Diskussion. Da war der Böse immer der Franzose.

    Es war kalter Krieg, und wer den wie ich auf der Ostseite verbringen musste als Tochter eines Funktionärs mit Russland-Erfahrung und Hinrichtung meiner Großmutter unter Hitler, der kennt eher beide Seiten. Und redet daher nicht so einseitig daher.
    Im Osten wurden in meiner Familie die Opfer des „Sozialismus“ unter Stalin und Mao permanent thematisiert. Neben denen des bösen Westens.

    Das haben sich die 68-er eher erspart. Stalins Verbrechen aus reiner persönlicher Rachsucht und Verfolgungswahn mit Millionen Toten: Diese Art Diktatur ist in der westlichen Demokratie eher selten!
    Oder meinen Sie, ein US-Präsident zeichnet beim Abendessen mal schnell eine Todesliste von ein paar Tausend Offizieren ab????

    Mossadegh war Diktator und wollte den Schah beseitigen, hätte dafür aber die Russen unter Stalin/Chrustschow im Land gehabt. Tolle Alternative.

    Der Schah hat schon gut verhandelt, wie alle Ölstaaten des Nahen Osten nach ihm, um die Öleinnahmen für sein Land zu erhöhen UND um die Ingenieure zu halten, bis er selbst welche ausgebildet hat. Was das gute Recht der Ölstaaten ist.
    Dafür erpressen sie uns heute mit den Ölvorkommen und -preisen, genannt Opec. Und jammern auf der anderen Seite: „Ihr klaut unser Öl!“, obwohl sie es uns zu Monopol-Höchstpreisen verkaufen. Eine wirkliche Lachnummer.

    Die iransiche Landreform: Meine iransichen Freunde, unter Khomeini geflohen, schwärmen heute noch von den Bildungsprogrammen des Schah, der Landreform etc. Es war ein Schritt nach vorn für die iraner.

    Nur die Mullahs wollten ihre Macht über ihre Abnalphabeten-Muslime nicht verlieren und hassten alles, was nach Fortschritt aussah. KEINE Mädchen in die Schule!

    Wohin das heute geführt hat, sieht jeder: BSP von 3000 Dollar pro JAHR. Ein verarmtes Land, trotz Öl. Das braucht man ja für den Djihad und die Religionsstiftungen.

    Die Russen, die mit permanenter Erpressung ihrer Nachbarstaaten, siehe Georgien und die Balten, Weißrussland und Ukraine, Tagespolitik machen, sind jetzt nicht machthungrig und imperialistisch, oder was?
    Haben Sie deren Verbalausfälle in Gossensprachenmanier nicht mitbekommen?

    DAS will ich heute nicht wieder haben, weil es nach alter Politik des kalten Krieges riecht!

    Aber wer zerst sein Anti-US-Feindbild pflagen muss, da kann man sich nicht auch noch mit Russland befassen.

    • 29. September 2008 um 09:00 Uhr
    • Oda Dridi-Dörffel
  32. 32.

    Weiße Revolution

    Als Weiße Revolution wurde ein 12-Punkte Programm bezeichnet, welches von Schah Mohammad Reza Pahlavi 1962 dem iranischen Parlament vorgelegt wurde. Der Großayatollah Husain Borudjerdi hatte sich gegen das Programm ausgesprochen, doch durch seinen Tod im März 1961 wurde die entsprechende Fatwa ungültig. Am 26. Januar 1963 fand ein Referendum statt, 5.598711 sprachen sich für, 4.115 dagegen aus.

    Die Punkte der Weißen Revolution umfassten:

    1. Abschaffung des Pachtsystems und die Verteilung von Großgrundbesitz
    2. Verstaatlichung aller forstwirtschaftlich genutzten Gebiete
    3. Verkauf der staatlichen Industrieunternehmen an Genossenschaften und Privatleute
    4. Gewinnbeteiligung der Arbeiter und Angestellten in den Unternehmen
    5. Allgemeines Wahlrecht für Frauen
    6. Bekämpfung der Analphabetenrate durch den Aufbau eines Hilfslehrerkorps
    7. Einrichtung eines Versorgungssystems für die unentgeltliche medizinische Betreuung
    8. Entwicklung der Landwirtschaft
    9. Einrichtung von Schiedsgerichten
    10. Verstaatlichung der Wasserreserven
    11. Wiederaufbauprogramm für ländliche Gebiete
    12. Reorganisierung der staatlichen Verwaltungsstellen sowie Dezentralisierung des Erziehungswesens

    Der erste Schritt der Landreform, einer Umverteilung des Landes von Großgrundbesitzern an kleinere Landarbeiter, wurde im eigentlichen Sinne schon Ende der 50er Jahre ausgeführt, insbesondere der Schah vergab mehr als 500.000 Hektar Land an mehr als 30.000 besitzlose Familien. [1] Unter Mohammad Mossadegh kam die Landverteilung kurzzeitig zum Stillstand.

    Infos können nicht schaden.

