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Na, das hat er mal davon

 

Michael Kreutz schreibt im Transatlantic Forum (sehr harsch, für meinen Geschmack):

(…) wer Hoders Newsletter abonniert hatte, weiss, dass Hoder Anhänger von Ahmadi-Nejad war, den er groteskerweise als “neuen Amir Kabir” bezeichnete. Tatsächlich ist der Name des historischen Amir Kabir wie kein zweiter mit der Modernisierung des Iran in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts verbunden. Man vergleiche dies mit dem Kurs Ahmadinejads, die Universitäten zu islamisieren und personell zu säubern und man sieht, wes Geistes Kind Hoder ist.

(…)

Wie kommt es dann, dass Derakshan verhaftet wurde? Er sollte doch eigentlich vom Regime mit offen Armen empfangen werden. Das kann nur verstehen, wer den Charakter totalitäter Regime zur Kenntnis nimmt. Khomeini, Mao, Stalin – sie alle haben ihre engsten Mitstreiter hinrichten lassen. Sie alle nämlich waren paranoid. Und so ist ihre Paranoia auch dem Staatsapparat der von ihnen gegründeten Regime ins Fundament gegossen.

Die Moral von der Geschicht’: Anschleimen an Diktaturen lohnt sich nicht.


5 Kommentare

  1.   PBUH

    Der Irre ist zumindest am Ende!

    „Ahmadinedschad: Ölpreis von fünf Dollar je Barrel kein Problem“

    http://de.reuters.com/article/worldNews/idDEBEE4AM04320081123

  2.   Weltbuerger

    Ich bezweifle, dass Ahmadinejad am Ende ist…. zumindest hat er noch einige Möglichkeiten zur Beeinflussung der Wahl:

    http://www.roozonline.com/english/archives/2008/11/ambiguous_vote_of_confidence_t.html

  3.   Miriam

    (Neumann: please don’t read this post. I’ve had enough bashing for one day 😉

    @J.L.
    „sehr harsch für meinen Geschmack“

    In der Tat und ich meine zwischen den Zeilen gar ein bisschen Schadenfreude zu entdecken. Auch den „unsinnigen Artikel eines ahnungslosen Redakteurs“ auf heise.de fand ich so unsinnig nicht. (http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27897/1.html)

  4.   PBUH

    @Weltbuerger

    Wer solch einen Grad an Realitätsverweigerung zeigt wird politisch nicht überleben.

  5.   N. Neumann

    Auch den “unsinnigen Artikel eines ahnungslosen Redakteurs” auf heise.de fand ich so unsinnig nicht.

    @ Miriam

    Da muss auch ich Michael Kreutz widersprechen, der Redakteur ahnt nicht nur viel von den Mietfedern in den Think Tanks Washingtons, sondern z.B. auch von neoliberalen Dolchstößen:

    Angeblich war die SPD-Parteispitze von der plötzlichen Entdeckung des Gewissens bei den Renegaten komplett überrascht. Es wäre komplett überraschend, wenn dem wirklich so wäre. Münteferings Maßregelung der Renegaten fiel dementsprechend auch sehr halbherzig aus – man müsse darüber reden, einen Parteiausschluss forderte er nicht. Ein klares Machtwort klingt anders. Ypsilantis Plan einer Mitte-Links Koalition wäre für die SPD-Führung und die einflussreichen Netzwerker ein Albtraum. Es ist wesentlich wahrscheinlicher, dass die Heckenschützen Deckung von ganz oben hatten.

    Richtig Bescheid weiß er über Signale, Interna und Pläne der Zeit:

    Der Schwenk wurde medial am Wochenende von der ZEIT eingeläutet. Chefredakteur di Lorenzos Philippika gegen die SPD-Linke war ein Signal, das auch von den Renegaten verstanden wurde. Es ist nicht denkbar, dass di Lorenzo ohne Wissen und Billigung seines Herausgebers Helmut Schmidt ein solches Stück veröffentlicht hat. Schmidt gilt als Vordenker des Seeheimer Kreises, der Parteirechten. Alleine das Timing lässt darauf schließen, dass hier von langer Hand ein Plan geschmiedet wurde, der die Parteilinke größtmöglich beschädigt, ohne die Partei als Ganzes zu beschädigen.

    http://www.spiegelfechter.com/wordpress/419/der-dolchstos-der-vier-renegaten