Sarah Palins Afrika-Unwissen: ein Hoax
Die kürzlich von Fox News verbreiteten Gerüchte, Sarah Palin habe Afrika nicht als einen Kontinent, sondern als ein Land bezeichnet, sind jetzt zum Anlaß für einen ziemlich bösen Hoax geworden.
Gegenüber dem Sender MSNBC hat sich Martin Eisenstadt, ein “Berater der McCain-Kampagne” als Quelle dieser üblen Nachrede geoutet.
Das Problem: “Martin Eisenstadt” existiert nicht. Er und sein rechtslastiger Think Tank “Harding Institute” sind die Erfindung einer Gruppe von Medien-Guerilleros. Trotzdem wurden ihre absurden Behauptungen immer wieder willig aufgegriffen. (Die wahre Quelle der Palin-Gerüchte ist weiter im Dunkeln.)
Was lernt uns das? Vorsichtig mit dem Internet umzugehen. Und Statements aus der weiten Welt der Think Tanks zu mißtrauen.
Hier seine Website. Hier ein Stück aus der NYT zum Casus.

Unter uns gesagt: Ich war’s.
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@ tati
“Da sind Sie ja fleissiger als ich.”
Wundert mich nicht.
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Schön, daß Mrs Palin ein wenig rehabilitiert wird. Sie war keine Meisterin ihres Fachs, was man nicht verurteilen sollte, solange man in seinem eigenen stümpert.
Ich hätte jedenfalls nicht formuliert “Was lernt uns das” – da zucke ich doch ein wenig zusammen.
Ist aber auch eher unwichtig, die brandaktuellen Berichte aus USA sind wichtiger. Danke dafür.
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@ Flash: Übrigens muss ich sie korrigieren: Palin ist keineswegs rehabilitiert worden. Der falsche Herr Eisenstadt hat nur fälschlich reklamiert, er sei die Quelle. Er ist nicht die Quelle – doch es gibt jemanden in der McCain-Kampagne, der diese Dinge über Palin gestreut hat.
Palin hat sich folgendermaßen selber dazu geäußert (Wortlaut!): “My concern has been the atrocities there in Darfur and the relevance to me with that issue as we spoke about Africa and some of the countries there that were kind of the people succumbing to the dictators and the corruption of some collapsed governments on the continent, the relevance was Alaska’s investment in Darfur with some of our permanent fund dollars.” (???)
Nun: Ich halte es auch nicht für wahrscheinlich, dass sie wirklich nicht wusste, dass Afrika kein “Land” ist. Aber wie verworren sie daherredet, das ist schon atemberaubend. Nicht umsonst nennt man sie den “serial syntax killer from Wasilla”:
http://cavett.blogs.nytimes.com/2008/11/14/the-wild-wordsmith-of-wasilla/?em
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[...] magazine and newspaper in Brazil to the vaunted Guardian in the UK; L’Express in France to die Zeit in Germany; as well as the largest newspapers from the Netherlands to Norway, Spain, Argentina, [...]
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