Obamas Rede an Iran – ein Fehler?

Von 22. März 2009 um 02:26 Uhr

“Weblog Sicherheitspolitik” meint:
“Die Rede war vermutlich kontraproduktiv. Sie mag für westliche Zielgruppen sehr positiv erscheinen, weil sie das eigene Bedürfnis bedient, zur “guten”, toleranten, nicht-konfrontativen und verhandlungsbereiten Seite zu gehören. Politisch hat die Rede aber wohl eher Schaden angerichtet:

- Die Hardliner im Iran können der Bevölkerung nun erklären, dass sie die USA mit ihrer Strategie in die Knie gezwungen haben. Konzessionsorientierten Kräften wird man vorhalten, dass diese iranischen Interessen geschadet hätten. Obama hat die Hardliner gestärkt. Man schwächt Hardliner nur, indem man ihnen Erfolge verweigert.
- Die iranische Führung muß nun davon ausgehen, dass sie von amerikanischer Seite keine ernsthaften Maßnahmen gegen ihr Atomwaffenprogramm mehr zu befürchten hat. Warum sollte sie darauf verzichten? Weil Obama so lieb ist?
- Der Iran wird also mittelfristig über Atomwaffen verfügen. Danach wird die iranische Führung dafür sorgen, dass diese Investition sich lohnt: Eine aggressivere Politik am Persischen Golf, neue Bündnisse mit den Golfstaaten, Ende der amerikanischen Präsenz, iranische Hegemonie über den Golf, iranische Kontrolle des Ölpreises. Wieder werden die Hardliner erklären können, dass ihre Politik das beste für den Iran bewirkt hat. Und was werden die gestärkten Hardliner, ausgestattet mit Atomwaffen und Kontrolle über den Ölpreis, als nächstes unternehmen?”
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Leser-Kommentare
  1. 1.

    “Sie mag für westliche Zielgruppen sehr positiv erscheinen, weil sie das eigene Bedürfnis bedient, zur ‘guten’, toleranten, nicht-konfrontativen und verhandlungsbereiten Seite zu gehören”

    Exakt das ist was zählt. Was irgendwer im Iran denkt oder tut, ist total zweitrangig. Mit dieser Rede und der voraussehbaren und eingetroffenen Abfuhr haben die USA sich jetzt eröffnet, was Bush immer nur behauptet hat: Alle Optionen sind auf dem Tisch, incl. der großen Keule.

    Bush hat einen Militärschlag gegen den Iran nicht durchsetzen können (falls er ihn wollte), und hätte ihn innenpolitisch und in den Augen “der Welt” nicht überlebt.

    Noch zwei, drei solche Aktionen der Mullahs (die dabei vor heimischem Publikum gern punkten dürfen und sollen) und Obama hat carte blanche für einen “gerechten Krieg mit leider vielen zivilen Opfern, die aber schliesslich das Regime unterstützen” Nur die Eigeninteressen der Russen und Chinesen blieben dann noch zu überwinden, aber hier wird sich beizeiten ein Kuhhandel finden, Obama darf im Iran räuchern und die Russen können dafür den Kasachen auf die Pfoten klopfen oder so etwas.

    Nur das US-Fernsehpublikum entscheidet langfristig über Krieg und Frieden. Gnade demjenigen, der sich auf militärische Spielchen mit Amerikanern einlässt, die sich geschlossen (Dems und Reps) mit gewissen Recht für die gute, tolerante, brüskierte Seite halten.

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    • 22. März 2009 um 03:58 Uhr
    • Frl. Mensa
  2. 2.

    Wie wäre es, wenn nicht nur die vermeintlichen Finanzexperten (auch die in der ZEIT), die alle den Crash nicht sahen und das Hohe Lied des Profits sangen, ein Jahr einfach den Mund hielten, sondern auch alle die vermeintlichen Sicherheitsexperten (auch die in der ZEIT), vor allem die aus der Henry “Diktatoren sind gut für die Sicherheit” Kissinger-Schule, die die Verwandlung der Welt in einen waffenstarrenden Planeten voller Misstrauen, aber mit konstant guter Rendite für Waffenhersteller zu verantworten haben?