    • 29. September 2008 um 09:04 Uhr
    • Oda Dridi-Dörffel
  33. 33.

    @Oda Dridi-
    Für Ihre Mossadegh=Kommunist=Diktator-Propaganda-Theorie gibt es keine Beweise. Der Einzige, der Ihnen das abkauft ist JS; er glaubt aber auch, dass Agent Orange eine Körper-Lotion für die arme Vietnamesen war.

    Fest steht, wie Sie sehr richtig in Ihrem Kommentar Nr. 24 schreiben, dass
    1- die Einnahmen aus dem iranischen Öl zu unrecht von den Briten einkassiert wurden.
    2- auf Initiative von Mossadegh das iranische Öl verstaatlicht wurde.
    3-Mossadegh demokratisch (für damalige Zeit einmalig) gewählt wurde.
    4-er ein durchaus ungeschickter Politiker war.
    5- seine Regierung durch einen völkerrechtswidrigen Putsch abgesetzt und durch ein totalitäres Regime ersetzt wurde.

    Hier noch ein Mal für Sie zu lesen, damit Sie nicht alles aus Wiki kopieren müssen:

    http://www.zeit.de/2003/34/A-Mossaedgh

    • 29. September 2008 um 14:05 Uhr
    • docaffi
  34. 34.

    @JS

    Und Zyklon B war ein Dusch-Gel, was stark verunreinigt war, sonst…..

    • 29. September 2008 um 14:06 Uhr
    • docaffi
  35. 35.

    „“Schlauer Weise beruft Obama sich dabei auf Henry Kissinger, der länger schon eben diesem Strategiewechsel das Wort redet…. Punkt Obama.““

    Naja:

    „“Indeed, Kissinger himself “believes Barack Obama misstated his views on diplomacy with US adversaries and is not happy about being mischaracterized:…”
    http://www.gaypatriot.net/2008/09/27/will-msm-take-note-of-obamas-kissinger-gaffe/

    • 29. September 2008 um 16:01 Uhr
    • Sebastian Ryll
  36. 36.

    @Dridi

    Immerhin war er „man of the year 1951″

    http://www.time.com/time/subscriber/personoftheyear/archive/stories/1951.html

    Das soll erstmal noch ein Politiker in dieser Region nachmachen!

    • 29. September 2008 um 22:30 Uhr
    • docaffi
    • 29. September 2008 um 23:58 Uhr
    • J.S.
  37. 38.

    @JS
    Khomeini war kein Politiker!!

    • 30. September 2008 um 00:59 Uhr
    • docaffi
  38. 39.

    „Khomeini war kein Politiker!!“

    Ähnlich wie Lenin war er Berufsrevolutionär.
    Und ähnlich wie Lenin war er der einzige, der während der Revolution ein klares Ziel hatte.
    Und ähnlich wie Lenin schaffte er es, alle anfänglichen Bundesgenossen (Bazargan, Bani-Sadr, Montazeri usw.) auf’s Abstellgleis zu stellen.

    • 30. September 2008 um 08:16 Uhr
    • Joachim S.
  39. 40.

    …und MacCain hat doch recht
    Wer das Buch „Barak Obama-Wie wird ein Präsident gemacht“ gelesen hat, geschrieben vor den Wahlen in den USA, wird heute feststellen daß MacCain mit seinen Aussagen über Obama recht behalten hat. Daß Obama in kurzer Zeit mit dem IRANISCHEN Präsidenten an einem Tisch sitzen wird,bewarheitet sich in den nächsten Wochen. Das hatte Obama abgestritten,im STreitgespräch.
    Auch der Bezug auf Kissinger ist nicht zufällig. Das alles um Russland zu schwächen, die Russlandfeinde Kissinger und Brzeznski waren Gründerväter der TILATERALEN Commission-USA-Japan-Europa , das Ziel dieser Trilateralen Comm. ist es Russland zu schwächen und zur Weltmacht zu gelangen,dabei muß zuerst Russland vom IRAN getrennt werden auch China muß weiter weg von Russland. Brzenski ist Außenpolitischer Berater von Obama, und war ehemaliger Sicherheitsberater von Carter, er ist einer der größten Aßenpolitischen Strategen der USA im 20.Jhd. Außerdem war er Professor von Obama an der Uni. Die Tochter von Brzeznski sehr bekannte Fernsehmoderatorin in den USA hat wesntlich am Wahlkampf auf die Massenmedien zu Gunsten Obama Einfluß genommen, auch in Europa und zum Erfolg beigetragen.
    Die Fehlinformationen zum Brief von Obama an den Präsidenten Russlands letzter Woche und dessen Dementi sind die Machenschaften um Russland zu reizen und zu verunsichern, Europa und die USA sollten sich vom Charakter des alten Bären sehr in acht nehmen, schon mehrmals haben Völker die Kraft des erzürnten Bären zu spühren bekommen.

    • 5. März 2009 um 22:44 Uhr
    • reinhold
  40. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)