Amerika hat seinen Kredit überzogen

Von 22. Oktober 2008 um 06:31 Uhr

Wir müssen Andrew J. Bacevich lesen.

Im August hat dieser Professor für internationale Politik am Boston College ein Interview gegeben, in dem alles angesprochen ist, was kurz darauf so spektakulär schief ging. Geradezu unheimlich, wie klar dieser Mann das Unheil kommen sieht. Bacevich ist ein West-Point-Absolvent und Vietnam-Veteran, ein konservativer Mann, dessen Sohn sein Leben als Soldat im Irak ließ.

Wenn so ein Mann solche Dinge sagt, dann ist das ein weiteres Indiz dafür, dass in Amerika vieles in Bewegung ist. Ich kenne derzeit keine kühlere, radikalere Kritik von kenntnisreicher Seite:

Mehr hier. Und hier. Und hier. Und hier.

Leser-Kommentare
  1. 9.

    @ PBUH
    “Sie sollten mal der Frage nachgehen, warum der US Dollar im Moment extrem aufwertet.”
    Vermutlich, weil die Amerikaner ihr Auslandsvermögen repatriieren (müssen) und weil Carry-Trades aufgelöst werden. Das ist eine interessante, aber für mich persönlich unwichtige Frage. Der stärkere Dollar bedroht übrigens die zwischenzeitliche Stützung der US-Konjunktur durch den Export und stützt die zuletzt deutlich zurückgehenden deutschen Exporte, ist also kaum ein Problem für uns.

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    • 22. Oktober 2008 um 13:06 Uhr
    • AM
  2. 10.

    Der letzten Teil, Teil 5, ist für Bundesbürger übrigens wirklich hörens/sehens-wert.

    http://www.youtube.com/watch?v=c83Wtby2tAg

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    • 22. Oktober 2008 um 14:00 Uhr
    • PBUH
    • 22. Oktober 2008 um 14:19 Uhr
    • Weltbuerger
  3. 12.

    PeaceBeUponHim:

    Ja, es stimmt: Obama oder McCain KÖNNEN nur enttäuschen, nach all dem, was in sie hinein projiziert wird und worden ist.

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    • 22. Oktober 2008 um 14:21 Uhr
    • Weltbuerger
  4. 13.

    Die werden mich nicht enttäuschen, weil ich wenig von ihnen erwarte, aber von McCain & Parteifreunden inzwischen etwas mehr befürchte. Deshalb ist Obama nicht mehr als das deutlich kleinere Übel.

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    • 22. Oktober 2008 um 14:47 Uhr
    • AM
  5. 14.

    @ Weltbuerger
    Danke für den Link. Mit solchen Leuten besteht noch Hoffnung für Amerika:
    “To be fair, responsibility for the war’s continuation now rests no less with the Democrats who control Congress than with the president and his party.”
    “Of course there is evil in the world and there is good in the world, but guess what? Some of the evil is right here.”
    “And I think the key question is, will the American empire end catastrophically because of our blind insistence that we will not change? Or will we be able to disengage ourselves from and dismantle the American empire in a sensible, reasonable way that will do the least damage to the world and the least damage to ourselves?”
    Das ist der Kern der Kritik am “war on terror”, wie er die ganze Zeit von klugen britischen (Kenneth Clarke), französischen (Jacques Chirac) und deutschen Konservativen (Joschka Fischer, Peter Scholl-Latour, ich:-) vorgetragen worden ist.

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    • 22. Oktober 2008 um 15:47 Uhr
    • AM
  6. 15.

    Andrew J. Bacevich ist nicht nur seit langer Zeit ein massiver Kritiker der Außenpolitik Bushs sondern auch einer der ersten Obamacons. Bereits im März dieses Jahres hat er sich auf die Seite Obamas gestellt:

    “For conservatives, Obama represents a sliver of hope. McCain represents none at all. The choice turns out to be an easy one.” http://www.amconmag.com/article/2008/mar/24/0002/

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    • 22. Oktober 2008 um 16:09 Uhr
    • Martin Hartwig
  7. 16.

    @AM

    >Das ist der Kern der Kritik am “war on terror”

    Nö, der Irakkrieg hat doch nun sehr wenig mit dem “war on terror” zu tun. Das glaubt doch nichtmal Präsident Bush, der brauchte nur ne Begründung für den Versuch den Nahen Osten zu demokratisieren.

    Ich dachte immer, das wäre hier Konsens.

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    • 22. Oktober 2008 um 16:56 Uhr
    • PBUH
  8. Kommentar zum Thema

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