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Was der Bailout wirklich kostet

Von 26. November 2008 um 22:07 Uhr

Einige hilfreiche Zahlen, damit man beurteilen kann, mit welch einer Art von Ereignis wir es hier zu tun haben.

Der “Bailout” (Wort des Jahres) ist teurer als der Zweite Weltkrieg.

Er kostet mehr als der Marshall Plan, der Vietnamkrieg, das Mondprogramm, der Koreakrieg, der Irakkrieg, die NASA und der New Deal – zusammen!

If we add in the Citi bailout, the total cost now exceeds $4.6165 trillion dollars. People have a hard time conceptualizing very large numbers, so let’s give this some context. The current Credit Crisis bailout is now the largest outlay In American history.

Jim Bianco of Bianco Research crunched the inflation adjusted numbers. The bailout has cost more than all of these big budget government expenditures – combined:

• Marshall Plan: Cost: $12.7 billion, Inflation Adjusted Cost: $115.3 billion
• Louisiana Purchase: Cost: $15 million, Inflation Adjusted Cost: $217 billion
• Race to the Moon: Cost: $36.4 billion, Inflation Adjusted Cost: $237 billion
• S&L Crisis: Cost: $153 billion, Inflation Adjusted Cost: $256 billion
• Korean War: Cost: $54 billion, Inflation Adjusted Cost: $454 billion
• The New Deal: Cost: $32 billion (Est), Inflation Adjusted Cost: $500 billion (Est)
• Invasion of Iraq: Cost: $551b, Inflation Adjusted Cost: $597 billion
• Vietnam War: Cost: $111 billion, Inflation Adjusted Cost: $698 billion
• NASA: Cost: $416.7 billion, Inflation Adjusted Cost: $851.2 billion

TOTAL: $3.92 trillion

____________________________________

That is $686 billion less than the cost of the credit crisis thus far.

The only single American event in history that even comes close to matching the cost of the credit crisis is World War II: Original Cost: $288 billion, Inflation Adjusted Cost: $3.6 trillion

The $4.6165 trillion dollars committed so far is about a trillion dollars ($979 billion dollars) greater than the entire cost of World War II borne by the United States: $3.6 trillion, adjusted for inflation (original cost was $288 billion).

 

Go figure: WWII was a relative bargain.

Quelle

Kategorien: Curiosa, Harvard Notizen, USA
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Meine Frage ist, ob das Geld, welches die Wirtschaftskriese schon gekostet hat, wirklich jemals existiert hat, oder nur der Glaube an seine Existenz irgendwie real war.

    Und wenn die Kriese wirklich so viel gekostet hat – wer hat das bezahlt? Und an wen?

    Also wenn jemand Geld ausgiebt und dabei ärmer wird, dann verdient auch irgendjemand daran und wird dabei reicher.

    Falls das nicht der Fall ist, dann ist das Geld nicht weg, weil irgendetwas viel gekostet hat, sondern das Geld ist weg, weil es in Wahrheit nie existiert hat.

    • 26. November 2008 um 22:17 Uhr
    • Rafael
  2. 2.

    Falls das nicht der Fall ist, dann ist das Geld nicht weg, weil irgendetwas viel gekostet hat, sondern das Geld ist weg, weil es in Wahrheit nie existiert hat.
    Kommentar von Rafael

    Diese Rechnerei ist mir ebenfalls suspekt.
    Es sind ja keine Dollarnoten verbrannt worden, sondern fiktive Börsenwerte und fiktive Immobilienwerte vernichtet worden.
    Selbst ohne eine Finanzkrise hätte man den bezifferten Verlust niemals als echte Liquidität realisieren können.
    Das tatsächliche Drama ist jedoch, daß die ganze vernetzte Wirtschaft auf dieser irrealen Basis miteinander Geschäfte machte.
    Der Neurotiker ersinnt Luftschlösser
    Der Psychopath bewohnt sie
    Der Psychiater kassiert die Miete

    So kann man auf Dauer keine Weltwirtschaft betreiben.

    • 26. November 2008 um 22:30 Uhr
    • tati
  3. 3.

    @ All: Hier geht es nicht um das bereits vernichtete Geld! Sondern um das Geld, das jetzt ausgegeben wird, um die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen. Dieses Geld muss aufgebracht werden vom amerikanischen Steuerzahler und von der Weltgemeinschaft, die Dollar hält.

  4. 4.

    Einen sehr grossen Teil der Ausgaben und Garantien wird man ja zurückerhalten. Nur kann eben heute keiner sagen wieviel.

    @Rafael

    Diese Geldvernichtung betrifft ja fast ausschliesslich den Immobilienmarkt.

    Ende 2008 sind in den USA alle Häuser zusammen $6 Billionen (trillion) weniger wert als vor einem Jahr. Allerdings sind die Häuser auch immer noch zig Billionen mehr wert als im Jahr 2000. Die Frage ist halt in wie weit diese Häuser bezahlt bzw. wie stark sie beliehen sind. In Haushalten die nicht überschuldet sind (~85%), fühlt man sich nun halt nicht mehr so reich, ansonsten hat das wenig realwirtschaftliche Auswirkungen.

    Der Konsum wird halt leiden.

    Übrigens, die Amis sparen nun ca. $700 Milliarden (billion) pro Jahr an der Zapfsäule.

    So unglaublich gross die Zahlen auf den ersten Blick erscheinen, man muss versuchen nicht den Überblick zu verlieren und alles im richtigen Verhältnis zu betrachten.

    • 26. November 2008 um 23:26 Uhr
    • PBUH
  5. 5.

    @Jörg Lau

    Für die Garantien ist erstmal kein Geld notwendig.

    • 26. November 2008 um 23:28 Uhr
    • PBUH
  6. 6.

    [...] Was der Bailout wirklich kostet The only single American event in history that even comes close to matching the cost of the credit crisis is World War II: Original Cost: $288 billion, Inflation Adjusted Cost: $3.6 trillion. The $4.6165 trillion dollars committed so … [...]

  7. 7.

    “Für die Garantien ist erstmal kein Geld notwendig.” :-) :-) :-)
    aber dann, wenn sie fällig werden. Und wenn nicht ein erheblicher Teil von ihnen fällig werden würde, wären die Garantien nicht notwendig.

    • 27. November 2008 um 09:57 Uhr
    • AM
  8. 8.

    @AM

    Ohne Garantien wären die Banken gezwungen ihre Vermögenswerte auf Teufel komm raus (teilweise weit unter fairem Wert) zu liquidieren um am Ende Insolvenz anzumelden. Dank der Garantien gewinnen die Banken Zeit, sie können mit den Verkäufen warten und in den nächsten Jahren versuchen, verlorenes Geld zurückzuverdienen.

    • 27. November 2008 um 11:39 Uhr
    • PBUH
  9. Kommentar zum Thema

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