Ein Blog über Religion und Politik

Die Schönheit des Moments

Von 27. August 2009 um 15:09 Uhr

Geistige Gesundheitspause, gefunden bei Andrew Sullivan:

Kategorien: Gottesbeweise
Leser-Kommentare
  1. 1.

    Nur so am Rande, ich glaube, dass selbst Momente der Kultur unterworfen sind. In dem Film waren, bis auf die Hochzeit die fehlte, nur Momente zu sehen, die in unserer westlichen Gesellschaft zählen. Denke ich an Afrika, wo ich einige Zeit gelebt habe, dann wären Momente wahrscheinlich anders gewichtet. Momente sind m.E. die Situationen, an die wir uns erinnern können, also keine ganzen Szenen, sondern lediglich einzelne Ausschnitte davon. Der Rest ist nur unzulänglich rekonstruierbar (man denke an Zeugenaussagen). Und da in jeder Kultur andere Momente andere Emotionen auslösen, bleiben eben auch andere Arten und Ereignisse hängen. Wäre interessant zu untersuchen, wie Ereignisse von unterschiedlichen Personen wahrgenommen werden und was wirklich lange hängen bleibt.

    • 27. August 2009 um 16:40 Uhr
    • meine Wenigkeit
  2. 2.

    “Wäre interessant zu untersuchen, wie Ereignisse von unterschiedlichen Personen wahrgenommen werden und was wirklich lange hängen bleibt.”

    Richtig; aber ich bin sicher, dass die Geburt des eigenen Kindes, DAS Ereigniss und der Moment im Leben ist, was man nie vergisst.

    • 28. August 2009 um 20:58 Uhr
    • docaffi
  3. 3.

    Na ja, docaffi, Sie sind Kinderarzt. Ich muss schon zugeben, dass ich nicht mehr genau zuordnen kann, welche Momenterinnerungen zur Geburt von welchem meiner Kinder gehören.

    Außerdem – wie kann ich sicher sein, dass nicht die wirklich wichtigen Erinnerungen in meinem Leben gerade dadurch verfälscht sind, dass ich sie mir so häufig ins Gedächnis zurückrufe.

    Vielleicht vermischt sich ja das Bild des neugeborenen Kindes im Film mit meinen eigenen Erinnerungen an meine neugeborenen Kinder. Das nächste Mal erinnere ich mich und habe irgendeinen blauen Plastikschlauch mit im Gedächnis, der garantiert nichts mit meinen Kindern zu tun hatte. Obwohl – so sicher bin ich mir da jetzt gar nicht mehr…

    Meine Frau hat irgendwie auch eine in Details etwas andere Erinnerung an den Moment, als wir uns zum ersten Mal gesehen haben.

    Hat mal jemand eine Sammlung gemacht, was die ersten Ereignisse sind, an die erwachsene Menschen sich noch zurückerinnern? Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass mein Bauchnabel genau bis zum Knie meines Onkels reichte. Ich fühlte mich ziemlich klein und bin dann einen grünen Hügel heruntergelaufen. Was soll daran denn wichtig sein???

    Davon abgesehen. Der Film ist beeindruckend. Hätte nie nach soetwas gesucht, hätte es nie gesehen, was sehr schade gewesen wäre. Danke Jörg Lau, für die Gottesbeweise.

    Für solche Momente liebe ich diesen Blog.

    • 30. August 2009 um 16:36 Uhr
    • Rafael
  4. 4.

    @Rafael
    Natürlich haben Sie recht. Aber geben Sie zu, dass Sie sich zumindest an die Geburt eines Ihrer Kinder erinnern, ohne diese genau zuordnen zu können. Sehen Sie Rafael, in der Zeit bevor ich mich niedergelassen habe, habe ich über 400 Risikogeburten als Kinderarzt begleitet. Die Geburt meines eigenen Kindes-obwohl keine Risikogeburt- hat mich am Meisten ins Schwitzen und zum Zittern gebracht. Dieser Moment werde ich bestimmt nie vergessen.

    Herzliche Grüße!

    • 31. August 2009 um 00:10 Uhr
    • docaffi
  5. Kommentar zum Thema

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