Schmutzige kleine Geheimnisse der Bildungsforschung

Von 23. November 2008 um 21:54 Uhr

Aus einem Interview der ZEIT mit dem Pisa-Chef Manfred Prenzel über die erstaunlich guten Ergebnisse der östlichen Bundesländer:

 

ZEIT: Wie steht es um die sogenannte Risikogruppe, also Schüler, die mit fünfzehn nicht richtig lesen und rechnen können? Sie ist ja hierzulande besonders groß.

Prenzel: Insgesamt ist sie etwas kleiner geworden, im Jahr 2000 bestand sie aus einem knappen Viertel, jetzt umfasst sie etwa ein Fünftel der getesteten Schüler. Das sind aber immer noch viel zu viele. Auch hier ist Sachsen beispielhaft, mit 8,5 Prozent in den Naturwissenschaften erreicht es fast finnische Werte.

ZEIT: Auch wieder, weil es nur wenige Migrantenkinder hat.

Prenzel: Das ist im Bildungsmekka Finnland nicht anders.

Kategorien: Integration
Leser-Kommentare
  1. 33.

    @Joachim S.

    “Die (Siedlungsstruktur) ist nicht kleinräumiger als in Nordrhein-Westfalen”.

    Das stimmt aus meiner Sicht nicht, Erscheinungen wie Duisburg Marxloh, Köln Bilderstöckel, etc gibt es in Baden-Württemberg nicht und in Bayern erst recht nicht (Schwanthaler Höhe und Hasenbergl mal ausgenommen).

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    • 24. November 2008 um 17:18 Uhr
    • Mattes
  2. 34.

    “Das stimmt aus meiner Sicht nicht, Erscheinungen wie Duisburg Marxloh, Köln Bilderstöckel, etc gibt es in Baden-Württemberg nicht und in Bayern erst recht nicht (Schwanthaler Höhe und Hasenbergl mal ausgenommen).

    Kommentar von Mattes”

    Mag sein. Trotzdem ist die Frequenz, mit der Leute in Münchner und Nürnberger U-Bahnen vom “Migrationshintergrund” halb tot geschlagen werden bemerkenswert hoch.

    Der islamische Terrorismus hat seine effizientesten Terrorzellen in der idyllischen deutschen Provinz aufgebaut: Saarland, Rheinland-Pfalz, Ulm….

    Merke: Siedlungsstruktur hat nichts mit Gewaltbereitschaft und politischer Radikalisierung zu tun.

    Daß der Berliner “Migrationshintergrund” in terroristischer Hinsicht gegenüber dem Schneid der Provinz zurückfällt, passt ins historische Muster:

    selbst für die Nazis waren die Berliner zu doof – da mussten schon Leute aus West- und Süddeutschland (und insbesondere Österreich) kommen, um denen mal zu zeigen “wie mans richtig macht”…

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    • 24. November 2008 um 17:43 Uhr
    • DonQuixote
  3. 35.

    @34

    Alles richtig, aber aus meiner Sicht nicht relevant für die PISA Ergebnisse.
    Terroristen sind im Moment noch nicht so zahlreich das sie in der Schulstatistik auffallen würden. Das hoffe ich wenigstens, obwohl die Studie des Innenministeriums da ja beeindruckende Zahlen produziert hat.

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    • 24. November 2008 um 18:03 Uhr
    • Mattes
  4. 36.

    “Terroristen sind im Moment noch nicht so zahlreich das sie in der Schulstatistik auffallen würden”

    yep.

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    • 24. November 2008 um 18:13 Uhr
    • Joachim S.
  5. 37.

    @Hansi Müller
    “das problem ist nicht “die kultur” der migranten, sondern die herkunft. daß eine gruppe wie die vietnamesen (nicht nur in ostdeutschland) besser integriert und erfolgreicher ist, ist kein wunder: in ostdeutschland freunde aus dem kommunistischen bruderland, in westdeutschland politische flüchtlinge.”

    Nö! Lesen Sie mal von Kohlhammer “Kulturelle Grundlagen wirtschaftlichen Erfolgs”.:

    “Die ungelernten chinesischen Arbeiter auf den Kautschukplantagen des kolonialen Malaysia waren doppelt so produktiv wie die einheimischen Arbeiter und verdienten auch mehr als das Doppelte; hundert Jahre später berichtet die französische Zeitung Libération aus Gabun, daß dort chinesische Arbeiter und Ingenieure die großen Bauprojekte der Regierung realisieren. Die etwa 100 chinesischen Arbeiter, die aus China herantransportiert werden und untergebracht werden müssen, was zusätzliche Kosten verursacht, erhalten einen mehr als doppelt so hohen Lohn wie die etwa 50 afrikanischen Arbeiter. Warum? Weil sie dreimal so schnell und außerdem zuverlässiger arbeiten, erklärt eine Chinesin. Eine europäische Architektin vor Ort bestätigt das: “Sie sind superschnell! Wir haben ihnen einmal einen Auftrag erteilt, den sie in weniger als acht Tagen erledigt haben. Unser europäisches Team hätte dafür dreimal so lange gebraucht.” ”

    http://www.eurozine.com/articles/2006-11-02-kohlhammer-de.html

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    • 24. November 2008 um 20:55 Uhr
    • lebowski
  6. 38.

    @ wachtmeister, ihre beitraege erfreuen mich immer wieder, volle zustimmung !

    @ flash, sie vernachlaessigen, dass man auch ohne gott und kirche wahre werte weitergeben kann – ansonsten: volle zustimmung.

    PS: in unserem schulsystem liesse sich vieles verbessern: kleinere klassen zur elite- sowie zur allgemeinfoerderung,
    bessere lehrerausbildung, bessere ausstattung der schulen, uvam – sollten schleunigst besser drauf achten, denn wir haben kein oel, sondern seit jeher “nur” unseren geist.

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    • 25. November 2008 um 06:17 Uhr
    • mathilde
  7. 39.

    mathilde

    Kleinere Klassen? Wir waren über 30 Kinder. Hat nichts geschadet. Am Ende ist’s der Integrationswille.

    Wer deutsch lernt, der kann dann deutsch, wer was anderes lernt, der kann dann was anderes, aber ist beim Deutschen hintenan und holt das in der Regel nie mehr auf – dies ist das Ergebnis einer Studie des Nationalfonds der Eidgenossenschaft, natürlich dort in politisch korrekter Form gesagt.

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    • 25. November 2008 um 16:28 Uhr
    • FreeSpeech
  8. 40.

    @ Joachim S (29)
    Die zusätzlich ausfallenden Stunden wegen Lehrermangel/Krankheit sind bei den errechneten 1-2 Schuljahren weniger Unterrichtsstoff in norddeutschen Ländern gar nicht berücksichtigt. Es geht darum, dass die norddeutschen Schüler GEPLANT erheblich weniger Unterricht haben als die süddeutschen.

    zu BW:
    http://www.welt.de/welt_print/article2788507/Guenther-Oettinger-schafft-die-Hauptschule-ab.html

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    • 27. November 2008 um 10:23 Uhr
    • Yasmin
  9. Kommentar zum Thema

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