Sarah Palins Afrika-Unwissen: ein Hoax

Von 13. November 2008 um 17:29 Uhr

Die kürzlich von Fox News verbreiteten Gerüchte, Sarah Palin habe Afrika nicht als einen Kontinent, sondern als ein Land bezeichnet, sind jetzt zum Anlaß für einen ziemlich bösen Hoax geworden.

Gegenüber dem Sender MSNBC hat sich Martin Eisenstadt, ein  “Berater der McCain-Kampagne”  als Quelle dieser üblen Nachrede geoutet.

Das Problem: “Martin Eisenstadt” existiert nicht. Er und sein rechtslastiger Think Tank “Harding Institute” sind die Erfindung einer Gruppe von Medien-Guerilleros. Trotzdem wurden ihre absurden Behauptungen immer wieder willig aufgegriffen. (Die wahre Quelle der Palin-Gerüchte ist weiter im Dunkeln.)

Was lernt uns das? Vorsichtig mit dem Internet umzugehen. Und Statements aus der weiten Welt der Think Tanks zu mißtrauen.

Hier seine Website. Hier ein Stück aus der NYT zum Casus.

Kategorien: Curiosa, Debatte, Medienkritik, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    … aus der Rubrik “Hab ich mir doch gleich gedacht”…

    Antworten

    • 13. November 2008 um 21:30 Uhr
    • Sonja
  2. 2.

    Naja, die ihr unterstellten Äußerungen waren sowieso nicht nachweisbar. Dass sie dennoch von den Medien so lebhaft aufgenommen wurden, hat mit dem von ihr permanent zur Schau gestellten störrischen Antiintellektualismus zu tun. Man hätte ihr ein solches geopolitisches Unwissen zugetraut. Auch so hat sie jedoch nachgewiesen, dass sie aufgrund ihrer geistigen und ethischen Mängel eine Gefahr in einer höheren politischen Position auf nationaler Ebene darstellen würde.

    Antworten

    • 13. November 2008 um 22:53 Uhr
    • Herr Naphta
  3. 3.

    @Naphta

    Geistige und intellektuelle Fähigkeiten sowie ethische Kompetenz
    sind als Kriterien für politische Führer immer nur Sekundärtugenden. wenn überhaupt.
    Die Weltgeschichte der politischen Führer ist eine Aneinanderreihung von Machtbesessenheit, Egoismus, Ignoranz, und Dummheit.
    Die durchaus vorhandenen politischen Lichtgestalten im Geschichtsbuch bestätigten lediglich die Ausnahme von der Regel.
    Das ist übrigens kein statement pro Palin, nicht daß Sie mich falsch verstehen (-:)

    Antworten

    • 14. November 2008 um 01:34 Uhr
    • tati
  4. 4.

    “Geistige und intellektuelle Fähigkeiten sowie ethische Kompetenz
    sind als Kriterien für politische Führer immer nur Sekundärtugenden. wenn überhaupt.
    Die Weltgeschichte der politischen Führer ist eine Aneinanderreihung von Machtbesessenheit, Egoismus, Ignoranz, und Dummheit.”

    Als bestes Beispiel möchte ich GW nennen!

    Antworten

    • 14. November 2008 um 01:40 Uhr
    • docaffi
  5. 5.

    “Geistige und intellektuelle Fähigkeiten sowie ethische Kompetenz
    sind als Kriterien für politische Führer immer nur Sekundärtugenden”

    Gott schütze uns vor Politikern mit dieser Denke!

    Antworten

    • 14. November 2008 um 10:44 Uhr
    • Joachim S.
  6. 6.

    Gott schütze uns vor Politikern mit dieser Denke!
    Kommentar von Joachim S.

    Nicht immer die eigene Verantwortung wegschieben, Joachim (-:)

    Antworten

    • 14. November 2008 um 13:14 Uhr
    • tati
  7. 7.

    @ tati

    Ich habe bisher (fast*) an jeder Wahl teilgenommen.

    *mit Ausnahme der BTW 2002, als ich a) im Ausland war und b) nicht wusste, wen ich wählen sollte. Und mit Ausnahme der einen oder anderen Europawahl.

    Antworten

    • 14. November 2008 um 15:23 Uhr
    • Joachim S.
  8. 8.

    @Joachim S.

    Da sind Sie ja fleissiger als ich.

    Antworten

    • 14. November 2008 um 15:38 Uhr
    • tati
  9. Kommentar zum Thema

    (erforderlich)

    (wird nicht veröffentlicht) (erforderlich)

    (erforderlich)