Druck auf Israel – ein Zeichen der Hilflosigkeit
Ingo Way meint:
Was meinen Sie mit weiter so? Etwa die Politik des einseitigen Rückzugs aus Gaza, die bekanntlich zu vermehrten Raketenangriffen der Hamas geführt hat? Die meisten Israelis waren offenkundig der Meinung, dass eine Politik des Immer-weiter-so tatsächlich nicht zielführend ist und haben folgerichtig eine etwas weniger konziliante Regierung gewählt. Dazu war gar kein Druck von Freunden nötig.
Aber der Druck geht ja sowieso in eine ganz andere Richtung. Und da frage ich mich schon, wie man darauf kommt, die derzeitige Situation im Nahen Osten sei eine Folge davon, dass bislang zu wenig Druck auf Israel ausgeübt worden ist, so dass jetzt auch Israels “Freunde” glauben, zu diesem Druck noch ein wenig beitragen zu müssen. Da wird die Zweistaatenlösung wie eine Monstranz vor sich hergetragen, als sei es Israels Schuld, dass die Palästinenser es vorziehen, Israel und einander zu bekämpfen, anstatt endlich damit anzufangen, funktionierende staatliche Strukturen aufzubauen (was die Juden schließlich auch schon Jahrzehnte vor der eigentlichen Staatsgründung geschafft haben), und zwar ohne sich hinter Popanzen wie “Mauer”, “Besatzung” und “Siedlungen” zu verstecken. Würden die Palästinenser das nämlich tun, anstatt Waffen zu kaufen und Selbstmordattentäter auszubilden, sie hätten ihren Staat schon längst.
Da man an die Palästinenser aber nicht herankommt – vom Iran zu schweigen, der das ganze Theater schließlich subventioniert -, übt man den Druck, den jene nötig hätten, eben auf die Israelis aus – nicht weil das richtig wäre, sondern weil man es kann. Eine klassische Übersprungshandlung. Erinnert ein wenig an den Witz von dem Betrunkenen, der sein Portemonnaie im Lichtkegel der Straßenlaterne sucht, obwohl er weiß, dass er es anderswo verloren hat. Aber anderswo ist es zu dunkel zum Suchen.
Jemand wie Liebermann bietet sich natürlich als Buhmann und Sündenbock an, für die Europäer eh und anscheinend jetzt auch für die Obama-USA. Man hat den Schuldigen ausgemacht und an den Pranger gestellt, und wenn’s dann mit dem Nahostfrieden immer noch nicht klappt, hat man wenigstens was getan, nämlich Druck gemacht.
“Israel macht im Westjordanland palästinensische Staatlichkeit unmöglich.”
Das ist Quatsch! Das eine Besatzung keineswegs Staatlichkeit unmöglich macht Sieht man an Deutschland.
“Der einseitige Rückzug aus Gaza war ein Fehler…”
Übrigens auf Druck vieler “Freunde”. Ein Rückzug aus dem Westjordanland wäre ebenfalls ein bitterer Fehler. Und läge auch nicht in UNSEREM Interesse denn wir müssten dann eventuell Friedenstruppen stellen wie im Südlibanon.
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@ Neumann
Okay, nächstes Mal probier ich es mit gefülltem Sarkasmus.
Ihr und eure blöden Siedlungen. Als ob die paar Deppen das Problem wären.
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400 000 sind ein “paar Deppen” ?
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@ Andreas
Ja.
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Ihr und eure blöden Siedlungen. Als ob die paar Deppen das Problem wären.
@ Samuel
Sie kennen den Unterschied zwischen ein Problem und DAS Problem?
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Nicht die Zahl der Deppen ist das Problem, sondern der Grad der territorialen Zersplitterung.
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@ xNWO
Entsprechend macht es zusätzlich einen Unterschied, ob jemand aus ökonomischen Gründen in einem Siedlungsblock außerhalb Jerusalems ein Häuschen bewohnt oder aus ideologischen Gründen mitten im Westjordanland einen Stacheldrahtzaun um einen Hügel zieht.
Mit anderen Worten: Um 400.000 Deppen, wie Samuel und Andreas aus unterschiedlichen Beweggründen suggerieren, geht es hier nicht.
Für einen Siedlungsblock könnte es eine territoriale Kompensation geben, für bewaffnete Irre auf Hügeln (die teilweise auch von der Armee geschützt werden müssen) wohl kaum.
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Es ist ein leicht lösbares Problem: Die Siedler müssen von der Armee geschützt werden. Und wenn man sich irgendwann mal einigen sollte, überlässt man den Palis die Westbank, die Armee zieht ab und die 400.000 Deppen können sehen wo sie in Palästina bleiben.
Man muss die Siedlungen nicht mal räumen.
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