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    • 22. März 2009 um 10:34 Uhr
    • Jaakob
  3. 3.

    Die Rede setzt voraus, damit sie ernst genommen wird, dass USA selbst ihre atomare Waffenarsenal reduziert, -besser abschafft- dass dem Erdöl und Waffenindustrie die unter Bush in allen Bereichen das Sagen hatten eine Absage erteilt wird und eine unumkehrbare Wende zu der ökologischen und Sozialen Zielen auf globaler Ebene eingeleitet wird.

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    • 22. März 2009 um 11:01 Uhr
    • ibo
  4. 4.

    Danke Jaakob, besser hätte man es nicht ausdrücken können.

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    • 22. März 2009 um 12:04 Uhr
    • Klaus
  5. 5.

    Wir sollten die Rede vielleich nit überbewerten und isoliert betrachten:

    “Die Hardliner im Iran können der Bevölkerung nun erklären, dass sie die USA mit ihrer Strategie in die Knie gezwungen haben. Konzessionsorientierten Kräften wird man vorhalten, dass diese iranischen Interessen geschadet hätten. Obama hat die Hardliner gestärkt. Man schwächt Hardliner nur, indem man ihnen Erfolge verweigert.”

    Das können Sie (allein wegen der Rede) gerade nicht, denn von einer Aufhebung der Sanktionen ist nicht die Rede. Sollte es dazu kommen wäre die Analyse in dem Beitrag richtig. Wenn nciht, siehe Frl. Mensa.

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  6. 7.

    So ist nun mal das muslimische Dominanzdenken: Und es ist in der ganzen islamischen Welt gleich:

    Eine Schwäche zeigen, verbal, Blick, Kommst DU auf mich zu und küsst mir die Hand oder gehe ich Dir entgegen:

    ALLES, aber auch alles wird daghingehend geprüft, Dominiere ich, unrterwirft sich der Andere oder nicht.
    “Du tot oder ich tot?” So einfach ist die Frage.
    Etwas anderes zählt einfach nicht.

    Daher ist jeder, der einen Kompromiss mit Muslimen anstrebt, schon auf der Verlieferstrasse.

    Die Israelis wissen das em Besten.

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    • 22. März 2009 um 13:46 Uhr
    • Katarina die Grosse
  7. 8.

    Wir dürfen nicht vergessen, dass die Mullahs mit Hilfe der Engländer an die Macht gekommen sind und die ganze Invasion und Volksbewegung würde von dem BP finanziert. Kurz gefaast, Iran ist praktisch eine englische Kollonie und vom entglischen Bootschaft wird direkt drigiert. Irak-Irankrieg sowie Besatzung der amerikanischen Bootschaft in Teheran war alles vor der Invasion genauestens durchdacht und vorgeplant. Das ganze Programm würde vom 1951 bis 1979 in Hamburg durch der Mollah Beheshti buchstäblich nach der Muster SS bearbeitet. Die Westmächte, namentlich, jimi Carter, Helmuth Schmidt, Gisgar und Margaret Tacher haben sich 1978 entschlossen den Shahsregime zu beseitigen. Amerika hatte den Gotbzadeh ausgebildet um das Land Iran zu regieren. Auf wunsch der Engländer sollte der Komeini, welcher Seit Jahren im Exil lebte in Begleitung von Gotbzadeh nach Iran züruckkehren und nur in der Stadt Gom bleiben. Der Gotbzadeh wirkte zunächst als Aussenminister in Iran. Es war selbstverständlich, dass er direkten Kontakt mit Amerika hatte und direkten telephonverbindung mt Amerikanischen Politiker führte, Seine telephonat würde vom Mollahs überwacht und hat man ihn als Spion hingerichtet. etc.etc. Die Rede von Obama an Iran ist insofern Fehl am Platze, da dieMollahs sämtliche Anweisungen der entglischen Bootschaft in Teheran ausführen. Besser wäre, wenn Obama direkt mit englischen Bootschfter in Teheran verhandelt. Jimi Carter hatte in seiner Rede geäussert, dass unser beste europäischer Freund uns in die Irre geführt.

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    • 22. März 2009 um 14:09 Uhr
    • Dr. Parviz Nassehi
  8. Kommentar zum Thema

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